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Veröffentlicht am 04.05.2021

"Was von einem bleibt..."

Es wird mir fehlen, das Leben
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Das Buch "Es wird mir fehlen, das Leben" umfasst ca. 176 Seiten.

Kurzer Plot:

Die Journalistin Ruth Nadine Picardie ist 32 Jahre alt, als sie im Jahr 1996 die Diagnose Brustkrebs erhält.

Ein Jahr später,... ...

Das Buch "Es wird mir fehlen, das Leben" umfasst ca. 176 Seiten.

Kurzer Plot:

Die Journalistin Ruth Nadine Picardie ist 32 Jahre alt, als sie im Jahr 1996 die Diagnose Brustkrebs erhält.

Ein Jahr später,... verliert die Mutter von 2- jährigen Zwillingen, den Kampf gegen den Krebs.

Doch in der Zeit dazwischen schreibt die Vollblutjournalistin eine Kolumne für die Tageszeitung Observer, und lässt ihre Leser (hautnah) an ihren Weg teilhaben.

Außerdem werden Leserbriefe veröffentlich, die an Ruth gerichtet sind.

"...bittersüß mit schwarzen Humor und Würde in genau der richtigen Mischung." - Seite 109

"...ungeheuer beeindruckt von Ihrer Ehrlichkeit und Ihrem Verzicht auf Schwafelei und falschen Heldentum. - Seite 118

Und es sind E-Mail enthalten, in diesen sich Ruth mit engen Freunden austauscht...

Fazit:

Ein Buch, von/über eine starke Frau, die bis zum allerletzten Augenblick vor Tatkraft gebrannt hat.

Lesenswert!

5. Sterne!


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.04.2021

"Zwischenleben"

Unterwasserflimmern
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Der Roman "Unterwasserflimmern" umfasst ca. 236 Seiten.

Kurzer Plot:

Die anonyme Ich - Erzählerin ist dreißig Jahre alt und arbeitet für ein Magazin. Mit Emil, der zehn Jahre älter ist und als Architekt ...

Der Roman "Unterwasserflimmern" umfasst ca. 236 Seiten.

Kurzer Plot:

Die anonyme Ich - Erzählerin ist dreißig Jahre alt und arbeitet für ein Magazin. Mit Emil, der zehn Jahre älter ist und als Architekt arbeitet, führt sie seit neun Jahren eine Beziehung.

Doch sie hat auch gleichzeitig eine Affäre mit dem verheirateten Familienvater Leo. Für diese Affäre haben sie extra eine Wohnung angemietet, in der sie sich regelmäßig treffen.

In einem gemeinsamen Urlaub mit Emil, verkündet dieser, dass er endlich Vater werden möchte, und sogar schon ein Grundstück für ein gemeinsames Haus gekauft hat.

"Jeden Tag nur das hier. Diese Familie, diese Wohnung, dieses Leben. Jeden Tag."
- Seite 46

Für sie steht fest: Sie will jetzt kein Kind!

"Man glaubt, eine Sekunde hat keine Bedeutung. Aber jede Sekunde kann unsere Welt zum Kippen bringen, denke ich." - Seite 60

Es kommt zum Schreit mit Emil und zur Trennung... mit dem Zug geht es für sie Richtung Meer...

"Salzwasser mit Emil, Salzwasser mit Leo, Salzwasser mit mir." - Seite 82

Neue Begegnungen und Ereignisse stehen an. Kann sie so ihre "Mitte" finden?

Fazit:

Die Autorin erzählt eine kurze Episode im Leben einer jungen Frau, die noch auf der Suche nach sich selbst ist.

Der Erzählstil ist unverblümt und sehr direkt, manchmal auch etwas (zu) vulgär. Gleichzeitig gibt es aber auch sehr bildhafte Beschreibungen und die Erzählung ist mit raffinierten Wortspielen gespickt.

Leider wirkt die Protagonistin ziemlich ziellos, und lässt den Leser mit einigen Fragen zurück.

Für Leser, die den Mut haben, ihre Komfortzone zu verlassen.


3. Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2021

"Leben im Hier und Jetzt"

Sylt auf unserer Haut
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Der Roman "Sylt auf unserer Haut" umfasst ca. 288 Seiten.

Kurzer Plot:

"Gegensätze ziehen sich bekanntlich an - und oft erstmal aus." - Seite 7

Maja und Robert sind seit 26 Jahren verheiratet und haben ...

Der Roman "Sylt auf unserer Haut" umfasst ca. 288 Seiten.

Kurzer Plot:

"Gegensätze ziehen sich bekanntlich an - und oft erstmal aus." - Seite 7

Maja und Robert sind seit 26 Jahren verheiratet und haben zwei erwachsene Kinder.

Robert ist Städtebauarchitekt, und Maja hatte für die Familie ihren Job als Illustratorin an den Nagel gehangen.

Seit Jahren verbringt das Paar ihren Sommerurlaub auf Sylt, und sie sind dabei sehr routiniert.

Leider hatte sich die Routine aber auch schon lange in ihre Ehe geschlichen. Die Anziehung füreinander war die Luft ausgegangen, und Maja fühlte sich nicht mehr wertgeschätzt.

Doch diese Routine wird in diesem Sommerurlaub durchbrochen. Bernd, ein Kollege von Robert, hat die Ferienwohnung nebenan für sich und seine junge Freundin Karin, angemietet.

"Es war das erste Mal, dass sie mit einem anderen Paar ihren unantastbaren Sylter Sommerurlaub verbrachten." - Seite 66

Was für Maja, mit der Zeit, immer mehr zum Glücksfall wird, ist für Robert ein Graus.

Maja findet Bernd nicht nur sympathisch, und verbringt immer mehr Zeit mit ihm. Robert bekommt davon nicht viel mit, da er wie immer mit sich selbst beschäftigt ist, und auch im Urlaub an einem Projekt arbeitet.

"Glücklich zu sein bedeutet nicht zu bekommen, was du willst, sondern zu lieben, was du hast." - Seite 111

Aber ist das noch der richtige Weg für Maja? Oder will sie im "Hier und Jetzt Leben", wie Bernd?

Fazit:

Die Autorin Claudia Thesenfitz hat schon einige "Glücksromane", die auf Sylt spielen, geschrieben.

Auch dieses Buch liest sich wieder locker, leicht und sehr angenehm.

Der Glücksroman zum Wohlfühlen, passt genau in diese Jahreszeit. (Frühling, Sommer)


4. Sterne!


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2021

"Ein Allgemeingut"

Die Erfindung von Alice im Wunderland
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Das Sachbuch "Die Erfindung von Alice im Wunderland - Wie alles begann" umfasst 128 Seiten.

Kurzer Plot:

Charles Lutwidge Dogson, alias Lewis Carroll (sein Künstlername), war 1865 dreiunddreißig Jahre ...

Das Sachbuch "Die Erfindung von Alice im Wunderland - Wie alles begann" umfasst 128 Seiten.

Kurzer Plot:

Charles Lutwidge Dogson, alias Lewis Carroll (sein Künstlername), war 1865 dreiunddreißig Jahre alt und Mathematikdozent in Oxford, als der Londoner Verleger Macmillan sein Buch "Alice im Wunderland" herausbrachte.

Es war das viktorianische Zeitalter, und das Buch von Lewis Carroll unterscheidete sich stark von den meistern Kinderbüchern.

"Es gibt kaum einen Satz, der nicht mehrere Bedeutungen, vielerlei Scherze, verschlüsselte Anspielungen auf intellektuelle, politische und persönliche Dinge transportieren würde."
- Seite 11

Woher nahm Dodgson seine Inspirationen?

1853 begann Dodgson Tagebuch (insgesamt 13 Bände) zu schreiben, verfasste bis zu 2000 Briefe im Jahr, und er liebte die Fotografie und Theaterbesuche.

Alice Liddell (damals 7 Jahre alt), war seine ideale kindliche Freundin. Mit ihr und ihren Schwestern machte Dodgson 1862 einen Bootsausflug, und er erzählte dabei Geschichten. Dodgson wurde gebeten die Erzählungen im Boot aufzuschreiben (Mythos oder Realität!?!) - auf jeden Fall (wurden auch die Geschichten über Alice) "unsterblich"...

"Die Alice - Bücher bestanden in weit stärkerem Maße aus dem Stoff, aus dem sein Geist war, logisch und mathematisch auf der einen Seite und sehr gefühlsbetont auf der anderen." -
Seite 84

Fazit:

Das Sachbuch gibt einen sehr schönen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Alice - Bücher, und wie sie ein Allgemeingut geworden sind.

Es werden einige Buchpassagen analysiert und es gibt viele Hintergrundinformationen.

Außerdem gibt es auch biografische Auszüge aus dem Leben Dodgsons, der die Kinderbuchliteratur revolutioniert hatte.


4. Sterne!












  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2021

"Jetzt ist meine Zeit"

Mama allein zu Haus
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Das Sachbuch "Mama allein zu Haus" umfasst ca. 208 Seiten.

Kurzer Plot:

"Wie viele Seufzer stößt eine Mutter wohl im Laufe ihres Lebens aus?" - Seite 7

Die beiden Autorinnen/Freundinnen Barbara Becker ...

Das Sachbuch "Mama allein zu Haus" umfasst ca. 208 Seiten.

Kurzer Plot:

"Wie viele Seufzer stößt eine Mutter wohl im Laufe ihres Lebens aus?" - Seite 7

Die beiden Autorinnen/Freundinnen Barbara Becker & Christiane Soyke, erzählen in ihrer romanhaften Biografie vom Auszug ihrer Söhne.

Barbara Becker hat ihre beiden Söhne Noah und Elias, als alleinerziehende Mutter, in Miami großgezogen. Christiane Soyke ihren Sohn Nicholas in München.

Die beiden Frauen verbindet nicht nur eine langjährige Freundschaft, sondern befinden sich parallel im Ablösungsprozess zu ihren Kindern...

Abwechselt wird erzählt, wie sie neue Kraftquellen finden, und ganz langsam anfangen, ihr Haus für ihre eigene Bedürfnisse umzugestalten.

"Ich gewöhne mich langsam an einen neuen Rhythmus und genieße diese Freiheiten, die ich als arbeitende Mutter nicht hatte. " - Seite 89
(Christiane Soyke)

"Natürlich vermisse ich meine Kinder noch und das sage ich ihnen auch. Aber ich richte mein Leben nicht mehr komplett nach ihnen aus."
- Seite 157

Fazit:

Der Erzählstil ist angenehm, leicht, humorvoll und wirkt authentisch.

Trotzdem muss man natürlich sagen, dass die beiden Autorinnen ein privilegiertes Leben führen, und es "normale Mütter" im Alltag gewiss schwerer haben und hatten.

Der Ablösungsprozess ist aber gewiss für jedes Mutterherz schwer, und hier kann man auf eine sehr ehrliche Art und Weise erfahren, dass auch Promi-Mütter ihre Schwierigkeiten damit haben.

3. Sterne!










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  • Charaktere