Platzhalter für Profilbild

dingsbaer

Lesejury Star
offline

dingsbaer ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit dingsbaer über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2022

Eine magische Reise

Das magische Fundbüro
0

Finja graut es vor langweiligen Sommerferien, die sie alleine zu Hause verbringen muss. Doch als ihr blinder Freund Kapitän Bruno ihr von einem verschwundenem Drachen erzählt, verspricht sie ihm, diesen ...

Finja graut es vor langweiligen Sommerferien, die sie alleine zu Hause verbringen muss. Doch als ihr blinder Freund Kapitän Bruno ihr von einem verschwundenem Drachen erzählt, verspricht sie ihm, diesen zu suchen. Und das, obwohl Finja überhaupt nicht an Drachen glaubt. Als sie dann zufällig und unerwartet erfährt, das alle in ihrer Familie magische Fähigkeiten besitzen und sich diese nun auch bei ihr zeigen, vergisst sie die Suche zunächst. Es beginnt eine aufregende Zeit für Finja. Sie lernt eine neue Welt und neue Freunde kennen und wird im Einmaleins der Magie unterrichtet. In der Hohen Halle hört sie plötzlich immer ein Wispern. Irgendwer oder -was, ruft immer wieder ihren Namen. Was steckt dahinter?

Das Buch besticht zuerst mit einem tollen und bunt gestaltetem Cover, auf dem es viel zu Entdecken und Bestaunen gibt. Es erinnert ein wenig an ein Wimmelbild. Auch im Buch selbst gibt es immer wieder detailreiche Zeichnungen, die gut zur Geschichte passen und das Gelesene spiegeln.

Auch wenn diese Geschichte nicht ganz neu ist, bzw. einige Elemente, Wesen und Charaktere an andere Bücher erinnern, hat mir die Geschichte gut gefallen. Sie steckt voller Fantasie, magische Begleiter und Rätsel. Anfangs brauchte ich ein wenig Zeit um in das Geschehen rein zu kommen, aber nach und nach war man in der Geschichte drin. Allerdings finde ich, das manchmal der sprichwörtliche rote Faden fehlt und einige Fragen offen bleiben. Außerdem konnte ich leider keine richtige Verbindung zum Titel herleiten, denn um das Fundbüro ging es hier überhaupt nicht. Da wäre ein anderer Titel sinnvoller gewesen. Hier bleibt die Hoffnung, das die Autorin die Geschichte weitererzählen darf. Genug Stoff dafür gibt es.

Empfohlen wird das Buch für junge Leser ab 8 Jahren. Auf Grund einiger schwerer Wörter und komplexeren Satzbau würde ich persönlich eher eine ältere Altersgruppe empfehlen. Für Leseanfänger ist das Buch meines Empfindens recht anspruchsvoll.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.09.2022

Berührend

Ein Kind namens Hoffnung
0

1938: Elly arbeitet als Köchin bei der wohlhabenen jüdischen Familie Sternberg. Als diese von einer Freundin verraten werden, gibt Elly den sechsjährigen Leon als ihren eigenen Sohn aus und rettet ihn ...

1938: Elly arbeitet als Köchin bei der wohlhabenen jüdischen Familie Sternberg. Als diese von einer Freundin verraten werden, gibt Elly den sechsjährigen Leon als ihren eigenen Sohn aus und rettet ihn so vor dem Abtransport durch die Nazis. Von diesem Moment an lebt Elly nur noch für das wortlose Versprechen sich um Leon zu kümmern und ihn zu beschützen. Es beginnt eine Flucht, die ihre ganze Kraft und Liebe kostet. Die beiden gehen zunächst zu Ellys Familie in die Nähe von Bonn. Doch auch dort werden die beiden verraten und flüchten erneut. Am Bahnhof lernt Elly Stephan kennen, einen Bauern aus Kernberg in der Eifel. Die beiden heiraten und Stephan bietet Elly und Leon Schutz. Sie leben die kompletten Kriegsjahre hier, leiden Hunger und haben immer die Angst, dass Leons wahre Identität aufgedeckt wird. Nach Kriegsende verlässt Elly den Bauern und geht mit Leon und ihrer Tochter Mathilda zurück nach Berlin. Dort machen sie sich auf die Suche nach Leons Eltern. 

Das Cover des Buches ist sehr ansprechend und macht neugierig auf diese berührende Geschichte. Auch wenn die Geschichte an sich und die Personen fiktiv sind, ist sie fesselnd, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Zeit und die Umstände werden gut dargestellt, es gab ja in Wirklich Menschen, die jüdische Kinder versteckt und somit gerettet haben. Der Schreibstil ist flüssig und sehr einfach gehalten. An manchen Stellen hätte die Autorin gerne noch mehr in die Tiefe gehen können. In erster Linie geht es in der Geschichte um Elly. Ihr Versprechen gegenüber Sara Sternberg bestimmt ihr Leben, es macht sie kalt und verbissen. Auch ihre eigene Tochter musste für das Versprechen zurückstecken. Sie erfährt so gut wie keine Liebe, immer steht Leon und vor allem das Versprechen bzw. die Suche nach Leons Eltern im Vordergrund. Ich finde es aber nicht angebracht, über sie zu urteilen, denn es war eine grausame Zeit, in der vermutlich viele Menschen hart und kalt wurden und Liebe nur sparsam zu finden war. Aber die Menschlichkeit durfte nicht verloren gehen. Und auch das kommt ja in einigen Situationen bei Elly durch. 

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2022

Die geheimen Schmetterlingsgilden

Hüterin der Schmetterlinge - Das Versteck des Kleopatra-Falters
0

Stella lebt mit ihrer Mutter und Großmutter in einem kleinen Dorf in der Provence. Dort betreiben sie einen kleinen Laden, in dem sie selbstgemachte Cremes und Salben verkaufen. Diese enthalten eine geheime ...

Stella lebt mit ihrer Mutter und Großmutter in einem kleinen Dorf in der Provence. Dort betreiben sie einen kleinen Laden, in dem sie selbstgemachte Cremes und Salben verkaufen. Diese enthalten eine geheime Zutat, die sie von den Schmetterlingen bekommen. Die Pflege der Schmetterlinge ist eigentlich die Hauptaufgabe der Familie. Doch davon darf niemand etwas erfahren, denn sie gehören der geheimen Tagfalter-Gilde an. Eines Tages verschwinden die so wichtigen Kleopatra-Falter plötzlich und nirgends ist eine Spur von ihnen. Mit der Hilfe ihres neuen Klassenkameraden Victor macht Stella sich auf die Suche. Doch warum wollen ihre Familien nicht, dass die beiden befreundet sind?

"Hüterin der Schmetterlinge - Das Versteck des Kleopatra-Falters" von Ruth Rahlff ist der Auftakt einer neuen, fantastischen Buchreihe, in der es um mystische Prophezeiungen, geheime Gilden und natürlich um Schmetterlinge geht. Bereits das Cover ist sehr detailreich und farbenfroh gestaltet. Es macht zudem einen sehr hochwertigen Eindruck. Auch die Karten auf den Buchinnenseiten haben mir sehr gut gefallen.
Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft und man kann der Geschichte sehr gut folgen. Von Anfang an wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der bis zum Schluss besteht. Interessant fand ich auch, dass es zwischendurch immer wieder ein Kapitel gibt, das aus der Sicht von Victor geschrieben ist. Das macht die Geschichte lebendiger und ermöglicht einen anderen Blickwinkel der Geschichte.
Am Ende des Buches gibt es eine schöne Überleitung zum zweiten Band, auf den ich bereits sehr gespannt bin.

Von mir bekommt dieses Buch eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.09.2022

Die Schule der verrückten Träume

Die Schule der verrückten Träume 1: Die Schule der verrückten Träume
0

Johanna wird in ihren Träumen immer zur Superheldin Galakto-Joe und erlebt tolle Abenteuer. Da sie aber nicht nur nachts träumt, und sogar den Schulunterricht stört, verbringt sie die Ferien in der Schule ...

Johanna wird in ihren Träumen immer zur Superheldin Galakto-Joe und erlebt tolle Abenteuer. Da sie aber nicht nur nachts träumt, und sogar den Schulunterricht stört, verbringt sie die Ferien in der Schule der verrückten Träume. Dort erlebt sie mit einigen anderen Neulingen eine abenteuerliche Zeit. Als ein älterer Mitschüler aber androht, Monster-Träume real werden zu lassen, müssen Johanna und ihre neuen Freunde zeigen, wozu Träume fähig sind, und ihre Schule und sich selbst retten.  

Das Cover ist toll gestaltet und sehr ansprechend. Die Illustrationen im Buch sind recht wenig und dazu düster gezeichnet. Das passt meiner Meinung nach nicht ganz so zur Altersempfehlung.
Die Idee hinter der Geschichte fanden wir sehr spannend und interessant, doch so ganz packen und überzeugen konnte uns das Buch nicht. Da habe vor allem ich mir mehr von versprochen. Sehr schön fanden wir aber die Idee, dass man in der Schule das zu essen bekommt, an das man gerade denkt. 

Ich habe das Buch meiner fast 8 jährigen Tochter abends vorgelesen. Ich denke, dass die Altersempfehlung etwas höher gesetzt werden sollte. Für die Zielgruppe ist das Selberlesen dieses Buches noch etwas zu schwer. Das liegt nicht nur an den recht langen Kapiteln, sondern auch an Begriffen wie z.B. Somnambulismus. Ich finde es für das Alter einfach zu anspruchsvoll.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.09.2022

Was wäre wenn, ....

Sonnenblumentage
0

Was wäre wenn...?; das ist wohl eine kurze und knappe Zusammenfasssung für dieses Buch. Die junge Floristin Marie lebt mit ihrem Freund Fabian in Untergickelbach bei Bamberg, wo sie nach einem Unfall der ...

Was wäre wenn...?; das ist wohl eine kurze und knappe Zusammenfasssung für dieses Buch. Die junge Floristin Marie lebt mit ihrem Freund Fabian in Untergickelbach bei Bamberg, wo sie nach einem Unfall der Mutter mehr oder weniger hängengeblieben ist. In zwei Handlungssträngen wird nun erzählt, wie Maries Leben verlaufen wäre, a) wenn sie gehen würde und b) wenn sie bleiben würde. Die Geschichten verlaufen parallel zueinander. Dies ist anfangs etwas verwirrend, aber anhand der unterschiedlichen Schriftarten wird dies voneinander getrennt und man gewöhnt sich daran. Trotzdem musste ich an manchen Stellen zurückblättern, in welchem Erzählstrang ich zuletzt war. Die Entwicklung von Marie war in beiden Versionen unterschiedlich, was mir gut gefallen hat und ich auch mit großer Neugier verfolgt habe.

Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es vermittelt eine sommerliche Frische und im Laufe des Buches erfährt man, dass sowohl das Cover und auch der Titel eine große Bedeutung für Marie haben.

Anfangs hat mich die Dicke des Buches etwas abgeschreckt. Aber die Autorin Frieda Bergmann hat einen fließenden, bildhaften Schreibstil gewählt. Dadurch lässt sich das Buch sehr gut und schnell lesen. Die Kapitel sind unterschiedlich lang. Am Anfang jeden Kapitels gibt es jeweils ein Sprichwort oder eine Lebensweisheit, welches auch ins deutsche übersetzt wird. Das hat mir sehr gut gefallen. Besonders die freien Übersetzungen im "wenn sie bleibt-Teil" waren zum schmunzeln. 
Marie als Hauptperson des Buches war mir von Anfang an sympathisch. Sie hat eine fröhliche und aufgeschlossene Art. Auch die anderen Charaktere des Buches sind bildhaft beschrieben, liebenswürdig, lustig unfd mit Ecken und Kanten. Ich konnte mir alle gut vorstellen, egal, ob sie mir sympathisch waren oder nicht. 

Von mir erhält das Buch eine klare Leseempfehlung. 

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere