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Veröffentlicht am 20.04.2017

Absolut perfekt!

Wie die Luft zum Atmen
4

Inhalt
Das Buch setzt mit einer Sequenz aus der Vergangenheit von Tristan an. Ohne große Einleitung erfährt man schon einen Teil seiner Vergangenheit und wird ein Stück weit in seine Story geführt.
Ein ...

Inhalt
Das Buch setzt mit einer Sequenz aus der Vergangenheit von Tristan an. Ohne große Einleitung erfährt man schon einen Teil seiner Vergangenheit und wird ein Stück weit in seine Story geführt.
Ein Kapitel später folgt auch schon die Einführung in die Story von Elizabeth - der 2. Protagonistin.
Obwohl sie sich noch nicht kennen, verbindet beide schon eine ähnliche Vergangenheit. Beide haben ihre Last zu tragen, die man ihnen auf den ersten Blick nicht sofort ansieht, da beide immer ihre Fassade aufsetzen. Nie hätten sie gedacht, dass sie sich dem anderen gegenüber unbemerkt öffnen und somit hinter dieser Fassade blicken lassen. Nie hätten beide gedacht, dass sie die einzigen für den jeweils anderen sind, die sie über ihre Vergangenheit hinweg kommen lassen und wieder atmen lassen können ...

Ich kann nur eines sagen: Dieses Buch ist der Wahnsinn! Es wird im Moment sehr gehyped und das wirklich nur zu Recht. Die Geschichte, die die Autorin geschaffen hat, hat mir wirklich gut gefallen. Nicht nur von den Hintergrundgeschichten der beiden Protagonisten her, sondern auch insgesamt. Wie die Autorin diese Mischung aus purer Realität und so vielen Emotionen, egal ob gute oder schlechte hier hinein gebracht hat, hat die Story wirklich sehr authentisch erscheinen lassen und es war sehr angenehm zu lesen. Hinter dieser erstmal simplen Idee, in die man am Anfang hineingeführt wird, steckt noch weitaus mehr und im Verlaufe des Buches, kommt immer wieder neues ans Licht, was teils schockierend, aber auch sehr berührend war.


Charaktere
Liz war mir sofort sympathisch. Sie hat es in ihrer Vergangenheit nicht einfach gehabt und auch jetzt noch ist sie noch nicht darüber hinweg, was passiert ist. Was das bewundernswerte an ihr ist: Sie lässt es sich auf den ersten Blick nicht ansehen. Ein entscheidender Grund dafür: Ihr kleine fünfjährige Tochter, Emma, die ihr einfach alles bedeutet. Sie versucht, immer ihr bestes für sie zu geben und dafür zu sorgen, dass Emma nicht mitbekommt, wie Liz auch heute noch leidet.
Ihre Vergangenheit hat sie geprägt und dennoch ist so stark,
Sie ist nicht wirklich extrovertiert und anstrengend, sondern eher bodenständig und teils etwas zurückhaltend, wenn man sie nicht gerade in Rage bringt - was nicht so leicht ist. Umso schöner war es dann mit zu erleben, wie sie durch Tristan Stück für Stück ein bisschen mehr aus sich raus kam und gelernt hat, wieder richtig leben zu können und sich nicht mehr länger so stark von der Vergangenheit aufhalten zu lassen.

Tristan wird am Anfang als eine Art Freak und Außenseiter hingestellt. Er läuft auch erstmal barfuß auf den Straßen herum, während er mit seinem Hund, Zeus, spazieren geht. Er lebt eher etwas abgeschottet von der oberflächlichen Gemeinschaft und wirkt kaltherzig und aggressiv.
Aber er war nicht immer so. Seine Vergangenheit hat ihn geprägt und ihn dazu gebracht, diese Mauer um sich aufzubauen. Erst als er auf Elizabeth trifft, beginnt diese nach und nach zu brökeln und man bekommt einen Einblick auf den wahren Tristan, dem von einem knappen Jahr alles genommen wurde. Die Art, wie er mit Elizabeth und vor allem auch Emma umgegangen ist, hat mich wirklich sehr berührt und war einfach nur wunderschön.

Der Schreibstil der Autorin hat mir richtig gut gefallen. Ich kam wirklich schnell voran und die Art, wie sie schrieb, hat mich auch sehr berührt. Sie hat in ihren Monologen und Dialogen bewusst des öfteren Wörter in Verbindung mit dem Titel verwendet und so schön umschrieben, was einem schwer macht, das Buch nicht noch mehr zu lieben!

Fazit
Alles in allem bin ich dem Buch wirklich mehr als zufrieden und kann jetzt schon sagen, dass es zu meinen Jahres Highlights zählen wird.
Die Geschichte rund um Elizabeth und Tristan hat mich wirklich sehr berührt und überzeugt. Sehr angenehm war der Umgang mit diesen ernsten Themen der Autorin und wie vor allem die Charaktere damit umgegangen sind und sich ihrem Alter entsprechend verhalten haben.
Oben betone ich zwar ziemlich oft diese ernste, emotionale Seite, das Buch hat mich des öfteren aber auch zum Lachen gebracht, da den Charakteren trotz allem eine gute Portion Humor verliehen worden ist.
Es wurde auch nie langweilig und der Wechsel der Perspektiven im Laufe des Buches hat einen guten Einblick auf die Protagonisten gegeben, sodass man sie in ihren Handlungen und Aussagen auch immer gut verstehen konnte.
Also: Lest es unbedingt!
Im August wird ein weiterer Band der Autorin erscheinen, den ich dieses Mal auf Englisch lesen werde, da ich auch auf diesen mehr als gespannt bin und nicht so lange warten will.^^

"Aber solange Luft in meine Lungen hinein- und wieder hinausströmt [...] solange ich atme, werde ich um dich kämpfen. Ich werde um uns kämpfen."

Veröffentlicht am 26.02.2018

Eine neue Idee? Nicht wirklich. Dennoch konnte Mona bei mir punkten.

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2

Dass das Cover ein absoluter Hingucker ist, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Es ist wirklich so so schön gestaltet worden und ein absoluter Blickfang!

Inhalt:
"I was the city that I never wanted to ...

Dass das Cover ein absoluter Hingucker ist, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Es ist wirklich so so schön gestaltet worden und ein absoluter Blickfang!

Inhalt:
"I was the city that I never wanted to see. I was the storm that I never wanted to be." - Gersey, Endlessness
Ein sehr sehr passendes Zitat, was im Laufe der Geschichte zum Nachdenken anregt.

Was war ich gespannt! Der Klappentext klingt von der Grundidee nicht wirklich unbekannt und doch war ich überrascht. Gleich ist klar: Hier gibt es eine klare Unterscheidung. Von Anfang an, wird alles in schwarz und weiß - arm und reich - eingeteilt und Mona erzählt mit ihrer Geschichte, wie diese Grenzen nach und nach schwinden und kaum noch zu erkennen sind.

Der Einstieg fiel mir überraschenderweise nicht gleich so leicht, da es eine komplett neue Reihe ist und ich mich erstmal auf diese einlassen musste. Irgendwann war ich dann aber im Geschehen, habe mir ein Bild von den Charakteren gemacht- auch wenn es erstmal viele sind - und Ruby und ihre Welt mehr und mehr kennengelernt. Ihr Ziel ist es, ihren Abschluss zu machen und endlich in Oxford zu studieren. Gleich fällt auf, dass sie mit den Machenschaften der reichen Schüler auch nichts zu tun haben möchte und bodenständig ist. Was mir gut gefiel: Sie blieb sich ständig treu - trotz James.

Er ist arrogant, steinreich und der anfänglichen Überzeugung, mit Geld und Sex lasse sich alles regeln - Sympathiepunkte hat er mit seinem anfänglichen Verhalten natürlich nicht gesammelt. Weder bei mir, noch bei Ruby. Gott, war ich froh darüber, dass wir nicht in unrealistische Ebenen abgerutscht sind. :D
Ich will nicht lügen, die Story an sich in ihrer Idee ist ein wandelndes Klischee und man ahnt, wie es in den Grundzügen ausgehen/ weiter gehen wird, aber Mona hat es geschafft, mehr daraus zu machen. Gerade bei Ruby hat man gemerkt, dass Mona sie erschaffen hat, da man in ihren Büchern, wie ich finde, immer viel Persönliches wieder findet.

Dass beide aus unterschiedlichen Welten kommen, ist immer präsent und steht - auch wenn sie der Realität manchmal entkommen - immer zwischen ihnen. Enttäuschung, Herzschmerz und Drama ist vorprogrammiert, vor allem auch aufgrund James' Familiensituation, die hier nebenbei auch immer wieder einfließt. Auch hier will ich nicht bestreiten, dass es eher klischeehafte Familie ist, aber ich denke, dass es James war, der etwas Veränderung mit seinem Charakter gebracht hat.

Der Schreibstil gefiel mir wieder einmal sehr gut und Mona hat es geschafft, sich klar von ihren vorherigen Büchern abzuheben, ist sich aber dennoch treu geblieben. Sie schreibt mir sehr viel Humor - sogar in den ernsten Situationen - aber auch mit sehr viel Leidenschaft, sodass man auch immer klar im Geschehen beteiligt war. Dass sie sich mit der Thematik beschäftigt hat, hat man gemerkt, dementsprechend waren einige Situationen von der Wortwahl und Qualität der Antworten hoch angelegt.

Je näher man dem Schluss kommt, desto mehr steigt auch so ein wenig der Drama-Anteil. Ich will mir selbst nichts vor machen. Es gibt noch zwei weitere Bände. Dass nicht direkt alles glatt laufen wird, war mir irgendwie klar, weshalb ich das alles ganz gut verkraften konnte, denke ich, dennoch kam zum Schluss hin doch viel auf einmal. Dennoch bin ich gespannt, wie es weiter geht und kann Band 2 kaum erwarten, da im kompletten Band verschiedene und interessante Handlungsstränge gelegt wurden.

Charaktere:

Ruby lernt man als sehr ehrgeizig, organisiert, zum großen Teil rational aber auch leidenschaftlich kennen. Sie hat mir von Anfang an gut gefallen und ich meine mich mehr und mehr in sich verliebt zu haben. Sie kann sich James gegenüber behaupten und besitzt eine gute Portion Selbstachtung, sodass sie da James gegenüber einen sehr guten Gegenpart bildet.
Durch diese "Leidenschaft" im Charakter, fiel aber auch auf, dass Ruby in manchen Situationen vorschnell urteilt und ihr Gegenüber damit natürlich in gewisser Weise auch angreift. Sie ist sich dessen aber bewusst und es fällt einem schwer, ihr das übel zu nehmen, weil sie sehr gewissenhaft ist und Dinge so gut es geht, gerade rücken will.

Bei James sah das direkt etwas anders aus und ich denke natürlich, dass das schon beabsichtigt war. Er ist arrogant, herablassend und bedient sich den typischen Oberflächlichkeiten und war mir echt unsympathisch. Da kommt Ruby nur gelegen. Bei ihm merkt man schnell, dass er so ziemlich zwei Gesichter hat und vor allem durch sein Familienleben und seinen Freundeskreis eine Art Fassade aufsetzt, mit der er durch den Alltag von Maxton Hall kommt. Wer hätte das gedacht? ;) Die Kapitel sind glücklicherweise auch aus seiner Sicht geschrieben, sodass man dennoch die Möglichkeit hat, ihn besser kennenzulernen und sieht, dass da noch nicht immer alles so ist, wie es scheint.
Ein Zitat von ihm, was mir irgendwie nicht aus den Kopf will:

"[...] Während sie ihr Leben in die Hand nimmt, werde ich wie eine Spielfigur hin und her gerückt. Während sie lebt, existiere ich nur."

Die Nebencharaktere haben mir für den Anfang gut gefallen. Vor allem Ember, Ruby's Schwester, die mit ihren 16 Jahren auch eine eigene kleine Bedeutung in diesem Buch hat und sehr inspirierend war. Die Freunde von James ... nun ja, in dem einen Moment mag man sie, dann aber doch nicht mehr. Alistair ist der Einzige, der mich bisher tatsächlich noch etwas mehr interessiert, aber wer weiß, vielleicht kommt in den nächsten Bänden mehr. Auch bei den Eltern der Beiden, gibt es klare Abgrenzungen. Während die einen bodenständig und herzlich sind, sind die anderen eiskalt, mit dem Gedanken, etwas besseres zu sein.

Fazit
Ich bin tatsächlich begeistert vom Auftakt dieser Reihe und Mona hat für mich so einiges richtig gemacht, wovon andere gewisse Reihen nur träumen können. Die Charaktere haben sich jetzt schon in mein Herz geschlichen und ich will unbedingt mehr von ihnen. Das ganze Setting und die Umsetzung gefielen mir gut und lassen einen dann auch nicht mehr ganz so los.
Der Schluss war dann etwas dramatisch gestaltet worden und es kommt eventuell einiges auf einmal. Für den Anfang vertraue ich darauf, was Mona im zweiten Band daraus macht.

Veröffentlicht am 12.09.2017

Ein guter Nachfolger, hat aber noch immer Potential

Das Reich der Sieben Höfe 2 – Flammen und Finsternis Band 2
1

Inhalt

Noch geprägt von den Geschehnissen unter dem Berg sind Tamlin und Feyre wieder am Frühlingshof zurück gekehrt. Feyre ist nun eine High Fae, verwandelt von allen High Lords von Prythian. Eine High ...

Inhalt

Noch geprägt von den Geschehnissen unter dem Berg sind Tamlin und Feyre wieder am Frühlingshof zurück gekehrt. Feyre ist nun eine High Fae, verwandelt von allen High Lords von Prythian. Eine High Fae, ein Wesen, die sie mal verabscheute. In Tamlin hat sie ihre Liebe gefunden, hat für ihn gekämpft, aber schnell ist klar, dass nach diesen schlimmen Ereignissen nichts mehr so ist, wie es war. Tamlins Angst um Feyre ist nun noch größer, er vertraut niemandem mehr und will verhindern, dass ihr etwas passiert, indem er sie regelrecht einsperrt. Als wäre das nicht genug, hat Feyre immer noch eine Schuld bei Rhysand, dem gefürchteten High Lord des Hofes der Nacht, zu begleichen und muss eine Woche pro Monat bei ihm verbringen. Aber was hat Rhysand überhaupt mit ihr vor? Kann Feyre noch mehr Gefangenschaft ertragen? Oder hat er ganz andere Gründe, die bezaubernde Fluchbrecherin an seinen Hof zu holen?

Die Erwartungen waren hoch. Jeder schwärmt davon, jeder meint, Bilder dazu posten zu müssen. :D
Band 1 hat mir an sich auch recht gut gefallen, trotz trägen Starts und Feyres Charakter.
Hier im 2. Band war es mit dem Einstieg ähnlich. Erst einmal sind die Abläufe am Hof immer wieder gleich und auch als Feyre an dem Hof der Nacht kommt, habe ich mich nochmal in den ersten Band zurück versetzt gefühlt. Feyre verbringt ungewollt die Tage am Hof eines High Lords und streikt natürlich erstmal, typisch wie sie es ja des öfteren im ersten Band getan hat und mich zu Beginn direkt wieder genervt hat. Später schlägt Sarah Maas dann eine neue Richtung ein und führt einen weiter in ihre originelle und spannende Fae Welt. Hier hat es mir echt gut gefallen, dass dieses Mal auch ein paar andere Höfe in Prythian etwas mehr beleuchtet werden und man sie und ihre Bewohner kennenlernen kann. Das hat mich im ersten Band schon interessiert und die Autorin hat das hier gut umgesetzt.
Man lernt dementsprechend auch neue Charaktere kennen, die auf jeden Fall für Spannung sorgen und nach und nach meine Sympathie gewonnen haben.
Wie wahrscheinlich jeder, war ich auch echt gespannt, was Sarah Maas mit Rhysand geplant hat. Hier erzählt sie seine Geschichte und man lernt ihn in seinem vielschichtigen Charakter besser kennen - dazu aber bei den Charakteren mehr.
Die wirklich entscheidene Spannung kam aber auch hier leider erst wieder in den letzten knapp 130 Seiten, was ich etwas schade fand. Zumindest von der Aufteilung her. Zwar hat die Autorin im ganzen Verlauf immer mal wieder spannende Handlungsstränge gelegt, aber erst zum Schluss wurde dann alles wirklich und auf einmal aufgeklärt, bzw kam die wirkliche Spannung mit einem Knall nachdem sich die Autorin damit beschäftigt hat, ihren Charakteren teils neue Storylines zu geben, die mir nicht immer ganz gefielen. Auch ist mir an ein paar Stellen die Ähnlichkeit zu ihrer vorgegangenen Reihe Throne of Glass aufgefallen, was ich auch echt schade fand, da die Geschichte so viele Möglichkeiten und Facetten bietet.
Wie auch schon beim ersten Band, sehe ich auch hier noch ein paar Reserven, was sowohl die Charaktere als auch die Story angeht.

Charaktere

Feyre war mir in diesem Band leider nicht so wirklich sympathisch. Wie ja schon erwähnt. war sie mir direkt zu Anfang wieder nervig aufgefallen. Natürlich ist sie geprägt von den Ereignissen, hat Ängste und will natürlich nicht schon wieder eingesperrt werden. Aber gezeigt hat sich das eher als nervig und teils kindisch und zickig im Verhalten. Sie hatte nur noch zu meckern. Ihre Beziehung zu Tamlin fand ich im ersten Band auch schon nicht so gut ausgearbeitet und war deswegen auch kein allzu großer Fan. So, wie sie aber immer wieder von ihrer Beziehung zu Tamlin erzählt hat, hat sie ihn ja abgöttisch geliebt. Aber schon zu Anfang war davon so viel nicht zu sehen und man hat das Gefühl gehabt, als könne Sarah Maas es nicht erwarten, Feyre von Tamlin zu trennen.
Allgemein ist Feyre für mich in diesem Buch keine würdige Protagonistin. Als Mensch konnte sie recht gut mit dem Bogen umgehen und hat ihren Verstand gut einzusetzen gewusst.Das wars. Sie war die Heldin der Fae, ohne große besondere Fähigkeiten zu haben. Nun ist sie aber eine High Fae, ist stärker, unsterblich, aber dass sie eine High Fae ist, war nicht wirklich zu merken. Sie zeichnet sich nicht wirklich für mich als diese starke Heldin aus und ist eher von Hochmut geprägt und überzeugt von sich. Kurzum ist sie eigentlich so ziemlich schwach, wird dann aber als unbesiegbar und stark hingestellt. Hab ich der Autorin nicht abgenommen.

Was SJM mit Tamlin gemacht hat, weiß ich auch nicht. Ähnlich wie sie es schon einmal mit einem ihrer Charaktere in Throne of Glass gemacht hat, hatte ich hier das Gefühl, dass sie die komplette Storyline für den 2. Band nochmal umgestürzt´hat. Einem wird hier aufgezwungen, ihn schlussendlich zu hassen. Mir tat er aber nur noch leid. Ich konnte ihn auf der einen Seite verstehen, warum er so besorgt um Feyre war und handelt, wie er es hier getan hat, aber es wurde natürlich übertrieben dargestellt. Hinzu kommt, dass er im Verhalten aggressiver wird, sich immer mehr verschließt und Sarah Maas ihn immer mehr zum lästigen Nebencharakter macht.

Rhysand lernt man nun auch mehr kennen. Ich hab im ersten Band gedacht, dass er für einiges an Stimmung sorgt und den perfekten und bösen Antagonisten bildet. Zu Anfang war dies teils auch noch zu sehen, aber man merkt schnell, dass er noch einen ganz anderen Charakter hat. Keine Frage, auch diese Seite hat mir an ihm gefallen und ich denke, man kann ihn nur lieben, aber in seiner Rolle als Antagonist gefiel er mir auch echt super und hätte auch gut für Stimmung sorgen können.

Auch Lucien, Elain und Nesta kommen wieder vor. Lucien mochte ich im ersten Band schon, weil ich da noch einiges an Reserven gesehen habe und war gespannt, was SJM mit seinem Charakter vorhat. Etwas enttäuscht war ich auch bei ihm. Noch immer ist er der loyale Gefolgsmann und setzt sich noch nicht richtig durch. Ich hoffe, das ändert sich noch.
Nesta ist mir von den drei Schwestern am liebsten und ehrlich hätte sie sich als Protagonistin sicher auch nicht schlecht gemacht. Für sie und Elain hat SJM sich etwas überlegt, worauf ich gespannt bin, wie es sich im 3. Band entwickelt.
Auch lernt man als neue Nebencharaktere Rhysands Inneren Kreis kennen. Bestehend aus den illyrianischen Kriegern Azriel und Cassian, die mir echt gut gefielen, seiner Cousine, Mor, und Amren, einer weiteren mächtigen High Fae.

Der Schreibstil gefiel mir recht gut. Sarah Maas weiß ihr Handwerk zu verstehen. Es ließ sich schnell und leicht lesen und die Beschreibungen haben natürlich dafür gesorgt, dass man irgendwann selber mitten im Geschehen steckt.

Fazit

An sich gefiel mir die Fortsetzung gut, was den Inhalt betrifft. Man lernt neues kennen, einiges wird aufgeklärt, was einem im ersten Band noch unklar war und man verstrickt sich immer mehr in diese interessante Welt. Es ist schon spannender als im ersten Band und die ganze Atmosphäre ist auch ganz anders, fesselnder. Mein größter Kritikpunkt, sind die Charaktere. Wie gesagt, war Feyre mir sehr unsympathisch, und bei den anderen Charakteren sehe ich noch immer Reserven, bzw finde ich es schade, wie SJM sie hier dargestellt hat. Auch ein paar Ähnlichkeiten zu Throne of Glass hätten nicht sein müssen, da die Grundidee hinter der ganzen Reihe so viel Potential bietet.
Band 3 habe ich vor kurzem begonnen und bin gespannt, was da noch kommt.

Veröffentlicht am 20.04.2017

Nochmal besser als Band 1

DARK LOVE - Dich darf ich nicht finden
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Nachdem ich Band 1 verschlungen habe, habe ich sehnsüchtig darauf gewartet, den 2. Band auch endlich in den Händen zu halten. Und als es dann soweit war und ich endlich weiter lesen durfte, war ich mehr ...

Nachdem ich Band 1 verschlungen habe, habe ich sehnsüchtig darauf gewartet, den 2. Band auch endlich in den Händen zu halten. Und als es dann soweit war und ich endlich weiter lesen durfte, war ich mehr als begeistert und hab es genauso verschlungen! Man merkt, dass die Charaktere auch etwas älter geworden sind und zum Teil schon ganz anders handeln als vorher.
Eden hat versucht, über Tyler irgendwie hinwegzukommen und hat ja auch einen neuen Freund..der ebenfalls mit Tyler befreundet ist. Drama ist da also irgendwo auch schon vorprogrammiert. Da ich nicht zu viel spoilern will, bleibe ich beim Allgemeinen: Tyler und Eden sind wirklich richtig süß zusammen und man merkt immer wieder, dass sie sich noch immer viel bedeuten. Beide genießen ihre Zeit zusammen und versuchen auch eine Lösung für das Problem ''Stiefgeschwister'' zu finden. Obwohl ich ja eigentlich finde, dass dabei nicht zu viel zu bereden gibt, da sie ja nicht einmal blutsverwandt sind. Dennoch ist da natürlich die Angst, was ihre Eltern dazu sagen..
Was ich aber gut fand, war, dass sie trotz des ''Problems'' erst einmal Zeit für sich gefunden haben und sich wieder annähern konnten und ihre Zeit einfach nur genossen haben.
Was mich gestört hat, war einer der wiederkehrenden Charaktere aus Band 1! Das war wirklich extrem, was diese Person abgezogen hat und sie hat wirklich meine Wut geweckt:^^

Fazit:
Alles in Allem, ein sehr gelungener zweiter Teil! Die Charakter haben sich weiterentwickelt, der Schreibstil ist wie im ersten, wieder ganz flüssig und man kommt schnell voran. Mit dem Ende bin ich zwar, mal wieder, auch nicht ganz zufrieden, weil es einfach wieder die Neugier weckt und man unbedingt weiterlesen will.

Veröffentlicht am 12.07.2019

Für mich könnte die Reihe unendlich lang weiter gehen!

Prince of Passion – Logan
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Inhalt:

Und auf geht‘s in die dritte Runde ...
Weg von den Royals und doch auch wieder nicht, völlig andere Umstände ... und dennoch hat Emma Chase mich wieder vollkommen begeistert zurück gelassen.

Schon ...

Inhalt:

Und auf geht‘s in die dritte Runde ...
Weg von den Royals und doch auch wieder nicht, völlig andere Umstände ... und dennoch hat Emma Chase mich wieder vollkommen begeistert zurück gelassen.

Schon zu Anfang hat sich dieses Buch einfach gut angefühlt und es war, als würde man nach Hause kommen, nachdem ich mich durch die vorangegangenen beiden Bücher so in die Charaktere, deren Welt und das Setting verliebt hatte. Wie auch schon Band 2, verläuft dieses Buch parallel, mittendrin und nach den Ereignissen der vorherigen Geschichten, sodass ein Wiedersehen mit den anderen Charakteren stets gegeben war und dem Buch diesen Charme des nach Hause Kommens verliehen hat!

Nun aber zu diesem Buch.
Gleich zu Anfang startet es mit einem Auszug aus der Zukunft, der mein Herz zugegebenermaßen direkt mal zum Poltern gebracht hat, da dieser direkt ein paar Fragen aufwarf und mich zum Grübeln brachte. Gleichzeitig war genau das nach ein paar Kapiteln schon wieder vergessen, weil Logan und Ellie mich buchstäblich komplett in ihrer jetzigen Situation eingenommen haben. Ich bin ehrlich, das Buch ist ein Klischee in wandelnder Form - und doch auch wieder nicht. Es ist trotz allem Emma Chase‘ Geschichte und ihr charmanter, humorvoll lockerer Schreibstil haben viel zu oft breit grinsend lesen lassen. Ich flog nur durch die Seiten und konnte es kaum aus der Hand legen.

Diese Geschichte rund um „Verbotene Liebe“ hat mich in dem Moment nicht losgelassen und war genau das, was ich brauchte, da sie mich gleichzeitig auch einfach hat abschalten lassen. Etwas, das Emma Chase mit ihren Büchern erreichen möchte und bei mir auch tut.

Die Geschichte wird oft von Zeitsprüngen begleitet und man wird auch so ziemlich direkt in die Geschichte geworfen. Ellie und Logan kennen sich schon, sodass man - und das war für mich mein einziger kleiner Kritikpunkt - nicht ganz den Moment aus ihren Sichten nachvollziehen konnte, als sie sich das erste Mal getroffen hatten. Als es gefunkt hatte. Denn es herrschte von Anfang an diese Anziehungskraft zwischen den Beiden, die im gesamten Buch auch deutlich spürbar war. Aber wie genau fing es für sie an?

Ansonsten habe ich die Geschichte von Ellie und Logan jedoch sehr gerne verfolgt und fand vor allem Ellies Charakterentwicklung richtig gut, sodass die Geschichte von einer anfänglichen Teenie-Schwärmerei immer mehr zu einer wurde, die von zwei Liebenden handelt, die einander so sehr brauchen und beschützen wollen, dass sie alles bereit sind, dafür zu geben.
Es klingt total kitschig - ist es auch -, aber ich habe es unheimlich genossen!

Was den Spannungsanteil anging, wurde hier auch versucht, ein wenig ins Kriminelle zu gehen, hat aber auch den Fokus etwas von Logan und Ellie genommen. Sicher war es eine gute Abwechslung, aber es wäre nochmal besser gewesen, wenn die Thematik noch einmal mehr Bezug zu den Beiden gehabt hätte.

Charaktere:

Ellie als Protagonistin war einfach perfekt. Zu Anfang noch das naive junge Mädchen in ihrem letzten Highschool Jahr, entwickelte sie sich über die Jahre zu einer jungen Frau, die zwar immer noch ihre Marotten hat, aber auch vieles vom Leben mitgenommen hat und daran gewachsen ist. Ich fand es echt gut, wie man diese Entwicklung auch schleichend miterleben konnte.

Logan ... ist ein Schatz. Von Anfang an. Seinen Job als Bodyguard hat er stets ernst genommen, und dann zu sehen, wie dieses zu Anfang noch 17 jähriges Mädchen ihm völlig den Kopf verdreht, war einfach zu gut. Er ist einer von den Guten, trotz seiner Vergangenheit, und er würde für seine Liebsten alles tun - auch wenn es bedeutet, zurückzustecken. Auch bei ihm gingen die Jahre nicht spurlos vorbei und auch wenn ich die Entwicklung bei ihm jetzt nicht so gravierend fand wie bei Ellie, war doch zu sehen, dass eine stattfand, die dann auch notwendig für die Geschichte und das Glück Beider war.

Die Palette an Nebencharakteren war ein Traum! Natürlich treffen wir Nicholas und Olivia und Henry und Sarah wieder - und allein das war schon Highlight genug! ;) Aber auch Queen Lenora oder Simon und seine Frau Franny, Marty oder andere Bekannte, haben Schwung in die Geschichte gebracht und das richtige Maß an Ausgewogenheit geboten, der Geschichte dem letzten Feinschliff und zusätzlicher Spannung geboten.

Fazit:

Ich glaube, es nicht schwer, zu erraten, dass ich absolut begeistert vom Buch war. Sowohl die Charaktere als auch deren Geschichte haben mir mal wieder super gut gefallen und mir eine Auszeit vom Alltag geboten. Und da kann ich nur wieder die Autorin zitieren:

„Für manche Leute ist es leicht, auf das Romance Genre herabzublicken, weil viele Bücher (aber bei weitem nicht alle) humorvoll, temporeich und nicht sehr anspruchsvoll sind. Aber deshalb sollte man sie nicht einfach abtun. Diese Bücher sind wichtig. Weil sie uns Erholung und Zuflucht bieten. Weil sie uns stärken, erfrischen und bereit machen für alles, was das Leben uns in den Weg wirft.“ - Emma Chase