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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2021

Simons Geschichte

Legenden der Schattenjäger-Akademie
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Simon Lewis' Leben und Lernen in der Schattenjäger-Akademie wird hier nun näher beleuchtet. Seine Beziehungsprobleme bekommen Raum und sein Gedächtnisverlust spielt eine große Rolle. Ebenfalls ihre Auftritte ...

Simon Lewis' Leben und Lernen in der Schattenjäger-Akademie wird hier nun näher beleuchtet. Seine Beziehungsprobleme bekommen Raum und sein Gedächtnisverlust spielt eine große Rolle. Ebenfalls ihre Auftritte haben unter anderem Magnus Bane, Tessa, Alec, Robert, Emma uvm., die aus ihrer Sicht die Geschichte abrunden. Was mir wirklich gut gefallen hat war, dass ein kleiner Comicstrip vorangestellt wurde, der wiederum zum Inhalt passt. Diese Auskopplung ist eine gelungene Erweiterung der Serien und ein Muss für jeden Serienfan. Neueinsteigern empfehle ich allerdings die Hauptreihe um die Schattenjäger vorher zu lesen.

Veröffentlicht am 19.01.2021

Schwieriges Thema – gut umgesetzt

Die Hölle war der Preis
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In diesem Tatsachenroman schildert Hera Lind die Geschichte von Gisa. Gisa ist eine junge Frau in der DDR, die mit der politischen Situation nicht klar kommt, und mit ihrem Ed aus der DDR fliehen will. ...

In diesem Tatsachenroman schildert Hera Lind die Geschichte von Gisa. Gisa ist eine junge Frau in der DDR, die mit der politischen Situation nicht klar kommt, und mit ihrem Ed aus der DDR fliehen will. Doch das geht schief und so landet sie im Frauengefängnis. Hera Lind beschreibt nun im Weiteren den Alltag und die Strukturen eines Frauengefängnisses. Der Leser bekommt einen Eindruck, wie es in den 1970er Jahren in so einer Einrichtung zugegangen ist. Sehr intensiv beschreibt die Autorin den Alltag mit seinen Grausamkeiten und Repressalien. Deutlich wird dabei auch, dass Republikflüchtige auf der untersten Stufe der Hierarchie standen. Allerdings kann sich die Autorin auch nicht ganz von so manchem Klischee lossagen. Denn das nun alles Schlecht war in der DDR, wird ein „Ossi“ so sicherlich nicht unterschreiben. Etwas mehr Differenzierung hätte der Glaubwürdigkeit dieses Tatsachenromans besser zu Gesicht gestanden. Auch die stereotype Darstellung der Stasi-Mitarbeiter halte ich für überzogen. Aber alles in allem ein guter Roman über ein Kapitel der ostdeutschen Geschichte, der kein Ruhmesblatt für Menschlichkeit und Menschenwürde war. Wer sich mit diesem Thema mal auseinandersetzen möchte, dem kann ich den Roman empfehlen.

Veröffentlicht am 19.01.2021

Ein echter Pageturner

Olympia
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Das ist nun der 8. Band der Gereon Rath-Reihe. Dieses Mal verwebt Volker Kutscher die Kriminalhandlung mit den Olympischen Spielen 1936 in Berlin, denn Gereon Rath muss im Olympischen Dorf eine Mordermittlung ...

Das ist nun der 8. Band der Gereon Rath-Reihe. Dieses Mal verwebt Volker Kutscher die Kriminalhandlung mit den Olympischen Spielen 1936 in Berlin, denn Gereon Rath muss im Olympischen Dorf eine Mordermittlung durchführen. Wieder mit von der Partie sind Charly, Gereons Frau, sein Pflegesohn Fritz aber auch sein ehemaliger Kollege Tornow, der eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Über die Schwärmerei von Fritz für Sportler wie Jesse Owens verlagert Volker Kutscher geschickt die Handlung hin zu den bestehenden politischen Tendenzen. Denn plötzlich ist seine Hauptfigur Rath mitten drin im Machtgefüge von SS und SD. Er kann nicht mehr auf herkömmliche Weise agieren, er darf nicht auffallen will er seine Familie nicht in Gefahr bringen. Einige Winkelzüge sind dabei von Nöten, damit er seine Ermittlungen voranbringen und letztlich abschließen kann. Alles andere als eine einfache Zeit, da auch Charly sich immer mehr um ihr „geliebtes Deutschland“ sorgt und Gereon einen verführerischen Vorschlag unterbreitet.
Mein Fazit: Volker Kutscher ist ein beeindruckender Krimi mit und über ein beklemmendes Stück deutscher Zeitgeschichte gelungen. Handlung, Charaktere und Zeitkolorit sind sehr stimmig und verbinden sich zu einem Pageturner mit Suchtgefahr. Ich kann die Reihe um Gereon Rath jedem Krimi-Historie-Begeisterten wärmsten ans Herz legen. Ich vergebe volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.01.2021

Routinierter Thriller

Der Todesspieler
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Mit „Der Todesspieler“ etabliert Jeffery Deaver nach seinem gelähmten Ermittler Lincoln Rhyme einen neuen Hauptprotagonisten im Thriller-Universum. Auch dieser Colter Shaw ist alles andere als „gewöhnlich“. ...

Mit „Der Todesspieler“ etabliert Jeffery Deaver nach seinem gelähmten Ermittler Lincoln Rhyme einen neuen Hauptprotagonisten im Thriller-Universum. Auch dieser Colter Shaw ist alles andere als „gewöhnlich“. Er ist in einem einsam gelegenen Teil Kalifornien aufgewachsen und kann mit den neuen Kommunikationstechniken wie Handy, TV etc. und vielen Menschen um sich herum nicht viel anfangen. Dafür versteht er sich auf das Spurenlesen und arbeitet mit viel Akribie um seine Fälle zu einem positiven Abschluss zu bringen. Und an dem Punkt setzt nun die Geschichte ein. Durch seinen neuen Auftrag verschlägt es ihn ausgerechnet nach Silicon Valley, in eine Welt, die so grundverschieden zu seiner eigenen ist, das gerade diese Gegensätze wiederum den Reiz der Story ausmachen. Routiniert beschreibt Jeffery Deaver nun, wie Colter Shaw sich auf die Suche macht. Da der Fokus sehr stark auf diesem Colter Shaw liegt, war mir manchmal die Story zu „eindimensional“. Ein paar andere Sichtweisen hätten dem Ganzen noch mal einen anderen Schub gegeben. Aber durch geschickt gesetzte Wendungen sorgt der Autor immer wieder für neue Spannung und man muss einfach weiterlesen.
Mein Fazit: Auch wenn ich diesen Thriller eher als routiniert geschrieben bezeichnen würde, ist die Hauptfigur interessant und bietet für Folgebände noch einiges an Potential. Der Schreib- und Erzählstil ist wie bei anderen Büchern des Autors leicht und flüssig zu lesen. Mir hat das Buch gut gefallen auch wenn es mich nicht durchgängig fesseln konnte. Ich vergebe 3,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.01.2021

Lesenswert

Zorn - Zahltag
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Im bereits 10. Teil der Zorn-Reihe weicht der Autor von seiner gewohnten Erzählweise ab und präsentiert dem Leser schon sehr zeitig den Täter. Im weiteren Verlauf verfolgt man nun den Hergang, wobei man ...

Im bereits 10. Teil der Zorn-Reihe weicht der Autor von seiner gewohnten Erzählweise ab und präsentiert dem Leser schon sehr zeitig den Täter. Im weiteren Verlauf verfolgt man nun den Hergang, wobei man Zorn und Schröder über die Schulter schaut. Diese Art den Krimi zu erzählen bringt eine ganz neue Atmosphäre in die Story. War sie in den Vorgängern eher von den ruppigen Aktivitäten Zorns geprägt ist jetzt hier alles leiser ohne seinen Biss zu verlieren. Die altbekannten Frotzeleien zwischen Zorn und Schröder derweil wirken auf mich allerdings allmählich abgenutzt - Neueinsteiger werden das sicherlich anders bewerten.Was mir jedoch gut gefallen hat ist der Grundtenor des Krimis. Die Frage, ist es vertretbar einen Menschen zu töten um dadurch viele zu retten, regt einen dann doch zum Nachdenken an. Mich hat diese Frage jedenfalls noch lange nach Beendigung des Buches beschäftigt.
Mein Fazit: Die Erzählstruktur mal abzuändern und auch die Stimmungen anders anzulegen haben mir gut gefallen. Einige Charaktere hätten vielleicht noch etwas tiefgründiger dargestellt werden können, aber alles in allem hat mir auch Teil 10 mit Zorn und Schröder wieder angenehme Krimi-Lesestunden beschert. Ich empfehle ihn gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.