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echte_Heldin

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2021

Idee gut, Umsetzung ausbaufähig

Elloani
0

Vorab: Diese Rezension wird sich vielleicht an einigen Stellen für manche härter anhören, als es wirklich gemeint ist. Ich fande das Buch zu keinem Zeitpunkt extrem schlecht aber es fiel mehr eben einiges ...

Vorab: Diese Rezension wird sich vielleicht an einigen Stellen für manche härter anhören, als es wirklich gemeint ist. Ich fande das Buch zu keinem Zeitpunkt extrem schlecht aber es fiel mehr eben einiges auf, was mir für ein gelungenes Werk fehlte.

In allen Kapitel wechselt die Perspektive mehrmals zwischen Kaila und Airy, das macht das Werk lebendiger und spannender. Leider waren für mich die Kaila Kapitel aber größenteils eher nervig und ich konnte sie im Gegensatz zu den anderen Kapitel nicht mit großer Freude genießen.

Der Einstieg war gelungen, man lernte gleich die Protagonisten kennen. Danach zeigten sich aber bereits erste Schwächen. Leider werden wichtige Begrifflichkeiten wie das Titelgebende "Elloani" oder "Vindur" nicht erläutert. Bei den Vindur passt die Erläuterung an späterer Stelle allerdings sehr gut in die Geschichte, hinterlässt allerdings doch am Anfang große Fragezeichen. Wenn es um die Titelgebende Hauptkomponente finde ich es allerdings doch sehr wichtig von Anfang an zu wissen, was dies eigentlich ist. So blieb es für mich bis zum 5. Kapitel ein unfassbarerer Begriff zu dem ich mir nicht wirklich was vorstellen konnte - es wird abgebaut, okay. Ist es flüssig? Fest? Gold? Silber? Smaragdfarbend? Schwarz? Fragen über fragen die sich beim Lesen auftürmen und den Lesegenuss schmälern. Die Erklärung später ist schlüssig und für die Protagonistin mag sie an der richtigen Stelle stehen, als Leser aus zwei Perspektiven hätte ich mir mehr Information von Beginn an gewünscht.

Im mittleren Teil konnte ich besser in das Buch hineinfinden. Leider kommen über das gesamte Werk hinweg immer wieder Stellen auf, in denen ich einfach nur genervt von der Protagonistin bzw. ihrem Verhalten war, was den Lesegenuss nicht zuträglich war.
Das Ende ist offen gestaltet. Wenn man sich mit dem Romantikaspekt begnügt, zwingt einen das Ende allerdings nicht zum lesen des Nächsten Bandes. Für mich persönlich ist diese Geschichte nun abgeschlossen und die Romanfiguren kommen in ihre neue Welt mit neuen Abenteuern. Das spannende wurde aufgeklärt und zumindest für den Moment fertig erzählt.

Meinen vollsten Respekt an Selfpublisher; großartige Leistung, aber bei einigen Abschnitten fiel mir persönlich wieder auf was ich an der Arbeit von Verlegern bevorzuge. Ein Lektorat hätte dem Werk keinesfalls geschadet sondern würde noch das fehlende i-Tüpfelchen bringen, damit man es auch wirklich genießen kann.

Die Grundidee finde ich super. Das gewisse Etwas fehlt mir aber damit es für mich gut umgesetzt erscheint. Die Charaktere sind teils noch ausbaubar. Manche hatten mir zu wenig Raum um sich wirklich entfalten zu können, denn sie sind durchaus gut.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2020

Potenzial verschenkt

Hexenjäger
4

Hexenjäger von Max Seeck fängt fesselnd und spannend an, verliert aber bereits im ersten Drittel erheblich an Qualität. Die Geschichte dümpelt so vor sich hin. Es wird versucht einen konstanten Spannungsbogen ...

Hexenjäger von Max Seeck fängt fesselnd und spannend an, verliert aber bereits im ersten Drittel erheblich an Qualität. Die Geschichte dümpelt so vor sich hin. Es wird versucht einen konstanten Spannungsbogen aufzubauen indem immer wieder Geheimnisse um die Protagonisten eingestreut werden. Diese finden leider aber nur geringe oder teils auch garkeine Auflösung am Ende. Der mittlere Teil zeigte sich für mein Empfinden als besonders Schwach, wirklich passiert ist nichts. Das Ende fesselte einen als Leser wieder ein bisschen mehr an die Geschichte doch passierte alles dann viel zu schnell und verwirrend. Wirklich verstehen was denn gerade passiert ist konnte man nicht, sehr verwirrend.
Ebenfalls als verwirrend empfand ich die eingestreuten Rückblicke. Diese waren nicht als solche gekennzeichnet, wodurch man teils mehrere Sätze benötigt hat um überhaupt zu wissen in welcher Zeitschiene man sich gerade befindet. Auch ist mir der Sinn des Handlungsstranges in Venedig zur Hauptgeschichte hin nicht klar. Wenn man dies einfach weggelassen hätte, hätte nichts gefehlt.
Der rote Buchschnitt ist ein echter Hingucker - leider enthält die Verpackung aber nicht das was sie verspricht.


Fazit:
Die Geschichte hatte wirklich Potenzial, fing sehr gut an aber konnte die Erwartungen nicht halten. Für mich wurde hier einiges verschenkt - zu viele Fragen blieben offen; zu unverständlich die "Auflösung". Allerdings kann ich mir stellenweise auch vorstellen, dass es an der Übersetzung lag. Leider bin ich des Finnischen nicht mächtig und werde dies nie beurteilen können.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2020

In den Bann gezogen

Toxic
0

Auf den ersten Blick denkt man sich "WOW- das ist ein dickes Buch" aber einmal begonnen, verfliegen die Seiten nur so.
Ein richtig fesselnder Thriller mit einem wirklich grausamen Tathergang. Man fiebert ...

Auf den ersten Blick denkt man sich "WOW- das ist ein dickes Buch" aber einmal begonnen, verfliegen die Seiten nur so.
Ein richtig fesselnder Thriller mit einem wirklich grausamen Tathergang. Man fiebert richtig mit dem Hauptermittler mit und fühlt die Angst.
Der Wendepunkt ist wirklich gut und kommt komplett unerwartet. Mir wurde es erst mit Beginn der Szene klar, lag ich doch davor über 200 Seiten falsch. Ein Thriller den man nicht aus der Hand legen mag, schaurig, fesselnd und einfach lesenswert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2020

Interessant

Final Control
0

"Final Control" ist für mich einmal etwas völlig anderes als ich bisher von Veit Etzold gelesen habe. Auch war es mein erster Polit-Thriller. Das Thema an sich sehr interessant. Auch wenn man ...

"Final Control" ist für mich einmal etwas völlig anderes als ich bisher von Veit Etzold gelesen habe. Auch war es mein erster Polit-Thriller. Das Thema an sich sehr interessant. Auch wenn man keine Ahnung von Bankgeschäften hat, macht dies nichts aus sondern man lernt einiges. Erneut ist alles wirklich sehr gut recherchiert.
Ein Thriller bzw. spannend wurde es für mich persönlich erst ab S.288. Davor plänkelte die Geschichte so vor sich hin und teilweise hatte ich wirklich keine Lust weiterzulesen. Auch waren es für meinen Geschmack einen Ticken zu viele Nebengeschichten bzw. Charaktere.
Zwar ist das Personenverzeichnis sehr sinnig und gut gemacht, aber es ist am Ende platziert. Hätte ich es nicht in einem Post auf Instagram gesehen, wäre es mir erst nach Ende des Buches aufgefallen und dann bringt es ja nicht wirklich etwas. Hier sollte der Verlag sich vielleicht überlegen, ob man es nicht an den Anfang stellt. Denn benötigt wird es durchaus mal bei den vielen Namen.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und spannend. Im für mich "Thriller-Teil" schafft Veit Etzold es wieder durch gekonnte Kapitel-Enden mit Cliffhanger den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten.

Wer Polit-Thriller mag bzw. politisch an China und der Finanzwelt interessiert ist, macht hier nichts falsch. Ich werde wieder zur Clara-Vidalis-Reihe zurückkehren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere