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Veröffentlicht am 04.06.2026

Ein verhängnisvoller Urlaub oder abgrundtiefe Liebe?

Meeresdunkel
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Der neue Thriller „Meeresdunkel“ von Till Raether, erschienen 2026 bei Rowohlt Polaris, erzählt eine spannende Geschichte vom Mallorca Urlaube zweier Familien, die sich nicht zufällig in einer abgelegenen ...

Der neue Thriller „Meeresdunkel“ von Till Raether, erschienen 2026 bei Rowohlt Polaris, erzählt eine spannende Geschichte vom Mallorca Urlaube zweier Familien, die sich nicht zufällig in einer abgelegenen Finca hoch über dem Meer begegnen.
Nein eine zufällige Doppelbuchung der Ferienhausagentur ist es nicht. Doch wer oder was steckt dahinter?
Der Beginn scheint harmlos – erzählt wird von zwei Familien mit Kindern, die im Herbst von Hamburg nach Mallorca fliegen. Es ist die normale Vorfreude auf den Urlaub. Mit dem Mietwagen geht es dann zu dem einsam gelegen Haus, unterwegs wird noch eingekauft. Alle unspektakulär und normal? Trotzdem hat man als Leser von Beginn an ein merkwürdiges Gefühl. In kurzen Kapiteln die aus der Sicht der beteiligten Personen erzählt werden, lernt man die Familien näher kennen.
Die Villa entpuppt sich als etwas herunter gekommenes Haus und man stellt fest, beide Familien haben eine bestätigte Buchung. Kein Problem für eine Nacht kann man sich arrangieren, Zimmer gibt es genügend.
Doch es bleibt seltsam. Es gibt weder Internet- noch Handyempfang. Dafür ist die Küche nutzbar und ein gemeinsames Abendessen löst die ersten Spannungen.
Doch auch das Wetter ist nicht besonders gut – die Zeit der Herbststürme ist früh angekommen. Ein dramatischer Bootsausflug nimmt noch einmal ein gutes Ende - doch im Haus finden sie den daheim geblieben Bruder der einen Ehefrau tot auf.
Die Schilderungen von Till Raether sind präzise und klar. Sie erklären viel, aber lassen dennoch genügend Raum für die Phantasie des Lesers. Man weiß manchmal nicht genau, was die einzelnen Familienmitglieder beobachten oder ob es Sinnestäuschungen sind. Die Stimmung kippt ins Mysteriöse und Rätselhafte. Es wird noch unheimlicher im Haus.
Bald ist man sich sicher, dass dieses Zusammentreffen kein Zufall ist. Es wurde planvoll arrangiert, aber warum? Tatsächlich kennen sich zwei Personen aus ihrer Jugendzeit.
Erst ganz am Ende wird es Erklärungen geben, doch die ganze Wahrheit kommt nur sukzessive ans Licht. Dabei bleibt die Spannung kontinuierlich auf einem hohen Niveau und man kann das Buch nicht aus der Hand legen. Die Erzählkunst und der flüssige Schreibstil von Till Raether sind perfekt. Ihm gelingt es den Leser permanent zu fesseln und zu überraschen.
Fazit:
Dieser spannende und fesselnde Thriller ist aus meiner Sicht unbedingt zu empfehlen. Die Geschichte ist geschickt aufgebaut, war in sich stimmig und wurde logisch zu Ende geführt. Gern vergebe ich 5 Sterne für diesen fesselnden Thriller.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Ein Jubiläum und seine Folgen

Akte Nordsee - Die letzte Predigt
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„Akte Nordsee - Die letzte Predigt“ von Eva Almstädt ist bereits der vierte Fall der Reihe Fentje Jacobson und Niklas John ermitteln. Für mich war es der erste Fall bei dem ich die Rechtsanwältin Fentje ...

„Akte Nordsee - Die letzte Predigt“ von Eva Almstädt ist bereits der vierte Fall der Reihe Fentje Jacobson und Niklas John ermitteln. Für mich war es der erste Fall bei dem ich die Rechtsanwältin Fentje und den Journalisten Niklas begleiten durfte. Dennoch war es kein Problem diesen Krimi zu lesen, da alle relevanten Informationen zu den Protagonisten gut in die laufende Geschichte integriert werden.

Fentje Jacobson entspricht nicht dem klassischen Bild einer Rechtsanwältin. Sie betreibt ihre Kanzlei vom Bauernhof ihrer Großeltern auf der Halbinsel Eiderstedt. Dort, in St. Peter Ording, lebt auch ihr Freund Niklas, von dem sie sich gerade am Beginn des Buches trennt.

In Estherwiek steht ein besonderes Ereignis an - ein 25 jähriges Konfirmationsjubiläum. Dazu reist auch Lena aus Hamburg an. Doch sie möchte ihren Aufenthalt auch zu einem klärenden Gespräch mit ihrem Exmann nutzen, der das alleinige Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn hat und ihr jeglichen Umgang verweigert. Sie möchte gern ihre Probleme meistern und einen Neuanfang.

Doch dazu wird es nicht kommen.
Unmittelbar nach dem Jubiläum wird der Pastor tot im Watt aufgefunden und die Polizei geht von einem Verbrechen aus.

Als die inzwischen verschwunden Lena ebenfalls tot aufgefunden wird, gerät der Journalist Niklas John ins Visier der Polizei, weil er einer der letzten Personen war, die Lena lebend gesehen hatten. Tatsächlich hatten sie sogar den Abend zusammen verbracht.
Der Schreibstil von Eva Almstädt ist flüssig und sehr gut lesbar. Ihr gelingt es den Leser schnell zu packen und zu fesseln.

Obwohl Fentje und Niklas sich getrennt hatten, wird Fentje ihn dabei unterstützten seine Unschuld zu beweisen und beide ermitteln als Team. Werden sie den wahren Mörder finden?
Der Krimi nimmt weiter an Tempo zu und die Recherchen gestalten sich spannend. Die facettenreichen Ermittlungen und Spuren werden gekonnt zu einem packenden und unerwarteten Finale geführt. Dabei gerät Fentje selbst ins Visier des Täters. Mehr möchte ich hier nicht verraten.

Fazit:
Ein gut ausgedachte Geschichte, die in sich schlüssig gelöst wurde. Mich hat dieser Nordsee-Krimi gefesselt und mir eine wirklich spannende Lesezeit beschert. Deshalb vergebe ich nicht nur 5 Sterne, sondern auch eine klare und eindeutige Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Nordlicht - Mordlicht?

Polarblut - Tödliches Leuchten
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In Tromsø, der Stadt die jedes Jahr viele Touristen aufgrund ihrer spektakulären Nordlichter anzieht, wird der erfolgreich Inhaber eines Touristikbüros, erschossen vor seinem schönen Haus aufgefunden. ...

In Tromsø, der Stadt die jedes Jahr viele Touristen aufgrund ihrer spektakulären Nordlichter anzieht, wird der erfolgreich Inhaber eines Touristikbüros, erschossen vor seinem schönen Haus aufgefunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Hatte er Feinde in der Branche? Waren seine vielen Beziehungen zu schönen Frauen ein Grund? Während intensiv in alle Richtungen ermittelt wird, findet man in einer abgelegenen Hütte einen weiteren Toten. Ein in der Stadt ansässiger thailändischer Masseur.

Bald ergeben die Recherchen, dass sich beide Männer kannten. Aber war es ein Täter oder ein Zufall?

„Polarblut – Tödliches Leuchten“ von Tuva Bro, erschienen 2026 im Gmeiner Verlag, ist als „Nordic Noir Krimi“ beschrieben. Aus meiner Sicht ist es ein guter Regional-Krimi mit einem flüssigen und gut lesbaren Schreibstil, der mich schnell gefesselt hat.

Anta, die Leiterin der örtlichen Polizei und ihre Kollegen werden gut eingeführt und beschrieben. So wird der Kriminalfall etwas aufgelockert, denn der Leser erfährt Interessantes aus dem privaten Umfeld der Ermittler. Das gilt auch für die beiden Toten und ihre Familien. So gelingt es Tuva Bro mit passenden Landschafts- und Nordlichterbeschreibungen eine besondere Atmosphäre des Nordens zu schaffen.

Es braucht Zeit bis die Ermittler ein Mordmotiv finden. Dabei hilft die systematische Polizeiarbeit der erfahren Ermittler. Das widerspiegelt auch der ruhige und unaufgeregte Erzählstil. Die Auflösung ist in sich stimmig und das Finale bringt noch einmal Spannung und Action. Der Krimi überzeugt mit authentischen Charakteren und viel Lokalkolorit.

Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen und vergebe gern 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Geschichte neu entdecken

Eine unerzählte Geschichte der Antike
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„Eine unerzählte Geschichte der Antike“ von Owen Rees, erschienen 2025 im Aufbau Verlag, ist ein Sachbuch das Geschichte aus einem neuen Blickwinkel, jenseits des Mainstreams betrachtet.

Owen Rees nennt ...

„Eine unerzählte Geschichte der Antike“ von Owen Rees, erschienen 2025 im Aufbau Verlag, ist ein Sachbuch das Geschichte aus einem neuen Blickwinkel, jenseits des Mainstreams betrachtet.

Owen Rees nennt es selbst Ränder der bekannten Welt. „Die Ränder ergeben sich durch einen Mittelpunkt, den wir festlegen. Durch unsere Betonung der antiken Geschichte gewisser Kulturen sind wir darauf konditioniert, das als Rand der Welt zu betrachten, was die Griechen und Römer als solchen definierten.“

So begibt sich der britische Historiker auf eine spannende Reise zu Völkern und Kulturen, die in der offiziellen Geschichtsschreibung bestenfalls eine Randnotiz sind. Diese vergessenen Orte, die Oliver Rees gemeinsam mit dem Leser besucht, reichen von Britannia bis Vietnam.
Das Buch ist in vier Teile gegliedert mit einzelnen Kapiteln zu bestimmten Orten:

Teil I - Vorgeschichte: Der Turkana-See (Kenia), Der Katarakt (Sudan), Megiddo (Israel)
Teil II - Die griechische Welt: Olbia (Ukraine), Naukratis (Griechenland), Massalia (Frankreich)
Teil III - Die Römische Welt: Hadrianswall (England), Volubilis (Marokko), Karanis (Ägypten)
Teil IV - Jenseits der klassischen Welt: Bilsk (Ukraine), Taxila (Pakistan), Co Los (Vietnam), Aksum (Äthiopien und Eritrea)

Seine Ausführungen sind klar und verständlich. Es gelingt ihm den Leser in unbekannte Welten zu entführen und viel Wissenswertes zu vermitteln. Seine besondere Stärke besteht darin Zusammenhänge aufzuzeigen. Die Kulturen existierten nie isoliert. Owen Rees erzählt eine fesselnde Geschichte der Antike und füllt einige Lücken im Wissen zu verschiedenen Kulturen und Völkern.

Der flüssige Schreibstil ist gut zu lesen und zu verstehen. So bereitet Geschichte Freude und Lust sie zu entdecken.

Ich kann dieses Buch allen historisch interessierten Lesern empfehlen und vergebe gern 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Ein unvergessliches Weihnachtsfest

Ein Weihnachtswunder
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Dieses Weihnachtsfest steht für Marie und die anderen Bewohner des Waldbachtals unter keinem guten Stern.

Ihr Ex-Mann taucht unerwartet wieder auf und möchte gern für sie und ihren gemeinsamen Sohn Tommy ...

Dieses Weihnachtsfest steht für Marie und die anderen Bewohner des Waldbachtals unter keinem guten Stern.

Ihr Ex-Mann taucht unerwartet wieder auf und möchte gern für sie und ihren gemeinsamen Sohn Tommy wieder da sein. Aber auch nur, weil sich seine Affäre, für die er Marie und sein Kind verlassen hat, sich von ihm getrennt hat. Doch inzwischen ist auch für Marie die Zeit nicht stehen geblieben. Eine zarte Beziehung entwickelt sich gerade zu Hannes, dem Sohn ihres Nachbarn Kurt. Doch ausgerechnet jetzt in der Weihnachtszeit steht für Hannes ein Firmenausflug zum Skifahren im Isergebirge an. Er entschließt sich trotz widriger Wetterumstände mitzufahren.

Ein heftiger Sturm zieht auf und bringt Regenmengen, die das ganze Dorf fluten. Nicht nur Maries Blumenladen steht unter Wasser, auch ihr Haus und die Häuser ihres Nachbarn und weiterer Dorfbewohner sind durch Sturm- und Wasserschäden unbewohnbar. So bleibt ihnen nichts weiter übrig, als in das höher gelegene Rosenhotel zu flüchten, wo sie alle über Weihnachten auch bleiben können. Ein Kaltfront hat das Wasser zu Eis erstarren lassen und das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten.

Doch die Bewohner und der Hotelbesitzer sowie seine Angestellten versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Aber plötzlich sind Tommy und sein bester Freund Leon verschwunden.
Frida Luise Sommerkorn und Sylke Hörhold erzählen in kurzen Kapiteln eine turbulente Geschichte, die auch nachdenklich macht. Dabei sind menschliche Wärme und Nähe wichtig. Die alten Bräuche, die hier noch bewahrt werden, helfen den Menschen sich näher zu kommen und ihr Schicksal anzunehmen. Gespräche, Vertrauen und Hilfsbereitschaft sind der Schlüssel für Hoffnungen und einen neuen Anfang.

Aber es gibt es noch weitere Überraschungen und unerwartete Wendungen, die ich nicht verraten möchte. Der Titel „Ein Weihnachtswunder“ hält definitiv, was er verspricht.
Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist flüssig, wie aus einem Guss und liest sich ausgezeichnet. Sie erzählen mit einer ausdrucksstarken Sprache bildhaft von Menschen und ihren Schicksalen. Die Protagonisten sind authentisch und sehr differenziert beschrieben.
Deshalb vergebe ich gern 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.


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