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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2017

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann proben sie noch heute...

Mittsommerleuchten
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Gloria soll die Carmen an der Stockholmer Oper singen. Eigentlich ist das ihre Lieblingsoper, aber zwei ihrer ehemaligen Liebhaber haben ebenfalls Hauptrollen. Domenic hat sie vor vielen Jahren verletzt ...

Gloria soll die Carmen an der Stockholmer Oper singen. Eigentlich ist das ihre Lieblingsoper, aber zwei ihrer ehemaligen Liebhaber haben ebenfalls Hauptrollen. Domenic hat sie vor vielen Jahren verletzt und sie kann ihm nicht verzeihen oder vertrauen.
Glorias Schwester Agnes möchte sich von ihrem Mann trennen. Und das obwohl ihr Leben immer so geregelt erschien. Doch Gloria ermutigt sie ihren eigenen Weg zu gehen.

Leider hat mir das Buch nicht gut gefallen. Die Charaktere sind um die 50 Jahre, aber verhalten sich nicht so. Vielleicht bin ich auch nicht die Zielgruppe des Buches, da ich noch jünger bin. Aber ich finde die Charaktere waren doch eher oberflächlich.

Auch das Familiengeheimnis wurde eher oberflächlich behandelt und wurde erst kurz vor Schluss überhaupt richtig angesprochen. Mir fehlte der gesamten Geschichte die Spannung. Letztendlich probten sie und probten und dazwischen lamentiert Gloria.

Fazit: Mich hat das Buch nicht überzeugt. Einzig die Darstellung von Stockholm ist sehr gelungen und ich konnte mir viele Orte sehr gut vorstellen. Deshalb vergebe ich 2 Sterne.

Veröffentlicht am 08.05.2017

Wie teuer ist Glück?

Glück ist teuer
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Wie teuer ist Glück? Ist Glück käuflich? Noah ist Wirtschaftsstudent und möchte aber eigentlich die Welt verändern. Seine Logik ist, dass Geld die Welt regiert und er somit im Bereich Finanzen am ehesten ...

Wie teuer ist Glück? Ist Glück käuflich? Noah ist Wirtschaftsstudent und möchte aber eigentlich die Welt verändern. Seine Logik ist, dass Geld die Welt regiert und er somit im Bereich Finanzen am ehesten die Welt verändern kann. Dann lernt er seinen Vater kennen, einen Investmentbanker. Dieser gibt ihm eine Möglichkeit, die Noah sofort ergreift. Doch schnell verändert ihn das Umfeld und seine Freunde erkennen ihn nicht wieder.

Die Erzählung wechselt zwischen der Kindheit von Noah und seinen Erlebnissen während des Studiums. Ich finde, dass der Autor es nicht geschafft hat die Kindheit real darzustellen. Es handelt sich um Gedanken eines Grundschulkindes und nicht eines Erwachsenen. Leider merkt man dies überhaupt nicht.
Die Fragen, die im Bezug auf unser Wirtschaftssystem gestellt werden, sind auch solche, die ich mir schon gestellt habe. Ich finde die Idee von Noah, das System an den Pranger zu stellen, interessant. Allerdings finde ich das Ende etwas verwirrend und schwer zu lesen.

Insgesamt fand ich die Geschichte interessant, es werden interessante Fragen aufgeworfen und der Charakter Noah von vielen Seiten beleuchtet. Mir fehlte das kindliche am Kind Noah, der Sinn das Kind Noah näher kennen zu lernen und das Ende hat mich nicht zu vollständig überzeugt. Deshalb vergebe ich nur 3 Sterne.

Veröffentlicht am 04.05.2017

Ungewöhnliche Wohngemeinschaft

Liselotte, Fräulein Nowak und der Grieche
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Liselotte ist nach dem Tod ihres Mannes absolut verzweifelt. Sie kann sich in einfachsten Haushaltsdingen nicht helfen. Als sie in einer französischen Zeitschrift liest, dass Untermieter in Paris nicht ...

Liselotte ist nach dem Tod ihres Mannes absolut verzweifelt. Sie kann sich in einfachsten Haushaltsdingen nicht helfen. Als sie in einer französischen Zeitschrift liest, dass Untermieter in Paris nicht nur eine Miete zahlen, sondern auch Haushaltstätigkeiten übernehmen, ist sie sofort überzeugt. Die Testphase besteht die Jurastudentin Barbara. Bald stellt sich heraus, dass Liselotte nicht nur Probleme im Haushalt hat und der Grieche zieht auch noch ein.

Das Buch ist locker, mit wenig Tiefgang geschrieben und unterhält sehr gut. Die Wohngemeinschaft ist skurril und passt doch optimal zusammen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe mich amüsiert.

Fazit: Ein humorvolles kleines Buch mit tollen Charakteren.

Veröffentlicht am 04.05.2017

Anders, humorvoll und märchenhaft

Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid
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Elsa ist fast 8 Jahre alt und ziemlich altklug. Ihre beste Freundin ist ihre Oma, doch diese muss Elsa alleine auf ein Abenteuer schicken. Elsa lernt dadurch viele Menschen kennen und sieht, dass sie doch ...

Elsa ist fast 8 Jahre alt und ziemlich altklug. Ihre beste Freundin ist ihre Oma, doch diese muss Elsa alleine auf ein Abenteuer schicken. Elsa lernt dadurch viele Menschen kennen und sieht, dass sie doch mehr Freunde hat als gedacht.

Die Stimme des Erzählers ist toll. Man kann gut folgen und hört gerne zu. In der Mitte des Hörbuches war es mir wohl etwas zu märchenhaft, weil ich kurzzeitig nicht folgen konnte. Elsa und alle anderen Charaktere sind toll beschrieben und man schließt Elsa richtig ins Herz. Lustig war das Hörbuch trotz einiger trauriger Episoden auch.
Das Cover und den Titel empfinde ich als passend.

Insgesamt habe ich etwas anderes erwartet und wurde somit überrascht über den Verlauf des Hörbuchs. Ein modernes Märchen, dass ich gerne gehört habe.

Veröffentlicht am 02.05.2017

Kaufhausfamilie um die Jahrhundertwende

Das Haus der schönen Dinge
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Thea und Jacob Hirschvogl erfüllen sich endlich ihren Traum: sie eröffnen ein Kaufhaus für die gehobenen Ansprüche. Highlight des Kaufhauses Hirschvogl ist das Emblem aus Glas gestaltet. Und dort wird ...

Thea und Jacob Hirschvogl erfüllen sich endlich ihren Traum: sie eröffnen ein Kaufhaus für die gehobenen Ansprüche. Highlight des Kaufhauses Hirschvogl ist das Emblem aus Glas gestaltet. Und dort wird jeder Kunde sehr zuvorkommend behandelt, egal ob er ein Vermögen ausgibt oder sich nur Kleinigkeiten leisten kann. Doch der Erfolg führt auch dazu, dass bald andere Kaufhäuser in München eröffnen und so müssen sich die Hirschvogls immer neue Sachen ausdenken um ihre Kunden zu halten. Doch die Zeiten in München ändern sich, neuerdings hält Hitler große Reden und Juden werden mehr oder weniger offen angefeindet. Keine einfache Zeit für die Familie.

Erzählt wird die Geschichte einer Kaufmannsfamilie in drei Generationen, beginnend mit Thea und Jacob und endend mit Edna und Leopold. Die Erzählung ist in sich schlüssig und der Schreibstil hat mir gut gefallen. Man spürte die Hitze eines warmen Sommertages, aber auch die Angst als es zu Übergriffen kommt. Schade finde ich, dass es eine rein fiktive Geschichte ist. Es gab wohl in München jüdische Kaufhäuser, die man als Vorlage für die Geschichte verwenden hätte können und auch so gibt es meiner Meinung nach genügend Geschichten aus dieser Zeit, die es wert sind erzählt zu werden. Das würde allerdings Recherche erfordern.

Als ich das Buch auf der ersten Seite, dem Stammbaum, aufgeschlagen habe, habe ich sofort einen Fehler gefunden bei den Jahreszahlen und schon befürchtet, dass das Buch schlecht lektoriert ist. Dem war zum Glück nicht so. Ich finde die Idee, den Stammbaum ganz vorne einzufügen genial, da man dann nicht wie bei anderen Büchern lange blättern muss, sondern ihn sofort findet.

Meiner Meinung nach ist das Buch etwas für Fans von historischen Romanen, allerdings dabei durchschnittlich. Es hatte Längen, beispielsweise sinniert Jacob mehrmals über genau das gleich, und viele Charaktere werden zu schwarz-weiß dargestellt. Außerdem fehlten mir Hinweise zur Recherche. Und wie schon oben geschrieben hätte die Geschichte sehr gerne an wahre Begebenheiten angelehnt werden können. Denn die Autorin schreibt selbst im Nachwort, dass dies so ähnlich in vielen deutschen Städten passieren hätte können. Da frage ich mich, warum man sich dann nicht eine davon als Vorlage gewählt hat.