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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2020

Distanziert und farblos

Margos Töchter
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Cora Stephan widmet sich nach ihrem Buch Ab heute heisse ich Margo wieder der neuen deutschen Geschichte. Diesmal dient die Nachkriegszeit als Schauplatz. In den frühen 60er Jahren erleben wir Leonore, ...

Cora Stephan widmet sich nach ihrem Buch Ab heute heisse ich Margo wieder der neuen deutschen Geschichte. Diesmal dient die Nachkriegszeit als Schauplatz. In den frühen 60er Jahren erleben wir Leonore, Margos Tocher, die gutsituiert in Norddeutschland aufwächst und auf der Suche nach eine Neuorientrung ist indem sie versucht in politische Kreise einzutauchen. Sie ist wissbegierig und will ihren Platz im Leben finden. Und dann ist da noch Clara, die aus dem Osten stamm und selbst schon weiss, wofür die bestimmt ist, sie will dem Regime dienen. Die beiden jungen Frauen lernen sich in einem DDR Ferienlager kennen und anfangs scheinen sie nicht so viel gemein zu haben. Jedoch behalten die zwei Briefkontakt und es entwickelt sich nach und nach eine tiefe Freundschaft. Als Clara sich entscheidet, für den Staatssicherheitsdienst zu arbeiten und in die BRD zu gehen, erfährt sie dass sie ein Kind bekommt..
Das Buch kann separat von ersten Teil gelesen werden und obwohl mir der erste Teil gut gefallen hat, fand ich dieses Buch eher schwierig. Ich konnte nicht so recht in die Geschichte eintauchen und mich störten auch oft die detailierten politischen Erklärungen. Natürlich ist es ein historischer Roman doch die Handlung war oftmals zäh und langatmig, was den Lesefluss bedeutend beeinflusste. Vielleicht habe ich mir etwas mehr Familiengeschichte gewünscht. Die kann nämlich etwas farblos und unnahbar zum Vorschein.

Veröffentlicht am 13.06.2020

Ein Fan wie kein anderer

Schwestern im Tod
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25 Jahre zuvor werden 2 Schwestern ermordet. Man findet sie an Baumstämmen in Kommunionkleidern gefesselt. Kommissar Martin Servaz hatte es geschafft den Mörder ausfindig zu machen und hinter Gittern zu ...

25 Jahre zuvor werden 2 Schwestern ermordet. Man findet sie an Baumstämmen in Kommunionkleidern gefesselt. Kommissar Martin Servaz hatte es geschafft den Mörder ausfindig zu machen und hinter Gittern zu bringen. So dachte er jedenfalls.
Als aber nach mehr als 2 Dekaden wieder ein Mord mit großer Ähnlichkeit passiert, beginnt er zu schweifeln, ob er damals den Richtigen gefasst hat oder ob die Sache tatsächlich nur oberflächlich aufgeklärt wurde. Die Ehefrau des bekannten Krimiautors Erik Lang wird nun ebenfalls ermordet im Kommunionkleid aufgefunden und der Mordakt ist in einem seiner Bücher genauso beschrieben. Verbirgt der bekannte Autor ein Geheimnis oder waren die beiden Mädchen wirklich nur Fans seiner Krimis?
Der Plot und die Geschichte des Buches haben mich auch an ähnliche Thriller erinnert, wer viele davon liest, merkt oft, dass derselbe Handlungsstrang manchmal vorkommen kann. Aber dennoch war die Umsetzung und der persönliche Schreibstil des französischen Autors herausragend und die facettenreichen Protagonisten konnte mich an der Story letztenendes fesseln. Die Aufklärung war gut durchdacht und lässt einen schaudern, wenn man die verstörte Denkweise mancher Menschen realisiert. Es ist zwar nur Fiktion, dennoch weiss keiner was sich hinter den Gedanken so einiger versteckt. Brrr...

Veröffentlicht am 20.05.2020

Gute Laune Macher

Sylt oder Sahne
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Die 52-jährige Nele, mit ein paar Pfund mehr auf die Waage, beschliesst nach langer Zeit ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen und eine Schlankheitskur auf Sylt zu unternehmen.
Der humorvolle Schreibstil ...

Die 52-jährige Nele, mit ein paar Pfund mehr auf die Waage, beschliesst nach langer Zeit ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen und eine Schlankheitskur auf Sylt zu unternehmen.
Der humorvolle Schreibstil der Autorin ist wieder mal ideal, im gewohnten Sylter Ambiente. Diesmal sind die übergewichtigen im Vordergrund und Nele macht sich zwar lustig über sie und hat einen rabenschwarzen Humor von Zeit zu Zeit, letztendlich aber siegt die innere Weisheit dass : man Perfekt aussehen muss wenn man auch sonst nichts kann! Der Regionalkolorit lässt den Leser einmal mehr auf den Sylter Stränden spazieren gehen und obwohl das Ende auch diesmal kein großen Geheimnis offenbart, liest man sich doch locker und lustig durch die Seiten.
Ein Glücksroman wie wir es von Frau Thesenfitz gewohnt sind.

Veröffentlicht am 20.05.2020

Ravensburger - immer wieder gelungene Ideen

Ravensburger Exit Room Rätsel: Gefangen auf der Insel
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Das Buch ist ähnlich nachgemacht wie in den Exit Rooms Spielen : jemand landet durch einen Sturm ganz allein auf einer Insel, dort befinden sich zwei Räume mit geschlossenen Türen und um sich zu retten ...

Das Buch ist ähnlich nachgemacht wie in den Exit Rooms Spielen : jemand landet durch einen Sturm ganz allein auf einer Insel, dort befinden sich zwei Räume mit geschlossenen Türen und um sich zu retten muss man erst die vielen Rätseln lösen. Jede Lösung gibt einen Hinweis zur nächsten Rätseletappe. Für alle abenteuerlustigen Leseratten genial. Das Buch ist bestens geeignet mit kniffligen Aufgaben um einen tollen Nachmittag zu erleben. Einige der Aufgaben sind einfach aber so manche verlangen schon komplexeres Denken. Man schneidet und kritzelt sich durch das Buch, von daher kann man es nicht wieder lösen oder gar weiterverleihen. Die Bilder sind sehr gut gezeichnet und die Qualität sehr überzeugend.

Schafft ihr es euch zu befreien?

Veröffentlicht am 20.05.2020

Einen Sinn durch Helfen finden

Das Haus der Frauen
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Die Pariser Anwältin Solène beschließt nach einem Burnout, den sie wegen eines verlorenen Falles erleidet, eine ehrenamtliche Aufgabe zu übernehmen. Und so findet sie sich im „Palast der Frau“, einem Gebäude ...

Die Pariser Anwältin Solène beschließt nach einem Burnout, den sie wegen eines verlorenen Falles erleidet, eine ehrenamtliche Aufgabe zu übernehmen. Und so findet sie sich im „Palast der Frau“, einem Gebäude mit Sozialwohnungen für Frauen, als öffentliche Schreiberin wieder, um den Bewohnerinnen im Umgang mit diversen Behörden zu helfen. Hier lernt Solène viele starke Charaktere kennen die ihr beibringen. wozu es Sinn hat im leben zu kämpfen.
Das erste Buch der Autorin, Der Zopf, habe ich leider nicht gelesen, aber viel Gutes darüber gehört, was ich dann sicherlich noch nachholen werde. Den Palast der Frauen gab es in den 30er Jahren wirklich, einen Zufluchtsort für alleinstehende und in Not geratene Frauen, von der Heilsarmee und Blanche Peyron gegründet, um ihnen einen Aufenthaltsort zu geben.
Eine lohnende Lektüre, die ein wichtiges Thema behandelt auch wenn ich den Inhalt an einigen Stellen etwas distanziert rübergebracht fand. Die geschilderten Frauenschicksale berühren einen auf jeden Fal zutiefst, ach wenn ich die Geschichte gerne etwas detailierter geschrieben haben wollte.