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Veröffentlicht am 23.09.2025

Kriminell regional

Koch mich! Bergstraße - Mit dem Lieblingsrezept von Ingrid Noll - Kochbuch
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Das Koch mich! Bergstraße Kochbuch aus dem Edition Wannenbuch Paperento Verlag gliedert sich in sieben Kategorien:
• Vorspeisen
• Suppen
• Beilagen
• Salate
• Hauptgerichte
• Desserts
• Drinks

Jede Kategorie ...

Das Koch mich! Bergstraße Kochbuch aus dem Edition Wannenbuch Paperento Verlag gliedert sich in sieben Kategorien:
• Vorspeisen
• Suppen
• Beilagen
• Salate
• Hauptgerichte
• Desserts
• Drinks

Jede Kategorie beinhaltet sieben regionale Rezepte. Claudia Schmid war bei diesem Kochbuch mal nicht mordend, sondern kochend an der Bergstraße unterwegs. Unterstützung hat sie mit je einem Rezept von der Ehren-Kriminalhauptkommissarin der Polizei Mannheim-Heidelberg und Bestsellerautorin Ingrid Noll sowie Andreas Stenger, dem Präsidenten des Landeskriminalamts Baden-Württemberg bekommen.
Die Gerichte sind regional angesiedelt und finden auf einer Seite Platz. Sehr interessant fand ich die kurzen Einleitungen, die Informationen rund um die Bergstraße und manchmal auch direkt zu den Gerichten enthalten.
Eine dreiteilige Schwierigkeitsgradanzeige trennt die Rezepte von den Informationen. Das Buch ist ein richtiges Arbeitsbuch, denn am unteren Ende kann man selbst eintragen, wann man das Gericht für wen zubereitet hat, wie es geschmeckt hat und ob man es noch einmal kochen möchte.
Es gibt zwar keine Abbildungen der Gerichte, jedoch findet sich unter vielen Rezepte ausreichend Platz, um hier mit eigenem Bildmaterial ergänzen zu können. Zwischen den Rezepten verstecken sich immer mal kleine Aktionsseiten, auf denen man Punkt-zu-Punkt Bilder malen und auch ausmalen kann. Das Buch wird wunderbar durch Fotografien von Jürgen Schmid in schwarz-weiß ergänzt.
Im Anhang findet sich genug Platz für eigene Rezepte, sowie eine Übersicht, welche Gerichte welchem Ort an der Bergstraße zugeschrieben werden.
Das Kochbuch ist sehr regional, beinhaltet meist recht einfache und schnelle Gerichte, die gut gelingen und schmackhaft sind.

Fazit:
Die Krimiautorin und Ehren-Kriminalkommissarin Claudia Schmid beweist mit diesem Kochbuch, dass sie nicht nur Krimis schreiben, sondern auch noch gut und regional kochen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2025

Stürmische Zeiten im alten Kapitänshaus

Das alte Kapitänshaus – Inselstürme
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Ein halbes Jahr ist vergangen, seit die Mutter der Brown – Schwestern gestorben ist. In ihrem Testament hat die Mutter verfügt, dass die drei Schwestern das alte Kapitänshaus ein Jahr lang weiterführen ...

Ein halbes Jahr ist vergangen, seit die Mutter der Brown – Schwestern gestorben ist. In ihrem Testament hat die Mutter verfügt, dass die drei Schwestern das alte Kapitänshaus ein Jahr lang weiterführen sollen, da es sonst an die Kirche fallen würde. Die drei Schwestern haben sich die Zeit untereinander so aufgeteilt, dass die Jüngste das erste halbe Jahr das Gästehaus geführt hat. Jetzt ist die mittlere Schwester dran und muss es für ein viertel Jahr übernehmen. Daher zieht Jasmin zusammen mit ihren siebenjähren Sohn Tim ins alte Kapitänshaus, um für die Gäste da zu sein und sich um deren Wünsche zu kümmern.

Was Jasmin jedoch nicht im Blick hatte, ist ihr Ex-Mann, der plötzlich wieder auf der Matte steht und unbedingt Weihnachten mit ihr und Tim feiern möchte und Christian, ein Architekt, der zusammen mit seinem schokobraunen Labrador nicht nur ihr den Kopf verdreht. Doch dann geschieht ein Unglück und die Schwestern stehen vor einer großen Herausforderung.

Die Geschichte um das alte Kapitänshaus geht weiter. Dieses Mal liegt der Fokus auf Jasmin und ihrem Sohn Tim. Immerhin müssen die beiden jetzt ein Vierteljahr lang das alte Kapitänshaus führen. Da ich bereits den ersten Teil kannte, fiel mir der Einstieg leicht. Ich traf auf bekannte Gesichter, kannte mich im Haus und mit den Menschen, die rund um das Haus leben, aus.

Das Wiedersehen gestaltete sich harmonisch, doch schon bald ging es los mit den Herausforderungen, denen sich Jasmin stellen musste. Dabei ging es nicht rein privat hoch her, sondern auch das alte Kapitänshaus forderte ihre ganze Aufmerksamkeit und zeigte, dass von Jasmin zwar viel verlangt wurde, sie aber viele liebe Menschen um sich hatte, auf die sich verlassen konnte.

Man sollte den Vorgängerband kennen, damit man in diese Geschichte problemlos eintauchen und weiterlesen kann.

Fazit:

Die Geschichte ist wieder ein richtiger Wohlfühlroman mit Höhen und Tiefen, einigen Schreckmomenten und teilweise sehr emotionalen Situationen. Dennoch fand ich ihn ein Ticken schwächer als den ersten Teil und doch stark genug, um sehr gespannt zu sein, wie es der dritten Schwester im alten Kapitänshaus ergehen wird. An dieser Stelle hoffe ich auf eine baldige Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Der Fluch der Mumie - Quatsch! Oder doch etwa nicht?

Mumien morden mittwochs nie
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Dr. Appolonia Obermoser, kurz Polly, scheint am Ziel ihrer Träume angekommen zu sein. Zumindest fast. Durch einen Bekannten ist sie auf wichtige Artefakte aus der bis dahin noch recht unbekannten siebten ...

Dr. Appolonia Obermoser, kurz Polly, scheint am Ziel ihrer Träume angekommen zu sein. Zumindest fast. Durch einen Bekannten ist sie auf wichtige Artefakte aus der bis dahin noch recht unbekannten siebten Dynastie unter Pharao Teti III. gestoßen. Zwar ist keine Mumie dabei, jedoch ein Sarkophag und weitere interessante Gegenstände. Zumindest in Pollys Augen. Der Museumsdirektor war jedoch anderer Meinung und hat aus der geplanten Ausstellung eine interaktive Geschichte gemacht, was Polly doch arg aufstößt.

Nichtsdestotrotz freut sich Polly auf die Pressekonferenz, mit der die ihre erste Ausstellung eröffnen darf. Doch mitten in Pressekonferenz löst sich ein Scheinwerfer und erschlägt einen langjährigen Mitarbeiter. Ehe Polly es sich versieht, macht das Gerücht, der Fluch der Mumie geht um, die Runde. Polly widerspricht diesem vehement. Immerhin gab es keine Mumie, doch die Todesfälle nehmen zu.

Der neue Krimi von Tatjana Kruse traf wieder genau den Nerv für schwarzen Humor. Polly ist eine junge, leicht naive, Archäologin, die sich das alte Ägypten zu Herzen nimmt. Als ihre Ausstellung dem Fluch der Mumie zum Opfer fällt, setzt Polly alles dran, die mysteriösen Todesfälle aufzuklären und zu beweisen, dass es keinen Fluch gibt. Wie auch, so ganz ohne Mumie?

Die Geschichte ist bizarr, verworren und spannend. Natürlich habe ich mit Polly mit gerätselt und so manches Mal über Daphne, die Tochter der Museumsbesitzerin oder auch Polly, den Kopf geschüttelt. Die Spannung steigt noch einmal an, als das Museum dank eines Hackerangriffs in einen Lockdown-Modus übergeht und die noch verbliebenen Personen im Museum sich selbst überlassen sind.

Fazit:
Mir hat die Geschichte wieder sehr gut gefallen. Der Humor ist genau meiner, die Geschichte spannend und bizarr, die Auflösung nachvollziehbar, wenn gleich das Ende ein wenig mystisch ist. Ich jedenfalls freue mich auf den nächsten Krimi von Tatjana Kruse und bin gespannt, was sie dann aus ihrer Trickkiste zaubern wird.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Wenn die Schwiegeroma ermittelt

Klappe, Action, Küstenmord!
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Die 82jährige Lulu hat bei einem Gewinnspiel einen VIP – Ausweis für die Dreharbeiten zur neuen Serie „Die Küstenklinik“ gewonnen. Sie ist schon ganz gespannt und möchte keinen Tag davon verpassen. Was ...

Die 82jährige Lulu hat bei einem Gewinnspiel einen VIP – Ausweis für die Dreharbeiten zur neuen Serie „Die Küstenklinik“ gewonnen. Sie ist schon ganz gespannt und möchte keinen Tag davon verpassen. Was jedoch während den Dreharbeiten passiert, übersteigt auch ihre Vorstellungen. Plötzlich verstirbt ein Laiendarsteller während seines Auftritts. War es Mord? Oder nur Zufall?
Ihr Schwiegerenkel Kommissar Johannes Rehaag übernimmt die Ermittlungen. Die Chance für Lulu, etwas mehr über den Todesfall in Erfahrung zu bringen und selbst Ermittlungen anzustellen. Doch ganz so harmonisch ist das Duo nicht, denn ihr Schwiegerenkel ist schwer genervt von Lulus Einmischungen und hat Sorge, dass der Täter ihr an den Kragen will.

Der Krimi ist ein schöner Cosy Krimi, der vor allem rund um das Set von „Die Küstenklinik“ spielt. Die 82jährige Lulu ist für ihr Alter sehr rüstig und agil. Schon kurz nach dem Mord schließt sie sich einer Gruppe Influencer an und gemeinsam begeben sie sich auf Spurensuche. Der dabei entstandene Wortwitz trug zur Unterhaltung bei, die Ermittlungen kommen gut voran und die Spannung steigt. Der Kreis der Verdächtigen ist überschaubar, jedoch das Motiv lässt auf sich warten.
Nach und nach wird immer tiefer gebohrt und es kommen Geheimnisse ans Tageslicht, genau so, wie ich es bei einem Cosy Krimi mag.
Der Schreibstil ist flüssig und spannend. Die Geschichte leicht überzogen, was aber durchaus in Ordnung ist und zum Genre passt.
Fazit:
Mir hat das Buch gut gefallen und ich bin gespannt, ob es ein Wiedersehen mit Lulu und ihrem Schwiegerenkel Kommissar Johannes Rehaag geben wird.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Was verbirgt sich hinter dem Zaun?

Der Büchergarten (1). Ein blühendes Geheimnis
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Die 11jährige Charlie und ihr bester Freund Jamil stoßen in einem zugewachsenen Gang auf ein geheimnisvolles Grundstück. Der Zugang wird ihnen zunächst verwehrt und doch lässt Charlie das Grundstück keine ...

Die 11jährige Charlie und ihr bester Freund Jamil stoßen in einem zugewachsenen Gang auf ein geheimnisvolles Grundstück. Der Zugang wird ihnen zunächst verwehrt und doch lässt Charlie das Grundstück keine Ruhe. Was verbirgt sich darauf und wieso hat sie das Gefühl, dass sie dorthin muss?

Mit Hilfe eines Buches gelingt ihnen schließlich, das Grundstück zu betreten und finden sich in einer magisch – zauberhaften Welt wieder, die die Kinder gleich in ihren Bann schlägt. Doch das wundervolle Grundstück mit seinen Bewohnern ist in Gefahr und nur Charlie und ihre Freund Jamil können es retten.

Das Buch hat ein wundervolles Cover, welches mich direkt angesprochen hat. Die Geschichte ist dagegen etwas platter und mir fehlte der gewisse Funke, der einfach nicht überspringen wollte. Charlie und ihr Freund Jamil sind wahrlich keine Leseratten und doch fangen sie an, sich für Bücher und die Welt auf dem Grundstück zu interessieren.

Lernt man zunächst in aller Ruhe Charlie und ihre Leben kennen, erfährt, dass in der Stadt merkwürdige Dinge vor sich gehen, nimmt die Spannung mit dem Betreten des Grundstücks deutlich zu. Die Illustrationen von Leonie Daub sind gelungen und runden die Geschichte wundervoll ab.

Fazit:
Auch wenn mich das Buch nicht vollends abholen konnte, war es doch eine zauberhafte Geschichte mit tollen Illustrationen und einem wundervoll gestalteten Einband.

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