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Veröffentlicht am 29.06.2022

Bücher als Balsam für Herz und Seele

Die kleine literarische Apotheke
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Bücher wie Medizin zu verschreiben - das klingt gar nicht mal so blöd, oder? Bibliotherapie verfolgt genau diesen Ansatz: Bücher werden als Heilmittel für Herz und Seele verschrieben und sollen ihren Leser:innen ...

Bücher wie Medizin zu verschreiben - das klingt gar nicht mal so blöd, oder? Bibliotherapie verfolgt genau diesen Ansatz: Bücher werden als Heilmittel für Herz und Seele verschrieben und sollen ihren Leser:innen so bei Problemen helfen. Elena Molini betreibt nach diesem Konzept eine kleine Buchhandlung mitten in Florenz - und hat darüber einen Roman geschrieben.

Blu wünscht sich ihr Leben lang nur eines: Sie möchte mit Büchern arbeiten! Nachdem sie im Verlagswesen gescheitert ist und feststellen musste, dass große Ketten nichts für sie sind, beschließt sie kurzerhand ihre eigene Buchhandlung zu eröffnen, bei der sie nach kurzer Zeit allerdings einsieht, dass es durch fehlende finanzielle Mittel nicht so läuft, wie sie es sich vorgestellt und gewünscht hat. Die kleine Buchhandlung steht kurz vor dem Aus bis eines Tages ein Unbekannter in den Laden kommt und Blu auf eine besondere Idee bringt: Bücher mit Beipackzetteln zu verkaufen wie in der Apotheke! Blu geht all in und mit Hilfe ihrer Mädels-WG zieht sie ihre Buchhandlung komplett neu auf - und das scheint anzukommen. Dummerweise hat sie den Fremden nicht nach seinem Namen gefragt. Wird sie ihn wiederfinden, um sich bedanken zu können?

Elena Molini nimmt ihre Leser:innen in diesem Buch mit ins schöne Florenz und hat es geschafft, mich innerhalb weniger Seiten mit ihrem charmanten Wortwitz und der direkten Anrede um die Finger zu wickeln. Während der ersten Kapitel hatte ich große Lust auf einen Wochenendtrip nach Italien und die Tatsache, dass die kleine Buchhandlung tatsächlich existiert, lässt mich diese Idee wahrscheinlich auch nicht so schnell wieder gehen lassen. Aber zurück zum Buch! In Blus Gedankenwelt abzutauchen, lässt sich mit wenigen Worten zusammenfassen: schonungslos ehrlich mit einer Prise Sarkasmus und dabei einfach herrlich amüsant. Mit vielen Gedanken konnte ich mich wirklich eins zu eins identifizieren und auch der ein oder andere Lacher ist mir beim Lesen entschlüpft. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und allein das Vorwort würde ich mir gerne einrahmen und an die Wand hängen.

Lediglich der Plottwist am Ende hat mich nicht zu einhundert Prozent überzeugt und hätte mir diesbezüglich noch ein bisschen mehr Aufklärung gewünscht, was der Geschichte aber in keinem Fall Abbruch tut. Ich habe die Geschichte sehr genossen und wer weiß, vielleicht findet ihr mich ja bald in Florenz?

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Veröffentlicht am 21.06.2022

Jahreshighlight

Die wundersame Reise der Bienen
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Oh mein Gott. Das ist wohl das, was man ein Jahreshighlight nennt. Ihr lieben Menschen, dieses Buch ist einfach nur verflucht gut. Ich halte eigentlich nichts davon, mir in Büchern Passagen zu markieren ...

Oh mein Gott. Das ist wohl das, was man ein Jahreshighlight nennt. Ihr lieben Menschen, dieses Buch ist einfach nur verflucht gut. Ich halte eigentlich nichts davon, mir in Büchern Passagen zu markieren oder Eselsohren in den Seiten zu hinterlassen, aber dieses Buch hat es mir so verdammt schwer gemacht! Zwar ist dieses Schmuckstück (ich liebe das Cover) nochmal heil davon gekommen, dafür platzt meine Notizen App aus allen Nähten und ich habe aufgehört zu zählen, wie viele Textpassagen ich mir letzten Endes abfotografiert habe und das ist mir in der Form wirklich noch nie passiert. Dieses Buch kam zu genau dem richtigen Zeitpunkt in mein Leben und ich bin einfach nur so unglaublich dankbar für jedes einzelne von Katja Keweritschs Worten.

“Angst ist ein Wächter. Sie passt auf dich auf, zeigt dir, wo du genauer hinschauen musst, weil irgendetwas in deinem Leben nicht stimmt. Angst ist total radikal. Aber das sind ihre Ursachen auch.”

Nach ihrem entspannten Urlaub in Nizza mit ihrem langjährigen Freund Christopher erleidet Anna plötzlich beim Einstieg ins Flugzeug eine Panikattacke und kann nicht nach Hause fliegen. Christopher tritt den Rückflug allein an und Anna findet sich völlig allein an der Côte d’Azur wieder. Auf der Suche nach einer Alternative zum Flugzeug zurück nach Hamburg meldet sie sich kurzerhand bei einer Mitfahrzentrale an und wie der Zufall es so will, begegnet sie wenig später Harm, der zurück auf dem Weg nach Kiel ist - den Kofferraum voller Bienenköniginnen. Das ungleiche Paar macht sich auf den Weg nach Hause und erlebt dabei einen emotionalen Roadtrip, der viele Überraschungen in sich birgt.

Katja Keweritsch nimmt ihre Leser:innen mit auf eine bildhafte Reise durch die Provence, gespickt mit einer Wortgewandtheit und einem Detailreichtum, das dafür gesorgt hat, dass ich die Lavendelfelder zuhause auf meiner Couch riechen konnte und plötzlich das unbändige Verlangen nach einem eigenen Trip nach Südfrankreich verspürt habe. Katja hat einen wahnsinnig tollen Erzählstil, jede Seite erwacht zum Leben und ich hätte in bestimmten Passagen baden können, so sehr habe ich das Lesen genossen. Im Laufe der Geschichte habe ich so oft laut aufgelacht wie noch nie, oft auch einfach weil ich mit dem Verlauf niemals gerechnet hätte. Zwischen Flaumeichen, lieblichen Landschaften und Stadtsommerglücksgefühl habe ich mich gänzlich verloren. Im guten Sinne.

Beide Protagonisten kann man nur ins Herz schließen. Ich liebe den Einblick in Annas Gedankenwelt, konnte mich so gut in sie hineinversetzen und habe wirklich mit ihr gelitten, gehofft und gebangt. Und Harm. Oh, Harm. Ich liebe Harm! Er trägt sein Herz auf der Zunge, ist witzig, charmant und so verletzt, dass ich gar nicht anders konnte, als mein Herz an ihn zu verlieren. Der Schlagabtausch und die Dynamik zwischen den beiden hätte nicht ehrlicher und realistischer sein können und das fand ich verdammt nochmal einfach herrlich!

Dieses Buch hat mich komplett unerwartet völlig aus dem Konzept gebracht. Und bringt so viele großartige Botschaften mit sich. Wie zum Beispiel, dass Gefühle einfach nur menschlich sind und passieren. Dass das Leben manchmal die Weichen neu stellt. Dass Trauer ein Prozess ist. Und dass der richtige Mensch zum richtigen Zeitpunkt in dein Leben tritt, wenn du mal so gar nicht damit rechnest. Ich habe diese Geschichte mit jeder Faser aufgesogen und eingeatmet, weil in ihr so viel Wahrheit steckt. Und vor allen Dingen hat mich lange nicht mehr ein Buch so überrascht und mir letzten Endes noch so viel mehr gegeben, als nur ein paar vergnügte Lesestunden. Danke, liebe Katja, für diese emotionale Achterbahnfahrt, in der ich mich nur zu gut wiedergefunden habe. Wenn ich könnte, würde ich 6 Sterne geben!

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Veröffentlicht am 19.06.2022

Wohlfühlen in St. Peter Ording

Dünenleuchten
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Wer mich kennt, weiß, dass ich ein waschechtes Nordseekind und an der Küste Dithmarschens groß geworden bin. Die Besuche in Nordfriesland haben da genauso dazugehört wie die in Friedrichskoog oder Büsum ...

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein waschechtes Nordseekind und an der Küste Dithmarschens groß geworden bin. Die Besuche in Nordfriesland haben da genauso dazugehört wie die in Friedrichskoog oder Büsum und natürlich waren die Strandausflüge nach St. Peter Ording im Sommer immer das Highlight für die ganze Familie. Umso schöner also, wenn ein Roman auf einen wartet, der an diese schönen Momente im Leben erinnert.

Nach langjährigem Aufenthalt in der Stadt der Engel am anderen Ende der Welt kehrt Bente nach ihrem Studium wieder zurück in ihre Heimat St. Peter-Ording, wo sie ihre neue Stelle als Leitung der Schutzstation am Westerhever Leuchtturm antritt. An einer neuen Bekanntschaft hat Bente eigentlich kein Interesse, da sie in L.A. auch ihre letzte Beziehung zurückgelassen hat, doch als sie am Strand von St. Peter auf den gutaussehenden und charmanten Tilo trifft, ist Bente sich gar nicht mehr so sicher, was sie eigentlich möchte. Mit welchen Absichten Tilo aber eigentlich in den schönen Urlaubsort gekommen ist, ahnt Bente nicht..

Ich habe mich sehr auf diesen kleinen Ausflug nach St. Peter gefreut und wurde auch nicht enttäuscht. Tanja Janz versteht es, die malerische Kulisse an der Nordsee mit ihren Worten detailgetreu und absolut echt rüberzubringen, sodass es nur wenige Seiten dauert, bis man sich fühlt, als säße man ebenfalls mit einem kühlen Getränk bei Jarno im Café. Ich mochte die Dynamik zwischen Bente und ihrer Familie unheimlich gern, weil mich der liebevolle Umgang miteinander sehr oft an meine eigene Familie erinnert hat und auch Franka habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Allgemein habe ich wirklich große Sympathien für die Nebencharaktere gehegt! Das Buch verfolgt letzten Endes genau die Einstellung, die ich selbst auch gegenüber dem Leben habe: Nach Regen kommt Sonne und am Ende alles genau, wie es soll.

“Dünenleuchten” ist ein absoluter Wohlfühlroman und auch wenn ich mit Bente nicht immer auf einer Wellenlänge war, weil ich mich zum Beispiel tierisch über ihr Kommunikationsproblem aufgeregt habe und ihren letzten Ausraster kurz fragwürdig fand, empfand ich die Geschichte als herrlich alltäglich und möchte jetzt am liebsten ein ganzes Blech Himbeer-Vanille-Blumen essen.

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Veröffentlicht am 16.06.2022

Wohlfühlen in Cherry Hill

A Place to Love
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Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass eines Tages meine Instagram Startseite auf einmal voll mit wunderschönen Bildern von Holzboxen und Einladungen nach Cherry Hill gespickt war und ich natürlich ...

Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass eines Tages meine Instagram Startseite auf einmal voll mit wunderschönen Bildern von Holzboxen und Einladungen nach Cherry Hill gespickt war und ich natürlich recherchiert habe, warum, wieso, weshalb dieser Aufruhr. Ich hatte bis dato noch nichts von Lilly Lucas gelesen und wurde also schnell eines Besseren belehrt, denn laut Meinung vieler vieler Leser:innen, sollte ich genau das dringend getan haben. Es hat verhältnismäßig eine Weile gedauert, aber schließlich habe ich mir bei einem meiner letzten Besuche in der Buchhandlung Ende Mai dann doch noch “A Place to Love” mitgenommen und es mir an einem regnerischen Hamburger Schietwetterabend auf meiner Couch gemütlich gemacht, um herauszufinden, ob denn etwas dran ist an dieser Lobeshymne auf den Auftaktband.

Vorab noch eine kurze Randinformation: Ich liebe Liebesromane. Ich liebe Happy Ends. Und um es mit Iris Worten aus “Liebe braucht keine Ferien” (btw mein Dauerbrenner, habe neben Harry Potter wirklich keinen Film so oft gesehen wie diesen) zu sagen: “Ich liebe Kitsch. Ich suche Kitsch in meinem Leben!” Deshalb gebt mir einen guten Liebesroman und ihr habt bei mir gewonnen.

June lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auf der Obstfarm Cherry Hill in Colorado und seitdem ihr Vater vor ein paar Jahren gestorben ist, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, das Familienunternehmen am Leben zu erhalten. Leichter gesagt, als getan. Cherry Hill steckt in finanziellen Schwierigkeiten und June weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Absolut gar nicht hilfreich ist dann der unangekündigte Besuch ihres Exfreundes Henry, der ohne ein Wort gesagt zu haben, plötzlich vor ihrer Haustür steht und ihre sowieso schon wackelige Welt noch einmal ordentlich ins Wanken bringt. Denn Henry war Junes große Liebe und er kennt bis heute nicht den wahren Grund dafür, weshalb June ihn damals wirklich so Hals über Kopf verlassen hat.

Ich wollte Kitsch und ich habe ihn bekommen! Ich liebe verdammt nochmal dieses wunderschöne und malerische Setting auf Cherry Hill und würde jetzt am liebsten selbst eine Farm eröffnen und Obstplantagen betreuen. Es würde mich auch partout nicht wundern, wenn meine Karohemden diesen Sommer ein Revival erleben, einfach weil ich diesen Juniper-Vibe so gern mochte. Nein, aber jetzt mal ehrlich. Lilly Lucas hat hier eine wundervolle Oase geschaffen, in die man als Leser:in sehr gern eintaucht. June war super nahbar, ihre Ängste und Wünsche absolut nachvollziehbar und alles in allem ein wirklich liebenswerter Charakter. Aber Highlight für mich war einfach the one and only Henry, das Heiratsmaterial, nach dem die Frauen suchen. Ich habe lange nicht mehr ein so tolles männliches Pendant zur Protagonistin kennengelernt und am Ende war ich glaube ich selbst schwer verliebt in diesen Kerl. Sorry not sorry.

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Veröffentlicht am 15.06.2022

New Adult mit Tiefgang

The Sunrise in Your Eyes
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Als ich im April durch den Thalia meines Vertrauens geschlendert bin, sprang mir direkt eines der schönsten Cover ins Gesicht, die ich je gesehen habe. “The Colors of your Soul” hatte mich dann auch mit ...

Als ich im April durch den Thalia meines Vertrauens geschlendert bin, sprang mir direkt eines der schönsten Cover ins Gesicht, die ich je gesehen habe. “The Colors of your Soul” hatte mich dann auch mit seinem Klappentext überzeugen können und wurde innerhalb eines Abends zu einem echten Highlight in diesem Jahr für mich. Umso vorfreudiger war ich natürlich, als ich gesehen habe, dass es sich um den Auftaktband der dreiteiligen Reihe über die Moretti-Geschwister handelte. Im Netz habe ich dann kurz darauf schon die Cover-Reveals der beiden Folgebände gesehen und konnte es kaum noch abwarten, endlich mit Band 2 weiterzumachen.

In “The Sunrise in your Eyes” erzählt Kim Leopold die Geschichte von Allegra, die schon in “The Colors of your Soul” kurze Auftritte hatte und meines Erachtens nach nicht unbedingt Sympathiepunkte sammeln konnte, weshalb ich wirklich neugierig war, ob ihre Geschichte mich genauso würde packen können, wie die ihres Bruders Pascal. Aber meine Sorge war komplett unbegründet, denn dieses Buch ist zwar gänzlich anders als sein Vorgänger, hat mich aber dort getroffen, wo ich wirklich nicht damit gerechnet hätte.

Nachdem Allegra mal wieder mit ihrem Bruder Micah aneinander geraten ist, hält sie es nicht mehr Zuhause aus und muss sich dringend um eine neue Bleibe kümmern. Wie der Zufall es so will, kann ihre gute Freundin Mackenzie ihr helfen: Die Einliegerwohnung ihres Bruders Maverick steht gerade leer und sie kann ihn davon überzeugen, die soziale Arbeit studierende Allegra einziehen zu lassen. Bei der Wohnungsübergabe ist Maverick berufsbedingt nicht vor Ort, weshalb die beiden anfangen, sich Textnachrichten zu schicken und es zum Running Gag wird, dass sie sich immer wieder verpassen.

Maverick ist Hochzeitsfotograf und oft in der schillernden Welt von L.A.s Reichen und Schönen unterwegs. Kaum einer weiß jedoch, dass er regelmäßig als Reportagefotograf "Andy" im Odachlosenviertel Skid Row unterwegs ist und seine Bilder anonym bei Instagram hochlädt. Und auch Allegras Weg führt regelmäßig nach Skid Row, wo sie als “Lela” in einem Frauenhaus aushilft und eines Tages Andy begegnet, der ihr Herz höherschlagen lässt, obwohl sie doch gerade erst angefangen hat, für Maverick Gefühle zu entwickeln. Weder Andy noch Lela ahnen also, dass sie ihr Gegenüber eigentlich schon via Textnachrichten kennengelernt haben... und oh mein Gott, kennt ihr das Gefühl, wenn ihr innerhalb einer Geschichte aufgeregt seid, weil ihr etwas wisst, was die Protas noch nicht wissen, sodass es beim Lesen schon kribbelt und Gedankenkarusselle Fahrt aufnehmen? Ich liebe das!

Ich weiß nicht, wie Kim es schafft, aber ihre Geschichten sorgen bei mir dafür, dass ich durch die Seiten fliege und gar nicht genug von ihren Worten bekommen kann. Allegra, Maverick und Skid Row haben mich gleichzeitig betroffen gemacht und zutiefst berührt. Dieser Roman besteht nicht aus Zuckerwatte und Pfirsicheistee, sondern führt seine Leser sensibel an dunklere Themen heran: Obdachlosigkeit, Gangkriminalität und Panikattacken - um nur ein paar von ihnen zu nennen. Dies ist eine Geschichte mit Tiefgang und definitiv keine 0815-Romanze und beschäftigt sich mit inneren Konflikten und Selbstzweifeln auf einer tieferen Ebene, die Kims Charaktere Schicht um Schicht zu Menschen wie dich und mich machen. Die alle ihr eigenes Päckchen tragen. Und am Ende des Tages doch auch nur sehnsüchtig darauf warten, dass jemand geduldig genug ist, um alle Puzzleteile wieder zusammenzusetzen und nicht nur an der Oberfläche kratzt. “Hiraeth” hat mir den Wind komplett aus den Segeln genommen und Allegras Gespräch mir den Rest gegeben, sodass ich letzten Endes heulend vor diesem Buch saß.

Band 2 der California Dreams Reihe hat mir sogar noch besser als Band 1 gefallen und mich von der ersten bis zur letzten Seite ergriffen, mitgerissen und überrascht. Solche Bücher will man lesen und ich freue mich schon so arg auf Micah, danke, liebe Kim!

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