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Veröffentlicht am 26.08.2021

Tierisch witzig und kniffelig!

Die Tierpolizei 3. Mach nicht so 'ne Welle!
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Noch beseelt von der erfolgreichen Lösung ihres letzten Falles erwachen die vier Tierpolizisten: die clevere Katzenbärin Flopson, der mutige, etwas brummelige Hamster Jack, die pfiffige Blaumeise Meili ...

Noch beseelt von der erfolgreichen Lösung ihres letzten Falles erwachen die vier Tierpolizisten: die clevere Katzenbärin Flopson, der mutige, etwas brummelige Hamster Jack, die pfiffige Blaumeise Meili und das gutmütige, aber etwas einfältige Zwergpony Fridolin. Vor allem Fridolin freut sich auf sein Frühstück, doch dafür bleibt keine Zeit: eine namenlose Otterfamilie braucht dringend die fachkundige Hilfe der Tierpolizei: ihr Fluss, an dem sie leben ist verschwunden und die letzte große Pfütze, wird von der Gangsterbande des hinterhältigen Tortellini und seiner Nudelbande kontrolliert. Wer einen Schluck trinken möchte, muss dafür teuer bezahlen. Von so etwas haben die vier Freunde ja noch nie gehört! Doch ist ihnen keine Herausforderung zu groß, auch wenn sie erst einmal keinen Plan haben, wo sie anfangen sollen.

Die Aufmachung des Buches ist wieder ein echter Hingucker. Angefangen mit dem Ausschnitt im Buchcover durch den man den plantschenden Fridolin sieht, über den Buchschnitt im Stil eines Tatortabsperrbandes, die witzigen Kapitelüberschriften, die stets angepinnt scheinen bis zu den absolut herrlichen und witzigen Illustrationen von Ramona Wultschner. Diese versteht es ganz wunderbar die Emotionen und Gedanken der tierischen Protagonisten einzufangen und bei besonders geheimnisvollen Exemplaren nicht zu viel Preis zu geben!

Dies ist bereits der dritte Band der Reihe und ich muss gestehen, dass wir lediglich den ersten kannten, noch nicht aber den zweiten. Das war aber überhaupt kein Problem! Von daher sollte man die Bände auch unabhängig von einander lesen können, aber schöner ist es schon, keinen auszulassen. Insbesondere denken wir, dass dies eine Reihe ist, die so witzig und rätselhaft ist, dass auch Lesemuffel bei der Aufmachung sich vielleicht doch überwinden können selbst zu lesen. Durch die zahlreichen Illustrationen und die angenehme Schriftgröße und kurze Kapitel ist es auch überraschend unanstrengend, wenn man es denn erst mal versucht. Dafür gibt es aber jede Menge zu Rätseln, Staunen und vor allem zu Lachen! Versprochen!

Die Aufgabe der Polizei scheint ungeheuerlich, denn Flüsse verschwinden ja nicht von heute auf morgen und da müssten doch auch Menschen ein Interesse daran haben, den Fluss wieder zu finden, oder etwa nicht? So einfach ist es leider nicht, denn wie die Ermittler feststellen müssen, ist nicht nur der Fluss verschwunden, auch der See aus dem er entsprang scheint ein Problem zu haben, was natürlich auch genauerer Nachforschungen bedarf. Hier will ich aber nicht zu viel verraten, nur, dass die vier einen ganz schön weiten Weg vor sich haben, der richtig anstrengend ist, besonders, wenn man noch nicht gefrühstückt hat! Aber alle Tiere machen sich Sorgen wegen des versiegenden Wassers und der merkwürdigen Löcher im Boden, deswegen sind bis auf die Schurken von der Nudelbande auch alle Tiere, die sie treffen und befragen, sehr hilfsbereit. Doch das hilft auch nicht weiter, wenn niemand auch nur eine Ahnung von der Ursache des Problems hat. Dadurch lernen sie aber jede Menge neue Tiere kennen, sowohl Flusstiere, als auch Seetiere und sie stellen fest, dass diese eigentlich viel freundlicher sind als die Stadttiere. Denn wenn es einem gut geht und man sich wohl fühlt, ist es viel einfacher freundlich zu sein und alle anderen sind ebenso freundlich zurück! Ein sehr schöner Gedanke, der den vier Tierpolizisten sehr gut gefällt. Sie passen ja eigentlich auch überhaupt nicht zusammen, da es ihnen bei Jack auf dem Grundstück der Tierpolizeizentrale aber so gut geht, kommen sie bestens miteinander aus, mit all ihren kleiner und größeren Macken und Besonderheiten mögen, respektieren und helfen sie sich. Bisweilen staunen sie sogar selbst darüber wie gut das funktioniert! Kein Wunder also, dass sie letztendlich dem Rätsel nicht nur auf den Grund gehen, sondern den Fluss auch wieder befreien können. Für Feiern bleibt dennoch nicht viel Zeit, denn ihr Ruf verbreitet sich derart rasant, dass eine kleine Maus gleich wieder ihre Hilfe benötigt. Was dahinter steckt, erfahren wir in Band 4!

Der Schreibstil ist locker flockig und gespickt mit Gedanken, die Mut und gute Laune machen. Da fällt es leicht, schnell noch ein bisschen weiter zu lesen, in der Hoffnung, dass man entweder den Verbleib des Flusses, oder aber die Identität von Schurke Tortellini heraus bekommt! Eine wirklich sehr gelungene Kombination für Kinder ab 8 Jahren, die so witzig und hinreißend ist, dass wir sie immer noch gerne lesen, auch wenn unsere Jüngste inzwischen 12 Jahre alt ist.


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Veröffentlicht am 24.08.2021

Frauenpower!

Glückskinder
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München 1945, die halbe Stadt wurde dem Erdboden gleich gemacht. Die Wohnungsnot ist immens, gerade nach der Befreiung der Arbeitslager und KZ. Eine von ihnen ist die junge niederländische Widerstandskämpferin ...

München 1945, die halbe Stadt wurde dem Erdboden gleich gemacht. Die Wohnungsnot ist immens, gerade nach der Befreiung der Arbeitslager und KZ. Eine von ihnen ist die junge niederländische Widerstandskämpferin Griet van Mook, die nach der Befreiung des Lagers im Münchner Umland selbst ausgemergelt die Männer noch verzaubert. Der gutaussehende Captain Walker ist von ihr fasziniert. Er besorgt ihr eine Zuzugserlaubnis und beschlagnahmt ein Zimmer in der feudalen Wohnung von Genevieve (Vev) Brandl. Der gefällt das gar nicht, denn die imposante Dame beherbergt bereits ihre ausgebombten Nichten Rosa und Anni, mit dem Ex-Nazi-Sohn Benno und den Töchtern Antonia (Toni) und Barbara (Bibi). Besonders Toni ist Griet gegenüber feindlich gesonnen und versucht sie weg zu ekeln. Wie gerne würde Griet gehen, doch es gibt keine Alternative! Die Not ist groß, doch Tante Vev hat einige Kostbarkeiten durch den Krieg gerettet und Toni lernt auf dem Schwarzmarkt das Nötigste zu besorgen und zu handeln, aber auch den charmanten und windigen Lebenskünstler Louis kennen. Trotz Tonis Misstrauen werden sie ein Paar, während Captain Walker Griets heimliche Sehnsüchte erfüllt. Während die Zeiten langsam besser werden, freunden Griet und Toni sich an. Durch Höhen und Tiefen begleiten wir sie bis endlich alles gut werden wird, denn sie sind Glückskinder.

Im Prolog erleben wir Griets Überlebenskampf in den besetzten Niederlanden hautnah mit. Auch wenn sie sich sicher nicht wie ein Glückskind fühlt, überlebt sie wie durch ein Wunder, um dann in München in einem Arbeitslager unter der Aufsicht von Benno Brandl zu landen. Bis auf den kriegsversehrten Cousin Benno, auf den sie gerne verzichten würden, sind die Männer ihrer Familie alle im Krieg geblieben oder in Gefangenschaft. Doch die Frauen sind stark und halten zusammen. Sie lernen, das Beste aus dem zu machen, was sich ihnen bietet, wobei ihnen nicht alles in den Schoß fällt, sie müssen bisweilen gewitzt Gelegenheiten schaffen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei stets Tante Vevs Wohnung. So lernen wir ihr Viertel und die Hausmeisterin und ihre Tochter kennen. Auch diese Frauen müssen alleine klarkommen, auch sie sind vom Schicksal gebeutelt, das schweißt zusammen. Selbst wenn jeder sieht wo er selbst bleibt, flackern immer wieder Momente der Solidarität im Überlebenskampf auf. Denn den Krieg zu überleben war nicht alles, den Hunger, die Kälte und den Mangel zu überleben, bis die Zeiten besser werden, ist nun die neue lebensbestimmende Aufgabe. Toni und Griet sind nicht nur clever, sie sind auch attraktiv, was ihnen ganz sicher ebenso hilft, wie Tante Vevs Notreserven. Griet arbeitet im amerikanischen Offizierscasino und ihre Kontakte können Leben retten. Neben den starken Frauen gibt es natürlich auch Männer, auch wenn diese in diesen Zeiten rar waren. Benno, ehemals glühender Verehrer des Führers, ist das Sand im Familiengetriebe, während Captain Walker die Rolle des strahlenden Helden übernimmt und der schillernde Louis gleichzeitig anzieht, als auch abstößt. Ein solcher Schlawiner, kann doch kein Mann für die Ewigkeit sein, oder?
Reizvoll ist auch der Schauplatz in und um München, der ehemaligen Hauptstadt der braunen Bewegung, von der sich das Unheil ausbreitete. Das finde ich unglaublich interessant, gerade auch in Kombination der jeweiligen Charaktere, da ich aber mit den Erzählungen aus diesen Zeiten von meiner Großmutter (Frankfurt am Main war auch amerikanische Zone) aufwuchs, enthielt es wenig Neues für mich. Den Charme machen daher die einzelnen Persönlichkeiten aus, ebenso wie die schöne, wandelbare Stimme von Sprecherin Christiane Marx. Neben dem wunderschönen Cover war ihre Interpretation ausschlaggebend für die Wahl des Hörbuchs, da ich die Autorin bislang nicht kannte. Leider habe ich zu oft Momente innerhalb der über 11 Stunden Laufzeit vermisst, die mich wirklich emotional gepackt haben. Ich habe Toni, Griet und besonders Vev in mein Herz geschlossen und bisweilen hat es mich schon berührt, aber es hätte Potenzial für mehr Gefühl geben können.Vielleicht ist dies die Folge der leichten Kürzung der Romanvorlage (ich bin kein Gegner von Kürzungen, einigen Romanen tut das bisweilen sehr gut, aber hier habe ich manchmal was vermisst). Die Autorin werde ich im Auge behalten, Christiane Marx im Ohr.

Mir hat das Schicksal der Glückskinder wirklich gefallen und ich habe gerne über 11 Stunden gelauscht, aber es gab noch etwas Potential nach oben, daher 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 20.08.2021

Hinter den Kulissen des Landtags!

Die Isar-Detektive 1. Falscher Alarm
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Es sind zwei Wochen Pfingstferien in Bayern! Die schlaue Metti ist zu Besuch bei ihrer tierverrückten Freundin Flo und gemeinsam mit deren älteren Bruder Elias und dem gemeinsamen Freund Balu sitzen sie ...

Es sind zwei Wochen Pfingstferien in Bayern! Die schlaue Metti ist zu Besuch bei ihrer tierverrückten Freundin Flo und gemeinsam mit deren älteren Bruder Elias und dem gemeinsamen Freund Balu sitzen sie in der Kantine des bayrischen Landtags im Maximilianeum. Balus Vater ist dort der Chefkoch und hat die vier Isar-Detektive eingeladen. Gerade als Elias meint, sie sollten sich auflösen, sie hätten ja eh keine gescheiten Fälle, schrillt der Feueralarm durch das altehrwürdige Gebäude. Die ganze Aufregung scheint umsonst zu sein, denn es war ein falscher Alarm. Allerdings wurde das Chaos genutzt, um das Porträt des letzten Landtagspräsidenten zu stehlen. Während die jungen Detektive noch grübeln, wer denn so was macht, reißt wieder Flos Kater Max aus und macht das Maximilianeum unsicher. Bei der Suche nach ihm, finden sie im Keller das vermisste Gemälde. Oder doch nicht? Bei genauerer Betrachtung, handelt es sich um eine Fälschung, die Verwirrung könnte größer nicht sein. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber die Isar-Detektive geben nicht auf!

Auf in den bayrischen Landtag! Wir sind zwar keine Bayern, aber ein Blick hinter die Kulissen der Macht ist doch immer spannend! Bevor es dazu aber kommt, werden die Isar-Detektive gründlich vorgestellt, mit Bild und den wichtigsten Merkmalen. So ist Balu kein Bär, sondern 12 Jahre alt, Hobbykoch und häufiger Gast im Maximilianeum, schlechter Schüler und Sohn einer indischen Mutter, der er seinen Namen verdankt. Metti ist nicht minder schlau als ihr großer Bruder, der als Stipendiat ebenfalls im Gebäude wohnt. Sie ist ein wandelndes Lexikon und versucht verzweifelt Balus schulische Leistungen zu pushen. Flo und Elias sind gerade mal 1,5 Jahre auseinander und ihre ständigen Geschwisterkappeleien gehen den anderen beiden mächtig auf den Keks. So wie bisweilen auch Mettis Neunmalklugheit den anderen. Wir lieben solche Portraits zu Beginn!

Die Geschichte ist ab 9 Jahren, ich habe sie meiner 12 jährigen Tochter bei Reparaturarbeiten vorgelesen. Sie hatte da so einige Fragen, aber alles was sie genauer wissen wollte, wurde dann auch anschließend im Text erklärt, so dass sie es auch verstanden hat. Wir haben dann noch weiter darüber diskutiert, insbesondere haben wir auch über die Namen von Flos Mini-Zoo diskutiert, die die Hausmeisterin so zum Lachen brachte. Alle Namensvorbilder der Tiere haben wir als Rheinländer allerdings nicht zusammen bekommen.

Die vier Freunde sind erstaunlich gut vernetzt und durch neue Bekanntschaften während des Feueralarms wächst ihr Netzwerk sogar noch weiter! Dabei geht es um Menschen jeder Herkunft und in jeder Position, egal ob der Sicherheitsmann, Landtagspräsidentin, der Küchenchef oder Abgeordneter. Auf jeden Einzelnen kommt es an. Auf der Suche nach dem Motiv für diesen scheinbar sinnlosen Diebstahl begleitet man die Freunde quer durch das Gebäude, lernt seine Strukturen und seine Geschichte kennen. Meistens ist es Metti, die ihren Freunden erklärt, wie der Landtag funktioniert, aber manchmal kennt sich auch Balu vor Ort besser aus. Hautnah erfahren sie aber auch einiges aus erster Hand von einem jungen Abgeordneten. So lernen die jungen Leser neben der Aufklärung eines rätselhaften Verbrechens auch die Strukturen der Politik und des Landes kennen. Über vieles haben die jungen Leser wahrscheinlich noch gar nicht nachgedacht, aber wenn man erst mal anfängt, sich mit dem Thema zu befassen, ist es ganz schön spannend. Aufgelockert wird es dabei von Balus Liebe für leckeres Essen und Flos verrückten Kleintierzoo, ebenso wie die zahlreichen Illustrationen von Stefan Leuchtenberg.

Am Ende klärt sich tatsächlich alles auf und auch wenn es etwas irrwitzig ist, ist es doch nachvollziehbar und ziemlich typisch für diese Kreise auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten und dem Labyrinth der Ausschreibungen und Bürokratien.

Wir sind gespannt auf weitere Abenteuer im bayrischen Landtag mit kindertauglichen Verbrechen! Wir sind ja zuversichtlich, dass Anja Janotta die Isar-Detektive nicht zu Drogenkonsum auf den Landtagstoiletten oder Schmiergeldzahlungen für Vertragsabschlüsse ermitteln lässt ;)

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Veröffentlicht am 19.08.2021

Pfiffiger Dino-Vorlesespaß!

Ein Dino namens Fred
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Eines Tages als der kleine Brontosaurus Fred auf die kleinen Dinos aufpassen und mit ihnen spielen soll, hat er es mal wieder vergessen und schläft noch selig weiter, als er von den aufgeregten Rufen seiner ...

Eines Tages als der kleine Brontosaurus Fred auf die kleinen Dinos aufpassen und mit ihnen spielen soll, hat er es mal wieder vergessen und schläft noch selig weiter, als er von den aufgeregten Rufen seiner Schützlinge geweckt wird: etwas seltsames rotes, ein Flugdingsbums nähert sich am Himmel! Die neugierige, aufgeweckte Annegret (9) hat heimlich im Naturkundemuseum ihrer Oma, die neuste Errungenschaft bestaunen wollen und dabei aus Versehen den Knopf der Zeitmaschine gedrückt. Begeistert springt sie aus dem Cockpit, auf den erstaunten Fred zu. Der ist anfangs nicht ganz so begeistert, da ihm ja wieder einfällt, dass er längst die Kleinen hüten sollte. Doch Annegret in ihrer Begeisterung zu stoppen ist nicht so leicht. Bis ein riesiger T-Rex die Zeitmaschine Komet für ein Ei hält und es ausbrüten will. Bei dem Versuch heimlich zu entkommen, schleichen sich Annegret und Fred in die Zeitreisekapsel und starten durch, allerdings nicht alleine. Der T-Rex reist auf der Kuppel mit in die heutige Zeit und sorgt dort für heilloses Chaos! Ob es den neu gefundenen Freunden wohl gelingt, den T-Rex wieder zurück in seine Zeit zu schicken, ohne dass alles Kopf steht?

Fred ist von der quirligen kleinen Annegret zu Beginn gar nicht so begeistert, immerhin stellt sie seine ganze Welt auf den Kopf. Seine Ablehnung stört das furchtlose Mädchen aber nicht im Geringsten. Als eine gefährliche T-Rex-Dame unbedingt Omas Zeitmaschine ausbrüten möchte, droht sie ihr sogar an, ihr eine zu knallen. Das ist zwar kindlich nachvollziehbar und sprachlich absolut passend, aber bitte: Gewalt ist keine Lösung. Daher lässt sich die Brütende auch nicht einschüchtern, im Gegenteil, sie brüllt zurück. Fred beschließt, dass es Zeit für eine List ist und so langsam wachsen sie zu einem Team zusammen und staunen gemeinsam über das kommende Abenteuer. Es ist übrigens nicht der letzte Trick, den sie in diesem Abenteuer anwenden müssen, denn mit Köpfchen kommt man einfach weiter, als mit der Androhung von Gewalt! Auch wenn Fred anfangs von diesem komischen Wesen gar nicht angetan ist, gefällt ihm die Aufregung und das Abenteuer mit ihr immer besser. Langsam werden sie Freunde, denn so eine gemeinsame Zeitreise verbindet ungemein! Klar wird das auch zukünftig noch so einiges auf die beiden zukommen. Doch nicht nur die zwei haben ihren Spaß, auch die jungen Zuhörer und ihre Vorleser werden immer wieder lachen und staunen. Aber Vorsicht: ganz schön spannend ist dieses Abenteuer für die Kleinen auch!

Die Illustrationen von Ronald Kruschak sind unglaublich farbenfroh und fröhlich! Echte Hingucker, weshalb sich jeder auch sofort dieses Buch greift und es zumindest durchblättert, wenn nicht sogar liest... Dabei sieht Annegret richtig witzig aus, mit ihren wilden Locken und ihrer Latzhose! Ihre Haare ähneln ziemlich stark denen von Fred, was optisch verbindet. Ganz klar ist dies ein Dino-Buch, dass sich nicht eindeutig an Jungen richtet. Dabei ist Annegret ein echter Wildfang und ganz sicher keine Prinzessin. Schön, dass sich hier auch wildere Mädels gut wiederfinden können!

Für echtes Spielvergnügen passend zum Buch, gibt es im Anhang eine Nähanleitung für eine Dino-Handpuppe aus einem alten Pulli. Die sieht richtig witzig aus, allerdings benötigen die Kinder von 4 – 6 Jahren doch Hilfe von Eltern oder Großeltern. Das Spielen schaffen sie dann schon alleine, aber auch das geht natürlich auch zusammen! Eine sehr schöne Idee finden wir!

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Veröffentlicht am 16.08.2021

Für das Reihenfinale etwas zu abrupt beendet

New Chances
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Leonie (21) kommt aus einer alteingesessenen bayrischen Brauereidynastie. Sie liebt das Brauerhandwerk, doch die traditionelle Herstellung nach dem Reinheitsgebot ist ihr zu fantasielos. Anders als ihr ...

Leonie (21) kommt aus einer alteingesessenen bayrischen Brauereidynastie. Sie liebt das Brauerhandwerk, doch die traditionelle Herstellung nach dem Reinheitsgebot ist ihr zu fantasielos. Anders als ihr Zwillingsbruder Max träumt sie von eigenen Craftbieren. Da man sie nicht lässt, kündigt sie, um ein Work-and-Travel Jahr in den USA in verschiedenen modernen Brauereien anzutreten. Doch es scheint wie verhext. Erst hat ihr Flug deutliche Verspätung und die nette Frau, die sie einen Teil der Strecke mitnimmt verpasst in Green Valley nicht nur um wenige Minuten ihren Anschlussbus, sie eröffnet ihr auch, dass die Brauerei, von deren Beschäftigung ihr Visum abhängt, gerade abgebrannt ist. Verzweifelt strandet sie in Ollys Sportsbar und der Anblick des Barkeepers Sam ist endlich mal ein Lichtblick. Dieser hat nicht nur einen tollen Biergeschmack, sondern auch ein offenes Ohr für ihre Sorgen und lässt ihr Herz höher schlagen. Sie beschließt sich kurzfristig einen Job im Ort zu besorgen und Bewerbungen an Brauereien im ganzen Land zu verschicken, um nicht gescheitert zu ihrer Familie zurückkehren zu müssen. Sie ergattert den einzigen sofort verfügbaren Job des kleinen Ortes, von dem man ihr erzählt: Nanny von Maya, der Enkelin der Bürgermeisterin und wie sich herausstellt, Tochter des alleinerziehenden Sam.

In Green Valley führen alle Wege früher oder später in Ollys Sportsbar oder ins Diner. Kein Wunder also, dass Leonie ziemlich schnell die Heldinnen der ersten vier Bände der Reihe Lena, Izzy und Annie trifft und sich mit ihnen anfreundet. So kann man sich nebenbei informieren, dass es ihnen, sowie Cole und Ryan noch gut geht. Sheriff Will ist leider gerade wohl zu beschäftigt. In Lena findet Leonie ein Stückchen Heimat, denn Lena kam auch einst als Au Pair Mädchen aus Deutschland, um nur ein Jahr zu bleiben und macht nun mittlerweile ihre Ausbildung dort. Leonie hat ihr großes berufliches Ziel bereits gefunden, aber es zu erreichen, ist ganz offensichtlich schwieriger als gedacht. Nun muss sie umdisponieren, wobei Maya ein echter Schatz ist, der von ihrer Familie vergöttert wird. Dennoch ist es ungewohnt für die 21 jährige plötzlich für ein Kleinkind, statt für Hopfen und Malz verantwortlich zu sein. Und dann ist da noch Sam, der ja eigentlich auch nur vorübergehend in Ollys Sportsbar gestrandet ist und ganz andere berufliche Träume nach seiner Ausbildung in einem Schweizer zwei Sterne Restaurant hatte. Sowohl Sam als auch Leonie brennen für ihren Beruf und können sich nichts besseres für sich vorstellen. Sie haben klare Karrierevorstellungen, doch dann ist da noch dieses unerhörte Kribbeln sobald sie einander nur ansehen oder zufällig berühren...

Sam und Leonie leben unter einem Dach und sind doch durch die Verantwortung für Maya anscheinend Welten voneinander getrennt. Sams Arbeitszeiten als Koch sind auch nicht wirklich praktisch. Aber beide brennen für etwas, was gar sich nicht so unähnlich ist und so können sie sich gegenseitig sehr gut verstehen. Wären da nur nicht immer diese Erwartungen, die ihre Familie an sie stellen! So hat Sams Mutter schon die optimale neue Partnerin für Sam ausgewählt und die heißt nicht Leonie! Da sich die zwei ständig begegnen, können sie der gegenseitigen Anziehung nicht ausweichen und dieser Band ist körperlicher als die Vorgänger. Sprich, es gibt mehr Sexszenen, die auch meines Erachtens ausführlicher sind. Für meinen Geschmack hätten sie es mehr bei Andeutungen belassen können, aber das ist wie gesagt eine Geschmacksfrage, ein Erotikroman ist es jedoch noch nicht. Wie in den früheren Bänden spricht die Autorin mit viel Respekt von den jeweiligen Traumberufen, bei denen es sich außer bei Noah und seiner Freundin, stets um Ausbildungen handelt. Klar, sonst könnte man ja nicht im idyllischen Green Valley bleiben, sondern müsste es wie Noah verlassen, um nach den Sternen zu greifen. Da Leonie Nanny ist, bleibt dieses mal die Dorfgemeinschaft etwas außen vor, es gibt kein großes Dorf- oder Familienfest, wo Leonie alle vertrauten und bisweilen recht verschrobenen Dorfunikate trifft, was ich etwas schade finde. Annies Geburtstagsparty ist mit fünf Gästen auch ausgesprochen überschaubar. Leonie ist wie ihre Vorgängerinnen ausgesprochen bodenständig und sympathisch. Sehr unkompliziert und nicht zickig oder anstrengend, bis auf einen kleinen Eifersuchtsanfall, der aber absolut verzeihlich und eigentlich nicht vermeidbar ist. Sam ist ebenfalls sympathisch und sehr verantwortungsvoll. Ich verstehe nur nie, wie ein Koch, der für seine Arbeit brennt und sich ansonsten hingebungsvoll um seine kleine Tochter kümmert, so durchtrainiert sein soll, während Cole Stunden im Fitnessstudio trainieren muss für seinen Filmstarkörper und Ryan und Will ständig die Piste runterfegen und regelmäßig Sport treiben. Sam scheint das alles zu zufallen, oder er verfügt über geheime Kochrezepte für Sixpacks, die Lilly Lucas bitte bald veröffentlichen möchte. In Pandemiezeiten wäre das sicher der absolute Renner. Na ja, seine Tatoos sind auch nicht so meins und sie werden leider so oft erwähnt, dass meine Fantasie nicht reicht, um sie mir wegzudenken. Daher: Sympathische Protagonisten, deren Geschichte unheimlich stark beginnt und mich sofort mitriss, die dann aber leider etwas nachlässt, da mir auch etwas zu wenig Green Valley Flair vorkommt. Das Ende kommt dann ziemlich überraschend kurz. Das ging dann doch sehr fix und ich hätte mir einen Epilog gewünscht, in dem man vielleicht noch etwas über die übrigen Helden des Ortes erfährt.

Sandra Voss ist wunderbar wandelbar und klingt als Leonie noch ein Stückchen jünger als bei ihren Vorgängerinnen, denn Leonie ist ja auch etwas jünger. Selbst Maya gelingt ihr glaubwürdig, ohne in ein nerviges Kleinkindgequietsche zu verfallen. Sie trägt selbst die romantischen und erotischen Passagen ebenso glaubwürdig mit ihrer Stimme mit, wie die geschäftlichen Momente, in denen es für Sams Zukunft um alles geht. Mit ihrer Wahl für diese Reihe bin ich nach wie vor hochzufrieden!

Entspannte, romantische Unterhaltung für Zwischendurch und zur Entspannung.

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