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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2019

Nette Geschichte

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Ich habe die bisherigen Bücher von Petra Hülsmann immer sehr gern gelesen. Jedes war auf seine eigene Art spritzig, witzig und charmant. Dieses Buch allerdings hat mich etwas enttäuscht. Ihm fehlte einfach ...

Ich habe die bisherigen Bücher von Petra Hülsmann immer sehr gern gelesen. Jedes war auf seine eigene Art spritzig, witzig und charmant. Dieses Buch allerdings hat mich etwas enttäuscht. Ihm fehlte einfach die Finesse der vorherigen Bücher. Ich fand es zwischendurch auch einfach nur langweilig. Wobei es halt bestimmt auch schwierig ist ein besonderes Level zu halten. Hätte ich die anderen Bücher von Petra Hülsmann nicht gekannt, wäre wahrscheinlich meine Erwartungshaltung nicht so hoch gewesen. Dieses Buch hat mich leider nicht so gut unterhalten.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Modernes Märchen

Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse
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Frida Skybäck ist eine schwedische Autorin. Tatsächlich aber finde ich,schreibt sie typisch englisch und wäre das Buch ohne Ortsangaben, würde ich garantiert auf Großbritannien tippen. Es ist ...

Frida Skybäck ist eine schwedische Autorin. Tatsächlich aber finde ich,schreibt sie typisch englisch und wäre das Buch ohne Ortsangaben, würde ich garantiert auf Großbritannien tippen. Es ist ein schöner, gemütlicher Roman bei dem man gut unterhalten wird. Es ist kein Buch, dass man nicht mehr zur Seite legen kann, es ist aber auch nicht langweilig und langatmig. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, was der Autorin gut gelingt. Sie dreht sich vor allem um Charlotte, die eine Buchhandlung in London an der Themse von ihrer ihr bis dahin unbekannten Tante erbt. Charlotte hat noch sehr an dem Verlust ihres Mannes zu knabbern und muss sich nun auch noch um eine marode Buchhaltung kümmern.
In Rückblicken wird immer wieder auf die Vergangenheit zurückgefriffen und die Geschichte von Sara, der Tante von Charlotte und ihrer Mutter Kristina erzählt. Am Schluss fügt sich alles gut und Charlotte bekommt ihr Happy End in London. Tja, ein modernes Märchen eben.

Veröffentlicht am 02.09.2019

Aussergewöhnlich

Der Sprung
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Dieses Buch ist aussergewöhnlich. Normalerweise lese ich kein Buch ein zweites Mal. Dieses aber werde ich nach einer geraumen Zeit nochmals lesen, um es erneut auf mich wirken zu lassen und um ...

Dieses Buch ist aussergewöhnlich. Normalerweise lese ich kein Buch ein zweites Mal. Dieses aber werde ich nach einer geraumen Zeit nochmals lesen, um es erneut auf mich wirken zu lassen und um nochmals zu erfahren, was die Autorin damit ausdrücken möchte.

Es dreht sich alles um eine junge Frau, die auf einem Dach steht, und man befürchtet, dass sie einen Suizid begehen wird. Das aussergewöhnliche ist nun, dass um dieses Geschehnis mehrere Personen beschrieben werden, die mehr oder weniger damit verbunden sind, anteilnehmen, die Geschehnisse beeinflussen oder sogar direkt und unmittelbar als Angehörige betroffen sind oder sogar gar nicht handeln, ihre Umwelt ignorieren, eventuell falsch reagieren und so könnte ich vieles weitere aufzählen.

Es wird erzählt, was sie zeitgleich gerade machen und wie sie das erlebte aufnehmen oder verarbeiten, auch was dieser anscheinend "spekuläre" Suizidversuch in ihrem Leben verändert. Das alles so detailliert zu beschreiben, finde ich phänomenal und sehr gelungen.Im ersten Drittel des Buches habe ich mich erst etwas verloren gefühlt, da so viele unterschiedliche Personen beschrieben wurden, dann allerdings fand ich wurde das Buch immer besser und ich habe sehr gerne weitergelesen.

Warum konnte oder wollte Manu sich nicht verständigen, dass sie nun rein will, da sie ausgesperrt wurde? Warum wurde nicht besser abgesperrt vor den vielen Beobachtern der Szene ? Wer ist Manu, braucht sie wirklich therapeutische Hilfe? Wie geht es weiter mit Finn ? Das alles lässt der Roman offen, nichts ist zu Ende erzählt aber genau das ist die Kunst dieser Erzählweise, es ist ein kurzer Einblick in einige Lebensstunden der unterschiedlichsten Menschen, die ineinander verwoben sind durch ein spezielles Ereignis, danach geht jede einzelne Geschichte für sich weiter....

Veröffentlicht am 17.08.2019

Unterhaltsames Tagebuch

Tagebuch eines Buchhändlers
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Man darf sich nicht von dem Buchcover täuschen lassen. Ich dachte tatsächlich zuerst, es handle sich um eine der momentan unendlich in allen Varianten verfassten Liebesgeschichten, die gerne ...

Man darf sich nicht von dem Buchcover täuschen lassen. Ich dachte tatsächlich zuerst, es handle sich um eine der momentan unendlich in allen Varianten verfassten Liebesgeschichten, die gerne auch mal in einem Buchladen, Bückerei, Cafe oder Sonstiges in Schottland spielen. Aber weit gefehlt, es handelt sich um die tatsächlichen Geschichten und Erlebnisse des Autors Shaun Bythell. Er führt auch nicht eine x-beliebige Buchhandlung, sonder ein Antiquariat in der Bücherstadt Wigtown. Bücherstadt wird sie deshalb genannt, da es eine ganze Anzahl von Buchhandlungen und Feste und Festivals rund um Bücher gibt, für die Menschen aus ganz Schottland und auch von weiter her anreisen.
Bythell gibt interessante Einblicke in seinen täglichen Alltag. Er schreibt selbstironisch, amüsant und wirkt auf sympathische Art auch etwas skurril. Man darf einiges über seine An-und Verkäufe erfahren und auch über die Preisfindung der jeweiligen Bücher. Bythell beschreibt u.a. wieviel Einfluss inzwischen das Internet auf das tägliche Geschäft hat und ein wichtige zusätzliche Einnahmequelle bedeutet.
Bei mir wurde während des Lesens auf jeden Fall das Interesse an einem Buchantiquariat geweckt und ich werde in nächster Zeit mal schauen, wo ich in meiner Umgebung fündig werde. Das Buch hat mir sehr großen Spass gemacht zu lesen, es war wirklich mal was ganz anderes.