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Veröffentlicht am 09.04.2021

Einige Längen, aber dennoch ein tolles Buch mit vielen Einblicken in die Beziehung von Malec

Das verlorene Buch
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Ich finde es wieder toll, das das Originalcover übernommen wurde! Es passt zu den restlichen Büchern des Schattenjägeruniversums und sieht einfach nur super aus. Zudem trifft es Magnus mit seiner Magie ...

Ich finde es wieder toll, das das Originalcover übernommen wurde! Es passt zu den restlichen Büchern des Schattenjägeruniversums und sieht einfach nur super aus. Zudem trifft es Magnus mit seiner Magie perfekt.

Der Erzählstil ist, wie von der Autorin gewohnt, bildhaft, ausführlich und angenehm zu lesen. Allerdings haben sich manchmal die Dialoge sehr gezogen und waren eher belanglos als wichtig für die Handlung, weshalb mich das manchmal in meinem Lesefluss gestört hat. Geschrieben wurde die Geschichte aus Sicht des auktorialen Erzählers, was mich öfter mal durcheinander gebracht hat, wenn die Szenen gewechselt wurden.




Vorneweg muss ich kurz sagen, was vielleicht verwirrend klingen mag, aber der erste Band und der zweite Band sind jeweils quasi abgeschlossene Geschichten. Was ich damit meine, ist, dass es in dem ersten Buch um die roten Schriftrollen ging und in diesem Buch um das weiße Buch. Im dritten Band geht es wieder um etwas anderes, womit man die Bände sozusagen auch unabhängig voneinander lesen könnte, aws ich euch aber nicht empfehlen kann, da ihr so nämlich die Vorgeschichte von Alec und Magnus verpassen würdet. Zudem spielt Das verlorene Buch ca. ein paar Jahre später als Die roten Schriftrollen, nämlich im Jahre 2010. Ich hoffe, das ich das verständlich für euch erklärt habe.




Das Buch fängt spannend an, da man direkt ins Geschehen geworfen wird und die Geschichte vom ersten Kapitel an spannend ist. Ich habe die Geschichte von Anfang an genossen, da ich das Schattenjägeruniversum und vor allem Alec und Magnus zusammen sehr gerne mag! Allerdings muss ich leider auch sagen, dass es mir hier zu viele Dialoge gab, die eher belanglos waren als das sie der Story bzw. der Handlung etaws beigetragen hätten. Für mich ist der rote Faden zwar nicht verloren gegangen, aber die Dialoge und einige Szenen machten es mir schwer, die Geschichte verfolgen zu wollen. Es wurde langatmig und leider auch langweilig, da oftmals nicht viel passiert ist. Dennoch gab es auch einige momente, die ziemloch spannend waren und wo ich das Buch dann nicht aus den Hädnen legen konnte. Das war aber eher am Anfang und mehr zum Ende hin der Fall. Und wie immer konnte Cassandra Clare mich mit so einigen Plottwists am Ende überraschen!

Gut gefallen hat mir ebenso die Zusammensetzung aus Action, Kämpfen und Romantik. Ich muss einfach mal sagen, dass die Beziehung von Alec und Magnus deutlich im Vordergrund steht, weshalb Action eher Nebensache war, aber gefallen hat mir die Mischung trotzdem. Man erhält als Leser nochmal einen schönen Einblick in die Beziehung und als Fan der beiden ist dies eigentlich perfekt! Es gab lustige, spannende, romantische, aber auch traurige Momente, die mein Herz erwärmt und höher schlagen lassen haben.

Insbesondere die Umsetzung mit dem weißen Buch und die Suche danach im Totenreich hat mir richtig gut gefallen. Magnus Magie wurde düster und atmosphärisch dargestellt, sowie auch wieder die gesamte Welt, was ich besonders mochte. Ich fand die Idee gut umgesetzt, da die Geschichte mit dem Ende des Buches dann auch abgeschlossen war. Somit bin ich gespannt, welchen Gegnern sich Alec und Magnus im nächsten Band stellen müssen. Zu dem Ende muss ich allerdings sagen, dass ich da spannenderes gewöhnt bin. Irgednwie war es nicht halb so imposant und actionreich wie erwartet, auch wenn es nicht unbedingt schnell abgehandelt wurde.

Charaktere:

Alec blüht in der Beziehung mit Magnus total auf. Im ersten Band war er noch sehr schüchtern und jetzt kommt er sehr selbstsicher rüber. Zudem hat er zusammen mit Magnus eine kleine Familie mit Max aufgebaut, worin er sehr aufgeht und sich auch gut um alle kümmert.

Auch Magnus ist wie immer selbstsicher und hat so eine gewisse Art an sich, weswegen man ihn einfach nur mögen kann. Zusammen mit Alec kümmert er sich toll um den kleinen Max un d man spürt beim Lesen, wie die Bindung der beiden immer stärker wird. Es war schön mitanzusehen, wie sich die Charaktere weiterentwickeln.

Auch bekannte Charaktere kommen ab und zu mal zum Vorschein und das hat mir beim Lesen sogar noch besser gefallen. Manchmal vermisse ich Clary, Jace & co. und freue mich immer wieder, wenn sie ein paar Auftritte in anderen Büchern bekommen!

Fazit:

Das verlorene Buch ist wieder einmal eine gelungene Geschichte der Autorin, die vor allem durch die Charaktere ,Alec und Magnus, punkten kann. Zusammen gehen die beiden wieder auf ein spannendes Abenteuer und wachsen noch enger zusammen. Trotz einiger Längen und belangloser Dialoge hat mir die Geschichte gut gefallen und kann sie eingefleischten Fans auf jeden Fall empfehlen. Malec ist es auf jeden Fall wert das Buch zu lesen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2021

Guter Abschluss der Reihe, aber wenig imposant

Lodernde Schwingen
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Schon der zweite Teil der Reihe fand ich schlechter als den ersten Band. Die Protagonistin Alina wurde immer mehr zu einer Memme und hat dauert nur geheult oder gemeckert. Zudem konnte ich bis jetzt nicht ...

Schon der zweite Teil der Reihe fand ich schlechter als den ersten Band. Die Protagonistin Alina wurde immer mehr zu einer Memme und hat dauert nur geheult oder gemeckert. Zudem konnte ich bis jetzt nicht nachvollziehen, wem sie hinterher eifert, bzw. zu wem sie sich hingezogen fühlt. Das war einfach immer nur ein Hin und Her.

Der Erzählstil sagt mir auch im dritten Band immer noch nicht zu, da er viel zu einfach ist und nur das nötigste wiedergibt. Er ist absolut nichts besonderes und passt, wie ich finde, nicht so dieser Geschichte. Es wurde viel Potenzial verschenkt, aber das liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Reihe die ersten Bücher der Autorin sind und sich der Schreibstil erst noch enfalten muss. So ist er nämlich in das Lied der Krähen und in der Geschichte ünber Nikolai um einiges spannender, komplexer und bildhafter.
Auch im Finale ist wenig passiert und der Mittelteil war sehr langatmig. Der Anfang und das Ende waren meiner Meinung nach besser.
Das Ende an sich war mir viel zu kurz und wenig imposant, konnte mich aber zufrieden stellen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2021

Viele Parallelen zu den anderen Büchern und dahinplätschernde Story

Durch die kälteste Nacht
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Das Cover ist mal wieder ein absoluter Eyecatcher und sieht wunderschön aus, auch wenn es im Gegensatz zu den anderen Büchern der Autorin eher dunkel gehalten ist.

Auch der Schreibstil ist wie gewohnt ...

Das Cover ist mal wieder ein absoluter Eyecatcher und sieht wunderschön aus, auch wenn es im Gegensatz zu den anderen Büchern der Autorin eher dunkel gehalten ist.

Auch der Schreibstil ist wie gewohnt sehr angenehm und locker, aber vor allem auch fesselnd und emotional. Brittainy schafft es immer wieder, mich mit ihren Worten an die Geschichte zu fesseln. Die Kapitel werden immer mal wieder abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten Kennedy und Jax geschrieben, was mir als Leser einen besonders guten Einblick in die Gefühlswelten beiden Figuren gegeben hat. Zwischendurch gibt es auch mal ein paar Kapitel, die von Jax und Kennedy im Alter von 11 bis 13 erzählt wurden, was mir gut gefallen hat. So konnte man sie nochmal als Kinder kennen lernen.

Gleich zu Beginn des Buches lernt man Kennedy kennen, was ihr widerfahren ist und warum sie so gebrochen ist. Wie immer bei Brittainys Büchern kommt man hier schon sehr den Tränen nahe, da es einfach herzzerreißend und traurig ist. Es ist vom ersten kapitel an mitreißend und fesselnd, wenn auch sehr emotional. Allerdings muss ich zugeben, dass mir die Geschichte von Kennedy nicht so unter die Haut gegangen ist, wie sonst andere Geschichten der Autorin. Das lag höchstwahrscheinlich daran, dass ich mit der Protagonistin am Anfang nicht so warm geworden bin und mich wenig mit ihr identifizieren konnte.

Jedenfalls empfand ich die Geschichte leider eher als langatmig und mir kam es so vor, als wäre sie nur dahingeplätschert, als das wirklich was Interessantes passiert ist. Für mich ist der Funke in der ersten Hälfte nicht übergesprungen und erst danach fand ich, dass die Geschichte spannender wurde. Allerdings gab es für mich zwischendurch auch mal Momente, wo ich sehr gelacht und geweint habe. Ich mochte das Kleinstadt-Feeling eigentlich sehr gerne, aber auch hier hatte ich ein wenig das Gefühl, dass den Protagonisten unnötig viele Steine in den Weg gelegt wurden. Es kam für mich einfach zu gezwungen rüber.

Zudem möchte ich auch einmal noch kurz anmerken, dass ich davor Wie die Ruhe vor dem Sturm und Wie die Stille vor dem Fall von der Autorin gelesen habe und diese Bücher für mich Highlights waren. Vermutlich habe ich die Grenze für meine Erwartungen zu weit nach oben gesetzt, weshalb Durch die kälteste Nacht nicht mit den beiden Büchern mithalten konnte. Hinzu komnmt auch noch, dass sich die Geschichte an vielen Stellen in ihren Elementen mit anderen Büchern von Brittainy geglichen hat. Es gab mir zu viele Parallelen, die mir beim Lesen immer wieder aufgefallen sind, weshalb mir die Geschichte noicht so sehr gefallen hat.

Die Liebesgeschichte an sich fand ich eigentlich ganz schön, aber auch sie wirkte mir zu gezwungen. Die Protagonisten kennen sich, seit sie elf sind und haben sich anscheinend damals schon gut leiden können, aber plötzlich entwickelt sich da so schnell Liebe draus, als sie sich in dem kleinen Örtchen nach vielen Jahren wiedertreffen. Die Rückblicke waren gut, aber nicht ausreichend genug, um die Liebe der beiden richtig nachvollziehen zu können. Da muss ich auch sagen, dass ich dann lieber ihre Bücher lese, wo erst der Abschnitt mit der Vergangenheit kommt, wo die Protagonisten noch Kinder sind und danach dann als Erwachsene, als alles durcheinander, da ich so keinen Bezug zu den Figuren aufbauen kann.

Bei dem Ende bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits empfand ich es als einen würdigen Abschluss für die Geschichte, aber andererseits finde ich Zeitsprünge nach dem Epilog, wo dann nochmal Jahre danach erzählt wird, immer etwas doof. Warum kann man es nicht bei dem hier und jetzt belassen und muss nochmal weiter in die Zukunft gehen. Ich denke, für Kennedy war es ein guter Abschluss, aber an sich fand ich es etwas zu kitschig.

Ich denke aber, dass virelen Fans von Brittainy auch dieses Buch wieder gefallen wird, da es wie immer tiefgründig, emotional und ein tolles Setting hat. Deshalb denke ich, dass ich mit meiner Meinung etwas herrausstechen werde, aber die Geschichte muss ja auch nicht jedem zu 100% zusagen.

Noch eine kurze Anmerkung: Die Triggerwarnung am Anfang war wieder sehr gut angebracht, da die hier behandelten Themen wirklich sehr ernst sind, aber meiner Meinung nach gut umgestezt wurden. Sie sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, aber gerade deshalb fand ich es gut, wie Brittainy damit umgegangen ist und diese Themen behandelt hat.

Charaktere:

Zu beginn war mir Kennedy leider nicht sympathisch, auch wenn ich es gut verstehen konnte, warum sie so gebrochen und verletzt ist. Trotzdem konnte ich nicht mit ihr sympathisieren, da sie die ganze Zeit über wie ein Elendshäufchen dastand und sehr naiv war. Nach der ersten Hälfte wurde ich dann etwas wärmer mit ihr, da sie endlich stärker wurde und auch zu sich stehen konnte.

Auch Jax fand ich anfangs leider sehr unsympathisch, weil er sich wie der letzte Idiot verhalten hat. Total unfreundlich, rum gemeckert bis zum geht nicht mehr, obwohl es keinen guten Grund gab. Auch wenn er eher der zurückhaltemde Typ Mann ist, fand ich es einfach nicht richtig, wie er sich verhalten hat. Ich konnte ebenfalls erst gegen Ende des Buches mit ihm sympathisieren, da man auch erst gegen Ende des Buches erfährt, warum er sich überhaupt so verhält. Mich hat es ehrlich gesagt nicht gewundert, warum die Stadt schlecht über ihn redet, auch wenn er viele gute Taten vollbracht hat. Das war etwas gegensätzlich im Buch dargestellt, aber am Ende mochte ich ihn dann doch noch etwas mehr.

Zusammen harmoniert haben die Protagonisten meiner Meinung nach nicht wirklich. Sie waren einfach viel zu unterschiedlich, auch wenn sich Gegensätze bekanntlich anziehen. Aber ich konnte einfach keine Bindung zu den beiden und ihrer Beziehung bzw. Liebesgeschichte aufbauen, damir die Tiefe und Gefühle gefehlt haben. Zwischendurch hatte ich auch mal das Gefühl, dass die Autorin dies extra so wirken lassen hat, aber genau deshalb konnte mich die Liebesgeschichte nicht so richtig von sich überzeugen. Ich denke, wenn die Erzählweise anders gewesen wäre, bzw. die Abschnitte anders erzählt worden wären, hätte ich eine bessere Verbindung zu den Figuren gehabt.

Fazit:

Ich möchte die Liebesgeschichte auf keine Fall schlecht reden, da Brittainy eigentlich für mich die Queen of New Adult ist, aber diesmal ist der Funke einfach nicht übergesprungen, was mich selbst auch ein wenig traurig macht. Wahrscheinlich waren meine Erwartungen nach Wie die Ruhe vor dem Sturm zu hoch gesetzt. Die Story ist leider eher vor sich hingeplätschert, als das irgendwas spannendes oder relevantes passiert ist und auch zu den Charakteren konnte ich keine Verbindung aufbauen. Die Gefühle bei der Liebesgeschichte waren für mich nicht wirklich greifbar, aber trotzdem war das Buch emotional und traurig an vielen Stellen. Insgesamt gab es mir auch zu viele Parallelen zu ihren anderen Büchern, weswegen mich das Buch nicht ganz vom Hocker reißen und mich von sich überzeugen konnte. Aber ich denke, dass es den meisten unter euch trotzdem gefallen könnte. Nur eben mir hat es weniger gefallen und ist bis jetzt das schlechteste Buch der Autorin. Ich habe aber Hoffnung, dass mir die anderen Teile der Reihe besser gefallen werden!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2021

Enttäuscht...

Unchained
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Das Cover finde ich tatsächlich sehr schön gestaltet mit den Blumen und dem Flügel, was ein wenig auf die Story hindeutet. In Wirklichkeit ist es aber noch viel schöner, da es schimmert. Ein totaler Hingucker.

Der ...

Das Cover finde ich tatsächlich sehr schön gestaltet mit den Blumen und dem Flügel, was ein wenig auf die Story hindeutet. In Wirklichkeit ist es aber noch viel schöner, da es schimmert. Ein totaler Hingucker.

Der Schreibstil ist eher gesagt etwas anders als gewohnt von der Autorin. Ich habe bereits unzählige Bücher von ihr gelesen, also von Obsidian über Dark Elements bis hin zu Frigid und Scorched und was es sonst noch für Jugendbücher von ihr gibt. Diesmal wird die Geschichte aus der Er/Sie Perspektive erzählt, was ich aus den anderen Reihen nicht so kenne, aber ich hatte keinerlei Probleme der Geschichte zu folgen, da der Erzählstil sehr locker und angenehm, aber leider auch oberflächlich war.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Man lernt Lily als Dämonenjägerin kennen und wird quasi mitten in die Geschichte geworfen. Am Anfang geschieht auch schon direkt was Spannendes, sodass ich ab da nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Allerdings plätscherte die Handlung von da aus nur noch vor sich hin. Ich habe keinen roten Faden in der Geschichte gesehen und Eindruck hinterlassen konnte die Geschichte auch eher weniger als erwartet.

Tatsächlich habe ich mehr erwartet, das dies ein Jugendbuch ist, als eine Geschichte, die eigentlich schon fast einem Porno gleicht. Ohne die Autorin angreifen zu wollen, muss ich aber sagen, dass ich absolut was anderes gewohnt bin und auch was völlig anderes erwartet habe von der Geschichte.

Ich habe mich auf eine richtig coole Dämonengeschichte gefreut, wie man sie z.B. von Dark Elements kennt. Aber ehrlich gesagt ist in diesem Buch, außer ein paar Kämpfen zwischen Gut und Böse, fast nichts passiert. Die schreckliche Wendung, die im Klappentext schon angedeutet wird, passiert erst nach der Hälfte des Buches, womit ich eigentlich schon am Anfang gerechnet habe. Stattdessen passiert bis dahin nichts, außer Sex, Blowjobs und andere Dinge dieser Art. Der Fokus liegt hier nicht auf der Dämonenjagd, sondern auf der Beziehung zwischen Lily und Julian, die total absurd war. Julian hat Lily von Anfang an gestalkt und dies auch zugegeben(!) und gestört hat es Lily nicht einmal eine Sekunde, weil sie anscheinend zu versessen darauf war, ihre Jungfräulichkeit nicht zu verlieren, aber gleichzeitig schmutzige Dinge mit Julian zu machen, was sich von Anfang an schon widersprochen hat, meiner Meinung nach. 

Es tut mir leid, wenn das jetzt ein bisschen ausartet, aber so länger ich über das Buch nachdenke, desto mehr negative Sachen fallen mir ein. Jedenfalls stand die Jungfräulichkeit von Lily von Anfang an im Fokus, auch für sie selbst, da sie diese nicht einfach aufgeben wollte. Aber zack, läuft Julian als ein gefallener Engel daher, löst sich ihr Gedanke in Luft auf und sie würde den Kerl am liebsten nur noch anspringen. Also bitte, so eine doofe und naive Protagonistin habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Hinzu kommt auch noch, dass Julian sie immer zu Sachen gedrängt hat, die sie nicht wollte und auch immer nein gesagt hat, aber trotzdem hat er immer weitergemacht. Das grenzt für mich schon an sexuelle Belästigung an, weswegen ich da einfach nicht durchgeblickt habe, was Lily an Julian so toll findet. Das ist ein ganz großer Minuspunkt für mich und ich finde es auch ganz schlimm, das dies hier als nicht schlimm thematisiert wird. Das ist für mich einfach nicht in Ordnung und hat die ganze Story für mich in ein schlechtes Licht gezogen... Aber wenn ihr sowas mögt, könnt ihr das Buch gerne lesen, andernfalls kann ich das Buch ehrlich gesagt nicht empfehlen. 

Ja... hinzu kommt noch, dass es bis zum Ende nicht besser, bzw. spannender wird, da die Story wirklich nur vor sich hinplätschert. Das Ende an sich ist dafür auch sehr vorhersehbar und hat mich nicht wirklich überrascht.

Trotz der vielen negativen Punkten hab ich das Buch innerhalb zwei Tagen beendet, aber auch nur, weil ich wissen wollte, wann Lily denn endlich mal als Verräterin abgestempelt wird und was Schreckliches passiert. Ich kann euch auf jeden Fall sagen, dass es einfach fast gar nicht thematisiert wird, weil der Fokus eigentlich nur auf dem Sex liegt. 

Soviel dazu. Jetzt möchte ich aber noch einmal was zu dem sagen, was ich vorneweg schon angedeutet habe. Eigentlich ist Jennifer meine Lieblingsautorin, vor allem weil ich Dark Elements, Götterleuchten und die Lux-Reihe liebe, aber dies Buch war für mich Enttäuschung pur. Ob es daran liegt, dass ich ein Jugendbuch erwartet habe und eine coole Dämonenstory? Ich denke zu 75% schon. Andererseits waren die Charaktere und die Story einfach nur oberflächlich und in meinen Augen einfach nicht gut ausgearbeitet. Ich finde, und das habe ich auch schon bei Cursed gemerkt, dass die Autorin einfach nicht so gut Einzelbände schreiben kann wie Reihen. In Cursed und Unchained waren Charaktere, sowie Die Handlung sehr oberflächlich und nicht gut ausgearbeitet. Ich hab hier das Potenzial gesehen, aber es wurde nicht ausgenutzt. Wenn Unchained wenigstens eine Dilogie gewesen wäre, glaube ich, hätte mir die Story und die Beziehung der beiden Protagonisten Julian und Lily um einiges besser gefallen.

Nochmal kurz zu den Charakteren: Lily war für mich naiv, kontrollierbar und nicht sympathisch. Auch Julian war von Anfang an ein Stalker in meinen Augen und wollte Lily nur kontrollieren, weswegen das für mich einfach kein gute und glaubwürdige Liebesgeschichte zwischen den beiden war.

Als ich das Buch beendet habe, war ich noch ganz gut mit den Charakteren, aber so länger ich darüber nachgedacht und mir eine endgültige Meinung gebildet habe, desto mehr negative Sachen sind mir aufgefallen. 

Mich hat bisher kein Buch der Autorin so enttäuscht wie dieses hier. 

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2021

kitschig, süß und unterhaltsam, aber kein Highlight

Sweet at heart
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Bereits der erste Teil der Reihe hat mir gut gefallen. Die Geschichte rund um die Stadt und die Charaktere in Honey-Springs ist zwar ziemlich kitschig, aber genau das braucht man zwischendurch manchmal, ...

Bereits der erste Teil der Reihe hat mir gut gefallen. Die Geschichte rund um die Stadt und die Charaktere in Honey-Springs ist zwar ziemlich kitschig, aber genau das braucht man zwischendurch manchmal, um ein bisschen Abwechslung zu bekommen.

"Sweet at heart" hat, auch wie der erste Teil, ein schönes Cover, das perfekt zum Frühling, sowie zu der Kleinstadt Honey-Springs passt.

Mir fiel der Einstieg in das Buch sehr leicht, da ich die Charaktere bereits aus dem ersten Band kannte und diese dort auch schon den einen oder anderen Auftritt hatten. Der Erzählstil ist angenehm, locker und sehr einfach gehalten. Dadurch bin ich auch schnell von Seite zu Seite geflogen, wodurch ich das Buch an einem Stück durchgelesen habe. 

Die Geschichte ist von Anfang an unterhaltsam, fesseln und vor allem kitschig. Die Bewohner sind lustig, offen und kennen sich alle untereinander, wodurch sich der neuste Tratsch innerhalb von Minuten verbreitet. Auch die Katze Belle spielt wieder eine große Rolle als Verkupplerin, was mir viele Lacher bescheren konnte. 

Die ersten 150 Seiten ging es nicht um die Beziehung zwischen den Protagonisten Madison und Patrick, sondern schon eher um den Wettbewerb, den die beiden untereinander veranstaltet haben. Immer wieder streiten sie sich und können sich aufs Blut nicht ausstehen. Leider war das schon ein anstrengendes und langatmiges Hin und Her, da fast nichts anderes passiert ist. Ich hab erst ab der zweiten Hälfte so wirklich gespürt, das sich die Protagonisten annähern, was in meinen Augen zu gewollt rüberkam. Es ist zwar eine süße und kitschige Enemies-to-Lovers Geschichte, aber so wirklich gespürt habe ich die Gefühle nicht, auch wenn der Fokus ab der zweiten Hälfte dann darauf lag. Es wirkte schon eher oberflächlich, was mich auch schon im ersten Band gestört bzw. nicht gefallen hat. Trotzdem gab es dann auch mal eine romantische Szene zwischen den Protagonisten, worauf ich das ganze Buch lang hin gefiebert habe und letztendlich hat sich mein Wunsch auch erfüllt. So gab es dann wenigstens gegen Ende noch ein paar mehr Gefühle, die für mich greifbarer waren als der Rest der Geschichte.

Gefallen hat mir auch, dass auch die Bienen wieder einen Großteil der Geschichte ausgemacht haben. Entweder gibt es Veranstaltungen oder man kommt mit den Bienen direkt in Verbindung. Zudem trifft man als Leser die Protagonisten aus Band 1 wieder, was ich toll fand. 

Das Ende an sich ging mir viel zu schnell bzw. wurde zu schnell abgehandelt und war sehr vorhersehbar, aber unterhalten konnte es mich trotzdem. 

Das Buch eignet sich perfekt für die Ferien, für gutes Wetter und zum Abschalten, weil man die Story einfach mal genießen kann, ohne groß den Kopf anstrengen zu müssen!

Charaktere:

Madison war mir leider nicht direkt sympathisch, da sie mich anfangs etwas genervt hat. Alles weiß sie besser oder muss es besser machen. Aber nach ein paar Kapiteln wurde ich dann mit ihr warm. Madison ist wirklich sehr zielstrebig und ehrgeizig und gibt nicht so schnell auf, wie andere Leute es von ihr denken würden, was mir an ihr sehr gefallen hat. 

Patrick hingegen fand ich zu Anfang schon sympathisch, da er sich nie so wirklich an den Meinungen anderer Leute gestört hat, und vor allem nicht die von Madison. Er ist ebenso ehrgeizig wie Madison und hilfsbereit, was man nicht von ihm erwarten würde, wenn man das Buch liest. 

Als Protagonisten haben mir die beiden gut gefallen, auch wenn ich die Gefühle nicht wirklich spüren konnte, bzw. erst gegen Ende des Buches.

Fazit:

Für mich ist "Sweet at heart" eine süße, kitschige und unterhaltsame Romanze, die in einer Kleinstadt namens "Honey-Springs" spielt. Das Buch ist perfekt für zwischendurch, für die Ferien und zum Abschalten, da man sich mal richtig entspannen kann beim Lesen, ohne groß den Kopf anstrengen zu müssen. Die Gefühle sind für mich leider nicht richtig rübergekommen und auch die Protagonistin hat mir am Anfang etwas Schwierigkeiten bereitet. Trotzdem hab ich das Buch an einem Stück durchgelesen, da es mich fesseln konnte und ich immer wissen wollte, wie es weiter geht. Trotz einiger Schwachstellen hat mir das Buch gut gefallen. Sogar das Kleinstadt-Feeling ist bei mir gut angekommen.

Fans von kitschigen Kleinstadtromanzen kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. Aber ich denke, das das Buch nicht jeden ansprechen wird.

4/5⭐

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere