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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2025

Murder Mystery - Regency Edition

Courting – Be mine through all time
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Da ich Zeitreise-Geschichten über alles liebe, musste ich auch diese unbedingt auch lesen, obwohl ich noch nicht viel darüber gehört hatte. Beziehungsweise habe ich sie letztendlich als Hörbuch gehört, ...

Da ich Zeitreise-Geschichten über alles liebe, musste ich auch diese unbedingt auch lesen, obwohl ich noch nicht viel darüber gehört hatte. Beziehungsweise habe ich sie letztendlich als Hörbuch gehört, was ich übrigens auch nur empfehlen kann. Es ist super gesprochen!
So oder so, dieses Buch hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Ich wollte immer weiter hören, weil sowohl die Lovestory als auch der Suspense-Teil durchgängig spannend waren. Auch das Verhältnis dieser beiden Elemente zueinander fand ich perfekt ausbalanciert. Zudem war der Schreibstil wirklich genial und hat genau meinen Humor getroffen. Im Ernst, ich war sehr erstaunt zu lesen, dass die Geschichte im Original auf italienisch geschrieben wurde. Wer auch immer hier die Übersetzung angefertigt hat, hat einen unglaublichen Job gemacht! Aber natürlich ist auch viel davon auf die Autorin zurückzuführen. Also unbekannterweise: Chapeau!
Übrigens: würden wir in der gleichen Welt leben, wäre ich zu gerne mit Rebecca befreundet. Ich habe mich sehr in ihren, und natürlich auch in Reedlens Charakter verliebt. Aber auch die anderen Figuren wurden so authentisch dargestellt, dass ich wirklich das Gefühl hatte, gemeinsam mit Rebecca ihre Abenteuer im Regency-London zu bestreiten!

Für mich ein - wenn auch unerwartetes - Jahreshighlight!

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Ein Herz für die Tintenstadt.

Sepia 2: Sepia und die Verschwörung von Flohall
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Seit ihrer Ankunft in Flohall ist nun ein Jahr vergangen und bald steht Sepias erste Lehrlingsprüfung an. Doch es geschehen zunehmend merkwürdige Dinge in der Stadt und Sepia beschleicht das Gefühl, dass ...

Seit ihrer Ankunft in Flohall ist nun ein Jahr vergangen und bald steht Sepias erste Lehrlingsprüfung an. Doch es geschehen zunehmend merkwürdige Dinge in der Stadt und Sepia beschleicht das Gefühl, dass etwas Dunkles im Gange ist. Das zeigen ihr auch ihre besondere Tintenmagie und die Tintenwesen, mit denen sie kommunizieren kann. Gemeinsam mit ihren Freunden Niki und Sanzio begibt sie sich daher auf die Suche nach der Ursache der Diebstähle und des Bebens, das die Stadt immerzu erfasst. Alchemie scheint dabei eine Rolle zu spielen.

Wie schon das Cover des ersten Bandes besticht auch dieses wieder mit sehr edlen goldenen Verzierungen und einer tollen Darstellung der Protagonistin im Zentrum. Das lässt es sehr hochwertig erscheinen und spricht nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene Lesebegeisterte wie mich optisch an. Wo ich bei anderen Büchern Farbschnitte mag, kommt dieses hier in meinen Augen auch sehr gut ohne aus. Dafür hat es ein Lesebändchen.
Im Gegensatz zum ersten Teil der Reihe hat es dieses Mal eine Weile gedauert, bis mich die Geschichte in ihren Bann ziehen konnte. Es gab zwar vereinzelt aufregende Ereignisse, die aber sehr zusammenhanglos daherkamen und auch den cozy Vibe der Stadt habe ich zu Beginn der Handlung vermisst. Dieser kam im späteren Verlauf aber wieder auf und auch die Spannung nahm zu, sodass ich ungefähr ab der Hälfte des Buches auch wieder Spaß am Lesen hatte und unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Obwohl ich manche Entwicklungen vorhergesehen habe, trifft es doch nicht auf alle zu und so hat auch mich noch die ein oder andere Enthüllung am Ende überraschen können. Auch auf emotionaler Ebene haben mich die letzten Seiten abholen können, sodass ich mich nun doch freue, im kommenden Jahr noch einmal nach Flohall zurückkehren zu dürfen. Sepia als Charakter war für mich allerdings auch schwerer zu greifen als in Band 1. Teilweise war sie sehr sehr mutig und abenteuerlustig, dann aber wieder auch unwahrscheinlich naiv und impulsiv. Daher konnte ich ihr Handeln nicht immer nachvollziehen. Aber auch hier muss ich wieder betonen: ich gehöre nicht in die Zielgruppe und Kinder mögen das ganz anders wahrnehmen. Dafür dass es eine Geschichte für Kinder und Teenager ist, fand ich sie zuweilen aber doch ganz schön gruselig. Positiv daran finde ich, dass so vermutlich eine recht große Bandbreite an Lesenden angesprochen werden kann. Und da ich die Idee mit der Tintenstadt nach wie vor einzigartig finde, sollte man definitiv mal einen Ausflug nach Flohall wagen! ;)

Fazit: Fast noch spannender als Band 1 der Trilogie, allerdings dauert es etwas, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt. Die Tintenmagie ist und bleibt aber etwas Besonderes, von dem ich sonst noch nirgendwo gelesen habe.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Wo Schlange und Wolf sich gute Nacht sagen. Oder sich doch die Hand reichen?

The Serpent and the Wolf
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Vaasalisa ist die Königstochter Asterias und wird wider Willen mit einem Vormann eines verfeindeten Königreichs verheiratet. Daher versucht sie, ihren Ehemann noch in der Hochzeitsnacht zu ermorden und ...

Vaasalisa ist die Königstochter Asterias und wird wider Willen mit einem Vormann eines verfeindeten Königreichs verheiratet. Daher versucht sie, ihren Ehemann noch in der Hochzeitsnacht zu ermorden und anschließend zu fliehen. Die Sache gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, denn Reid stellt sich als sehr charmant heraus und bietet ihr zudem seine Hilfe an. Als Erbin einer besonderen Art von Magie weiß sie bisher noch nicht mit dieser umzugehen. Obwohl sie dafür ihre Freiheit opfern muss, lässt sie sich auf den Handel mit Reid ein, um endlich Kontrolle über ihre Fähigkeiten zu erlangen. Doch das scheint alles halb so schlimm, denn zum ersten Mal in ihrem Leben beginnt sie, sich an einem Ort zu Hause zu fühlen.

Das Cover sieht wunderschön ästhetisch und zugleich düster aus, was zu dem passt, was der Titel vermittelt. Der Farbschnitt ergänzt es außerdem perfekt, weshalb ich ein wenig traurig darüber bin, kein Exemplar mit Farbschnitt erwischt zu haben. Letztendlich ist aber natürlich vor allem der Inhalt entscheidend. Nach dem sehr rasanten Start mit dem versuchten Mordanschlag geht die Geschichte etwas gediegener weiter und hat im weiteren Verlauf immer wieder tolle Wohlfühlmomente, die mich doch überrascht haben. Allerdings absolut positiv. Besonders mochte ich die Szenen in den Bibliotheken. Da habe ich glatt Lust bekommen, auch dort lernen zu dürfen. Zugleich gab es, wie erwartet, aber auch zahlreiche Kampfszenen. Diese waren mir persönlich stellenweise zu brutal. Allerdings muss man in einer Geschichte, die von verfeindeten Königreichen handelt, natürlich damit rechnen und vermutlich lassen solche brutalen Schilderungen die Situation erst authentisch wirken. Für mich war es dennoch zu viel des Guten und ich habe mich auch geekelt. Gleiches gilt für eine der erotischen Szenen. Da solche Aspekte immer Geschmackssache sind, mögen das für andere Leser:innen keine Kritikpunkte sein. Mein Leseerlebnis haben sie dennoch beeinträchtigt. Leider, muss ich sagen, denn davon abgesehen haben mir sowohl die Storyline und der Spannungsaufbau als auch die Charaktere sehr gut gefallen. Auch die Hexen-Thematik, die ich gar nicht erwartet hätte, war genau meins. Wenn es nach mir ginge, hätte man diese Szenen sogar noch ausweiten können. Ich hätte beispielsweise gerne mehr darüber erfahren, wie genau Vaasa lernt, ihre Magie unter Kontrolle zu bringen. Das wurde immer nur sehr grob umschrieben. Auf diese Weise hätte man vielleicht auch Amalie noch besser kennengelernt, die mir neben Vaasa und Reid wirklich ans Herz gewachsen ist. Obwohl viele Aspekte der Geschichte mir total zugesagt haben, kann ich aus den genannten Gründen leider „nur“ 4 Sterne vergeben. Highlight-Potenzial habe ich zwischendurch definitiv gesehen.

Fazit: Eine spannende und stellenweise sehr brutale High Fantasy, mit liebenswerten wie grausamen Charakteren. Alles, was viele sich bei einer guten Romantasy wünschen, mir persönlich war es etwas zu blutig und explizit.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Ein Relikt auf Abwegen

Campion. Tödliches Erbe
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Der Detektiv Albert Campion erfährt, dass der legendäre Kelch der Familie Gyrth gestohlen werden soll. Er weiht den Erben der Gyrths, Percival, in die Umstände ein und bietet ihm seine Hilfe an. Schon ...

Der Detektiv Albert Campion erfährt, dass der legendäre Kelch der Familie Gyrth gestohlen werden soll. Er weiht den Erben der Gyrths, Percival, in die Umstände ein und bietet ihm seine Hilfe an. Schon zu Beginn wird deutlich, wie heikel die Angelegenheit für alle Beteiligten ist. Doch Albert Campion wäre nicht er, wenn er sich dem Fall nicht trotz aller Widrigkeiten annehmen würde.

Das Cover besticht in meinen Augen mit seiner schlichten Eleganz, die perfekt zum britischen, ländlichen Setting der Geschichte passt. Jedoch hätte ich, zumal es eine Neuauflage eines älteren Werkes ist, mir ein Hardcover gewünscht, damit es noch mehr wie eine Schmuckausgabe anmutet.
Zunächst einmal musste ich mich an den Schreibstil gewöhnen, der deutlich werden lässt, dass die Geschichte bereits vor einigen Jahrzehnten verfasst wurde. Das spiegelt sich auch im Bild der weiblichen Figuren wider - trotz einer Autorin. Damals waren die Umstände aber schlichtweg noch andere. Für mich war es demzufolge ein kleiner Exkurs in eine frühere Welt der Literatur, mit der ich mich ansonsten wenig auseinandersetze. Als solchen habe ich das Leseerlebnis daher betrachtet, wie eine kurze Zeitreise.
Ich mochte den Witz und die verschiedenen Eigenheiten der Figuren, da sie der Handlung selbst in gewaltreicheren Szenen einen humoristischen Anstrich verliehen haben. Insbesondere Campion fand ich als Charakter spannend, da er bis zum Ende nicht ganz hinter seine Fassade hat blicken lassen, was ihn trotz seiner normalen äußerlichen Erscheinung mysteriös hat wirken lassen. Dennoch hat er Stück für Stück mehr über sich preisgegeben und war mir sympathisch. Zudem hat mich sehr Furchtlosigkeit und scheinbare Gelassenheit sehr beeindruckt. Alles in allem ist er sehr prädestiniert für seinen Beruf und ich kann mir gut vorstellen, ihn noch auf weiteren Abenteuern zu begleiten. Die anderen Figuren, selbst Percival, standen deutlich im Hintergrund der Geschichte. Bei so vielen verschiedenen Figuren, wie es in Kriminalromanen häufig der Fall ist, kann ich aber gut verstehen, dass man den Fokus nicht auf die Beschreibung aller Beteiligten setzen kann. Dennoch hätte ich beispielsweise auch den Professor gerne noch besser kennengelernt.
Spannend und mit unvorhersehbaren Wendungen gespickt war die Geschichte zwar, aber für meinen Geschmack hätten es noch mehr Tempo und rasantere Wendungen sein können.

Fazit: Ein solider englischer Kriminalroman aus früheren Tagen, mit einem charmanten Detektiv in der Hauptrolle und speziellem Humor. Kann man lesen, muss man aber auch nicht.

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Zwischen Vertrauensfragen, Nilkrokodilen und Kleopatra.

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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{4,5 Sterne}
Inez Olivera wohnt bei ihrer Tante und ihren beiden Cousinen in Buenos Aires, während ihre Eltern die meiste Zeit des Jahres in Ägypten verbringen. Sie träumt schon ihr ganzes Leben lang davon, ...

{4,5 Sterne}
Inez Olivera wohnt bei ihrer Tante und ihren beiden Cousinen in Buenos Aires, während ihre Eltern die meiste Zeit des Jahres in Ägypten verbringen. Sie träumt schon ihr ganzes Leben lang davon, dass ihre Eltern sie mit auf ihre Abenteuer nehmen. Als sie in einem Brief ihres Onkels vom Tod ihrer Eltern erfährt, begibt sie sich alleine auf die Reise nach Ägypten, um mehr über die Umstände in Erfahrung zu bringen. Mit dabei hat sie einen Ring, der im letzten Paket lag, das sie von ihrem Vater erhalten hatte. Ihr Instinkt, diesen mitzunehmen, erweist sich als nützlich, als eine Magie darin entflammt, die ihr erste Hinweise auf uralte Geheimnisse liefert. Diesen auf der Spur trifft sie auf den Engländer Whit, der für ihren Onkel zu arbeiten scheint. Doch kann sie ihm vertrauen?

Das Cover sowie der Farbschnitt sind wunderschön und absolut passend zum ägyptischen Setting der Geschichte gestaltet, ebenso wie die goldenen Veredelungen darauf. Auch die gelegentlichen Illustrationen im Buch gefallen mir sehr gut und fügen sich perfekt in die Geschichte ein - warum, das möchte ich noch nicht verraten. Ich hätte mir aber sogar noch mehr davon gewünscht, um sich die Schauplätze noch besser vorstellen zu können. Was nicht bedeutet, dass die Beschreibungen nicht detailliert genug sind. Der Schreibstil hat mir insgesamt gut gefallen. Nur an wenigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass in der Übersetzung nicht die treffenden Worte gefunden worden sind, was den Lesefluss ein wenig gestört hat. Das hat sich aber nicht durch das ganze Buch gezogen, weshalb ich darüber hinwegsehen kann. Was ich allerdings ein wenig schade fand, war, wie spät die Protagonistin gewisse Zusammenhänge erst verstanden hat, obwohl sie schon viel früher offensichtlich waren. Das war störend und hat die Geschichte länger gezogen, als sie hätte sein müssen. Andere Geschehnisse und Wendungen kamen aber auch für mich unerwartet und waren sehr clever platziert. Überhaupt passiert in dieser Geschichte sehr viel, vor allem im späteren Verlauf. Und alles wirkt sehr gut recherchiert und ausgearbeitet, was bei einer derart vielschichtigen Handlung immens wichtig ist. Auch emotional wurde ich mitgenommen, durch die Höhen und Tiefen von Inez’ Reise. Eine Reise, die zum Glück noch nicht zu Ende ist und eine Menge offener Fragen nach dem ersten Band zurücklässt. Ich freue mich schon jetzt sehr auf Band 2 und bin sehr gespannt, wem sie dann ihr Vertrauen schenkt - und ob zurecht oder fälschlicherweise. Und auch, inwiefern Magie dann eine Rolle spielen wird. Diese kam mir bisher noch etwas zu kurz.

Fazit: Ein spannendes historisches Familien- und Liebesdrama im Ägypten des 19. Jahrhunderts, mit einem Funken Magie und jeder Menge Abenteuer. Etwas blutig wird es auch, vor allem aber für unsere Leser:innenherzen. Also seid gewarnt, bevor ihr euch mit Inez’ ungestümer Art einlasst! ;)

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