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Veröffentlicht am 22.02.2026

Zwischen Arbeit, Erwartungen und richtig gutem Essen

Richtig gutes Essen
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„Richtig gutes Essen“ ist eine kurze Geschichte, die sich mit dem Arbeitsalltag, zwischenmenschlichen Beziehungen und der Rolle von Essen im täglichen Leben beschäftigt.

Die Handlung spielt in einem Büro ...

„Richtig gutes Essen“ ist eine kurze Geschichte, die sich mit dem Arbeitsalltag, zwischenmenschlichen Beziehungen und der Rolle von Essen im täglichen Leben beschäftigt.

Die Handlung spielt in einem Büro in Japan, wo wir die Angestellten Nitani, Ashikawa und Oshio begleiten. Ein großer Teil ihres Alltags dreht sich um gemeinsame Mahlzeiten, die mehr sind als nur eine Pause vom Arbeiten. Gerade dabei wird deutlich, wie unterschiedlich die drei ticken.
Während Ashikawa leidenschaftlich gerne backt und ihre Kolleginnen regelmäßig mit selbstgemachten Leckereien versorgt, ist Essen für Nitani eher eine Notwendigkeit. Wenn er könnte, würde er sich am liebsten nur von Instant-Ramen ernähren. Auch gemeinsame Essen mit Kolleginnen, die in Japan eine wichtige soziale Rolle spielen, sind ihm eher unangenehm und lästig. Im Arbeitsalltag könnten Ashikawa und Nitani ebenfalls kaum unterschiedlicher sein. Denn während Ashikawa pünktlich Feierabend macht oder früher geht, wenn es ihr nicht gut geht, bleibt ein Teil ihrer Arbeit oft an Nitani hängen, der dadurch Überstunden machen muss.
Auch Oshio nimmt ihre Arbeit sehr ernst und kann Ashikawas Verhalten nicht wirklich nachvollziehen.
Trotzdem scheint Ashikawas Verhalten von den anderen Kolleg*innen kaum hinterfragt zu werden, schließlich bringt sie fast täglich Gebäck mit, das von allen sehr geschätzt und gelobt wird.

Ich mochte dieses Buch richtig gerne. Besonders der Schreibstil hat mir sehr gefallen, da er ruhig und unaufgeregt ist. Außerdem fand ich es sehr gelungen, dass wir die Geschichte sowohl aus der dritten Person von Nitani als auch aus der Ich-Perspektive von Oshio erleben. Dadurch bekommt man einen sehr guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.

Auch die Gestaltung des Buches hat mir unglaublich gut gefallen. Das Cover ist schlicht und in nur zwei Farben gehalten, wirkt aber gerade dadurch sehr besonders. Und auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch wunderschön gestaltet.

Insgesamt ist es ein besonderes Buch, das zum Nachdenken anregt und das ich sehr gerne gelesen habe. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Einfach schön

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand
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Ich lese unglaublich gerne asiatische Literatur. Da es sich um ein koreanisches Buch handelt, war ich umso gespannter, denn koreanische Bücher habe ich noch nicht allzu viele gelesen.

Worum geht’s?

Aufgrund ...

Ich lese unglaublich gerne asiatische Literatur. Da es sich um ein koreanisches Buch handelt, war ich umso gespannter, denn koreanische Bücher habe ich noch nicht allzu viele gelesen.

Worum geht’s?

Aufgrund eines Ereignisses in ihrer Familie hat Hyoyeong ihren Traumberuf aufgegeben, ist in eine andere Stadt gezogen und arbeitet nun in einem Briefladen, der einem ehemaligen Kommilitonen gehört. Dort faltet sie Briefumschläge, überprüft Lagerbestände und erklärt Kund*innen den sogenannten Penpal-Service. Man schreibt einen Brief an eine unbekannte Person und darf sich im Gegenzug einen bereits verfassten Brief aussuchen. Sozusagen Blind Dates, aber in Briefform.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Allein das Cover hat mich sofort angesprochen, denn die Illustration des Briefladens wirkt unglaublich einladend und einfach wunderschön. Aber auch der Inhalt konnte mich überzeugen. Ein zentraler Bestandteil der Geschichte ist das Briefeschreiben selbst, wir lernen viele unterschiedliche Menschen kennen und erfahren, was sie in ihren Briefen teilen, hoffen oder verarbeiten.

Die Geschichte ist insgesamt sehr ruhig und unaufgeregt, was perfekt zur Atmosphäre passt. Denn Briefe sind „langsam“, ganz im Gegensatz zu unserer heutigen Welt, in der alles schnell gehen muss und man ständig erreichbar ist.

Ein wirklich wunderschönes Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Eine schöne, ruhige Leseerfahrung

Yu-jins Bücherküche der großen Träume
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„Yu-jins Bücherküche der großen Träume“ von Jee-Hye Kim ist ein ruhiges, unaufgeregtes Buch, das mich von Anfang an abgeholt hat. Schon zu Beginn sind mir die kleinen Blütenillustrationen aufgefallen, ...

„Yu-jins Bücherküche der großen Träume“ von Jee-Hye Kim ist ein ruhiges, unaufgeregtes Buch, das mich von Anfang an abgeholt hat. Schon zu Beginn sind mir die kleinen Blütenillustrationen aufgefallen, die ich richtig schön finde und die perfekt zur Atmosphäre der Geschichte passen.

Das Buch besteht aus mehreren kleinen, miteinander verwobenen Geschichten, die größtenteils in Yu-jins Bücherküche spielen. Jede Geschichte steht für sich, regt aber dennoch zum Nachdenken an. Der Schreibstil ist sehr ruhig und sanft, nichts wirkt überladen oder dramatisch. Man liest das Buch nicht hastig, sondern lässt sich eher treiben und ein wenig berieseln.

Yu-jin selbst bleibt über weite Strecken eher im Hintergrund. Man erfährt nicht allzu viel über sie, was ich anfangs etwas schade fand, gleichzeitig passt es aber auch zur Struktur des Buches, da der Fokus eher auf den Begegnungen und den Menschen liegt, die die Bücherküche besuchen.

Besonders mochte ich die Atmosphäre der Bücherküche. Ich hätte selbst gerne einmal vorbeigeschaut und dort Zeit verbracht. Die beschriebenen Bücher und Gespräche haben dem Ganzen etwas sehr Warmes und Behagliches gegeben.

So sehr mir das Buch insgesamt gefallen hat, habe ich aber auch gemerkt, dass mir ein stärkerer Bezug zu den einzelnen Figuren gefehlt hat. Dadurch denke ich, dass mir die Geschichte vermutlich nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben wird, auch wenn ich das Lesen als sehr angenehm empfunden habe.

Alles in allem ist „Yu-jins Bücherküche der großen Träume“ ein schönes, ruhiges Buch, das sich perfekt eignet, um abzuschalten und kurz aus dem Alltag auszusteigen. Kein Buch für große Spannung oder starke Emotionen, aber eines, das eine sanfte, wohltuende Stimmung hinterlässt.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Weihnachtliche Dark Romance, die mich nicht ganz überzeugen konnte

He Sees You When You´re Sleeping
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Da ich bisher kaum Berührungspunkte mit Dark Romance hatte, war ich besonders neugierig auf „He Sees You When You’re Sleeping“ von Alta Hensley. Dass die Geschichte in der Weihnachtszeit spielt, hat zusätzlich ...

Da ich bisher kaum Berührungspunkte mit Dark Romance hatte, war ich besonders neugierig auf „He Sees You When You’re Sleeping“ von Alta Hensley. Dass die Geschichte in der Weihnachtszeit spielt, hat zusätzlich perfekt zur Jahreszeit gepasst, und auch das Cover hat mich direkt angesprochen.

Leider konnte mich das Buch insgesamt nicht ganz überzeugen. Ich habe gemerkt, dass Dark Romance (zumindest in dieser Form) wohl nicht so richtig mein Genre ist. Vor allem die Figuren sind mir leider nicht sympathisch geworden. Besonders der Feuerwehrmann konnte mich überhaupt nicht für sich gewinnen, was es mir schwer gemacht hat, wirklich mitzufiebern oder eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen.

Auch das Thema Stalking war für mich eher schwierig. Es nimmt einen sehr großen Raum ein und hat bei mir weniger für Spannung als vielmehr für Unbehagen gesorgt. Dadurch konnte ich mich emotional nicht wirklich auf die Geschichte einlassen.

Trotzdem lässt sich das Buch gut lesen und passt atmosphärisch durch das weihnachtliche Setting zur Jahreszeit. Für Leser*innen, die Dark Romance mögen und mit diesen Themen kein Problem haben, könnte es durchaus interessant sein.

Für mich war es eher ein solides Leseerlebnis, aber kein Highlight. Ich würde dem Buch dennoch 3 von 5 Sternen geben.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Unterhaltsamer Thriller

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Natalies beste Freundin lernt beim gemeinsamen Feiern einen attraktiven Mann kennen. Am nächsten Morgen wird sie bewusstlos aufgefunden und liegt kurz darauf im Krankenhaus im Koma. Was ist in dieser Nacht ...

Natalies beste Freundin lernt beim gemeinsamen Feiern einen attraktiven Mann kennen. Am nächsten Morgen wird sie bewusstlos aufgefunden und liegt kurz darauf im Krankenhaus im Koma. Was ist in dieser Nacht wirklich passiert?
Als Natalie auf einem Zeitschriftencover das Gesicht eines Mannes entdeckt, erkennt sie ihn sofort wieder. Es ist genau der Mann, mit dem ihre Freundin damals verschwunden ist. Reich, charmant, erfolgreich und gerade zum „Man of the Year“ gekürt. Um herauszufinden, was er mit ihrer Freundin angestellt hat, bewirbt sich Natalie als Hausangestellte bei ihm. Doch schnell merkt sie: Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht...

Das Buch hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Ich habe es in nur zwei Tagen durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Es war ein spannender Pageturner für zwischendurch. Leicht zu lesen und unterhaltsam.
Allerdings hat mich das Ende leider nicht ganz überzeugt. Ich hatte mir etwas mehr Spannung oder Überraschung erhofft.
Wer Lust auf eine schnell gelesene Geschichte mit einer interessanten Grundidee hat, könnte hier trotzdem auf seine Kosten kommen.

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