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Veröffentlicht am 04.07.2026

Gender Sleep Gap

Frauen und Schlaf
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Ausgeschlafen oder wartest du noch darauf, dass der Kaffee wirkt?

Eine Frage, die jede und jeder völlig unterschiedlich beantworten wird, doch gibt es - wenig überraschend - auch beim Schlaf einen großen ...

Ausgeschlafen oder wartest du noch darauf, dass der Kaffee wirkt?

Eine Frage, die jede und jeder völlig unterschiedlich beantworten wird, doch gibt es - wenig überraschend - auch beim Schlaf einen großen Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Schlaf, leider gibt es auch eine Gender Sleep Gap. In den modernen Industriegesellschaften schlafen fast alle zu wenig (allein in den letzten zehn Jahren ist der Nachtschlaf um eine Stunde gesunken) und Frauen schlafen noch weniger, obwohl sie im Schnitt zwanzig Minuten mehr Schlaf als Männer brauchen.

Dies hat viel mit Mehrfachbelastungen und hormonellen Veränderungen zu tun und ist für die Betroffenen nicht nur unangenehm, sondern gesundheitsgefährdend, wie zu wenig Schlaf für alle nicht gut für die Gesundheit ist.

Darauf geht Dr. med. Suzann Kirschner-Brouns in "Frauen und Schlaf" ein. Sie belässt es aber nicht dabei, sondern nimmt sich des Themas Schlaf in Gänze an und geht in vier Teilen auf die folgende Punkte ein:

- Schlaf an sich und besonders weiblichen Schlaf
- welche Auswirkungen hat Schlaf
- was stört unseren Schlaf und wie wirkt sich das aus
- wie können wir wieder besser schlafen

Die Autorin liefert einen guten Überblick und viele Tipps, um besser zu schlafen. Auf ungefähr 224 Seiten gibt es Informationen rund um den Schlaf an sich und ich empfehle es, wenn du gerade dabei bist, herauszufinden, warum du schlechter schläfst und was du verbessern kannst. Du findest hier eine gute Einführung in das Thema und schon einiges, was dir helfen kann, deinen Schlaf zu verbessern.

Ich stimme der Autorin zu, dass wir dem Schlaf wieder mehr Bedeutung beimessen sollten, es würde uns als Gesellschaft im Ganzen mehr bringen und so einige nicht besonders schlaue Entscheidung nach einer durch viel Verhandlung und wenig Schlaf geprägten Nacht verhindern. Ausgeschlafen zu sein, hat im Deutschen nicht umsonst zwei Bedeutungen.

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Veröffentlicht am 04.07.2026

Was ist wichtig im Leben?

Calanda oder Alvas Antwort
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Alva bekommt eine Nachricht, die ihr komplettes Leben umkrempeln wird.

Um sich Klarheit zu verschaffen, wie sie damit umgehen möchte und wie sie ihr Leben ab jetzt gestalten kann, beschließt sie auf den ...

Alva bekommt eine Nachricht, die ihr komplettes Leben umkrempeln wird.

Um sich Klarheit zu verschaffen, wie sie damit umgehen möchte und wie sie ihr Leben ab jetzt gestalten kann, beschließt sie auf den Calanda zu gehen. Der Calanda ist so etwas wie ihr Hausberg, dort ist sie schon als kleines Kind hinaufgewandert und später mit den beiden Männern ihres Lebens, von denen sie jeweils ein Kind hat.

Auf diesem Weg begleiten wir Alva und reisen mit ihr in ihre Vergangenheit und erfahren, was ihr wichtig ist und wofür sie leben möchte.

Immer ist eine gewisse Spannung dabei, denn Alva könnte einen falschen Schritt mit schwerwiegenden Folgen machen, denn die Entscheidung, die sie zu treffen hat, ist nicht einfach.

Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und die Frage aufwirft, wie man selbst in einer solchen Situation reagieren würde. Die Natur- und Menschenbeschreibungen lassen das Beschriebene ganz klar vor dem inneren Auge entstehen und die eher kurzatmigen Sätze passen zur Lage, in der sich die Protagonistin befindet. Die karge Gebirgslandschaft der Schweizer Alpen trägt dazu bei, die Schwere der Entscheidung, die Alva zu treffen hat, zu untermalen.

Angelika Overath schließt mit diesem Buch ihre Istanbul-Trilogie ab, es funktioniert aber als alleinstehendes Buch, ich kenne die beiden ersten Teile noch nicht.

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Veröffentlicht am 04.07.2026

Don't judge a book by its title

Das schönste aller Leben
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Beurteile ein Buch nicht nach seinem Titel. Warum, zeigt Betty Boras in ihrem Debütroman „Das schönste aller Leben".

Vio, die Hauptfigur, macht sich schwere Vorwürfe nach einem Unfall ihres Kindes. Sie ...

Beurteile ein Buch nicht nach seinem Titel. Warum, zeigt Betty Boras in ihrem Debütroman „Das schönste aller Leben".

Vio, die Hauptfigur, macht sich schwere Vorwürfe nach einem Unfall ihres Kindes. Sie fürchtet eine sichtbare Narbe und quält sich mit dem Gefühl, als Mutter versagt zu haben.

Doch das ist nur einer von vier Erzählsträngen. Die Autorin spannt den Bogen zurück zu Vios Ahnin Theresia und zur Geschichte der Donauschwaben, die das Banat urbar machten. Sogar die Banater Erde bekommt eine Stimme, wie eine Mutter, die ihren flügge gewordenen Kindern ins Gewissen redet.

Es wird nach und nach klar, dass es nicht darum geht, ob Vios Tochter schön sein wird. Es geht darum, ob sie ihren eigenen Weg gehen darf, ohne sich kleinzumachen oder zu sehr anzupassen. Die zentrale Frage ist: Wird mein Kind sein schönstes aller Leben leben können?

Betty Boras ist ein Debüt gelungen, dass es geschafft hat, Themen zu einem stimmigen Roman zu verknüpfen, die alle alleine schon ein eigenes Buch füllen könnten: Herkunft, Mutterschaft, Schönheitsidealen, dem Umgang mit Schuldgefühlen und dem Ankommen in sich selbst.

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Veröffentlicht am 04.07.2026

Zwei Frauen und ein Vogel auf einer einsamen Insel

Holly
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Ein Blauwangenspint, eigentlich beheimatet in Nordafrika, wurde auf einer finnischen Ostseeinsel gesichtet und wie es der Zufall so will, hat die Redaktion von “Natur des Menschen” eine Redakteurin, die ...

Ein Blauwangenspint, eigentlich beheimatet in Nordafrika, wurde auf einer finnischen Ostseeinsel gesichtet und wie es der Zufall so will, hat die Redaktion von “Natur des Menschen” eine Redakteurin, die Hobby-Ornithologin ist.

Eva, die nicht nur diese Redakteurin, sondern auch Tochter der Chefredakteurin ist, macht sich auf den Weg zu Holly, die den Vogel gesichtet hat und auf einer abgelegenen Insel lebt. Dort geht es dann so gar nicht um den Vogel, sondern es treffen zwei Frauen aufeinander, die nicht unterschiedlicher sein könnten.

Holly ist um die 50, ehemals gefeierte Schauspielerin, die sich auf diese Insel zurückgezogen hat, um zu schreiben oder eventuell aus einem ganz anderen Grund. Eva lebt mit fast 30 immer noch bei ihrer Mutter, die ihr Leben auf ungesunde Weise bestimmt. Holly ist laut, fast schon vulgär und Eva leise, fast schon zwanghaft ordentlich und überdenkt jeden ihrer Schritte und sogar ihre Gedanken.

Es ist klar, dass sich da etwas Interessantes entwickeln wird - besonders als noch Roberto, Hollys Liebhaber überraschend auftaucht. Die Atmosphäre ändert sich und Eva wird die Insel als eine andere verlassen.

Untermalt wird die Erzählung durch die Verwendung von Vogelvergleichen und intensiven Farbbeschreibungen, ich habe irgendwann begonnen, mir die Vogelnamen und Farbvergleiche zu notieren, so ungewöhnlich fand ich es.

In Finnland wurde dieser Roman ziemlich gefeiert und auch ich bin begeistert von diesem Buch, hat Maisku Myllymäki doch genau so ein Buch geschrieben, wie ich es gerne lese.

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Veröffentlicht am 04.07.2026

Eine Leidenschaft zum Beruf machen

Die Bierkönigin von Minnesota
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J. Ryan Stradal erzählt in "Die Bierkönigin von Minnesota" davon. Mit Helen und Diana haben gleich zwei Frauen einer Familie eine Leidenschaft für Bier bzw. für das Bierbrauen. Für beide ist es ihre Berufung.

Helen ...

J. Ryan Stradal erzählt in "Die Bierkönigin von Minnesota" davon. Mit Helen und Diana haben gleich zwei Frauen einer Familie eine Leidenschaft für Bier bzw. für das Bierbrauen. Für beide ist es ihre Berufung.

Helen entdeckt ihre Liebe zum Bierbrauen Ende der 50er Jahre, keine Zeit, in der Frauen üblich waren an der Spitze von Brauereien (heute leider auch noch nicht normal). Doch sie setzt sich durch, auch wenn sie dadurch viele Jahre keinen Kontakt zu ihrer Schwester Edith haben wird. Ediths Leben verläuft weniger glamourös als das von Helen, doch hat sie die wunderbare Fähigkeit, aus allem etwas Gutes zu ziehen und sie übernimmt Verantwortung, wenn es nötig ist.

So auch, als ihre Tochter und ihr Schwiegersohn bei einem Unfall sterben und sie sich um ihre Enkelin Diana kümmern muss. Edith steht nicht viel Geld zur Verfügung, auch mit über 70 arbeitet sie noch Vollzeit. Diana jobbt neben der Schule und klaut, um etwas zum Unterhalt beizutragen. Als sie erwischt wird, bietet ihr Brauereibesitzer Frank an, ihre Schulden bei ihm abzuarbeiten und sie entdeckt ihre Liebe zum Bierbrauen. Ein Glücksgriff für sie, denn ein Studium hätte sie sich nicht leisten können.

J. Ryan Stradal hat nicht nur einen gut erzählten Roman geschrieben, sondern gibt auch einen Einblick in die gesellschaftlichen Unterschiede in den USA. Wer arbeitet sich ab, hat zwei bis drei Jobs und schafft es so grade, seine Familie zu ernähren und wie lebt die Mittel- und Oberschicht? Die Risse im Traum vom Tellerwäscher vom Millionär werden sichtbar.

Doch ist es hauptsächlich ein Buch mit einer guten Geschichte, die vom Glück, die eigene Leidenschaft zum Beruf machen zu können, und der Bedeutung von Zusammenhalt und Gemeinschaft erzählt. Eine Leseempfehlung!

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