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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2017

Absolut perfekt!

Wie die Luft zum Atmen
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Inhalt
Das Buch setzt mit einer Sequenz aus der Vergangenheit von Tristan an. Ohne große Einleitung erfährt man schon einen Teil seiner Vergangenheit und wird ein Stück weit in seine Story geführt.
Ein ...

Inhalt
Das Buch setzt mit einer Sequenz aus der Vergangenheit von Tristan an. Ohne große Einleitung erfährt man schon einen Teil seiner Vergangenheit und wird ein Stück weit in seine Story geführt.
Ein Kapitel später folgt auch schon die Einführung in die Story von Elizabeth - der 2. Protagonistin.
Obwohl sie sich noch nicht kennen, verbindet beide schon eine ähnliche Vergangenheit. Beide haben ihre Last zu tragen, die man ihnen auf den ersten Blick nicht sofort ansieht, da beide immer ihre Fassade aufsetzen. Nie hätten sie gedacht, dass sie sich dem anderen gegenüber unbemerkt öffnen und somit hinter dieser Fassade blicken lassen. Nie hätten beide gedacht, dass sie die einzigen für den jeweils anderen sind, die sie über ihre Vergangenheit hinweg kommen lassen und wieder atmen lassen können ...

Ich kann nur eines sagen: Dieses Buch ist der Wahnsinn! Es wird im Moment sehr gehyped und das wirklich nur zu Recht. Die Geschichte, die die Autorin geschaffen hat, hat mir wirklich gut gefallen. Nicht nur von den Hintergrundgeschichten der beiden Protagonisten her, sondern auch insgesamt. Wie die Autorin diese Mischung aus purer Realität und so vielen Emotionen, egal ob gute oder schlechte hier hinein gebracht hat, hat die Story wirklich sehr authentisch erscheinen lassen und es war sehr angenehm zu lesen. Hinter dieser erstmal simplen Idee, in die man am Anfang hineingeführt wird, steckt noch weitaus mehr und im Verlaufe des Buches, kommt immer wieder neues ans Licht, was teils schockierend, aber auch sehr berührend war.


Charaktere
Liz war mir sofort sympathisch. Sie hat es in ihrer Vergangenheit nicht einfach gehabt und auch jetzt noch ist sie noch nicht darüber hinweg, was passiert ist. Was das bewundernswerte an ihr ist: Sie lässt es sich auf den ersten Blick nicht ansehen. Ein entscheidender Grund dafür: Ihr kleine fünfjährige Tochter, Emma, die ihr einfach alles bedeutet. Sie versucht, immer ihr bestes für sie zu geben und dafür zu sorgen, dass Emma nicht mitbekommt, wie Liz auch heute noch leidet.
Ihre Vergangenheit hat sie geprägt und dennoch ist so stark,
Sie ist nicht wirklich extrovertiert und anstrengend, sondern eher bodenständig und teils etwas zurückhaltend, wenn man sie nicht gerade in Rage bringt - was nicht so leicht ist. Umso schöner war es dann mit zu erleben, wie sie durch Tristan Stück für Stück ein bisschen mehr aus sich raus kam und gelernt hat, wieder richtig leben zu können und sich nicht mehr länger so stark von der Vergangenheit aufhalten zu lassen.

Tristan wird am Anfang als eine Art Freak und Außenseiter hingestellt. Er läuft auch erstmal barfuß auf den Straßen herum, während er mit seinem Hund, Zeus, spazieren geht. Er lebt eher etwas abgeschottet von der oberflächlichen Gemeinschaft und wirkt kaltherzig und aggressiv.
Aber er war nicht immer so. Seine Vergangenheit hat ihn geprägt und ihn dazu gebracht, diese Mauer um sich aufzubauen. Erst als er auf Elizabeth trifft, beginnt diese nach und nach zu brökeln und man bekommt einen Einblick auf den wahren Tristan, dem von einem knappen Jahr alles genommen wurde. Die Art, wie er mit Elizabeth und vor allem auch Emma umgegangen ist, hat mich wirklich sehr berührt und war einfach nur wunderschön.

Der Schreibstil der Autorin hat mir richtig gut gefallen. Ich kam wirklich schnell voran und die Art, wie sie schrieb, hat mich auch sehr berührt. Sie hat in ihren Monologen und Dialogen bewusst des öfteren Wörter in Verbindung mit dem Titel verwendet und so schön umschrieben, was einem schwer macht, das Buch nicht noch mehr zu lieben!

Fazit
Alles in allem bin ich dem Buch wirklich mehr als zufrieden und kann jetzt schon sagen, dass es zu meinen Jahres Highlights zählen wird.
Die Geschichte rund um Elizabeth und Tristan hat mich wirklich sehr berührt und überzeugt. Sehr angenehm war der Umgang mit diesen ernsten Themen der Autorin und wie vor allem die Charaktere damit umgegangen sind und sich ihrem Alter entsprechend verhalten haben.
Oben betone ich zwar ziemlich oft diese ernste, emotionale Seite, das Buch hat mich des öfteren aber auch zum Lachen gebracht, da den Charakteren trotz allem eine gute Portion Humor verliehen worden ist.
Es wurde auch nie langweilig und der Wechsel der Perspektiven im Laufe des Buches hat einen guten Einblick auf die Protagonisten gegeben, sodass man sie in ihren Handlungen und Aussagen auch immer gut verstehen konnte.
Also: Lest es unbedingt!
Im August wird ein weiterer Band der Autorin erscheinen, den ich dieses Mal auf Englisch lesen werde, da ich auch auf diesen mehr als gespannt bin und nicht so lange warten will.^^

"Aber solange Luft in meine Lungen hinein- und wieder hinausströmt [...] solange ich atme, werde ich um dich kämpfen. Ich werde um uns kämpfen."

Veröffentlicht am 12.09.2017

Ein guter Nachfolger, hat aber noch immer Potential

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis Band 2
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Inhalt

Noch geprägt von den Geschehnissen unter dem Berg sind Tamlin und Feyre wieder am Frühlingshof zurück gekehrt. Feyre ist nun eine High Fae, verwandelt von allen High Lords von Prythian. Eine High ...

Inhalt

Noch geprägt von den Geschehnissen unter dem Berg sind Tamlin und Feyre wieder am Frühlingshof zurück gekehrt. Feyre ist nun eine High Fae, verwandelt von allen High Lords von Prythian. Eine High Fae, ein Wesen, die sie mal verabscheute. In Tamlin hat sie ihre Liebe gefunden, hat für ihn gekämpft, aber schnell ist klar, dass nach diesen schlimmen Ereignissen nichts mehr so ist, wie es war. Tamlins Angst um Feyre ist nun noch größer, er vertraut niemandem mehr und will verhindern, dass ihr etwas passiert, indem er sie regelrecht einsperrt. Als wäre das nicht genug, hat Feyre immer noch eine Schuld bei Rhysand, dem gefürchteten High Lord des Hofes der Nacht, zu begleichen und muss eine Woche pro Monat bei ihm verbringen. Aber was hat Rhysand überhaupt mit ihr vor? Kann Feyre noch mehr Gefangenschaft ertragen? Oder hat er ganz andere Gründe, die bezaubernde Fluchbrecherin an seinen Hof zu holen?

Die Erwartungen waren hoch. Jeder schwärmt davon, jeder meint, Bilder dazu posten zu müssen. :D
Band 1 hat mir an sich auch recht gut gefallen, trotz trägen Starts und Feyres Charakter.
Hier im 2. Band war es mit dem Einstieg ähnlich. Erst einmal sind die Abläufe am Hof immer wieder gleich und auch als Feyre an dem Hof der Nacht kommt, habe ich mich nochmal in den ersten Band zurück versetzt gefühlt. Feyre verbringt ungewollt die Tage am Hof eines High Lords und streikt natürlich erstmal, typisch wie sie es ja des öfteren im ersten Band getan hat und mich zu Beginn direkt wieder genervt hat. Später schlägt Sarah Maas dann eine neue Richtung ein und führt einen weiter in ihre originelle und spannende Fae Welt. Hier hat es mir echt gut gefallen, dass dieses Mal auch ein paar andere Höfe in Prythian etwas mehr beleuchtet werden und man sie und ihre Bewohner kennenlernen kann. Das hat mich im ersten Band schon interessiert und die Autorin hat das hier gut umgesetzt.
Man lernt dementsprechend auch neue Charaktere kennen, die auf jeden Fall für Spannung sorgen und nach und nach meine Sympathie gewonnen haben.
Wie wahrscheinlich jeder, war ich auch echt gespannt, was Sarah Maas mit Rhysand geplant hat. Hier erzählt sie seine Geschichte und man lernt ihn in seinem vielschichtigen Charakter besser kennen - dazu aber bei den Charakteren mehr.
Die wirklich entscheidene Spannung kam aber auch hier leider erst wieder in den letzten knapp 130 Seiten, was ich etwas schade fand. Zumindest von der Aufteilung her. Zwar hat die Autorin im ganzen Verlauf immer mal wieder spannende Handlungsstränge gelegt, aber erst zum Schluss wurde dann alles wirklich und auf einmal aufgeklärt, bzw kam die wirkliche Spannung mit einem Knall nachdem sich die Autorin damit beschäftigt hat, ihren Charakteren teils neue Storylines zu geben, die mir nicht immer ganz gefielen. Auch ist mir an ein paar Stellen die Ähnlichkeit zu ihrer vorgegangenen Reihe Throne of Glass aufgefallen, was ich auch echt schade fand, da die Geschichte so viele Möglichkeiten und Facetten bietet.
Wie auch schon beim ersten Band, sehe ich auch hier noch ein paar Reserven, was sowohl die Charaktere als auch die Story angeht.

Charaktere

Feyre war mir in diesem Band leider nicht so wirklich sympathisch. Wie ja schon erwähnt. war sie mir direkt zu Anfang wieder nervig aufgefallen. Natürlich ist sie geprägt von den Ereignissen, hat Ängste und will natürlich nicht schon wieder eingesperrt werden. Aber gezeigt hat sich das eher als nervig und teils kindisch und zickig im Verhalten. Sie hatte nur noch zu meckern. Ihre Beziehung zu Tamlin fand ich im ersten Band auch schon nicht so gut ausgearbeitet und war deswegen auch kein allzu großer Fan. So, wie sie aber immer wieder von ihrer Beziehung zu Tamlin erzählt hat, hat sie ihn ja abgöttisch geliebt. Aber schon zu Anfang war davon so viel nicht zu sehen und man hat das Gefühl gehabt, als könne Sarah Maas es nicht erwarten, Feyre von Tamlin zu trennen.
Allgemein ist Feyre für mich in diesem Buch keine würdige Protagonistin. Als Mensch konnte sie recht gut mit dem Bogen umgehen und hat ihren Verstand gut einzusetzen gewusst.Das wars. Sie war die Heldin der Fae, ohne große besondere Fähigkeiten zu haben. Nun ist sie aber eine High Fae, ist stärker, unsterblich, aber dass sie eine High Fae ist, war nicht wirklich zu merken. Sie zeichnet sich nicht wirklich für mich als diese starke Heldin aus und ist eher von Hochmut geprägt und überzeugt von sich. Kurzum ist sie eigentlich so ziemlich schwach, wird dann aber als unbesiegbar und stark hingestellt. Hab ich der Autorin nicht abgenommen.

Was SJM mit Tamlin gemacht hat, weiß ich auch nicht. Ähnlich wie sie es schon einmal mit einem ihrer Charaktere in Throne of Glass gemacht hat, hatte ich hier das Gefühl, dass sie die komplette Storyline für den 2. Band nochmal umgestürzt´hat. Einem wird hier aufgezwungen, ihn schlussendlich zu hassen. Mir tat er aber nur noch leid. Ich konnte ihn auf der einen Seite verstehen, warum er so besorgt um Feyre war und handelt, wie er es hier getan hat, aber es wurde natürlich übertrieben dargestellt. Hinzu kommt, dass er im Verhalten aggressiver wird, sich immer mehr verschließt und Sarah Maas ihn immer mehr zum lästigen Nebencharakter macht.

Rhysand lernt man nun auch mehr kennen. Ich hab im ersten Band gedacht, dass er für einiges an Stimmung sorgt und den perfekten und bösen Antagonisten bildet. Zu Anfang war dies teils auch noch zu sehen, aber man merkt schnell, dass er noch einen ganz anderen Charakter hat. Keine Frage, auch diese Seite hat mir an ihm gefallen und ich denke, man kann ihn nur lieben, aber in seiner Rolle als Antagonist gefiel er mir auch echt super und hätte auch gut für Stimmung sorgen können.

Auch Lucien, Elain und Nesta kommen wieder vor. Lucien mochte ich im ersten Band schon, weil ich da noch einiges an Reserven gesehen habe und war gespannt, was SJM mit seinem Charakter vorhat. Etwas enttäuscht war ich auch bei ihm. Noch immer ist er der loyale Gefolgsmann und setzt sich noch nicht richtig durch. Ich hoffe, das ändert sich noch.
Nesta ist mir von den drei Schwestern am liebsten und ehrlich hätte sie sich als Protagonistin sicher auch nicht schlecht gemacht. Für sie und Elain hat SJM sich etwas überlegt, worauf ich gespannt bin, wie es sich im 3. Band entwickelt.
Auch lernt man als neue Nebencharaktere Rhysands Inneren Kreis kennen. Bestehend aus den illyrianischen Kriegern Azriel und Cassian, die mir echt gut gefielen, seiner Cousine, Mor, und Amren, einer weiteren mächtigen High Fae.

Der Schreibstil gefiel mir recht gut. Sarah Maas weiß ihr Handwerk zu verstehen. Es ließ sich schnell und leicht lesen und die Beschreibungen haben natürlich dafür gesorgt, dass man irgendwann selber mitten im Geschehen steckt.

Fazit

An sich gefiel mir die Fortsetzung gut, was den Inhalt betrifft. Man lernt neues kennen, einiges wird aufgeklärt, was einem im ersten Band noch unklar war und man verstrickt sich immer mehr in diese interessante Welt. Es ist schon spannender als im ersten Band und die ganze Atmosphäre ist auch ganz anders, fesselnder. Mein größter Kritikpunkt, sind die Charaktere. Wie gesagt, war Feyre mir sehr unsympathisch, und bei den anderen Charakteren sehe ich noch immer Reserven, bzw finde ich es schade, wie SJM sie hier dargestellt hat. Auch ein paar Ähnlichkeiten zu Throne of Glass hätten nicht sein müssen, da die Grundidee hinter der ganzen Reihe so viel Potential bietet.
Band 3 habe ich vor kurzem begonnen und bin gespannt, was da noch kommt.

Veröffentlicht am 20.04.2017

Nochmal besser als Band 1

DARK LOVE - Dich darf ich nicht finden
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Nachdem ich Band 1 verschlungen habe, habe ich sehnsüchtig darauf gewartet, den 2. Band auch endlich in den Händen zu halten. Und als es dann soweit war und ich endlich weiter lesen durfte, war ich mehr ...

Nachdem ich Band 1 verschlungen habe, habe ich sehnsüchtig darauf gewartet, den 2. Band auch endlich in den Händen zu halten. Und als es dann soweit war und ich endlich weiter lesen durfte, war ich mehr als begeistert und hab es genauso verschlungen! Man merkt, dass die Charaktere auch etwas älter geworden sind und zum Teil schon ganz anders handeln als vorher.
Eden hat versucht, über Tyler irgendwie hinwegzukommen und hat ja auch einen neuen Freund..der ebenfalls mit Tyler befreundet ist. Drama ist da also irgendwo auch schon vorprogrammiert. Da ich nicht zu viel spoilern will, bleibe ich beim Allgemeinen: Tyler und Eden sind wirklich richtig süß zusammen und man merkt immer wieder, dass sie sich noch immer viel bedeuten. Beide genießen ihre Zeit zusammen und versuchen auch eine Lösung für das Problem ''Stiefgeschwister'' zu finden. Obwohl ich ja eigentlich finde, dass dabei nicht zu viel zu bereden gibt, da sie ja nicht einmal blutsverwandt sind. Dennoch ist da natürlich die Angst, was ihre Eltern dazu sagen..
Was ich aber gut fand, war, dass sie trotz des ''Problems'' erst einmal Zeit für sich gefunden haben und sich wieder annähern konnten und ihre Zeit einfach nur genossen haben.
Was mich gestört hat, war einer der wiederkehrenden Charaktere aus Band 1! Das war wirklich extrem, was diese Person abgezogen hat und sie hat wirklich meine Wut geweckt:^^

Fazit:
Alles in Allem, ein sehr gelungener zweiter Teil! Die Charakter haben sich weiterentwickelt, der Schreibstil ist wie im ersten, wieder ganz flüssig und man kommt schnell voran. Mit dem Ende bin ich zwar, mal wieder, auch nicht ganz zufrieden, weil es einfach wieder die Neugier weckt und man unbedingt weiterlesen will.

Veröffentlicht am 28.01.2018

Wieder einmal ein sehr großer Hype ... und ich schwimme nicht ganz mit

Verliere mich. Nicht.
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Dass das Cover wunderschön ist, brauche ich ja gar nicht erst zu erwähnen! Wie auch schon sein Vorgänger, ist es total ansprechend und super schön gestaltet.

Inhalt:

Jeder war nach dem ersten Band absolut ...

Dass das Cover wunderschön ist, brauche ich ja gar nicht erst zu erwähnen! Wie auch schon sein Vorgänger, ist es total ansprechend und super schön gestaltet.

Inhalt:

Jeder war nach dem ersten Band absolut zerstört und wollte wissen, wie es nach diesem "krassen" Cliffhanger weiter geht. Auch ich war gespannt darauf, vor allem weil ich noch etwas mehr Luft nach oben gesehen habe und wissen wollte, wie viel die Autorin da noch heraus holen kann.

Das Geschehen setzt direkt an das Ende vom ersten Band an. Sage hat Luca verlassen, da ihr Stiefvater, Alan, gedroht hat, ihr näher und näher zu kommen.
Wir finden sie in einem Motel wieder und so langsam und langsam plätschert die Handlung vor sich hin.
Ich schieße jetzt wahrscheinlich mal wieder gegen den Strom, aber für mich war das alles sehr sehr langatmig und es gab nicht nur Wiederholungen vom ersten Band, sondern auch an sich wiederholte das Buch sich ein paar Mal und für mich persönlich ging es absolut nicht voran und auch die Spannung ist eher weniger vorhanden gewesen.
Nach diesem Ereignis am Ende des ersten Bandes, möchte man doch nun endlich vor Angst und Aufregung mitfiebern, aber die Autorin ist da einen anderen Weg gegangen. Dadurch hat der Cliffhanger für mich noch einmal mehr an Bedeutung verloren, da diesbezüglich wirklich erstmal kaum was passiert.

Im Vordergrund steht noch immer die Beziehung von Sage und Luca. Ich mochte deren Verbindung im ersten Band schon, wobei Sage für mich noch den "schwächeren" Teil (nicht wegen der Ängste, sondern wegen der Sympathie) eingenommen hat. In diesem Band sind ja nun getrennt und ein Haufen Gefühle und ein bisschen Drama ist da natürlich vorprogrammiert. Zu Anfang, hatte ich tatsächlich auch erstmal noch keine Probleme damit, dass Laura Kneidl sich erst der Beziehung gewidmet hat, aber das war mir eindeutig ein zu großes Hin- und Her. Beide reden nicht miteinander und, warum auch immer, geht Sage bei allen - einschließlich sich selbst - als Opfer der Trennung hervor - ehm, okay? Sie hat Schluss gemacht ...?
Luca wird dann ein bisschen als Buh-Mann hingestellt, weil er anders mit seinem Schmerz umgeht als Sage und sie ja - böse, bose - raus geworfen hat.
Die beiden reden so ziemlich 300 Seiten nicht wirklich miteinander, um irgendwas irgendwie zu klären und wissen dann natürlich auch nicht, wo sie stehen. Man merkt, dass beide Gefühle füreinander haben und einfach nicht ohne den jeweils Anderen können - eine Beziehung kommt für Sage aber nicht infrage.

Ich muss zugeben, dass ich es verständlich finde, dass ihre Ängste und die ganzen Gedanken, die sie bezüglich ihres Stiefvaters hat, sie hemmen und verunsichern, aber anscheinend war es für sie dennoch okay, wieder eine Freundschaft zu Luca aufzubauen. Wieder zu einer Person zu werden, auf die er sich verlassen kann. Diese Logik fand ich etwas komisch und war mir auch noch nicht ganz einleuchtend, da man ja gemerkt hat, dass beide weit mehr als Freunde sind.

Gut, aber was hat mir denn überhaupt gefallen?
Nachdem in den letzten knapp 100 doch einmal mehr an Spannung rein kam und die dramatische Überbrückung in Form des Beziehungsdramas ein Ende fand, war ich tatsächlich wieder etwas positiver gestimmt und die Umsetzung ist der Autorin auch gut gelungen und konnte mich für den Moment packen und noch einmal etwas raus holen. Sage und Luca waren wieder ... erträglicher und sie hatten ihre Momente, die ich im ersten Band schon mochte.
Auch mag ich den Schreibstil der Autorin total gerne. Die Seiten fließen nicht nur so dahin, nein, sie schafft es trotzdem immer wieder Humor mit hinein zu bringen und die Dialoge zwischen den Charakteren auf den Punkt gebracht und gut geschrieben ... nun ja, zu schreiben. :D

Das Ende war dann doch recht schnell abgehandelt, sodass auch eine gewisse Hektik hinein kam. Vielleicht wären 100 Seiten weniger Hin- und Her und Unklarheiten da dann besser gewesen.

Charaktere

Sage hat sich mir in diesem Band tatsächlich teilweise etwas unsympathisch gemacht.
In diesem Band strahlte sie eine Naivität aus, von der ich im ersten Band noch nicht einmal etwas gemerkt hatte. :D Teilweise konnte ich nur den Kopf schütteln und es war fast schon nervig. Ich hatte ja vor allem bei ihr gehofft, noch mehr Entwicklung zu sehen, aber wurde da nicht ganz so glücklich gestimmt.
Zunächst erst einmal, habe ich mich natürlich gefreut, dass sie in kleinen Schritten Fortschritte in ihrer Therapie gemacht hat - diese hat man hier deutlich sehen können und das war auch gut dargestellt. An sich hat sie sich trotzdem nicht so ganz in mein Herz geschlichen.

Luca mochte ich im ersten Band schon richtig gerne und ich konnte seine Reaktion am Ende komplett nachvollziehen. Wie schon erwähnt, war er hier, vor allem zu Anfang, ein wenig der Buh-Mann, weil er Sage ja raus geschmissen hatte. Dem habe ich mich nicht angeschlossen und ich verurteile ihn auch tatsächlich nicht dafür, dass er so mit seinem Schmerz umgegangen ist, indem er dann natürlich "eiskalt" war. Aber auch bei ihm hätte ich mir gewünscht, dass da etwas mehr an Aktivität kommt und das nicht nur alles vor sich hin plätschert.
Dass er Sage aber der perfekte Freund ist, hat Laura Kneidl auch hier wieder unter Beweis gestellt und einige süße Szenen geschaffen.

Die Nebencharaktere, vor allem natürlich die Clique, gefiel mir recht gut. Dieses Mal kamen die Freunde sogar noch einmal etwas mehr vor und vor allem Connor oder Aaron haben es mir irgendwie angetan.
Auch die Familien von Sage und Luca, finden hier wieder ein Platz und die Autorin hat es sich auch nicht nehmen lassen, die Beziehung zwischen Luca und seiner Mutter noch einmal etwas mehr zu beleuchten und das nicht so offen gelassen.
Dass Alan bei uns allen keine Sympathie erlangt hat, ist, denke ich, logisch und natürlich geht die Autorin das Thema auch wieder weiter an. Die Aufteilung dessen und überhaupt, wie es in der Menge aufkam, hatte ich mir tatsächlich anders vorgestellt.

Fazit

Besser als Band 1? Würde ich nicht unbedingt sagen. Das Buch bot mir persönlich insgesamt betrachtet viel zu wenig neue Handlung ... oder teilweise überhaupt Handlung. Es plätschert vor sich hin, ein Hin- und Her sorgt dafür, dass auch kaum etwas voran kommt und die Sache mit der Geschichte von Sage, kam mir hier zu kurz, hektisch und nicht ganz so passend verteilt. Spannend jedoch, war es geschrieben.
Auch wenn das Hin- und Her etwas nervenauftreibend war, mag ich die Chemie zwischen Sage und Luca und da hat Laura Kneidl auch wieder einige süße Szenen geliefert. Der Freundeskreis der Beiden, gefiel mir noch einmal besser als im ersten Band und auch diesen los zu lassen, fällt etwas schwer, da teilweise echt interessante Charaktere dabei waren.
Ich würde nicht unbedingt von einer Enttäuschung sprechen, aber nachdem es in den ersten Tagen doch schon wieder so dermaßen gehyped wurde, hatte ich doch mehr erwartet.

Veröffentlicht am 28.01.2018

Eine grandiose Vorgeschichte!

Throne of Glass – Celaenas Geschichte Novellas 1-5
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Endlich erfahre ich, wie es dazu kam, dass wir Celaena im ersten Band der Throne of Glass Reihe in einem Sklavenlager antreffen und warum ihre Geschichte eine ganz besondere ist. Ich. habe. dieses. Buch ...

Endlich erfahre ich, wie es dazu kam, dass wir Celaena im ersten Band der Throne of Glass Reihe in einem Sklavenlager antreffen und warum ihre Geschichte eine ganz besondere ist. Ich. habe. dieses. Buch geliebt!
Sarah Maas führt einen ganz an den Anfang von Celaena's Geschichte und ihrem Dasein als Assassinin. In den 5 kleinen Geschichten, die aufeinander aufbauen, erfahren wir nach und nach, welche Ereignisse dazu geführt haben, dass aus diesem jungen Mädchen eine so geniale Protagonistin geworden ist.

In der ersten Geschichte, begleiten wir sie auf eine Piraten Insel, auf die sie, gemeinsam mit Sam - ebenfalls einem Assassinen -, den sie eigentlich nicht ausstehen kann, geschickt wurde, um für ihren Meister einen Handel mit dem dort herrschenden Piratenlord abzuschließen. Der Einstieg in die Geschichte, war erst noch etwas schwerer für mich und ich musste erst mit der Geschichte warm werden. Je weiter das Geschehen aber voran ging, desto süchtiger wurde ich! Diese erste Novelle legt einen ganz wichtigen Grundstein und ist nicht nur wichtig für den weiteren Verlauf, sondern sehr sehr ausschlaggebend, jetzt, wo ich alle Novellen im Zusammenhang betrachte.
Es gab ausreichend Action und Spannung und man lernt Celaena's andere Seite zum ersten Mal kennen.
Bewertung im Einzelnen: 4/5

Die zweite Geschichte ist eher eine kleine Überbrückungsgeschichte und die kürzeste von allen. Ich habe mir sagen lassen - auch wenn ich das schon irgendwie vermutet hatte, denn so unnötig konnte sie dann ja nicht sein -, dass sie wohl doch mehr Bedeutung in einem späteren Band finden wird. An sich, konnte ich in dem Moment der Geschichte aber nicht allzu viel entnehmen.
Nach den Ereignissen der ersten Geschichte, begibt sich Celaena auf eine Reise und macht in einer kleinen Stadt Halt, in der sie eine Heilerin trifft, die so ziemlich am Rand ihrer Existenz lebt. :D Die beiden haben eine ganz besondere Begegnung, bevor sie weiter in die Wüste reist, in die sie von ihrem Meister geschickt wurde, um sich ausbilden zu lassen.
Auch hier gab es wieder Celaena in Aktion, konnte jetzt aber nicht viel raus reißen.
Bewertung im Einzelnen deshalb: 1/5

Die dritte Geschichte dagegen war mega gut! Celaena hat sich auf den Weg in die Wüste gemacht, um sich einer vierwöchigen Ausbildung bei den Schweigenden Assassinen zu unterziehen, nach der Arobynn verlangt. Sie trifft zum ersten Mal seit langem auf neue Leute, die sie mag und auch sie mögen und macht in dieser Geschichte ganz neue Erfahrungen, findet sich selbst und entwickelt sich weiter. Die Geschichte hatte etwas ganz Besonderes und ist meine Lieblungsgeschichte von allen! Wer ist da noch mal diese Feyre (Feyruuuuuh)? ;)
Bewertung im Einzelnen: 5/5

Die vierte Geschichte setzt wieder in Rifthold an. Celaena kommt gestärkt und gewillter denn je aus der Wüste und möchte dieses Mal einiges anders angehen. Ihr Meister, Arobynn, kommt ihr jedoch wieder einmal dazwischen und erwartet sie mit einem neuen Auftrag. Ein Auftrag, dessen Hintergrund einen gewisse Bedeutung für Celaena hat, weshalb sie auch zusagt und man sie wieder in Aktion erlebt. In dieser Geschichte, wird das erste Mal auch so richtig mehr auf die Beziehung eingegangen, die sie zu Sam hat. Ich war unglaublich gespannt darauf zu erfahren, was es damit auf sich hat und ich muss ehrlich sagen, dass Sam sich mehr und mehr mein Herz erobert hat! Puh.
Bewertung im Einzelnen: 5/5

Die 5. und letzte Geschichte hat noch einmal alles raus gerissen und kommt ganz dicht an die 3. Geschichte für mich heran. Die Ereignisse spitzen sich zu, man wird immer schlauer aus den ganzen Zusammenhängen und man erfährt endlich, wie es dazu kam, dass Celaena trotz allem im Sklavenlager gelandet ist und vor allem wer dafür verantwortlich war. Glaubt mir, danach hatte ich sofort Lust, Band 1 der Reihe wieder zu lesen.
Bewertung im Einzelnen: 5/5

Charaktere:

Ich möchte hauptsächlich noch einmal auf Celaena eingehen. In diesen Geschichten ist sie gerade einmal 16 und ... WOW. Ich liebe sie noch einmal mehr. Sie ist eine unglaublich starke, glaubwürdige UND würdige Protagonistin dieser Bücher und hier hat man aber auch ihre anderen Seiten kennengelernt.
Auch wenn sie die berüchtigste Assassinin ist, so ist sie trotzdem noch ein Teenager und das hat die Autorin echt gut dargestellt und da noch einen Ausgleich gefunden. Aus den ganzen Ereignissen, ist sie stärker hervor gegangen und natürlich daran gewachsen. Ihre anderen Seiten kennenzulernen, fand ich unheimlich spannend und ich kann, wenn ich die Reihe noch einmal lese, mehr verstehen, warum sie handelt, wie sie handelt.

Fazit
Ein MUSS für alle Fans der Reihe!
Diese Novellen geben Aufschluss über die Celaena, die wir in Band kennengelernt haben, man begleitet sie auf ihren Missionen und dabei zieht nach und nach die Entwicklung dieser unglaublich genialen Protagonistin an einem vorbei, der man unbedingt nach jagen will, ehrlich, anders kann ich es kaum beschreiben.
Die Geschichten haben mir, bis auf die 2., alle richtig gut gefallen und noch einmal bewiesen, warum ich diese Reihe an sich so gern gelesen habe - und ab Februar wieder lesen möchte.