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Veröffentlicht am 29.01.2019

zu fade und seicht

Das kleine Theater am Meer
1

 Das Buch

Einen Sommer auf Sardinien zu verbringen, in einem kleinen Ort am Meer - wer träumt nicht davon? Auch Faye kommt die Bitte ihrer Freundin Charlotte, sich um ihr Hotel zu kümmern, sehr gelegen. ...

 Das Buch

Einen Sommer auf Sardinien zu verbringen, in einem kleinen Ort am Meer - wer träumt nicht davon? Auch Faye kommt die Bitte ihrer Freundin Charlotte, sich um ihr Hotel zu kümmern, sehr gelegen. Für sie ist gerade eine Welt zusammengebrochen, steht sie nach Abschluss ihres Studiums doch plötzlich ohne Job und Freund da. Erst auf Sardinien verrät Charlotte, was noch hinter dem Angebot steht: Freunde von ihr wollen das kleine Theater in der Altstadt von Deriu wiederherrichten und brauchen dafür die Hilfe einer Innenarchitektin. Faye ist begeistert. Sie ahnt nicht, worauf sie sich einlässt.

Cover und Titel

Das Cover war ein absoluter Traum. Ich habe dieses Cover gesehen und musste das Buch lesen. Der Titel passt recht gut zum Cover und natürlich auch zum Inhalt.

Fazit:

Mit „Das kleine Theater am Meer“ hat Rosanna Ley einen seichten Roman geschrieben, den man gut zwischendurch lesen kann, der aber auch wenig Anspruch an die Leserschaft stellt.

Anfangs dachte ich noch, dass das Theater tatsächlich im Mittelpunkt der Handlung steht und eine nette Liebesgeschichte drum herum erzählt würde. Aber da wurde ich leider etwas enttäuscht. Mit jedem Kapitel verlor das Theater und dessen Renovierung, in meinen Augen, mehr und mehr an Bedeutung. Auch die Geschichte zwischen Faye und Alessandro steht irgendwie nicht im Vordergrund. Stattdessen bekommt der Leser zusätzlich noch die Geschichte von Molly und Ade erzählt. Jede dieser Beziehungsgeschichten hätte genügend Material für ein eigenes Buch geboten. Aber dennoch hat sich die Autorin dazu entschieden die Geschichten mehr oder weniger parallel laufen zu lassen. So hat man zwar Einblick in verschiedene Beziehungen bekommen, aber keine hat sich so richtig entfalten können. Das fand ich sehr schade, denn die Charaktere waren alle sehr interessant. Nur die Vielschichtigkeit des einzelnen Charakters wurde leider nicht voll ausgeschöpft.

Das Theater selber wird am Anfang ganz wundervoll beschrieben. Und ich habe mich riesig gefreut, weil ich ein Theaterfan bin. Die eigentliche Renovierung durch die Innenarchitektin Fay fehlte mir leider.

Die Charaktere, die in dem Buch vorkommen, haben mir gut gefallen. Ich mochte Alessandro sehr gerne. Er war ein starker und dominanter Charakter. Schön wäre es gewesen, wenn seine Gespräche, vor allem mit Faye, noch ein wenig mehr Tiefe gehabt hätten. Faye und Alessandro haben nämlich ganz wundervolle Gespräche begonnen, diese aber leider immer nur halbherzig geführt oder abgebrochen. Molly und Ade fand ich sehr interessant. Eine richtige Sympathie kam nicht auf, aber ich denke, dass lag einfach an deren verschlossenen Verhalten. Ihre Beziehung wurde gut ausgebreitet und ich habe sie auch gerne verfolgt, aber ich bin irgendwie immer ein wenig auf Distanz geblieben. Die vielen anderen Personen, die noch in der Geschichte vorkamen blieben mir sehr fremd. Insgesamt fehlte mir ein wenig der Charakter, mit dem ich mich selber identifizieren konnte.

Eigentlich bin ich ein Fan von Epilogen. In diesem Buch fand ich ihn allerdings eher störend, weil sich vorher kaum eine richtige Beziehung entwickeln konnte und ich diesen Sprung in der Geschichte deswegen zu groß und auch ein wenig zu unrealistisch fand. Ich hatte leider das Gefühl, dass alle möglichen noch losen Enden schlussendlich noch miteinander verknüpft werden müssen, damit die Geschichte auch ja ein Ende findet. Und das passierte in diesem Fall alles sehr holprig und viel zu schnell.

Sehr gut hat mir wiederum Deriu und die Beschreibung der Landschaft gefallen. Ich mag es, wenn ich das Gefühl habe, dass die Wärme direkt aus dem Buch herauskommt. Und das ist der Autorin auf jeden Fall gelungen.

Der Schreibstil und die Sprache in diesem Buch sind angenehm leicht und sehr locker. Ich hatte, trotz wechselnder Erzählpersonen, keine Probleme dem Fluss der Geschichte zu folgen.

Zusammenfassend besticht dieses Buch leider nicht durch Vielfalt und durch eine tiefgängige Geschichte. Die Geschichte ich schön erzählt, weist aber sehr wenig Höhen und Tiefen auf, die Spannungsbögen sind mit persönlich zu flach gehalten. Manchmal passiert ewig gar nichts, und dann geschehen mehrere Ereignisse auf einmal, wobei ich mich dann nicht wirklich auf eines davon konzentrieren konnte. Alles in allem ist dieses Buch ganz nett für zwischendurch, aber leider nicht mehr.

https://diebuchrezension.de/#/books/book/239

Veröffentlicht am 24.05.2018

Guter Teil, aber der letzte Schliff fehlte mir

Verbündete der Schatten
1

Das Buch

Der Stammesvampir Aric Chase ist ein Tagwandler mit außergewöhnlichen Kräften und gehört zu den mächtigsten Familien des Ordens. Trotz dieser Privilegien möchte er sich endlich im Einsatz beweisen. ...

Das Buch

Der Stammesvampir Aric Chase ist ein Tagwandler mit außergewöhnlichen Kräften und gehört zu den mächtigsten Familien des Ordens. Trotz dieser Privilegien möchte er sich endlich im Einsatz beweisen. Seine Chance kommt, als er Informationen über die Geheimorganisation Opus Nostrum beschaffen soll. Ihm zur Seite wird die kämpferische Kaya gestellt. Vom ersten Moment an entfacht die verschlossene junge Frau eine nie gekannte Leidenschaft in ihm. Doch in ihrer Vergangenheit lauern Geheimnisse, die nicht nur sie selbst in den Abgrund reißen könnten. 


Fazit:

Verbündete der Schatten ist Band 15 aus der Midnight-Breed-Reihe von Lara Adrian. Aric Chase ist aus den vorigen Bänden schon bekannt. In diesem Buch darf er eine der Hauptrollen übernehmen. Und ich finde, dass er seine Sache sehr gut macht. Aric ist gutaussehend und sehr charmant. Er wickelt Kaya einfach um den Finger. Arics Gabe ist es die Schatten zu nutzen und so zu verschwinden. Kaya hingegen kann die Gedanken der Menschen hören, wenn sie diese berührt. Beides sind sehr interessante Fähigkeiten, von denen ich mir gewünscht hätte, dass sie noch öfter eingesetzt werden. 

Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen, war aber einfach nicht rund. Die Fähigkeiten von Kaya und Aric stechen nicht richtig hervor. Und auch die Blutsverbindungen hätten noch ausgereizt werden können. Mir fehlte manchmal einfach die Intimität. An manchen Stellen hat mich auch ein wenig gestört, dass Rafe noch eine etwas wichtigere Nebenrolle bekommen hat. Ich mag seine Person. Aber an manchen Stellen gehen Aric und Kaya ein wenig unter. Auch wenn ich natürlich verstehe, dass Rafes Handeln für den Fortgang der Geschichte wichtig ist. 

Sehr schön fand ich, dass auch einige der älteren Stammesvampire und ihre Gefährtinnen wieder eine Rolle übernehmen. Es wäre auch komisch, wenn die Stammesangehörigen und ihre Gefährtinnen, die die ersten Bände geschmückt haben, keinerlei Auftritte mehr hätten. Außerdem hat mir Kaya und ihre Vergangenheit sehr gut gefallen. Ihre Art, wie sie zum Orden gekommen ist, wirkt sehr authentisch und ihre Angst, dass die Vergangenheit sie wieder einholt und ihr Leben zerstört, ist verständlich. Ihr Charakter ist spannend und die Geschichte zusammen mit Aric ist interessant zu verfolgen. 

Dieser Band ist wirklich gut, aber leider nicht ganz rund gewesen. Es gibt viele schöne Aspekte an dem Buch, aber eben auch einige Kritikpunkte. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn man nicht versucht zwangweise so viel Handlung wie möglich in einen Band zu quetschen. So gingen Gefühle, Intimität und Spannung verloren und das Ganze kam ein enig gehetzt rüber. Ich hoffe, dass Lara Adrian im nächsten Band wieder zu Höchsteform aufläuft. 



https://diebuchrezension.de/#/books/book/176

Veröffentlicht am 26.02.2018

Sehr guter Auftakt für Mona Kastens neue Reihe!

Save Me
1

Mit Save Me hat Mona Kasten, die Autorin der Again-Reihe, den Auftakt für eine neue Trilogie gelegt. Dieser erste Band katapultiert die Leser nach Maxton Hall, einer Eliteschule in England. Dort geht Ruby, ...

Mit Save Me hat Mona Kasten, die Autorin der Again-Reihe, den Auftakt für eine neue Trilogie gelegt. Dieser erste Band katapultiert die Leser nach Maxton Hall, einer Eliteschule in England. Dort geht Ruby, eine Stipendiatin, zur Schule. Als sie allerdings Lydia Beaufort in einer sehr prekären Situation erwischt, gerät sich ins Visier von James Beaufort, Lydias Zwillingsbruder. Und dabei wollte sie nur unsichtbar bleiben, damit sie ihren Abschluss machen und an die renommierte Universität Oxford wechseln kann.

Mir hat das Cover sehr gut gefallen. Der goldene Farbton passt hervorragend zum Inhalt. Das Gold spiegelt die reiche Gesellschaft von Maxton Hall gut wieder und wirkt elegant. Es zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich und steigert die Vorfreude aufs Lesen.

Mona Kastens Schreibstil ist sehr angenehm, leicht und wirklich fesselnd. Von der ersten Seite an konnte ich nicht aufhören zu lesen. Durch die sprachliche Gestaltung hat Mona Kasten einen Roman erschaffen, der viele romantische Züge, aber auch Intrigen und heimtückische und Intrigante Personen beinhaltet. In diesem Buch wird aus den Perspektiven von James und Ruby erzählt. Das hat mir sehr gut gefallen, weil man so einen Einblick in die verschiedenen Charaktere bekommen konnte. Ich habe, weil mich alles gefesselt hat, kaum aufgehört zu lesen.

Die Charaktere sind sehr sympathisch und auch wahnsinnig vielschichtig. Wenn man denkt, dass man eine Person kennt, dann passiert etwas, dass einem zeigt, dass eine Person auch anders sein kann. Ruby ist sehr integer, intelligent und rundherum sympathisch. Sie ist meistens ruhig und freundlich. James ist hingegen zu Beginn ein wenig unsympathisch und engstirnig. Er glaubt, dass er mit dem Geld seiner Familie alles kaufen kann und muss sich eines Besseren belehren lassen. James ist hier das Paradebeispiel, dass Geld eben auch nicht glücklich macht. Ruby und James sind zu Beginn sehr unterschiedlich, finden aber irgendwie immer wieder zueinander und ergänzen sich. Neben Ruby und James gibt es viele Nebencharaktere aus beiden Kreisen, die auch sehr gut in die Geschichte eingebunden wurden und zum Fortgang der Geschichte beigetragen haben. Dennoch sind die Gestaltungen der zwischenmenschlichen Beziehungen sehr verschieden. Einige Gespräche, vor allem zwischen Ruby und James bzw. Ruby und ihrer Schwester, haben sehr viel Gefühl und Tiefgang. Andere wiederum, vor allem zwischen James und seiner Clique, sind oberflächlich gehalten. Über den Verlauf des Buches vernetzen sich aber die Personen und was anfangs noch getrennt war, wächst enger zusammen.

Dieses Buch besticht durch seine Vielfalt. Die Mischung aus Liebe, Intrigen, Freundschaft und Verrat weißt eine große Bandbreite an Gefühle auf, die dieses Buch faszinierend machen und es zu einem absoluten Hit für gemacht haben. Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Bände.
https://diebuchrezension.de/#/books/book/156

Veröffentlicht am 02.10.2017

Wundervoller historischer Roman

Das blaue Medaillon
1

Die deutsche Autorin Martha Sophie Marcus hat mit der Geschichte rund um die Venezianerin Alessa ein wundervolles historisches Buch geschaffen. Alessa wurde von ihrem Großvater großgezogen, weil ihre Eltern ...

Die deutsche Autorin Martha Sophie Marcus hat mit der Geschichte rund um die Venezianerin Alessa ein wundervolles historisches Buch geschaffen. Alessa wurde von ihrem Großvater großgezogen, weil ihre Eltern schon sehr früh verstorben sind. Als erst ihre Tante stirbt und am gleichen Tag ihr Großvater ermordet wird, muss Alessa entscheiden was sie tun will. Sie flieht aus Venedig und begibt sich an den herzoglichen Hof nach Celle. Doch der Mörder ihres Großvaters ist ihr sehr dicht auf den Fersen. Wird sie in Celle sicher sein?

Ich finde, dass Alessa, trotz ihrer diebischen Art eine sehr interessante und vor allem wunderbar sympathische Persönlichkeit ist. Während des gesamten Verlaufs lernen wir diverse Figuren kennen, die teils Fiktion teils historisch existent, Alessas Weg kreuzen. Die historischen Hintergründe waren wirklich gut recherchiert und sind sehr detaillgetreu in die Erzählung eingewoben worden. So hatte ich nie das Gefühl, dass mich die Masse an Informationen, die man eben nebenbei erhält, überfordert und den Lesespaß zerstört. Die einzelnen Figuren werden meist nach System eingearbeitet und wunderbar beschrieben. So hatte ich sofort eine Verbindung zu den Personen. Manche Figuren, wie Alessa, Hauptmann Kühne, die Gräfin von Bentheim, aber auch den Herzog von Celle und seine Frau, habe ich wirklich ins Herz geschlossen. Andere wiederum fand ich sofort unsympathisch. Die Charaktere waren sehr liebevoll ausgearbeitet und bereicherten die Geschichte.

Der Schreibstil ist gut zu lesen, an den richtigen Stellen ausschweifend, aber es wird nie überflüssiges erzählt. Die Autorin schafft es mit wenigen, aber gezielten Worten und Handlungen die jeweiligen Situationen zu verändern. So hat die Autorin eine herrliche Welt am herzoglichen Hof in Celle geschaffen und den Leser mitgenommen auf eine Reise. Ein roter Faden ist während der gesamten Story vorhanden. Zum Schluss hätte ich sehr gerne noch mehr Informationen gehabt. Das wurde ein wenig schnell und sehr überraschend abgehandelt. Dennoch war die gesamte Geschichte sehr facettenreich. Es gab viele Gefühle, wie Trauer, Romantic, aber auch Action und Spannung. Außerdem gibt es auch Wendungen, mit denen ich als Leser gar nicht gerechnet habe und die mich wirklich umgehauen haben.

Diese Geschichte wurde sehr liebevoll und vor allem zeitaufwendig geschrieben und das wird auch sehr deutlich. Es war wie eine Reise in die Vergangenheit, die ich jederzeit wieder antreten würde, trotz kleinerer Ecken und Kanten. Zwar war dieses Buch mein erstes Buch von Martha Sophie Marcus, aber ich bin sicher, dass es nicht mein letztes sein wird.

Veröffentlicht am 11.04.2019

wundervoller Reihenauftakt

Golden Dynasty - Größer als Verlangen
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Das Buch

Eine Familie, aufgebaut auf Sünden und Skandalen. Julia ist fassungslos, dass dieser berüchtigte Clan sie als Krankenschwester engagiert hat. Aber noch mehr schockiert sie, dass sie einen der ...

Das Buch

Eine Familie, aufgebaut auf Sünden und Skandalen. Julia ist fassungslos, dass dieser berüchtigte Clan sie als Krankenschwester engagiert hat. Aber noch mehr schockiert sie, dass sie einen der Brüder bereits persönlich kennt. Sehr persönlich. Mit Lucian, dem jüngsten und wildesten Spross der Familie, hatte sie erst gestern eine heiße Nacht. Und er könnte ihr gefährlicher werden als alle Intrigen und dunklen Geheimnisse, in deren Strudel sie hinter den Toren des prächtigen Anwesens gerät …

Die Reihe

"Größer als Verlangen" ist der erste Band einer Trilogie. Bisher ist nur Band 1 erschienen. Die nächsten Bände folgen aber in Kürze. Die Reihenfolge der Bände ist wie folgt: 

Band 1: Golden Dynasty - Größer als Verlangen 
Band 2: Golden Dynasty - Brennender als Sehnsucht
Band 3: Golden Dynasty - Stärker als Begehren

Cover und Titel

Das Cover war ein absoluter Traum und hat mich auf der Buchmesse in Leipzig tatsächlich als erstes angesprochen. Es war einfach wunderhübsch mit dem ganzen Glitzer und den leuchtenden Farben. Auch den Titel fand ich wirklich spannend. Nachdem ich denn den Klappentext gelesen habe, musste ich es einfach haben. Und siehe da... ich wurde nicht enttäuscht. 

Fazit:

Mit "Größer als Verlangen" hat Jennifer L. Armentrout den Grundstein für eine Trilogie gelegt, die ziemlich spannend ist, aber auch viel Liebe, ein wenig Romantik und jede Menge prickelnder Erotik bereit hält. Anfangs war ich nicht sicher, ob es nicht nur ein billiger Abklatsch von anderen Bücher ist, denn in der letzten Zeit sind ja recht viele Bücher erschienen, in denen skandalumwitterte, millionenschwere Junggesellen die große Liebe finden sollen und dabei in ein Fettnäpfchen nach dem anderen treten.  Es erinnerte mich zwar an die Paper-Reihe von Erin Watt, aber ich finde, dass Jennifer L. Armentroutihren Büchern eine ganz eigene Note gegeben hat. 

Im ersten Band geht es vorwiegend um Lucian deVincent und Julia. Julia ist eigentlich Krankenschwester und wird von den Brüdern angestellt, um deren kranke Schwester zu pflegen. Sie lernt Lucian vorher schon kennen, weiß allerdings nicht, wer er ist. Nachdem sie einige nette Stunden mit Lucian verbracht hat, ist sie zutiefst geschockt, als sie am nächsten Tag erfährt, wer Lucian ist. Die Charaktere sind sehr interessant gestaltet, dürften aber auch gernen noch ein wenig tiefgründiger sein. Lucian und Julia sind als Hauptcharaktere dieses Bandes schon ziemlich gut, aber mir kommen die beiden anderen Brüder definitiv zu kurz, denn sie wirken teilweise recht unsympathisch. Aber ich denke, dass sie, da sie in den anderen Bänden die Hauptrolle spielen sollen, in den jeweiligen Bänden besser charakterisiert werden.

Die romantischen und erotischen Szenen sind sehr ansprechend. Man bemerkt eine deutliche entwicklung bei Lucian, der sich mit jedem Kapitel mehr öffnet und eben auch mehr von sich preisgibt. Es wird dadurch auch mit jeder Seite sympathischer und ist eben deutlich weniger der typische Playboy. Er hat halt nur gelernt, dass seine Gefühlenicht an erster Stelle stehen.

Doch dieses Buch ist nicht nur eine reine Liebesgeschichte mit prickelnden Erotikszenen, sondern auch ein wenig Kriminalgeschichte. Es war sehr spannend herauszufinden, was hinter der Krankheit von Lucians Schwester steckt und wie alle Ereignisse miteinander verwoben sind. 

Dennoch bleiben bis zum Schluss einige Fragen offen. ich hoffe, dass diese Fragen in den nächsten Bänden noch wieder aufgegriffen werden. So hätte man einen roten Faden, der sich durch alle Bücher zieht. Zusammenfassend gefält mir das Buch sehr gut, auch wenn das Ende ein wenig hektisch und doch sehr abgehackt wirkte. Das Buch ist eine tolle Mischung aus verschiedenen Genres und bietet meiner Meinung nach jedem etwas nach seinem Geschmack. VOn mir gibt es deshalb eine ganz klare Leseempfehlung. 

https://diebuchrezension.de/#/books/book/247