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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2025

Als wäre man mittendrin

Say you swear
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Das Buch ist eine richtig schöne Collegeromanze, die den Trope „Love-Triangle“ voll und ganz auslebt. Es geht hier um Ari und ihre Clique, mit der sie bereits seit dem Sandkasten befreundet ist. Dazu gehören ...

Das Buch ist eine richtig schöne Collegeromanze, die den Trope „Love-Triangle“ voll und ganz auslebt. Es geht hier um Ari und ihre Clique, mit der sie bereits seit dem Sandkasten befreundet ist. Dazu gehören unter anderem ihr überfürsorglicher Zwillingsbruder Mason oder Chase, in den sie bereits seit dem ersten Tag unsterblich verliebt ist. Nach einer großen Enttäuschung lernt sie jedoch den Mitstudenten Noah kennen und lieben. Nachdem Chase aber doch klar wird, dass Ari die Richtige ist, tut er alles dafür, sie zurückzugewinnen.

Den Anfang des Buches fand ich unheimlich toll. Ich habe mich in der Story verloren und wollte ständig weiterlesen. Der Schreibstil ist absolut toll und die Seiten fliegen nur so dahin. Die Protagonistin Ari ist mir auch unheimlich sympathisch und ich konnte mich sehr gut in ihr Gefühlsleben hineinversetzen.
Leider war die Handlung direkt zu Beginn etwas unübersichtlich und ich hatte Probleme, die vielen Charaktere auseinanderzuhalten. Ich habe sogar recherchiert, ob es sich hierbei eventuell um eine Fortsetzung handeln könnte und ich deshalb keinen richtigen Anschluss finde. Das hat sich aber sehr schnell geändert und ich konnte der Story ungehindert folgen.
An einer Stelle hatte ich jedoch das Gefühl, es fehlen einige Passagen. So soll Ari Noahs Mutter kennenlernen. Erst wird davon geschrieben, dass sie zu ihr fahren und ganz plötzlich sind sie mitten im Gespräch. Es gibt keine Vorstellung, keine Charakterbeschreibungen und so weiter. Als hätte man aus Versehen ein bis zwei Seiten beim Druck übersprungen. Aber vielleicht wirkte das auch nur für mich so.
Die Wendung im letzten Drittel fand ich etwas überspitzt und ich finde, die hätte man auch gut weglassen können.
Dennoch habe ich das Buch geliebt und kann es jedem, der sich für College- oder Footballromanzen interessiert, wärmstens ans Herz legen

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Ein Sturm, der alles verändert

Dem Sturm entgegen
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Die Ärztin Enya kommt zufällig in einer stürmischen Nacht zu einem Unfallort mit Fahrerflucht, an dem ein Junge angefahren wurde. Sie leistet erste Hilfe und der Junge kommt ins Krankenhaus. Obwohl sie ...

Die Ärztin Enya kommt zufällig in einer stürmischen Nacht zu einem Unfallort mit Fahrerflucht, an dem ein Junge angefahren wurde. Sie leistet erste Hilfe und der Junge kommt ins Krankenhaus. Obwohl sie als Ärztin solche Situationen kennen müsste, stürzt sie diese Begegnung in eine tiefe Krise und sie beginnt, ihr gesamtes Leben zu hinterfragen. Sie trennt sie von ihrem Mann und beginnt ein neues Leben am anderen Ende des Landes.

Noch nie habe ich mich so schwer damit getan, eine Rezension abzugeben. Einerseits war ich beeindruckt von Enya und ihrem Willen, ein glückliches Leben zu führen. Andererseits waren ihre depressiven Phasen sehr gewöhnungsbedürftig und mehr als einmal hatte ich das Bedürfnis, sie richtig durchzuschütteln, damit sie aufhört zu jammern und endlich Aktionen für sich sprechen lässt. Man hatte das Gefühl, dass sie sich ständig selbst im Weg steht. Von ihrer Hausverwalterin fange ich lieber gar nicht erst an. Auch der Part mit dem Rag Tree nimmt meiner Meinung nach zu viel Raum ein und ist eher störend für den Lesefluss. Ja, es gehört zur irischen Mythologie, aber das wurde wirklich mehr als ausreichend thematisiert. Das Damoklesschwert, das permanent über Enya hängt, war für meinen Geschmack auch zu viel. Ihre Mutter ist nämlich mit 47 gestorben und nun hat die Protagonistin die grundlose Angst, dass sie ebenfalls in diesem Alter stirbt.

Das Ende war meiner Meinung nach zu schnell. Man bekam das Gefühl, es sollte schnell abgehandelt werden, damit man sich mehr auf das Seelenleiden der Protagonistin konzentrieren kann

Insgesamt war mir das Buch einfach zu viel: zu viel Gejammer, zu viel Mythologie, zu viel Hippieflair, zu viele Schuldgefühle

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Veröffentlicht am 30.10.2024

Eine Kreuzfahrt des Schreckens

Kein Land in Sicht
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Sarah wacht verkatert und ohne Erinnerungen an einem unbekannten Ort auf. Schnell wird klar, dass sie sich an Bord eines Kreuzfahrtschiffes befindet. Und das bei ihrer Wasserphobie. Nach und nach erkennt ...

Sarah wacht verkatert und ohne Erinnerungen an einem unbekannten Ort auf. Schnell wird klar, dass sie sich an Bord eines Kreuzfahrtschiffes befindet. Und das bei ihrer Wasserphobie. Nach und nach erkennt sie, dass sie zum Team der Animateure gehört, aber schnell ist klar, dass hier kriminelle Machenschaften am Werk sind.
Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und ich habe sehr mitgefiebert. Ich habe mich schnell mit Sarah und, vor allem, ihrer Zimmergenossin identifizieren können und die Seiten flogen regelrecht dahin. Leider fand ich die Story an manchen Stellen ziemlich an den Haaren herbeigezogen und die Geschichte rund um Michael wirkte farblos und ich wurde ziemlich ratlos zurückgelassen. Auch sind viele Figuren nicht die, die sie zu sein scheinen, was alles sehr unglaubwürdig werden lässt. Dennoch hat das Buch mit Spaß gemacht und ich konnte mich gedanklich auf das Schiff versetzen.

Das Cover ist schön anzusehen und das Bullauge im Umschlag macht es individuell

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Ein weiterer guter Thriller aus dem Hause Strobel

Stalker – Er will dein Leben.
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Eric ist ein aufstrebender Schauspieler und seine Hauptrolle im aktuellen Tatort scheint seine Karriere gehörig anzutreiben. Er wird immer bekannter. Dies hat aber auch seine Schattenseiten, denn jemand ...

Eric ist ein aufstrebender Schauspieler und seine Hauptrolle im aktuellen Tatort scheint seine Karriere gehörig anzutreiben. Er wird immer bekannter. Dies hat aber auch seine Schattenseiten, denn jemand wird angelockt, der Eric unbedingt schaden will. Um mit seinem „Stalker“ fertigzuwerden, ist Eric gezwungen, tief in seine Kindheit einzutauchen und den Grund zu erfahren, warum er keine Erinnerungen daran hat.
Das Buch hat mich gut unterhalten und ich konnte allen Handlungen und Entscheidungen gut folgen. Jedoch fand ich einige Gegebenheiten ein wenig unrealistisch. So trifft Eric während seiner „Odyssee“ nur auf wohlwollende Menschen, die ihn sowohl in ihrem Zuhause aufnehmen als auch rund um die Uhr helfen wollen. Außerdem kommen ihm die Erinnerungen an seine Kindheit, die immer genau zum richtigen Zeitpunkt zurückkehren etwas an den Haaren herbeigezogen vor. Ich bin keine Psychologin und weiß nicht, ob dies vielleicht doch sein könnte (möglichweise durch bestimmte Trigger), aber für mich passte alles einfach immer zu gut.

Ich kann das Leid und die Machtlosigkeit von Eric gut nachvollziehen, jedoch konnte ich keine richtige Beziehung zum Protagonisten aufbauen. Ebenso fand ich das Buch mit den 368 Seiten zu kurz für die komplexe Handlung. Man bekam, vor allem zum Schluss, das Gefühl, dass der Autor abschließen und das Buch beenden wollte.

Es ist ein guter Thriller und ich wurde gut unterhalten. Die richtige Spannung kam auch auf, wenn man über die Ungereimtheiten hinwegsehen kann. Auch die Plottwists am Schluss waren sehr spannend

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Die Spiele sind eröffnet

Immortal Longings
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In der Stadt San-Er, einer heruntergekommen und überbevölkerten Stadt, herrscht nur Leid, Schmerz und Gewalt. Die Bewohner haben keine Perspektive und leben von einem Tag in den anderen. Die einzige Chance, ...

In der Stadt San-Er, einer heruntergekommen und überbevölkerten Stadt, herrscht nur Leid, Schmerz und Gewalt. Die Bewohner haben keine Perspektive und leben von einem Tag in den anderen. Die einzige Chance, aus diesen Abgründen zu entkommen, sind die tödlichen Spiele, die jährlich ausgetragen werden. Wer diese gewinnt, erhält unermessliche Reichtümer und kann sich ein neues Leben aufbauen. Dafür muss man aber der einzige Überlebende von 88 Teilnehmern sein.

Die Grundstimmung war sehr bedrückend und man konnte auch an vielen Stellen das Leid der Bewohner nachvollziehen. Leider konnte mich die Geschichte überhaupt nicht abholen. Es waren viel zu viele Beschreibungen und viel zu viele Figuren, die zwar vorgestellt wurden, die man aber nicht wirklich kennengelernt hat. In keine der Personen konnte ich mich hineinversetzen und nachvollziehen, warum manche Entscheidungen getroffen wurden. Auch das Springen in andere Körper und das überaus präsente Qi wurde mir nicht plausibel dargestellt. Ich hatte hier nie das Gefühl, dass ein Film vor meinen Augen abläuft. Ich konnte mich nicht in die Geschichte fallen lassen und sie genießen. Die Liebesgeschichte kam dann sehr unerwartet und aus dem Nichts heraus. Man hatte das Gefühl, die Autorin will unbedingt noch etwas Romance und Spice im Buch und hat es auch diesem Grund einfach einfließen lassen. Glaubwürdig war es jedoch nicht.

Erst zum Ende hin kam eine gewisse Spannung auf, aber das Ende war auch an den Haaren herbeigezogen und ergab für mich keinen Sinn. Es waren einfach zu viele lose Enden, die nicht vernünftig aufgeklärt wurden. Da es der Beginn einer Trilogie ist, wird hier sicherlich an dieser Stelle weitergemacht, aber jetzt stehe ich erst einmal mit tausend Fragezeichen im Kopf da.

Das Buch mag seine Liebhaber finden, leider gehöre ich nicht dazu.

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