Empfehlenswert, aber mit Schwächen
My Idea of No. 14Ich bin zwiegespalten – irgendwie hat mich das Buch mitgerissen, aber gleichzeitig auch öfter frustriert zurückgelassen.
Was mich definitiv gepackt hat, war der Spannungsbogen rund um Leahs Beziehung ...
Ich bin zwiegespalten – irgendwie hat mich das Buch mitgerissen, aber gleichzeitig auch öfter frustriert zurückgelassen.
Was mich definitiv gepackt hat, war der Spannungsbogen rund um Leahs Beziehung zu ihrem Vater. Diese Vater-Tochter-Dynamik war für mich mit das stärkste Element der Geschichte. Man spürt eine emotionale Tiefe, die mich besonders in einer ruhigeren Szene echt berührt hat 🥹. Auch wenn ihr Vater eher reserviert und kühl wirkt, merkt man, dass mehr dahinter steckt - und einige seiner Gesten fand ich wirklich schön.
Leah selbst… puh. Ich weiß immer noch nicht so richtig, wer sie eigentlich ist. Klar, sie liebt Football, das Meer und ihren Traumjob – aber was noch? Abseits des Sports bleibt sie für mich etwas blass. Ich hätte mir gewünscht, mehr von ihrem Privatleben oder ihrer Persönlichkeit zu erfahren. Dadurch fand ich manchmal auch ihr Verhalten schwer nachvollziehbar. Sie konnte mich leider nicht so ganz erreichen.
Dabei fand ich ihren Wunsch, der erste weibliche Coach in der NFL zu werden, echt spannend. Mir hat es sehr gefallen, wie sie ihren Platz in so einem männerdominierten Bereich sucht und findet. Vor allem weil sie viel Potential hat und das so oft unter Beweis stellt.
Sam war für mich anfangs eine absolute Green Flag. Ruhig, reflektiert, irgendwie anders als die typischen Sportsromance-Protagonisten. Gerade seine Außenseiterrolle fand ich erfrischend. Aber gegen Ende hat er mich ein bisschen enttäuscht 😕Leider leider gibt es nämlich einen Third-Act-Breakup, was mich immer etwas nervt und sich auch hier etwas in die Länge zieht.
Alles in allem mochte ich ihn aber ganz gerne und er entwickelt sich vor allem sportlich sehr.
Generell fehlte mir in der Geschichte oft die Kommunikation – sowohl zwischen den Figuren als auch Richtung
Leser:in. Es gab so viele spannende Ansätze (Jackson! Chase! Leahs Ziele!), aber oft wurden sie nur angedeutet und dann irgendwie schnell abgehandelt. Zum Beispiel hätte ich sooo gerne mehr über Leahs Vergangenheit erfahren um ihre Entwicklung mehr zu feiern. Auch Chases Story war spannend.
Was ich sehr mochte: den Football-Anteil 🏈 Der war wirklich sehr groß und nimmt sehr viel Platz in dem Buch ein und das fand ich großartig! Die Szenen auf dem Feld waren mitreißend. Auch das Coaching, die Analysen und die Einblicke in den Verein waren toll. Als Football-Fan kommt man hier auf jeden Fall auf seine Kosten 😊
Auch die Lovestory hatte schöne Momente (die Szene am Meer war toll 💙), aber ich habe die große Liebe einfach nicht gespürt. Forbidden Romance lebt für mich von diesem heimlichen Knistern – kleinen, riskanten Momenten, die sich verboten anfühlen. Hier war vieles recht öffentlich und genau dieser Reiz hat mir ein bisschen gefehlt.
Insgesamt: Das Buch liest sich super flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Es hat viele starke Szenen, aber auch einige Schwächen, vor allem in der Charakterzeichnung und Konfliktlösung. Ich hätte mir mehr Leichtigkeit, Humor und Tiefe gewünscht.
Fazit: Ein Buch mit spannenden Themen, einer berührenden Vater-Tochter-Dynamik und mitreißenden Football-Szenen. Auch wenn mich das Third-Act-Breakup und die fehlende Kommunikation etwas gestört haben, konnte mich Leahs beruflicher Weg sehr begeistern. Die Liebesgeschichte hat für mich persönlich nicht ganz gezündet, aber das ist Geschmackssache. Ich wollte dieses Buch wirklich lieben und auch wenn es mich emotional nicht so stark gepackt hat, wie ich gehofft hatte, sehe ich ganz viel Potenzial. Für alle, die Football, starke Frauenfiguren und emotionale Momente mögen, ist es auf jeden Fall einen Blick wert 🏈💙