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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2021

Nichts für Zartbesaitete

Blutgott
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Mit „Blutgott“ schickt Veit Etzold seine Patho-Psychologin Clara Vidalis und ihr Team vom LKA Berlin in deren nunmehr 7. Fall. Auch dieser ist, wie schon seine Vorgänger nichts für schwache Nerven. Eine ...

Mit „Blutgott“ schickt Veit Etzold seine Patho-Psychologin Clara Vidalis und ihr Team vom LKA Berlin in deren nunmehr 7. Fall. Auch dieser ist, wie schon seine Vorgänger nichts für schwache Nerven. Eine Gruppe Jugendlicher tötet brutal eine Zugreisende. Eine dabei am Tatort zurückgelassene Signatur erinnert an den Totenzeichner aus Band 4 dieser Reihe. Clara und Dr. Friedrich beginnen zu ermitteln. Viele Passagen kommen gewohnt schockierend und abstoßend daher. Aber für eingefleischte Etzold-Fans durchaus gewollte „Kost“. Während der Leser der Polizei immer wieder einen Handlungsschritt voraus ist, bleibt die Spannung aber nicht auf der Strecke. Da allerdings immer mal wieder Bezug auf Vorfälle aus den Vorgängerbänden genommen wird, ist es nicht verkehrt diese zu kennen. Auch das „Wiedersehen“ mit den Mitgliedern aus Claras Arbeitsgruppe war wieder sehr schön. Kurz gesagt ist „Blutgott“ ein erneut gelungener Thriller, der extrem morbid daherkommt und nichts für zartbesaitete Leser/innen ist. Mich hat er gut unterhalten und ich vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 08.02.2021

Bedrückender Thriller

Die stille Tochter
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Der vorliegende Thriller ist der 4. Teil der Tommy-Bergmann-Reihe. Wie schon in den drei Vorgängern teilt sich die Handlung wieder in Geschehnisse aus der Vergangenheit und aktuellen Begebenheiten auf, ...

Der vorliegende Thriller ist der 4. Teil der Tommy-Bergmann-Reihe. Wie schon in den drei Vorgängern teilt sich die Handlung wieder in Geschehnisse aus der Vergangenheit und aktuellen Begebenheiten auf, die durch Tommy Bergmanns Ermittlungen zusammengebracht werden.
Auch dieser 4. Teil hat wieder seine Reize für den Leser, denn Geschichten mit historischem Bezug, hier die Zeit des „Kalten Krieges“, kann der Autor wunderbar erzählen. Nur geraten gerade diese Passagen für meinen Geschmack etwas zu weit schweifend und der eigentliche Fall kommt dadurch zu kurz. Die Darstellungen der einzelnen Charaktere sind dem Autor wieder gut gelungen. Hier sei die umtriebige und eiskalte Art der KGB-Agenten oder die hilflos und völlig überforderte Christel als Beispiele erwähnt. Die Hauptfigur Bergmann, Ex-Polizist und jetzt im Auftrag des norwegischen Geheimdienstes aktiv, wirkt durch seine doch meist flegelhafte und selbstgefällige Art hier merkwürdig fehl am Platz. Der Agententhriller, der die politischen Hintergründe jener Zeit als Aufhänger hat, ist durchaus gut umgesetzt. Ab und an hätte der Autor einige Passagen mehr raffen können, aber das Buch hat mich gut unterhalten und hatte auch seine fesselnden Episoden. Ich vergebe für diesen Thriller 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 08.02.2021

Gerade mal Mittelmaß

Der einsame Bote
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Da wollte ich nach dem für mich schwachen zweiten Teil der Tommy-Bergmann-Reihe noch eine Chance geben, und was muss ich sagen – das war nichts. War mir die melancholische und düstere Atmospäre damals ...

Da wollte ich nach dem für mich schwachen zweiten Teil der Tommy-Bergmann-Reihe noch eine Chance geben, und was muss ich sagen – das war nichts. War mir die melancholische und düstere Atmospäre damals schon negativ aufgefallen, kommt jetzt auch noch eine abstruse Story dazu. Ausgebrannte Ermittler – Bergmann und Bech – ermitteln, allerdings nicht miteinander, da Bergmann suspendiert ist. Ok, dass einen eine Sache mal nicht loslässt verstehe ich ja noch, nur wie das hier in den Fall eingebaut ist, hat mich nicht überzeugen können.
Allerdings versteht der Autor seine Geschichte an den Leser zu bringen. Das schafft er durch die kurzgehaltenen Kapitel, wodurch das Lesetempo gesteigert wird. Vielleicht gar keine schlechte Idee, ist man dann auch schnell mit diesem Serienteil durch. Einige blutige Passagen für den Genrefan gibt es auch noch, was aus meiner Sicht aber nicht wirklich hätte sein müssen. Also mein Buch war es nicht und ich vergebe hier aufgerundete 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 08.02.2021

Nicht so fesselnd wie Teil 1

Teufelskälte
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„Teufelskälte“ ist der 2. Band der Tommy Bergmann-Reihe. Auch in diesem Band gibt es wieder ein hin und her zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Nur steht diesmal Tommy direkt im Fokus. Denn der Mord ...

„Teufelskälte“ ist der 2. Band der Tommy Bergmann-Reihe. Auch in diesem Band gibt es wieder ein hin und her zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Nur steht diesmal Tommy direkt im Fokus. Denn der Mord im Jetzt ist dem von 1988, den Tommy eigentlich geklärt glaubte, sehr ähnlich. Hat er den falschen Mann ins Gefängnis gebracht?
Als Leser wird einem die Figur des Tommy Bergmann noch einmal ein Stück näher gebracht. Hat man schon einiges über ihn in Teil 1 erfahren, thematisiert der Autor hier die Gewissenskonflikte seiner Hauptfigur – für mich ein bisschen zu viel und ausführlich. Dadurch kam meines Erachtens der eigentliche Fall zu kurz.
Mir war dieses Buch für einen Krimi zu melancholisch und depressiv angelegt. Gerd Sveen versteht es aber durchaus eine Geschichte gut zu erzählen und seine Figuren trotz aller Widrigkeiten überzeugend agieren zu lassen. Für Spannung ist dank verschiedenster Wendungen und eingebauter Sackgassen gesorgt und halten einen am Buch, schließlich möchte man ja wissen wie der Fall ausgeht. Mich konnte dieser 2. Fall leider nicht so packen wie Teil 1 und deshalb vergebe ich hierfür 3,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 08.02.2021

Gelungener Agententhriller-Krimi-Mix

Der letzte Pilger
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Die Krimihandlung ist im Jahr 2003 angesiedelt und die bei den Ermittlungen sich ergebene Problematik der Agententätigkeiten umfasst den Zeitrahmen 1939 bis 1945. Der Autor springt somit bei der Erzählung ...

Die Krimihandlung ist im Jahr 2003 angesiedelt und die bei den Ermittlungen sich ergebene Problematik der Agententätigkeiten umfasst den Zeitrahmen 1939 bis 1945. Der Autor springt somit bei der Erzählung zwischen diesen beiden Zeitebenen hin und her. Durch Orts- und Zeitangaben behält man als Leser aber den Überblick. Das Erzähltempo bekommt dabei seine eigene Dynamik und die Spannung bleibt auf einem guten Niveau.
Beauftragt mit der Lösung des Falls wird Tommy Bergmann, der sich gemeinsam mit seinem Team voll in den komplexen Fall „verbeisst“. Allerdings kommen die Ermittlungen nur sehr schleppend voran und dann geschieht auch noch ein weiterer Mord.
Gerd Sveen hat hier aus einer Vielzahl von Komponenten wie Machthunger, Patriotismus aber auch Liebe und Hingabe zu einer Sache, einen fesselnden Krimi erdacht. Die Verwicklungen aus Vergangenheit und Gegenwart, die mit etlichen Wendungen überrascht, findet erst in einem fulminanten Finale seinen Abschluss. Die dabei auftretenden Figuren sind gut charakterisiert und auch der Schreib- und Erzählstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Mich hat dieser Agententhriller-Krimi-Mix gut unterhalten und deshalb vergebe ich 4,5 von 5 Sterne.