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Veröffentlicht am 01.04.2025

neue historische Krimi-Serie

Der Tote in der Crown Row
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„Der Tote in der Crown Row“ ist der erste Band der neuen Serie „Ein Fall für Sir Gabriel Ward“ von der englischen Autorin Sally Smith.

Der Anwalt Gabriel Ward stolpert regelrecht über die Leiche des obersten ...

„Der Tote in der Crown Row“ ist der erste Band der neuen Serie „Ein Fall für Sir Gabriel Ward“ von der englischen Autorin Sally Smith.

Der Anwalt Gabriel Ward stolpert regelrecht über die Leiche des obersten Richters im Temple-Bezirk. Alle Bewohner sind natürlich erschrocken und glauben zu wissen, dass es niemand aus ihrem eigenen elitären Kreis im Temple Bezirk gewesen sein könnte, dies wäre einfach undenkbar. Doch Sir Gabriel Ward bekommt nun die Aufgabe innerhalb des Temple-Bezirks zu ermitteln und die Umstände des Mordes aufzuklären. Da die Polizei keine Befugnisse im Tempel-Bezirk hat, wird junge Constable Wright von der Polizei an Sir Wards Seite gestellt, um die Befragungen beizuwohnen. Schnell wird klar, dass die Richter etwas verbergen und es schwieriger wird als gedacht den Fall endgültig aufzuklären.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und hat einen erzählerischen Ton der auch sehr viele Nebeninformationen preisgibt. So erleben wir nicht nur die Befragungen, sondern lernen auch sehr viel aus dem Leben der Bewohner aus dem Temple-Bezirk zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Dazu passt der sarkastische und sehr ironische britische Humor hervorragend.

Neben dem Mord muss sich Sir Ward auch noch um einen Rechtsstreit kümmern, indem ein Verlag ein Kinderbuch zu Berühmtheit geführt hat, ohne Verträge mit der Autorin abzuschließen. Da das Buch aber ein großer Erfolg ist, verlangt nun die Autorin Schadensersatzansprüche, die aber so noch nicht gesetzlich vorgegeben waren. Ein sehr interessanter und spannender Fall neben dem eigentlichen Mordfall.

Mir haben die Charaktere insgesamt auch sehr gut gefallen. Besonders Sir Ward ist schrullig und mit der einen oder anderen Zwangsstörung oder möglicherweise auch Autismus von der Autorin charakterisiert worden. Der junge Polizist passt als Gegenpol super zu dem sehr eigenwilligen Sir Ward.

Der Kriminalfall an sich wird erst einmal immer undurchsichtiger und verwirrender und hält auch noch einige Wendungen parat. Die Befragungen haben mir gut gefallen und die Nebencharaktere haben mir auch gut gefallen, da sie direkt sehr eigenwillig waren und man sie gut zuordnen konnte.

Insgesamt hat mir dieser erste Band wirklich gut gefallen und ich freue mich schon auf weitere Bände, womöglich Sir Ward zusammen mit dem Constable Wright? Ein toller englischer Krimi, den ich gerne weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

tolles Jugendbuch

Lichterloh - Stadt unter Ruß
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In der düsteren Stadt Rußstadt, wo Kohle den Himmel und die Hoffnung verdunkelt, entfaltet sich die Geschichte von „Stadt unter Ruß“, dem fesselnden ersten Band der Dystrophie-Trilogie „Lichterloh“ von ...

In der düsteren Stadt Rußstadt, wo Kohle den Himmel und die Hoffnung verdunkelt, entfaltet sich die Geschichte von „Stadt unter Ruß“, dem fesselnden ersten Band der Dystrophie-Trilogie „Lichterloh“ von Sarah M. Kempen und Melanie Korte. Hier träumen die Schwestern Cleo und Gwynnie von einem besseren Leben und setzen alles daran, ihre Umgebung aktiv zu verändern. Cleos größter Traum ist es, Schornsteinfegerin zu werden, doch als einfache Fabrikarbeiterin ist der Weg in diesen angesehenen Beruf äußerst steinig. Ein verheerender Brand bietet Cleo unerwartet eine Chance, doch nicht jeder ist erfreut über ihren möglichen Aufstieg. Dennoch bleibt Cleo entschlossen, ihren Traum zu verwirklichen.

Der Weltenaufbau hat mich besonders beeindruckt. Die detaillierten und emotionalen Beschreibungen lassen den Leser förmlich spüren, wie der Sauerstoff in der Luft schwindet. Der Schreibstil ist durchweg flüssig und sorgt für einen angenehmen Lesefluss. Auch die Charaktere sind vielschichtig und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Cleo sticht durch ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen hervor, selbst in schwierigen Situationen.

Die Handlung bietet zahlreiche spannende Höhepunkte, insbesondere im Zusammenhang mit dem Beruf der Schornsteinfeger, der voller Intrigen und unerwarteter Wendungen steckt. Alles ist stimmig und sorgfältig ausgearbeitet. Das Buch richtet sich an Leser ab 14 Jahren, und ich finde, diese Altersangabe passt hervorragend. Mit 320 Seiten und angenehm kurzen Kapiteln ist es ideal für ein Jugendbuch. Zudem hat die Illustratorin ein wunderschönes Cover und einen ansprechenden Bucheinschlag gestaltet, während die detaillierte Karte einen klaren Überblick bietet.

Insgesamt handelt es sich um ein großartiges Jugendbuch mit einer eindrucksvollen Dystrophie-Atmosphäre, das ich auf jeden Fall empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Ein Buch, das zum Nachdenken anhält.

Der Bright-Side-Running-Club
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Das Buch „Der Bright-Side-Running-Club“ von der Autorin Josie Lloyd ist ein sehr lebensbejahendes Buch mit ernsten Thema.

Keira kann sich ihr Leben kaum schöner vorstellen und sie hat alles erreicht was ...

Das Buch „Der Bright-Side-Running-Club“ von der Autorin Josie Lloyd ist ein sehr lebensbejahendes Buch mit ernsten Thema.

Keira kann sich ihr Leben kaum schöner vorstellen und sie hat alles erreicht was sie wollte. Familie und ihr Beruf erfüllen sie ganz und so schön hätte es auch weiterlaufen können. Wenn nicht durch einen Zufallsbefund Brustkrebs bei ihr diagnostiziert worden wäre. Schlagartig verändert sich ihr ganzes Leben und Lebensmittelpunkt wird der Kampf gegen den Krebs. Doch dass der Krebs ab sofort ihr Leben bestimmt, möchte Keira nicht und gründet daher mit drei weiteren erkrankten Frauen den Bright-Side-Running-Club. In dieser Laufgruppe machen sich die Frauen gegenseitig stark und unterstützten sich in dem Kampf gegen den Krebs.

Die Autorin beschreibt den Weg von der plötzlichen Diagnose zu dem Kampf gegen den Krebs auf sehr eindrucksvolle Weise. Denn nicht nur Keria muss mit der Krebsdiagnose fertig werden, sondern auch ihr Umfeld und vor allem ihre Familie. Es gibt daher auch sehr viele Emotionale Punkte in diesem Buch, die sehr berühren. Das Begreifen nun plötzlich erkrankt zu sein ist ein Prozess und auch der Kampf ist ein schwerer Weg. Trotz dem sehr ernsten Thema ist die Grundstimmung in dem Buch sehr positiv. Auch der lockere Schreibstil hilft über dieses Thema ungeschönt zu reden und Dinge direkt anzusprechen.

Neben dem eigentlich Thema Krebs, steht aber auch vor allem die Freundschaft der Frauen in dem Vordergrund und die gegenseitige Unterstützung durch die Laufgruppe. Ein tolles Buch auch wenn man nicht direkt betroffen ist, gibt es sehr viel Hoffnung und die positive Einstellung lässt sich auf ganz viele Lebenssituationen übertragen.

Ein wirklich emotionales Buch, das immer wieder zum Nachdenken anhält, daher kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

einfach nur WOW

Lyneham
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„Lyneham“ ist ein spannendes und tiefgründiges Science Fiction Abendteuer von dem preisgekrönten Autor Nils Westerboer (Athos 2643).

Henry wird zwölf Jahre alt, es ist sein Geburtstag und die Erde stirbt. ...

„Lyneham“ ist ein spannendes und tiefgründiges Science Fiction Abendteuer von dem preisgekrönten Autor Nils Westerboer (Athos 2643).

Henry wird zwölf Jahre alt, es ist sein Geburtstag und die Erde stirbt. Er macht sich mit seinen Vater und seinen Geschwistern auf den Weg nach dem entfernten Mond Perm. Doch vor Ort herrschen nicht die Verhältnisse wie sie es vorfinden sollten. Die Atmosphäre ist immer noch sehr giftig und enthält zu wenig Sauerstoff für Menschen, daher müssen sie sofort und dauerhaft Masken tragen. Henrys Mutter Mildred ist Wissenschaftlerin und sie ist mit den anderen Wissenschaftlern in einem andern Raumschiff vorausgeflogen, um überlebensfähige Verhältnisse für Menschen zu schaffen, doch etwas ist gewaltig schief gelaufen. Hat jemand die Wissenschaftler daran gehindert Perm für eine menschliche Besiedlung nutzbar zu machen?

Der Autor beschreibst die fast unmenschlichen Lebensbedingungen auf Perm sehr gut und eindrucksvoll. Perm ist mit seinen Tieren und Pflanzen unglaublich beeindruckend aber auch sehr gefährlich und fast schon Angst einjagend. Menschen können dort ohne Hilfsmittel nicht überleben und es scheint so aussichtslos, dass hier überhaupt eine neue Siedlung entstehen soll.

Was besonders berührend ist, dass des Autor fast ausschließlich die Geschichte aus Henrys Sicht erzählen lässt. Seine kindliche Art Dinger zu sehen, zu hoffen und sich zu erklären sind wirklich toll. Hier und da kam auch Mildred zu Wort und wir haben ihre Sicht der Dinge erfahren, die aber vor ihrer Familie erst noch verborgen bleiben. Ihnen bleibt nur die Warnung der Mutter und vorerst keine konkreten Hinweise, was die Spannung immer weiter steigen lässt.

„Lyneham“ ist ein Buch, dass ich gewählt habe, weil mich die Leseprobe direkt überzeugt hat. Der gute erste Eindruck hat sich auch weiterhin durch das gesamte Buch bestätigt. Zunächst erschien es mir vielleicht etwas verwirrend, dass die Mutter mit dem neuen Treibstoff die Familie um Jahrtausende überholt, aber der Autor hat einen guten und verständlichen Zeitablauf in der Handlung geschaffen.

Mir hat dieses Buch unglaublich tolle Lesestunden bereitet und ich bin froh aus meinen üblichen Genre aus Fantasy und Krimi abzuschweifen und habe nun Science Fiction Stories für mich entdeckt. Ich werde mir auf jeden Fall das preisgekrönte Buch „Athos 2643“ aus dem Jahr 2024, ebenfalls von Nils Westerboer geschrieben, anschauen. Der Autor kann wirklich begeistern und einen zum staunen bringen.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Rüstung der Königin

Royal Institute of Magic, Band 2 - Auf den Spuren des Schattensuchers
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„Auf den Spuren des Schattensuchers“ ist der zweite Band der „Royal Institute of Magic“- Reihe von dem Autor Victor Kloss.

Vor weg muss ich sagen, dass ich den ersten Band nicht kenne, aber mir die Serie ...

„Auf den Spuren des Schattensuchers“ ist der zweite Band der „Royal Institute of Magic“- Reihe von dem Autor Victor Kloss.

Vor weg muss ich sagen, dass ich den ersten Band nicht kenne, aber mir die Serie empfohlen wurde und ich daher direkt mit den neusten Band eingestiegen bin. Auch wenn vieles erklärt wurde, würde ich aufgrund dieser tollen Handlung empfehlen, den ersten Band zuerst zu lesen. Dies werde ich nun direkt nachholen.

Nun Ben und sein Freund Charlie beginnen nun ihre Ausbildung am Royal Institute of Magic. Doch schon auf den Weg ins Insitute taucht ein gefährlicher Schattenscher auf und bedroht nicht nur Bens leben. Hat der gefährliche Dunkelelf es auf die magische Rüstung von Königin Elizabeth abgesehen?

Neben der lauernden Gefahr durch die Dunkelelfen muss sich Ben auch nun mit der Schulstoff von dem Institute auseinander setzten, dabei helfen die Professoren mal mehr mal weniger gut durch den Lehrstoff. Doch auf seinen Freund Charlie kann er immer vertrauen und beide kämpfen sich durch die ersten Prüfungen. Ich fand es super, dass das Hauptaugenmerk nun auf dem Institute lag und wir mehr von dem Royal Institute of Magic erfahren haben. Auch einige Professoren überraschen und die Handlung nimmt schnell an Tempo auf.

Ich hatte zuerst mit diesem zweiten Band begonnen, doch schnell gemerkt, dass man den ersten Band vorweg lesen sollte, daher gebe ich noch einmal diese Empfehlung raus. Denn es würde zu viel gespoilert werden für den ersten Band. Wird das Royal Institute of Magic nur kurz angerissen, erfahren wir im zweiten Band bereits viel mehr über die einzelnen Abteilungen und Wesen.

Der Schreibstil ist locker und sehr magisch. Die tollen Beschreibungen machen es leicht in diese zauberhafte Welt abtauchen zu können. Ich würde diese Serie wirklich jeden weiterempfehlen, denn sie ist spannend und doch auch sehr berührend.

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