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Veröffentlicht am 29.10.2016

Kommt die Wahrheit ans Licht?

Loney
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In Andrew Michael Hurleys stark beachtetem, mehrfach ausgezeichnetem Debütroman geht es um eine 30 Jahre und teilweise noch länger zurückliegende Geschichte, die Ich-Erzähler “Tonto“, dessen Vornamen der ...

In Andrew Michael Hurleys stark beachtetem, mehrfach ausgezeichnetem Debütroman geht es um eine 30 Jahre und teilweise noch länger zurückliegende Geschichte, die Ich-Erzähler “Tonto“, dessen Vornamen der Leser nie erfährt, in langen Rückblenden erzählt.
Nach schweren Herbststürmen, die einen Erdrutsch auslösen, wird am Fuß der Klippen auf Coldbarrow im Nordwesten Englands die Leiche eines Babys gefunden. Der Erzähler hat immer versucht, die damaligen Ereignisse zu vergessen und gehofft, dass sie niemals ans Licht kommen würden. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen älteren Bruder Andrew Smith, genannt Hanny zu schützen und zwar so übertrieben, dass er sich seit längerer Zeit in Therapie befindet. Was ist damals geschehen?
Jahrelang nahm die Familie Smith mit anderen Mitgliedern der Gemeinde St. Jude´s in London in der Karwoche an religiösen Freizeiten zusammen mit dem Gemeindepfarrer Father Wilfred teil, bis dieser Brauch aus verschiedenen Gründen für einige Jahre ruhte. Nachdem der Pfarrer plötzlich und unter mysteriösen Umständen verstorben war, wollten einige Mitglieder der Gemeinde, allen voran Mrs Smith, die Pilgerreisen wieder aufnehmen und an den alten Ort zurückkehren. Die Mutter der Jungen praktiziert einen extremen fanatischen Katholizismus, der sie Father Bernard, den neuen umgänglichen und weltgewandten Priester, ablehnen lässt. In ihren Augen kann er dem verstorbenen Father Wilfred, der Hölle und Verdammnis predigte und seine Ministranten sadistisch bestrafte, nicht das Wasser reichen.
Die Gruppe mietet ein baufälliges altes Haus namens Moorings in dem The Looney genannten Gebiet zwischen zwei Flussmündungen. Es ist eine gefährliche Gegend, denn die unkalkulierbaren Gezeitenwechsel haben schon viele Menschen das Leben gekostet. Höhepunkt der Pilgerfahrt ist der Aufstieg zum Schrein der Heiligen Anna, wo die Gruppe um die Heilung von Tontos älterem Bruder Hanny beten will. Ein Wunder soll ihn von seiner Stummheit heilen. Das Wunder bleibt aus. Dafür erleben die Jungen verstörende Dinge in Thessaly auf der vorgelagerten Insel Coldbarrow, wo sie auf merkwürdige Menschen treffen. Nicht nur hier praktizieren Einheimische heidnische Rituale. Es passieren rätselhafte und übernatürliche Dinge: ein Busch blüht zur Unzeit, es geschehen Wunderheilungen, Mitglieder der Gruppe finden einen die Kreuzigung Christi parodierenden Totempfahl .
Der Autor malt eine Wortkulisse, beschreibt die wilde Schönheit der Landschaft und schafft eine Atmosphäre des Unheimlichen, Bedrohlichen. Hurleys Roman gehört in die Tradition der Gothic Novel, des Schauerromans, der seine Blütezeit in der zweiten Hälfte des 18. Und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte, aber der Autor setzt die Elemente des Genres sparsam und unaufdringlich ein. Am Ende gibt es nicht für alles eine eindeutige Erklärung. Entscheidend ist, dass die damaligen Ereignisse die Betroffenen, vor allem die beiden Jungen, für immer verändert haben.
Der Roman behandelt neben der Familiengeschichte eine Vielzahl von Themen: alle Aspekte des Glaubens inklusive religiösem Fanatismus und Aberglauben sowie Verlust desselben, Schuld und Vergebung. Es passiert nicht viel, und der Roman hat durchaus einige Längen, aber die atmosphärische Dichte und die für einen Debütroman erstaunliche sprachliche Qualität sind beeindruckend. Anders als alles, was man so kennt, aber durchaus empfehlenswert.

Veröffentlicht am 29.10.2016

Leben und Sterben im rechtsfreien Raum

Gebete für die Vermissten
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In Jennifer Clements Roman “Gebete für die Verstorbenen“ berichtet die 14jährige Ich-Erzählerin Ladydi Garcia Martinez aus ihrem Leben in einem Dorf auf einem Berg in der Provinz Guerrero, ...

In Jennifer Clements Roman “Gebete für die Verstorbenen“ berichtet die 14jährige Ich-Erzählerin Ladydi Garcia Martinez aus ihrem Leben in einem Dorf auf einem Berg in der Provinz Guerrero, die als die gefährlichste in Mexiko gilt. In diesem Dorf leben nur Frauen, denn die Männer sind entweder auf der Suche nach Arbeit in die USA gegangen oder längst tot. In diesem Dorf werden nur Jungen geboren. Auch Ladydis Mutter Rita nennt ihre Tochter “Junge“ , kleidet sie als Junge und lässt sie bewusst hässlich aussehen, damit sie nicht von den Drogenbossen und ihren Helfern geraubt wird. Die Frauen haben in ihren Gärten sogar Erdlöcher gegraben, in denen sich die Mädchen verstecken, wenn sie die schwarzen Limousinen der Drogenbarone den Berg hinauffahren hören. Ladydis beste Freundin Paula, das schönste Mädchen der Gegend, entgeht ihrem Schicksal nicht. Sie wird entführt, und als sie wider Erwarten nach einem Jahr zurückkommt, ist sie physisch und psychisch für immer gezeichnet. Für Ladydi scheint sich eine Zukunftsperspektive zu eröffnen, als sie einen Job als Hausmädchen in Acapulco angeboten bekommt. Ihr Cousin bringt sie in das Haus der abwesenden reichen Familie, lässt sie jedoch unterwegs im Auto warten, um noch etwas zu erledigen. Wie sich später zeigt, hat er in einem Haus mehrere Morde begangen. Da er Ladydi als Entlastungszeugin nennt und bei ihr ein Päckchen mit Drogen versteckt, wird sie in diese üble Geschichte hineingezogen und kommt ins Frauengefängnis in Mexico City.
Jennifer Clement zeigt, dass ein Menschenleben, vor allem ein Frauenleben, nicht viel zählt in Mexiko. Schöne Mädchen leben hier gefährlich. Sie werden entführt, missbraucht, weitergereicht, an Bordelle verkauft und sind letztlich eine lohnendere Ware als Drogen, die man nur einmal verkaufen kann. Niemand interessiert sich für das Schicksal von Hunderttausenden, die für immer verschwinden oder irgendwann verstümmelt und ermordet wieder auftauchen wie vor zwei Jahrzehnten im berüchtigten Ciudad Juarez. Korruption reicht in die höchsten Ränge von Polizei und Regierung. Die Kartelle haben das Sagen im Land.
Die Autorin hat den größten Teil ihres Lebens in Mexiko gelebt. Sie hat über zehn Jahre lang recherchiert und Hunderte von Frauen interviewt. Ihr enormes Faktenwissen präsentiert sie als Fiktion – alles andere wäre zu gefährlich gewesen für die Betroffenen und für sie selbst. Entstanden ist ein gut lesbarer berührender Roman, in dem es nicht nur immer wieder Beispiele für die alltägliche Gewalt, sondern auch für den Mut, die Widerstandskraft und Solidarität der Frauen gibt sowie heitere Episoden und Humor. Mir gefällt die lakonische, teilweise aber auch ausgesprochen poetische Sprache. Man kann nur hoffen, dass sich der Wunsch der Autorin erfüllt, die fest daran glaubt, dass Literatur die Welt verändern kann. Ein außergewöhnliches Buch.

Veröffentlicht am 29.10.2016

Lebensmüde

Ein Mann namens Ove
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Ove ist 59 Jahre alt, seit einigen Monaten Witwer und neuerdings in den Vorruhestand abgeschoben. Seit seine geliebte Frau Sonja gestorben ist, hat er jeden Lebenswillen verloren. Ein griesgrämiger Pedant ...

Ove ist 59 Jahre alt, seit einigen Monaten Witwer und neuerdings in den Vorruhestand abgeschoben. Seit seine geliebte Frau Sonja gestorben ist, hat er jeden Lebenswillen verloren. Ein griesgrämiger Pedant war er immer schon, aber nun sieht er keinen Sinn mehr in seinen täglichen Kontrollgängen durch die Siedlung, bei denen er Falschparker aufschreibt und kontrolliert, ob die Bewohner ihren Müll korrekt trennen. Der größte Regelverstoß ist allerdings das Befahren der Siedlung mit dem Auto. Ove legt sich mit jedem an, gern auch mit den Behörden. Ordnung muss schließlich sein, eine strikt eingehaltene tägliche Routine auch, aber was soll ein eigenbrötlerischer einsamer Mann noch tun, wenn die Routine auf die radikalste nur denkbare Weise durchbrochen wird: den Verlust des Liebsten, das er auf der Welt hatte? Also beschließt er, sein Leben zu beenden und kündigt Sonja in der täglichen Zwiesprache am Grab an, dass er bald kommen wird.
Abwechselnd wird in ausführlichen Rückblenden von einem allwissenden Erzähler aus Oves Perspektive die Geschichte seines Lebens im Wechsel mit diversen Versuchen, Selbstmord zu begehen erzählt. Ove wählt verschiedene Todesarten, aber jedes Mal wird er im letzten Moment an der Ausführung gehindert, meist von der neuen Nachbarin Parvaneh, die sehr nachdrücklich seine Hilfe einfordert. Sie ist mit ihrem trotteligen Ehemann Patrick und den beiden Töchtern in das Nachbarhaus gezogen. Ihre erste Begegnung lässt sich nicht gut an. Bei dem Versuch, seinen japanischen Wagen mit Anhänger rückwärts einzuparken, ist Patrick an der Wand entlang geschrammt, bei einem weiteren Versuch demoliert er den Briefkasten, aber man kommt sich allmählich näher. Immer wieder muss Ove anderen helfen, sogar einer streunenden, fast erfrorenen Katze, die beschließt, bei ihm zu leben.
Es kommt, wie es kommen muss. Parvaneh führt Ove allmählich ins Leben zurück, lässt das Raubein seine menschliche, mitfühlende Seite entdecken. Im Zuge dieser Entwicklung wachsen die Menschen der Siedlung zu einer Gemeinschaft zusammen, in der man sich hilft, wenn Not am Mann ist.
Die Geschichte ist sehr berührend, aber auch ungeheuer witzig erzählt, was man nicht erwarten würde, denn Verlust, Trauer und Selbstmord sind so lustige Themen nun auch wieder nicht. Der Autor schreibt nicht nur die Geschichte einer großen Liebe, sondern zeigt auch, dass nur die Hinwendung zum Mitmenschen uns vor Einsamkeit und Verzweiflung rettet. Ein sehr schöner Roman, in dem es vor allem in der zweiten Hälfte gewaltig menschelt.

Veröffentlicht am 28.10.2016

Wer eine solche Freundin hat, braucht keine Feinde

Nach einer wahren Geschichte
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In ihrem neuen Roman “Nach einer wahren Geschichte“ (Originaltitel: “D´après une histoire vraie“) beschreibt Delphine de Vigan eine ungewöhnliche Frauenfreundschaft. Ich-Erzählerin Delphine hat eine ...

In ihrem neuen Roman “Nach einer wahren Geschichte“ (Originaltitel: “D´après une histoire vraie“) beschreibt Delphine de Vigan eine ungewöhnliche Frauenfreundschaft. Ich-Erzählerin Delphine hat eine Signierstunde für ihr letztes überaus erfolgreiches Buch hinter sich, als sie bei einer privaten Party L. kennenlernt. L. ist ebenfalls Autorin, schreibt als Ghostwriterin Biografien bekannter Persönlichkeiten. Die beiden Frauen sind sich sofort sympathisch. Sie kommen sich schnell näher, und L. dringt zunehmend in das Leben der Autorin ein, die unter einer so extremen Schreibblockade leidet, dass sie schließlich nicht einmal mehr einen Stift halten oder vor dem Computer sitzen kann L. macht sich unentbehrlich, erledigt die gesamte berufliche und private Korrespondenz und lebt schließlich mit Delphine zusammen, die kaum noch Kontakt zur Außenwelt hat. Im Haus von Delphines Freund Francois in der Provinz eskalieren die Dinge. Delphine ist sich inzwischen bewusst, dass L. komplett die Macht über ihr Leben hat und entwickelt starke Ängste.
In zahlreichen Gesprächen diskutieren die Freundinnen über Literatur. L. drängt Delphine immer wieder, keine erfundene, sondern eine wahre Geschichte zu schreiben, weil die Leser nach ihrem autobiografischen Roman über ihre Familie angeblich nur Wahrheit von ihr erwarten. Sie soll den in ihr verborgenen Roman schreiben, dabei ihr Innerstes nach außen kehren. Wie ein roter Faden ziehen sich die Gespräche über Wahrheit und Fiktion durch das Buch, und die Protagonistin wird dabei zum Sprachrohr der Autorin. Auch der Leser fragt sich zunehmend, wie wahr diese Geschichte tatsächlich ist. Die Position der realen und der fiktiven Delphine ist dabei folgende: eine exakte Trennung von Wahrheit und Fiktion ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Eine auf einer realen Begebenheit beruhende Geschichte wird von einem Autor erzählt, der Material auswählt, zusammenfasst, ausschmückt, interpretiert. Das Ergebnis ist eine Fiktion. Aber auch eine sogenannte reine Fiktion enthält Anteile von Wahrheit, denn der Autor lässt seine eigene Persönlichkeit, das von ihm Erlebte und Erfahrene einfließen.
Delphine de Vigan hat einen spannenden Psychothriller geschrieben, der einen regelrechten Sog entwickelt. Das funktioniert auf der Handlungsebene- welche Gefahr geht von der namenlosen L. (=“Elle“, eine Doppeldeutigkeit, die im Deutschen verloren geht) für Delphine aus? – und in Bezug auf die zentrale Thematik. Besonders raffiniert ist die Einbeziehung nachprüfbarer Fakten aus Delphine de Vigans Leben: ihre Beziehung zu Literaturkritiker Francois, ihre Familiengeschichte einschließlich des Suizids der Mutter, ihre veröffentlichten Romane usw. Hieraus könnte der Leser schließen, dass all dies der Autorin tatsächlich widerfahren ist, aber ist es das wirklich?
Ich bin schon länger ein Fan von Delphine de Vigan und finde auch den neuen Roman ganz hervorragend. Er ist ein fesselndes Verwirrspiel von außerordentlicher sprachlicher Qualität.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Geschichte einer Verführung

The Girls
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Im Jahr 1969 ist Evie Boyd 14 Jahre alt. Ein langer ereignisloser Sommer scheint vor ihr zu liegen, bevor sie im neuen Schuljahr ein Internat besuchen wird. Doch tatsächlich wird nach diesen drei Monaten ...

Im Jahr 1969 ist Evie Boyd 14 Jahre alt. Ein langer ereignisloser Sommer scheint vor ihr zu liegen, bevor sie im neuen Schuljahr ein Internat besuchen wird. Doch tatsächlich wird nach diesen drei Monaten nichts mehr so sein, wie es war. Evie durchlebt eine schwierige Phase. Sie ist einsam und unglücklich. Ihre Eltern sind frisch geschieden und haben mit sich selbst zu tun. Evie sehnt sich nach Aufmerksamkeit und Liebe, will irgendwo dazugehören. Da sieht sie Tages in einem Park eine Gruppe junger Mädchen in schmutzigen alten Kleidern und mit ungepflegten Haaren. Evie ist fasziniert, besonders von der 19jährigen Suzanne. Was dann geschieht, passiert fast zwangsläufig. Evie geht mit auf die Farm, lernt die anderen Mitglieder der Kommune kennen, vor allem den charismatischen Sektenführer Russell, der alle mit seinem verquasten Gerede einwickelt. Alle Frauen liegen ihm zu Füßen und lassen sich von ihm manipulieren.. Binnen kurzem gibt Evie die Kontrolle über ihr Leben ab und lässt widerstandslos alles mit sich machen. Sie glaubt, auf diese Weise Suzanne näher zu kommen. Bedenken und ungute Vorahnungen verdrängt Evie, obwohl alles auf eine Katastrophe zusteuert. Evie stiehlt für die Kommune und wird von Russell sexuell ausgebeutet. Dann kommt es zu blutigen Morden, die dem Traum der Blumenkinder ein schnelles Ende bereiten.
Die Ereignisse werden in der Rückschau von der erwachsenen Evie, einer Frau in mittleren Jahren, auf zwei Zeitebenen erzählt. Die Autorin hat sich von den Ereignissen um Charles Manson und seine Sekte – The Family – inspirieren lassen, ohne sich detailgetreu an die Fakten zu halten. Ihr Buch ist ein fiktionaler Text, kein Sachbuch. Bei ihr steht nicht der Sektenführer im Mittelpunkt, auch nicht die grässlichen Morde, die er in Auftrag gibt. Emma Cline konzentriert sich auf ihre Protagonistin Evie und zeigt, was dieser Sommer mit ihr macht. Evie ist nie über diese Erfahrung hinweggekommen. Sie hat weder ein eigenes Heim noch einen richtigen Beruf. Sie verdient ihren Lebensunterhalt, indem sie pflegebedürftige Personen oder Häuser in Abwesenheit der Besitzer betreut. Immer hat sie Angst, auch in den alltäglichsten Situationen, dass ihre Vergangenheit sie einholt. War ihr sogenanntes normales Leben ohne Schuld und Sühne wirklich ein Geschenk? So empfindet Evie es nicht. Im Unterschied zu der verurteilten Mörderin Suzanne, die nach Verbüßung ihrer Strafe ein neues Leben anfangen kann, hat sie nie einen Schlussstrich ziehen können. Die Ereignisse des Sommers 1969 haben ihr Leben zerstört, sie für immer gezeichnet.

Emma Clines Debütroman hat Furore gemacht – zu Recht. Mich hat der auch sprachlich hervorragende Roman gefesselt und in jeder Hinsicht überzeugt.