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Veröffentlicht am 22.01.2019

Opfer im Schatten einer Karriere

Frau Einstein
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Frau Einstein beschreibt die Geschichte von Mileva Marić, die es als eine der wenigen Frauen ihrer Zeit trotz aller Widrigkeiten schafft, in Zürich Mathematik und Physik zu studieren. Schnell entwickelt ...

Frau Einstein beschreibt die Geschichte von Mileva Marić, die es als eine der wenigen Frauen ihrer Zeit trotz aller Widrigkeiten schafft, in Zürich Mathematik und Physik zu studieren. Schnell entwickelt sie sich zur Besten ihres Fachs und wird von ihren Kommilitonen geschätzt. Trotzdem bleibt ihr ein Abschluss verwehrt. Als sie von Albert Einstein unverheiratet schwanger wird, ist Mileva gezwungen, ihr Studium zu unterbrechen. Obwohl sie es später wieder aufnimmt, gelingt der Abschluss nicht. Anstatt an wissenschaftlicher Arbeit und Diskussionen teilzuhaben, führt sie Albert Einstein und ihren gemeinsamen Kindern zuliebe das Leben einer spießbürgerlichen Hausfrau.

Mileva Marić war von Kindesbeinen an eine mathematisch begabte, kluge Persönlichkeit, die sich vor allem nach Liebe und Anerkennung sehnte. Zwei ältere, früh verstorbene Geschwister und Milevas Behinderung, eine schiefe Hüfte, trübten die Beziehung zu ihrer Mutter. Ihr Vater unterstützte sie leidenschaftlich in ihrem Streben nach Wissen. Ein Hintergrund dürfte hier jedoch auch die Befürchtung gewesen sein, dass Mileva unverheiratet bleiben würde. Weil sie nicht in das Mädchen-/Frauenbild zum Ende des 18ten Jahrhunderts passt, bleiben ihr Freundschaften zunächst verwehrt. Im Laufe ihrer Kindheit entwickelt Mileva ihre Kämpfernatur, die sie ein Leben lang nicht mehr ablegt. Ich war sehr beeindruckt von ihrer Hingabe und Zielstrebigkeit, von ihrem Durchhaltevermögen und schließlich von ihrem Mut.

Albert Einstein, Physikstudent am Polytechnikum in Zürich und später gefeierter Wissenschaftler, stammt aus gutem Hause. Seine Eltern halten ihm den Rücken frei, damit er sich voll und ganz seinem Studium widmen kann. Er ist für mich der kritische Charakter dieser Geschichte, der sich vom zuvorkommenden Prince Charming, über einen erfolgshungrigen, die wirklich wichtigen Dinge im Leben ausblendenden Narzissten, hin zu einem ignoranten, herrischen Wesen entwickelt hat. Wenn auch nur die Hälfte der Abscheulichkeiten wahr ist, die er seiner Frau Mileva abverlangt bzw. mit denen er sie bedacht hat, dann bin ich, erschüttert in meinen Grundwerten massiv enttäuscht von ihm.

Milana, Ruzica und Helene sind Milevas Freundinnen aus der Pension Engelbrecht. Sie lassen Mileva eine Pause machen, indem sie gemeinsam musizieren oder Ausflüge unternehmen. In diesem Umfeld, insbesondere gegenüber Helene, gelingt es ihr sich bezüglich Problemen, Empfindungen und Selbstzweifeln zu öffnen. Die Freundinnen motivieren Mileva ihr Schneckenhaus zu verlassen und ihr Wissen auch preis zu geben. Nur dadurch erlangte Mileva den Respekt ihrer Kommilitonen.

Frau Einstein ist ein aufschlussreiches, aber auch sehr trauriges Buch. Zeitweise musste ich mich zusammenreißen, dass mir nicht die Tränen kommen. Während es mir im ersten Drittel mit den vorsichtigen Annäherungsversuchen von Albert Einstein wie ein Liebesroman erschien, wurde es zum Ende hin durch seine Psychospielchen fast noch ein Thriller. Ein Drama ist es in jedem Fall, wenn eine so begabte Frau ein Dasein im Schatten eines undankbaren Ehemannes fristen muss.

Die fesselnde Darstellung von Marie Benedict hat mir gefallen. Ihr Schreibstil war sehr verständlich und flüssig zu lesen. Zur Formvollendung wurde jedem der drei Teile, in die das Buch aufgeteilt ist, das passende Newtonsche Gesetz vorangestellt. Ich kann es nur weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 22.01.2019

Von Spannung induziertes Herzrasen

Krokodilwächter
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Schon die Aufmachung des Buches ist etwas Besonderes. Die Abbildungen im Netz können das überhaupt nicht rüberbringen. Das Buch ist in feines, rotes Leinen eingebunden, was ich schon sehr edel finde. Es ...

Schon die Aufmachung des Buches ist etwas Besonderes. Die Abbildungen im Netz können das überhaupt nicht rüberbringen. Das Buch ist in feines, rotes Leinen eingebunden, was ich schon sehr edel finde. Es wird komplettiert durch einen weißen Umschlag, der den Titel in erhabenen silbernen Buchstaben trägt, und der durch fünf präzise Einschnitte das rote Leinen durchscheinen lässt.

Krokodilwächter startet mit der Präsentation einer seltsam zugerichteten Leiche im Haus von Esther de Laurenti. Es ist ihre junge Mieterin Julie. Sofort machen sich die Polizeiassistenten Jeppe Kørner und Anette Werner an die Ermittlungen. Spuren werden gesichert, Personen aus Julies Umfeld verhört. Die Hinweise deuten in diffuse Richtungen und lassen die beiden eine Weile im Dunkeln tappen. Merkwürdig ist jedoch, dass durch den Mord eine Szene aus dem Kriminalroman, an dem Esther de Laurenti gerade arbeitet, nachgestellt wurde. Mit jedem Fünkchen Licht, das das Dunkel erhellt, decken die Ermittler das aus meiner Sicht viel größere Verbrechen auf.

Esther de Laurenti scheint nach der Pensionierung vom Universitätsbetrieb der vollständig ausfüllende Lebensinhalt zu fehlen. Wie viele andere versucht sie sich an einem Kriminalroman. Ansonsten lebt sie in den Tag hinein, lässt sich von einem jungen Mann unterhalten. Die Leere in ihrem Leben füllt sie, obwohl sie es aus meiner Sicht nicht nötig hätte, mit billigem Tetrapack-Rotwein. Dabei ist das potentielle Glück ganz nah.

Jeppe Kørner ist als Polizeiassistent der eine Lebenskrise durchmachende leitende Ermittler. Seine eigenen Probleme stören seine Konzentration auf den Mordfall. Trotzdem kämpft er sich durch die Ermittlungen, die zunächst im Nebel der Wirren stochern. Im Laufe der Zeit werden immer mehr Knoten immer schneller aufgelöst. Parallel zu diesen dienstlichen Lichtblicken eröffnen sich auch private positive Impulse. Wie tief Jeppe allerdings durchgehend in seinem Sumpf festhängt, spiegelt sein Schmerztablettenkonsum wider.

Anette Werner, ihres Zeichens ebenfalls Polizeiassistentin und Jeppe Kørners Partnerin, verkörpert den ausgleichenden Ruhepol in diesem Thriller. Mit ihrer Anwesenheit bei Verhören stärkt sie Jeppe den Rücken. Weil sie ohne viel Gewese und mit geringem Aufmerksamkeitsbedarf im Hintergrund eine Menge zur Aufklärung beiträgt, bin Anettes Figur fast näher als Jeppes. Dass sie insgesamt etwas burschikos wirkt, stört mich dabei nicht.

Julie lernt man, nachdem sie tot in ihrer Wohnung aufgefunden wurde, also post mortem durch die Aussagen der vernommenen Personen im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen kennen. Nachdem ich sie zunächst uneingeschränkt in der Opferrolle sah, empfand ich zwischenzeitlich eine große Distanz zu ihr. Sie wurde in ein schlechtes Licht gerückt und somit für mich zu einer unliebsamen Persönlichkeit. Mit der Aufklärung des Mordfalls konnte Julie meine Sympathie jedoch wieder zurück gewinnen.

Krokodilwächter umspielt einen Zeitraum von einer Woche. Dabei stellt jeder Tag einen Abschnitt mit mehreren Kapiteln dar. Die Kapitel endeten regelmäßig so, dass ich einfach weiterlesen musste. Das Einstreuen der Manuskriptpassagen aus Esthers Krimi fand ich sehr gelungen. So konnte man immer wieder aus einem anderen Blickwinkel auf ein Szenario zurückblicken. Dadurch wurde die ohnehin schon vorhandene Spannung noch verstärkt. Gewöhnen musste ich mich erst an die vielen dänischen Namen, insbesondere für Straßen und Plätze. Das Lesevergnügen wurde davon jedoch nicht im Geringsten geschmälert.

Ich kann Krokodilwächter uneingeschränkt weiterempfehlen. Allen, die auf von Spannung induziertes Herzrasen stehen, wird das Buch genau so viel Vergnügen bereiten wie mir.

Veröffentlicht am 22.01.2019

Erfolgreiches Harmoniestreben

Der Pub der guten Hoffnung
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Der Start in die Geschichte ist wie ein alles zerstörender Riesencrash, der den maximal möglichen Super-GAU für ein Leben darstellt. Niemand möchte einen geliebten Menschen verlieren. Schlimmer ist es, ...

Der Start in die Geschichte ist wie ein alles zerstörender Riesencrash, der den maximal möglichen Super-GAU für ein Leben darstellt. Niemand möchte einen geliebten Menschen verlieren. Schlimmer ist es, wenn das eigene Kind vor den Eltern aus dem Leben scheidet. Aber wie grauenhaft muss es erst sein, wenn das eigene Kind sich selbst umbringt, und dabei noch weitere Menschen mit in den Tod reißt?

Eine ungefähre Vorstellung wird in der ersten Hälfte des Buches vermittelt. Unterschwellige gegenseitige Vorwürfe, eigene Schuldgefühle, Selbstzweifel und Selbsthass belasten Eltern von Amokläufern. Dazu kommt die unüberwindbare Kluft zwischen den Tätereltern und dem ganzen Umfeld. Niemand will mit „solchen Leuten“ in Verbindung gebracht werden. Sofortige soziale Isolation ist die Folge. Nur noch die sensationsgeilen Medien haben ein Interesse an einem. In einer solchen Situation nicht durchzudrehen, ist schier unmöglich.

Sam und Hannah haben zunächst sehr unterschiedliche Bewältigungsstrategien, sie in der Klinik und er mit Hilfe einer Auszeit in Wales. Erst als „Der Pub der guten Hoffnung“ als gemeinsames Projekt Potential für ein neues Leben erkennen lässt, können beide nach und nach wieder an einem Strang ziehen. Je mehr neue Kraft sie daraus schöpfen, desto zufriedener und selbstsicherer werden sie wieder. Neues Vertrauen und mehr Offenheit ihrerseits lässt schließlich auch neues Glück zu.

Der Roman beschreibt einen nahezu optimalen Heilungsprozess. In der Realität dürfte die Bewältigung eines solchen Schicksalsschlages, sowie auch das Leben an sich, deutlich komplizierter sein. Viele Dinge gehen mir zu einfach. Als Sam, der ja Lehrer ist, dem pubertierenden Finn bei dessen Problemen in der Schule helfen will, zeigt der wenig Gegenwehr. Oder, als Sam Hannah den Vorschlag unterbreitet, in Wales einen Pub zu betreiben, fragt sie nicht nach Finanzierbarkeit oder nach Sams Konzept dafür. Sie nimmt den Vorschlag, ohne mit der Wimper zu zucken, einfach an.

Fazit: Alles in allem ist das Buch nicht unbedingt durch Spannung gekennzeichnet. Es handelt sich vielmehr um ein zuverlässiges Buch, das in der jeweiligen Situation genau das liefert, was man sich gerade auch wünschen würde. Es ist in gewisser Hinsicht wie die meisten von uns harmoniebedürftig.

Veröffentlicht am 22.01.2019

Liebevolle Familiensaga

Wenn Martha tanzt
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Martha Wetzlaff wird 1900 in Pommern geboren und lebt mit ihren Eltern Elfriede und Kapellenmeister Otto, ihrem toten Bruder Heinzchen, Dienstmädchen, Knecht und zahlreichen Musikern in Türnow im „großen ...

Martha Wetzlaff wird 1900 in Pommern geboren und lebt mit ihren Eltern Elfriede und Kapellenmeister Otto, ihrem toten Bruder Heinzchen, Dienstmädchen, Knecht und zahlreichen Musikern in Türnow im „großen Haus“. Einer der Musiker ist Wolfgang, ein ganz besonderer Freund der Familie. Er ist es auch, der Marthas - etwas merkwürdig anmutendes - Talent wahrnimmt und sie nach Weimar ans Bauhaus schickt, damit Martha es dort herausarbeiten kann. Obwohl sie von namenhaften Künstlern umgeben ist und von ihnen unterrichtet wird, gelingt es ihr zunächst nicht. Nach kurzer Studienpause versucht sie es erneut. Ihre Begabung ist Ausdruckstanz. Sie tanzt, was sie hört. Sie tanzt, was sie fühlt. Immer dabei hat sie ein Notenheft, das sie als Notizheft und Tagebuch „missbraucht“. Als Tänzerin ist Martha auch Muse für die Künstlerschaft, wie Paul Klee und Wassily Kandinski. Sie hinterlassen Zeichnungen, Entwürfe und Studien von der tanzenden Martha in ebendiesem Notizheft. Am Bauhaus lernt Martha, wenn auch nur kurz, die Liebe kennen. Als das Bauhaus geschlossen werden soll und sie nach Pommern zurückkehrt, hat sie ein Kind im Arm.

Viele Jahre später findet Thomas Wetzlaff das Notizheft im Nachlass seiner Großmutter Hedi, eine Sensation für die Kunstszene. Im September 2001 wird das Notizheft in New York bei Sotheby‘s versteigert. Die neue Besitzerin will Thomas kennen lernen, lädt ihn zum Abendessen ein. Genau wie ihn hat mich ihre Identität sehr überrascht.

Der zunächst etwas eigenartige, abgehakt wirkende Schreibstil führt zwei Handlungsstränge, einen beginnend mit Marthas Geburt und einen beginnend mit der Versteigerung, gekonnt aufeinander zu, vereint sie und rundet schließlich den Roman ab. Die anfänglich ständig wechselnden Perspektiven sind wie das sprachliche Pendant zu Marthas Suche nach ihrer Bestimmung. So entsteht ein stimmiges Gesamtbild.

Besonders gut gefallen hat mir die Darstellung der bedingungslosen Liebe, die hier bei mehreren Charakteren zu Tage tritt. Sie verzeiht, gibt alles für die Geliebte. Sie hilft, über Schicksalsschläge hinweg zu kommen oder schwierige Phasen im Leben zu meistern. Was in unserer heutigen, schnelllebigen Welt so unendlich schwer zu finden ist, wirkt in Sallers Roman selbstverständlich. Eine Liebe, die stärker ist als einzelne Enttäuschungen, seien sie auch noch so groß.

Der einzige Kritikpunkt für mich an Sallers Roman ist das extreme Ende, das Martha findet. Nachdem Martha all die Jahre trotz der vielen Herausforderungen am Bauhaus, während und nach dem Zweiten Weltkrieg ein unauffälliges und unaufgeregtes Leben geführt hat, wäre ein weniger spektakuläres Ende für mich glaubwürdiger gewesen.

Mein Fazit: Trotzdem klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 22.01.2019

Wissenschaftlich interessant

Der Schlüssel des Salomon
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Beim Betrachten des Symbols auf dem Cover mit seinen ineinander liegenden Sternen, den, an den Sternspitzen platzierten, Ziffern und den umlaufenden Schriftzügen, musste gleich an Illuminati und Da Vinci ...

Beim Betrachten des Symbols auf dem Cover mit seinen ineinander liegenden Sternen, den, an den Sternspitzen platzierten, Ziffern und den umlaufenden Schriftzügen, musste gleich an Illuminati und Da Vinci Code denken. Bestärkt wurde ich dann durch den Klappentext, der einen spannenden Thriller versprach.

Im Europäischen Kernforschungszentrum findet ein Jahrhundert-Experiment statt. Die beteiligten Wissenschaftler erwarten voller Spannung das Ergebnis, doch dann muss das Experiment abgebrochen werden. Die Leiche von Frank Bellamy, dem Wissenschaftsdirektor der CIA, wird in der Apparatur gefunden.
Bei der Leiche wird ein Zettel mit dem Hinweis auf einen Schlüssel und Tomás Noronha gefunden. Die CIA wertet dieses Indiz als Beweis für Noronhas Täterschaft. Also geht die Jagd auf ihn los. Kapitel aus Sicht der Gejagten und aus Sicht der Verfolger wechseln sich ab. Mehrfach gelingt es Tomás Noronha nur gerade so noch zu entwischen. Weil sie ihm helfen, werden im Laufe der Zeit weitere Personen aus Noronhas Umfeld mit in die Geschichte reingezogen.

Da es kein Entkommen zu geben scheint, setzt Tomás Noronha alles daran, seine Unschuld zu beweisen. Dazu muss er das Rätsel, das aus dem gefundenen Zettel entstanden ist, auflösen. Der Lösungsweg führt ihn über die diversen wissenschaftlichen Ansätze zu Erklärung der Entstehung von Realität. Man folgt seinen Gedankengängen und bekommt automatisch die verschiedenen Meinungen namhafter Wissenschaftler, wie Einstein, Bohr, Schrödinger, Feynman etc. präsentiert. Zeitweise wirkt es fast so, als würde man den wissenschaftlichen Diskussionen zwischen Einstein und Co live beiwohnen.

Obwohl mich die verschiedenen Denkansätze wirklich sehr interessiert haben, nehmen sie hier so viel Platz ein, dass die Spannung, die ich von einen Thriller erwarte, bezüglich der skizzierten Haupthandlung im Schlüssel des Salomon nur am Anfang und am Ende zu spüren ist. Das Suchen nach der Lösung des Rätsels hatte zwar auch eine gewissen Spannung. Diese wahrzunehmen, setzt aber einen gewissen Faibel für derartige Gedankenspiele und Argumentationsketten voraus.

Wirklich zu bemängeln ist für mein Empfinden die Darstellung der beteiligten CIA-Protagonisten. Sie wirken auf mich etwas zu flach. Ihr Handeln war impulsiv, überhaupt nicht hinterfragend, was sie natürlich auf den falschen Weg lockte. Sie wollten nur vertuschen und Mitwisser aus dem Weg räumen. Am Ende sind unschuldige Menschen tot. Wenn ich mir diese Handlungsweise des CIA in der Realität vorstelle, wird mir Angst.

Insgesamt hält das Buch zwar nicht, was Cover und Klappentext versprechen. Wenn man seinem Wunsch nach einem spannenden Thriller etwas aufgibt bzw. zurückstellt, kann man an einer durchaus interessanten wissenschaftlichen Diskussion teilhaben.