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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2017

Absolut perfekt!

Wie die Luft zum Atmen
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Inhalt
Das Buch setzt mit einer Sequenz aus der Vergangenheit von Tristan an. Ohne große Einleitung erfährt man schon einen Teil seiner Vergangenheit und wird ein Stück weit in seine Story geführt.
Ein ...

Inhalt
Das Buch setzt mit einer Sequenz aus der Vergangenheit von Tristan an. Ohne große Einleitung erfährt man schon einen Teil seiner Vergangenheit und wird ein Stück weit in seine Story geführt.
Ein Kapitel später folgt auch schon die Einführung in die Story von Elizabeth - der 2. Protagonistin.
Obwohl sie sich noch nicht kennen, verbindet beide schon eine ähnliche Vergangenheit. Beide haben ihre Last zu tragen, die man ihnen auf den ersten Blick nicht sofort ansieht, da beide immer ihre Fassade aufsetzen. Nie hätten sie gedacht, dass sie sich dem anderen gegenüber unbemerkt öffnen und somit hinter dieser Fassade blicken lassen. Nie hätten beide gedacht, dass sie die einzigen für den jeweils anderen sind, die sie über ihre Vergangenheit hinweg kommen lassen und wieder atmen lassen können ...

Ich kann nur eines sagen: Dieses Buch ist der Wahnsinn! Es wird im Moment sehr gehyped und das wirklich nur zu Recht. Die Geschichte, die die Autorin geschaffen hat, hat mir wirklich gut gefallen. Nicht nur von den Hintergrundgeschichten der beiden Protagonisten her, sondern auch insgesamt. Wie die Autorin diese Mischung aus purer Realität und so vielen Emotionen, egal ob gute oder schlechte hier hinein gebracht hat, hat die Story wirklich sehr authentisch erscheinen lassen und es war sehr angenehm zu lesen. Hinter dieser erstmal simplen Idee, in die man am Anfang hineingeführt wird, steckt noch weitaus mehr und im Verlaufe des Buches, kommt immer wieder neues ans Licht, was teils schockierend, aber auch sehr berührend war.


Charaktere
Liz war mir sofort sympathisch. Sie hat es in ihrer Vergangenheit nicht einfach gehabt und auch jetzt noch ist sie noch nicht darüber hinweg, was passiert ist. Was das bewundernswerte an ihr ist: Sie lässt es sich auf den ersten Blick nicht ansehen. Ein entscheidender Grund dafür: Ihr kleine fünfjährige Tochter, Emma, die ihr einfach alles bedeutet. Sie versucht, immer ihr bestes für sie zu geben und dafür zu sorgen, dass Emma nicht mitbekommt, wie Liz auch heute noch leidet.
Ihre Vergangenheit hat sie geprägt und dennoch ist so stark,
Sie ist nicht wirklich extrovertiert und anstrengend, sondern eher bodenständig und teils etwas zurückhaltend, wenn man sie nicht gerade in Rage bringt - was nicht so leicht ist. Umso schöner war es dann mit zu erleben, wie sie durch Tristan Stück für Stück ein bisschen mehr aus sich raus kam und gelernt hat, wieder richtig leben zu können und sich nicht mehr länger so stark von der Vergangenheit aufhalten zu lassen.

Tristan wird am Anfang als eine Art Freak und Außenseiter hingestellt. Er läuft auch erstmal barfuß auf den Straßen herum, während er mit seinem Hund, Zeus, spazieren geht. Er lebt eher etwas abgeschottet von der oberflächlichen Gemeinschaft und wirkt kaltherzig und aggressiv.
Aber er war nicht immer so. Seine Vergangenheit hat ihn geprägt und ihn dazu gebracht, diese Mauer um sich aufzubauen. Erst als er auf Elizabeth trifft, beginnt diese nach und nach zu brökeln und man bekommt einen Einblick auf den wahren Tristan, dem von einem knappen Jahr alles genommen wurde. Die Art, wie er mit Elizabeth und vor allem auch Emma umgegangen ist, hat mich wirklich sehr berührt und war einfach nur wunderschön.

Der Schreibstil der Autorin hat mir richtig gut gefallen. Ich kam wirklich schnell voran und die Art, wie sie schrieb, hat mich auch sehr berührt. Sie hat in ihren Monologen und Dialogen bewusst des öfteren Wörter in Verbindung mit dem Titel verwendet und so schön umschrieben, was einem schwer macht, das Buch nicht noch mehr zu lieben!

Fazit
Alles in allem bin ich dem Buch wirklich mehr als zufrieden und kann jetzt schon sagen, dass es zu meinen Jahres Highlights zählen wird.
Die Geschichte rund um Elizabeth und Tristan hat mich wirklich sehr berührt und überzeugt. Sehr angenehm war der Umgang mit diesen ernsten Themen der Autorin und wie vor allem die Charaktere damit umgegangen sind und sich ihrem Alter entsprechend verhalten haben.
Oben betone ich zwar ziemlich oft diese ernste, emotionale Seite, das Buch hat mich des öfteren aber auch zum Lachen gebracht, da den Charakteren trotz allem eine gute Portion Humor verliehen worden ist.
Es wurde auch nie langweilig und der Wechsel der Perspektiven im Laufe des Buches hat einen guten Einblick auf die Protagonisten gegeben, sodass man sie in ihren Handlungen und Aussagen auch immer gut verstehen konnte.
Also: Lest es unbedingt!
Im August wird ein weiterer Band der Autorin erscheinen, den ich dieses Mal auf Englisch lesen werde, da ich auch auf diesen mehr als gespannt bin und nicht so lange warten will.^^

"Aber solange Luft in meine Lungen hinein- und wieder hinausströmt [...] solange ich atme, werde ich um dich kämpfen. Ich werde um uns kämpfen."

Veröffentlicht am 12.09.2017

Ein guter Nachfolger, hat aber noch immer Potential

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis Band 2
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Inhalt

Noch geprägt von den Geschehnissen unter dem Berg sind Tamlin und Feyre wieder am Frühlingshof zurück gekehrt. Feyre ist nun eine High Fae, verwandelt von allen High Lords von Prythian. Eine High ...

Inhalt

Noch geprägt von den Geschehnissen unter dem Berg sind Tamlin und Feyre wieder am Frühlingshof zurück gekehrt. Feyre ist nun eine High Fae, verwandelt von allen High Lords von Prythian. Eine High Fae, ein Wesen, die sie mal verabscheute. In Tamlin hat sie ihre Liebe gefunden, hat für ihn gekämpft, aber schnell ist klar, dass nach diesen schlimmen Ereignissen nichts mehr so ist, wie es war. Tamlins Angst um Feyre ist nun noch größer, er vertraut niemandem mehr und will verhindern, dass ihr etwas passiert, indem er sie regelrecht einsperrt. Als wäre das nicht genug, hat Feyre immer noch eine Schuld bei Rhysand, dem gefürchteten High Lord des Hofes der Nacht, zu begleichen und muss eine Woche pro Monat bei ihm verbringen. Aber was hat Rhysand überhaupt mit ihr vor? Kann Feyre noch mehr Gefangenschaft ertragen? Oder hat er ganz andere Gründe, die bezaubernde Fluchbrecherin an seinen Hof zu holen?

Die Erwartungen waren hoch. Jeder schwärmt davon, jeder meint, Bilder dazu posten zu müssen. :D
Band 1 hat mir an sich auch recht gut gefallen, trotz trägen Starts und Feyres Charakter.
Hier im 2. Band war es mit dem Einstieg ähnlich. Erst einmal sind die Abläufe am Hof immer wieder gleich und auch als Feyre an dem Hof der Nacht kommt, habe ich mich nochmal in den ersten Band zurück versetzt gefühlt. Feyre verbringt ungewollt die Tage am Hof eines High Lords und streikt natürlich erstmal, typisch wie sie es ja des öfteren im ersten Band getan hat und mich zu Beginn direkt wieder genervt hat. Später schlägt Sarah Maas dann eine neue Richtung ein und führt einen weiter in ihre originelle und spannende Fae Welt. Hier hat es mir echt gut gefallen, dass dieses Mal auch ein paar andere Höfe in Prythian etwas mehr beleuchtet werden und man sie und ihre Bewohner kennenlernen kann. Das hat mich im ersten Band schon interessiert und die Autorin hat das hier gut umgesetzt.
Man lernt dementsprechend auch neue Charaktere kennen, die auf jeden Fall für Spannung sorgen und nach und nach meine Sympathie gewonnen haben.
Wie wahrscheinlich jeder, war ich auch echt gespannt, was Sarah Maas mit Rhysand geplant hat. Hier erzählt sie seine Geschichte und man lernt ihn in seinem vielschichtigen Charakter besser kennen - dazu aber bei den Charakteren mehr.
Die wirklich entscheidene Spannung kam aber auch hier leider erst wieder in den letzten knapp 130 Seiten, was ich etwas schade fand. Zumindest von der Aufteilung her. Zwar hat die Autorin im ganzen Verlauf immer mal wieder spannende Handlungsstränge gelegt, aber erst zum Schluss wurde dann alles wirklich und auf einmal aufgeklärt, bzw kam die wirkliche Spannung mit einem Knall nachdem sich die Autorin damit beschäftigt hat, ihren Charakteren teils neue Storylines zu geben, die mir nicht immer ganz gefielen. Auch ist mir an ein paar Stellen die Ähnlichkeit zu ihrer vorgegangenen Reihe Throne of Glass aufgefallen, was ich auch echt schade fand, da die Geschichte so viele Möglichkeiten und Facetten bietet.
Wie auch schon beim ersten Band, sehe ich auch hier noch ein paar Reserven, was sowohl die Charaktere als auch die Story angeht.

Charaktere

Feyre war mir in diesem Band leider nicht so wirklich sympathisch. Wie ja schon erwähnt. war sie mir direkt zu Anfang wieder nervig aufgefallen. Natürlich ist sie geprägt von den Ereignissen, hat Ängste und will natürlich nicht schon wieder eingesperrt werden. Aber gezeigt hat sich das eher als nervig und teils kindisch und zickig im Verhalten. Sie hatte nur noch zu meckern. Ihre Beziehung zu Tamlin fand ich im ersten Band auch schon nicht so gut ausgearbeitet und war deswegen auch kein allzu großer Fan. So, wie sie aber immer wieder von ihrer Beziehung zu Tamlin erzählt hat, hat sie ihn ja abgöttisch geliebt. Aber schon zu Anfang war davon so viel nicht zu sehen und man hat das Gefühl gehabt, als könne Sarah Maas es nicht erwarten, Feyre von Tamlin zu trennen.
Allgemein ist Feyre für mich in diesem Buch keine würdige Protagonistin. Als Mensch konnte sie recht gut mit dem Bogen umgehen und hat ihren Verstand gut einzusetzen gewusst.Das wars. Sie war die Heldin der Fae, ohne große besondere Fähigkeiten zu haben. Nun ist sie aber eine High Fae, ist stärker, unsterblich, aber dass sie eine High Fae ist, war nicht wirklich zu merken. Sie zeichnet sich nicht wirklich für mich als diese starke Heldin aus und ist eher von Hochmut geprägt und überzeugt von sich. Kurzum ist sie eigentlich so ziemlich schwach, wird dann aber als unbesiegbar und stark hingestellt. Hab ich der Autorin nicht abgenommen.

Was SJM mit Tamlin gemacht hat, weiß ich auch nicht. Ähnlich wie sie es schon einmal mit einem ihrer Charaktere in Throne of Glass gemacht hat, hatte ich hier das Gefühl, dass sie die komplette Storyline für den 2. Band nochmal umgestürzt´hat. Einem wird hier aufgezwungen, ihn schlussendlich zu hassen. Mir tat er aber nur noch leid. Ich konnte ihn auf der einen Seite verstehen, warum er so besorgt um Feyre war und handelt, wie er es hier getan hat, aber es wurde natürlich übertrieben dargestellt. Hinzu kommt, dass er im Verhalten aggressiver wird, sich immer mehr verschließt und Sarah Maas ihn immer mehr zum lästigen Nebencharakter macht.

Rhysand lernt man nun auch mehr kennen. Ich hab im ersten Band gedacht, dass er für einiges an Stimmung sorgt und den perfekten und bösen Antagonisten bildet. Zu Anfang war dies teils auch noch zu sehen, aber man merkt schnell, dass er noch einen ganz anderen Charakter hat. Keine Frage, auch diese Seite hat mir an ihm gefallen und ich denke, man kann ihn nur lieben, aber in seiner Rolle als Antagonist gefiel er mir auch echt super und hätte auch gut für Stimmung sorgen können.

Auch Lucien, Elain und Nesta kommen wieder vor. Lucien mochte ich im ersten Band schon, weil ich da noch einiges an Reserven gesehen habe und war gespannt, was SJM mit seinem Charakter vorhat. Etwas enttäuscht war ich auch bei ihm. Noch immer ist er der loyale Gefolgsmann und setzt sich noch nicht richtig durch. Ich hoffe, das ändert sich noch.
Nesta ist mir von den drei Schwestern am liebsten und ehrlich hätte sie sich als Protagonistin sicher auch nicht schlecht gemacht. Für sie und Elain hat SJM sich etwas überlegt, worauf ich gespannt bin, wie es sich im 3. Band entwickelt.
Auch lernt man als neue Nebencharaktere Rhysands Inneren Kreis kennen. Bestehend aus den illyrianischen Kriegern Azriel und Cassian, die mir echt gut gefielen, seiner Cousine, Mor, und Amren, einer weiteren mächtigen High Fae.

Der Schreibstil gefiel mir recht gut. Sarah Maas weiß ihr Handwerk zu verstehen. Es ließ sich schnell und leicht lesen und die Beschreibungen haben natürlich dafür gesorgt, dass man irgendwann selber mitten im Geschehen steckt.

Fazit

An sich gefiel mir die Fortsetzung gut, was den Inhalt betrifft. Man lernt neues kennen, einiges wird aufgeklärt, was einem im ersten Band noch unklar war und man verstrickt sich immer mehr in diese interessante Welt. Es ist schon spannender als im ersten Band und die ganze Atmosphäre ist auch ganz anders, fesselnder. Mein größter Kritikpunkt, sind die Charaktere. Wie gesagt, war Feyre mir sehr unsympathisch, und bei den anderen Charakteren sehe ich noch immer Reserven, bzw finde ich es schade, wie SJM sie hier dargestellt hat. Auch ein paar Ähnlichkeiten zu Throne of Glass hätten nicht sein müssen, da die Grundidee hinter der ganzen Reihe so viel Potential bietet.
Band 3 habe ich vor kurzem begonnen und bin gespannt, was da noch kommt.

Veröffentlicht am 20.04.2017

Nochmal besser als Band 1

DARK LOVE - Dich darf ich nicht finden
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Nachdem ich Band 1 verschlungen habe, habe ich sehnsüchtig darauf gewartet, den 2. Band auch endlich in den Händen zu halten. Und als es dann soweit war und ich endlich weiter lesen durfte, war ich mehr ...

Nachdem ich Band 1 verschlungen habe, habe ich sehnsüchtig darauf gewartet, den 2. Band auch endlich in den Händen zu halten. Und als es dann soweit war und ich endlich weiter lesen durfte, war ich mehr als begeistert und hab es genauso verschlungen! Man merkt, dass die Charaktere auch etwas älter geworden sind und zum Teil schon ganz anders handeln als vorher.
Eden hat versucht, über Tyler irgendwie hinwegzukommen und hat ja auch einen neuen Freund..der ebenfalls mit Tyler befreundet ist. Drama ist da also irgendwo auch schon vorprogrammiert. Da ich nicht zu viel spoilern will, bleibe ich beim Allgemeinen: Tyler und Eden sind wirklich richtig süß zusammen und man merkt immer wieder, dass sie sich noch immer viel bedeuten. Beide genießen ihre Zeit zusammen und versuchen auch eine Lösung für das Problem ''Stiefgeschwister'' zu finden. Obwohl ich ja eigentlich finde, dass dabei nicht zu viel zu bereden gibt, da sie ja nicht einmal blutsverwandt sind. Dennoch ist da natürlich die Angst, was ihre Eltern dazu sagen..
Was ich aber gut fand, war, dass sie trotz des ''Problems'' erst einmal Zeit für sich gefunden haben und sich wieder annähern konnten und ihre Zeit einfach nur genossen haben.
Was mich gestört hat, war einer der wiederkehrenden Charaktere aus Band 1! Das war wirklich extrem, was diese Person abgezogen hat und sie hat wirklich meine Wut geweckt:^^

Fazit:
Alles in Allem, ein sehr gelungener zweiter Teil! Die Charakter haben sich weiterentwickelt, der Schreibstil ist wie im ersten, wieder ganz flüssig und man kommt schnell voran. Mit dem Ende bin ich zwar, mal wieder, auch nicht ganz zufrieden, weil es einfach wieder die Neugier weckt und man unbedingt weiterlesen will.

Veröffentlicht am 17.09.2017

Nicht viel besser als Band 1 ...

Love is War - Sehnsucht
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Zum Inhalt

Das Buch setzt irgendwann nach den Ereignissen des ersten an. Ich wollte in erster Linie natürlich endlich wissen, was in der Vergangenheit geschehen ist, dass die beiden solch eine Beziehung ...

Zum Inhalt

Das Buch setzt irgendwann nach den Ereignissen des ersten an. Ich wollte in erster Linie natürlich endlich wissen, was in der Vergangenheit geschehen ist, dass die beiden solch eine Beziehung zueinander haben. Antworten habe ich bekommen, wenn auch nur zum Teil neue.
Scarletts Herz ist mal wieder von Dante gebrochen worden. Wie geht sie damit um? Richtig, sie ertränkt ihren Kummer in Alkohol und badet im Selbstmitleid und ehrlich, ich hatte nach nur 3 Kapiteln schon wieder keine Lust auf sie. Ihre Beziehung zu Dante ist echt nicht mehr normal und sie wissen nicht so wirklich, was sie überhaupt wollen. Durch die Beziehung zur Zyninkerin mutiert, betont sie, wie sie Dante und alles auf der Welt - einschließlich Kinder, weil die ja so gemein sind! - hasst, geht aber trotzdem immer wieder ans Telefon oder zieht sich, bereit zum Sex, vor ihm aus, wenn er eigentlich gekommen ist, um vernünftig mit ihr zu reden. Okay??
Noch immer geht dieses, wie sie es auch selbst nennen, krankhafte Spiel weiter. Sie hassen sich, nein wartet: Scarlett hasst Dante und Dante verletzt sie - der Grunde dafür war im ersten Band schon zu erahnen, weshalb es mich da auch schon nicht groß überraschte, warum er Schluss gemacht hat -, woraufhin er danach wieder versucht, sie zu zurück zu bekommen, sie aber die gleichgültige spielt. Okay, wir haben es verstanden. Trotz allem können sie nicht ohne einander, dafür haben sie in der Vergangenheit zu viel gemeinsam durch gestanden. Und, Lob an die Autorin - auch wenn sie damit auch gefühlt ewig hat warten lassen -, das war echt einiges und lässt zumindest begründen, wie tief ihre Verbindung geht. Aber wie sich das geäußert hat?
Für mich ist das absolut nichts und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das gesund für eine Beziehung sein soll, mit diesen Tatsachen als Grundstein.
Auch kommt es in diesem Band wieder vor, dass die Autorin in die Vergangenheit springt und erzählt, mit wie vielen Kindern Dante sich angelegt hat, um Scarletts Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und sie zu schützen - nichts Neues, das hatten wir doch schon in so gut wie jedem Kapitel im ersten Band. Genauso wie die Entwicklung der Beziehung der beiden. Nur leider lief es immer gleich ab: Eifersucht, der verschiedene Status der beiden, ... Die wirklich entschiedenen Flashbacks lassen auf sich warten. Die, die auch für mich als unwissenden Leser entscheidend waren und das Buch wenigstens etwas hochgezogen haben.
Was mich bereits im ersten Band genervt hat und hier nicht anders war: Es wird immer in Rätseln gesprochen, aber als offensichtlich hin gestellt, und für den Leser ist es teils unglaublich verwirrend durchzublicken, was gemeint ist. Natürlich soll es irgendwo als Spannungsaufbau dienen, aber der komplette erste Band und die erste Hälfte des 2. sind teils so nichts aussagend, bevor überhaupt etwas kommt, was die Handlungsweisen der Charaktere begründet.
Auch mit den Erotikszenen konnte die Autorin nicht groß glänzen. Scarlett und Dante haben in den unpassendsten Momenten Sex und das zu lesen, war echt nicht schön und die Gefühle kamen für mich einfach nicht herüber.
In den letzten Seiten kommt dann nochmal ein Lichtblick, wo die Autorin zeigt, dass Scarlett und Dante tatsächlich auch vernünftig sein können. Einige neue Zusammenhänge wurden aufgedeckt, die die Dramatik nochmal steigern. Na gut. lassen wir ihnen das.

Charaktere

Dass ich Scarlett nicht mag, ist kein Geheimnis.^^ Auch hier konnte sie mich nicht überzeugen. Gleich zu Anfang bekommt man ihre ganzen Charakterzüge wieder vor die Füße geworfen. Sie ist "zynisch", oberflächlich, mega eifersüchtig und zeigt Dante die gleichgültige Seite. Sie beteuert, wie sehr sie ihn hasst, lässt sich aber immer wieder darauf ein. Versucht, ihn eifersüchtig zu machen, ihn genauso leiden zu lassen wie sie. Sie kann eben nicht von ihm, obwohl er ihr nicht gut tut. Ist das gesund für eine Beziehung? Für mich nicht.
Die beiden verbindet etwas, das habe ich ja auch verstanden, aber die Art und Weise, wie sich das in ihrer Beziehung äußert, kam bei mir überhaupt nicht an. Es ist, vor allem in der ersten Hälfte, die reinste Kinder Show gewesen und eine Wiederholung vom ersten Band gewesen.
Auch hier trenne ich nochmal die "Vergangenheit" Scarlett. Ich würde nicht sagen, dass sie mir da besser gefiel, aber zumindest war sie noch eher auszuhalten. Was die Autorin über ihre Vergangenheit noch preisgegeben hat, fand ich aber echt interessant und zeigt, wie gesagt, nochmal, wieso Dante und sie diese Bindung haben.

Dante. Ja gut, im ersten Band konnte ich vor allem in der Gegenwart nicht viel mit ihm anfangen. Um es zusammen zu fassen, kann man bei ihm sagen, dass sein oberstes Ziel immer ist, Scarlett zu beschützen. Seinen Charaktere fand ich in der Vergangenheit besser ausgearbeitet und da gefiel er mir auch mehr. Für mich kamen da die Gefühle etwas mehr herüber und ich konnte mir mehr ein Bild von ihm machen. Teils hätte ich mir gewünscht, dass er sich in der Gegenwart etwas mehr durchsetzt und nicht mit unpassenden Sex zufrieden stellen lässt.

Die Nebencharaktere waren okay. Natürlich spielen einige auch entscheidene Rollen und bringen endlich Licht, sodass einiges auch erst aufgeklärt werden kann. Man trifft einige wieder, wie etwa Dantes bösartige Mutter, Tiffany, das eifersüchtige reiche Mädchen, das unbedingt eine Durant werden will und dessen Ende ich einfach nur lächerlich fand und auch Scarletts Großmutter, über die man mehr erfährt.

Fazit

Auch Band 2 konnte mich nicht für sich gewinnen. Allein die Tatsachen, dass die Geheimniskrämerei ein Ende gefunden hat, durch die Vergangenheit Kapitel, und es in den letzten Seiten bei den beiden Protagonisten eine kleine Wendung im Charakter gab, haben dafür gesorgt, dass das Buch nicht noch schlechter ausgefallen ist. Die Charaktere sind mir noch immer unsympathisch und ihre Beziehung ist absolut nichts für mich. Die Gefühle gehen etwas unter, was wirklich schade war.

Veröffentlicht am 17.09.2017

Besser als Band 1, dennoch mit einigen Schwächen

... und ich gehöre dir
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Zum Inhalt

Wir starten mit einem kleinen Sprung in die Zukunft. Alles scheint aussichtslos und verloren. Dixon ist dabei, die Frau, die er seit dem Tod seiner damaligen Frau das erste Mal wieder so richtig ...

Zum Inhalt

Wir starten mit einem kleinen Sprung in die Zukunft. Alles scheint aussichtslos und verloren. Dixon ist dabei, die Frau, die er seit dem Tod seiner damaligen Frau das erste Mal wieder so richtig an sich heran lassen konnte, die erste, die wirklich wieder etwas in ihm ausgelöst hat, zu verlieren.
Warum? Juliet Harte macht ihm noch immer das Leben zur Hölle und setzt ihn unter Druck. Er muss sich entscheiden: Erzählt er Madison die Wahrheit oder kann er von seinen Fähigkeiten als Psychiater profitieren und Juliet in ihrem eigenen Spiel schlagen?

Ich war sehr gespannt, wie es nach diesem Ende des ersten Bandes weiter geht. Gleich zu Beginn lässt die Autorin einen schon erahnen, dass einiges an Drama auf uns zu kommt. Von Drama bin ich, ehrlich gesagt, nicht so der Fan, aber hier war ich doch etwas überrascht und konnte das Buch nicht wirklich aus der Hand legen.
Das Buch ist zum größten Teil wieder aus Dixons Sicht geschrieben und man merkt immer wieder, wie sehr er unter Druck steht. Er hat in Madison wieder jemanden gefunden, dem er sich hingeben kann und dann kommt Julien immer wieder um die Ecke, nur weil seine alten Verhaltens- und Handlungsweisen ihn immer wieder verfolgen und aufholen. Erst denkt man, es wendet sich gerade zum Guten und dann kommt die Autorin wieder mit etwas Neuem, sodass sich die Geschehnisse irgendwann so sehr zuspitzen, dass das Drama vorprogrammiert ist. Ehrlich, ich konnte auf der einen Seite verstehen, dass Dixon im Zwiespalt ist, aber vor allem zu Anfang boten sich so viele Möglichkeiten für ihn. Sein oberstes Ziel ist dabei aber immer, dass Madison beschützt wird, verständlich klar, aber je länger er wartet, desto schlimmer wird sie doch erst verletzt, nicht? Am liebsten wäre ich ins Buch gesprungen und hätte ihn wachgerüttelt. :D
Auch merkt man hier sehr deutlich die Entwicklungen der Charaktere, vor allem bei Dixon, und das auch nicht viel zu schnell durchgezogen, sondern durchaus nachvollziehbar. Auch bei Madison gab es Entwicklungen. Sie ist, zugegeben, nicht gerade eine meiner bevorzugten Protagonistinnen, hat aber auch einen kleinen Sprung vom ersten Band gemacht.

Der Schreibstil gefiel mir auch wieder gut. Ich kam schneller durch als gedacht und konnte es, trotz Arbeit, kaum aus der Hand legen. Der Humor kommt auch hier nicht zu kurz und war auch immer wieder gut eingearbeitet.

Charaktere

Dixon gefiel mir in diesem Band schon nochmal ein Stück besser als im ersten Band. Wie gesagt, hat man vor allem bei ihm diese Entwicklung deutlich gesehen. Er ist sich selbst bewusst geworden, dass er etwas ändern muss, um mit Madison zusammen zu sein und das hat er auch. Er hat vieles in seinem Leben überdacht und versucht, zu sich selber auch ehrlicher zu werden und zu ändern, was mir echt gefiel.
Wie er hier in diesem Band manchmal gehandelt hat, war aber wirklich typisch Mann. Schiebt es auf, bis es nicht mehr geht und versucht, die Wahrheit zu umgehen und sich irgendetwas anderes auszudenken - nein, nicht mit Juliet.

Madison war mir im ersten Band nicht so wirklich ans Herz gewachsen und auch hier konnte ich mich nicht ganz mit ihr anfreunden. Sie ist mir einfach zu naiv. Sie nimmt die Dinge, wie sie sind. Ahnt, dass Dixon sich manchmal anders verhält und etwas nicht stimmt, unternimmt aber nichts und ist dann, als alles raus kommt, natürlich sehr aufgebracht und fragt sich, warum er nicht einfach mit ihr geredet hat - spricht ihn aber nicht selber mal konkret an.
Dann versucht die Autorin sie manchmal so hin zu stellen, als wäre sie gar nicht das prüde, graue Mäuschen, mit schwerer Vergangenheit. Nun ja, das habe ich Madison einfach nicht abgenommen und wirkte auch zu aufgesetzt.
Ihre liebevolle Art aber hat sie nicht verloren und auch einen großen Teil dazu beigetragen, dass Dixon zu dem geworden ist, der er zum Ende hin war.

Dass Juliet der größte Störfaktor in den Büchern war, brauche ich, glaube ich, nicht groß erwähnen. :D Ja, sie war wirklich nervig und einfach nur krank. Man erfährt mehr und mehr von ihr und ich war nur umso geschockter, was die Autorin noch alles über sie preisgegeben hat.

Die Nebencharaktere gefielen mir recht gut. Ich mag Finch und Hunter, Dixons beste Freunde, total gern. Die drei ergänzen sich gut und pflegen eine super Freundschaft. Man lernt auch weiterhin neue Charaktere kennen und trifft einige wieder, die dann auch ihren Teil zum großen Ganzen beitragen.

Fazit

Insgesamt gefiel mir auch Band wieder echt gut. In manchen Aspekten sogar noch besser als Band 1. Man sieht eine deutliche Entwicklung bei Dixon, die auch notwendig war und erst so wirklich die ganzen guten Seiten an ihm hervor gebracht haben. Der Autorin ist es gelungen, trotz des großen Themas einen Ausgleich zu finden und man bekommt auch einen Einblick auf die Entwicklung der Beziehung zwischen Madison und Dixon, die mir, trotz Madisons naivem Charakter, gefiel.
Wem Band 1 schon gefiel, kann sich diesen nicht entgehen lassen! ;)