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Veröffentlicht am 26.07.2025

Spannend, unterhaltsam und schön emotional

Variation – Für immer oder nie
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Allie und Hudson waren beste Freunde, doch nach dem Unfall, bei dem Allies Schwester starb, haben sie sich nicht wiedergesehen. Als Allie sich bei einer Ballettaufführung verletzt, kehrt sie zum ersten ...

Allie und Hudson waren beste Freunde, doch nach dem Unfall, bei dem Allies Schwester starb, haben sie sich nicht wiedergesehen. Als Allie sich bei einer Ballettaufführung verletzt, kehrt sie zum ersten Mal nach Cape Cod zurück und es dauert nicht lange, bis sich ihre Wege wieder kreuzen.

Die Beziehungen in Allies Familie sind schon etwas kompliziert. Der Verlust ihres Vaters und einer ihrer Schwestern war schon schlimm genug und die übrigen drei Schwestern Allie, Eva und Anne müssen sich immer noch mit den hohen Erwartungen ihrer Mutter herumschlagen. Mit ihrer Verletzung muss Allie alles in ihrer Macht Stehende tun, um möglichst schnell auf die Bühne zurückzukehren und hat schon genug Stress, dann kommt noch das Gefühlschaos durch Hudson und seine Nichte dazu, die nicht nur entgegen dem Wunsch ihrer Mutter Ballett lernen will, sondern noch nach ihrer leiblichen Mutter sucht.

Allies Probleme stehen im Vordergrund und bei Hudson ist nicht ganz so viel los. Er muss schauen, ob und wie er seine Nichte unterstützen kann und wie seine berufliche Zukunft aussehen wird, wenn seine Familie ihn in der Nähe braucht.

Eine freudige Überraschung war für mich einer meiner Lieblingstropes: Fake-Dating. Allie und Hudson täuschen eine Beziehung vor und da sie in ihrer Jugend ja eine Weile beste Freunde waren, haben sie dafür auch eine ganz gute Basis. Ihre falsche Beziehung ist nicht so unterhaltsam, aber dafür emotional, weil es sie daran erinnert, wie nah sie einander einst standen, und sie gleichzeitig noch näherbringt.

Es gibt Drama in der Familie, im Ballett und noch mehr, sodass es immer spannend bleibt. Insgesamt fand ich die Geschichte spannend, unterhaltsam und auch schön emotional, und zwar nicht nur in der Liebe. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin!

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Proteine im Mittelpunkt

Gamechanger Protein
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Eiweiß ist wichtig und mehr als ein Trend. Im Optimalfall solle jede Mahlzeit mindestens 20 Gramm Eiweiß enthalten, und zwar nicht hauptsächlich durch Fleisch, Proteinshakes und -Snacks, denn es reicht ...

Eiweiß ist wichtig und mehr als ein Trend. Im Optimalfall solle jede Mahlzeit mindestens 20 Gramm Eiweiß enthalten, und zwar nicht hauptsächlich durch Fleisch, Proteinshakes und -Snacks, denn es reicht nicht, nur die Proteine zu zählen, man braucht schon mehr Abwechslung in den Proteinquellen, um verschiedene Aminosäuren aufzunehmen und dazu auch Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und gesunde Fettsäuren. Es wird ausführlich darüber informiert, wie viel Eiweiß man am Tag braucht und wie man seine Mahlzeiten gestalten sollte, um sich artgerecht zu ernähren und das Beste aus den Nährstoffen herauszuholen. Es wird über Mythen aufgeklärt und auch erklärt, wie insbesondere Proteine wichtig für die Gesundheit sind.

Ein bisschen Kritik: die Empfehlungen hier gehen weit über Proteine hinaus und es kommt viel zusammen, auch wenn der Autor selbst auch empfiehlt, sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen, mit seinem 20:80-Prinzip, wozu er auch ein Buch hat, "Abnehmen nach dem 20:80-Prinzip". Ich finde es auch schwierig, auf die nötigen Proteine zu kommen - nicht für mich persönlich, da ich mit geringem Körpergewicht auch insgesamt nicht so viel brauche, aber ich kann mir vorstellen, dass es für schwerere Menschen auch schwieriger ist. Ich hatte da das Gefühl, dass die Angaben im Buch nicht ganz zusammenpassen und dass es kleine Lücken in den Rechnungen gibt.

Nach den Tipps zur Ernährung geht es weiter mit den Rezepten. Sie passen auch zu dem, was der Autor im ersten Teil empfiehlt: Wenig Fleisch, viele verschiedene Proteinquellen und auch abwechslungsreiche Zutaten. Ich habe nur die Proteinquellen in jedem Rezept verglichen und hatte nicht das Gefühl, dass bestimmte Zutaten bevorzugt werden. Verschiedene Hülsenfrüchte und Nüsse, unterschiedliche Milchprodukte, etwas Tofu, Fleisch, Fisch und Ei. Außerdem viel Gemüse, allerdings eben nicht hauptsächlich wegen der enthaltenen Proteine, sondern auch für Vitamine und Co.

Dabei ist fast die Hälfte der Rezepte vegetarisch, knapp ein Drittel vegan - wenn ich nichts übersehen habe, enthalten nur zwölf Rezepte Fleisch oder Fisch. Außerdem sind auch die meisten Rezepte als glutenfrei gekennzeichnet und viele sind laktosefrei. Ich fand es ganz gut, dass die Rezepte in der Regel für zwei Personen vorgesehen sind, denn so musste ich auch nicht viel umrechnen. Neben der Angabe, wie viel Gramm Protein es pro Portion sind, sind auch Kalorien, Fett und Kohlenhydrate angegeben.

Ich habe natürlich auch ein paar Rezepte ausprobiert, weil ich finde, dass es bei Kochbüchern dazugehört: Die Fitness-Pancakes mit Beeren-Mix fand ich eigentlich lecker, besonders das Aroma der Zitronenzesten fand ich angenehm, allerdings hatte ich das Problem, dass der Teig in der Mitte immer ein wenig roh blieb. Bei den Reispapier-Pfannkuchen mit Rotkohlfüllung und Dip habe ich zum ersten Mal Nusstofu benutzt und war ganz zufrieden mit dem Geschmack, die Zubereitung war insgesamt auch sehr schnell und einfach, sogar schneller als die angegebenen 40 Minuten. Beim Dip hätte ich vielleicht nicht den gesamten Saft der Limette benutzen sollen, denn der war mir ein bisschen zu sauer. Und zuletzt den Hackfleischauflauf mit Kohlrabi und Paprika: Ebenfalls leicht zuzubereiten und geschmacklich top. Das werde ich auf jeden Fall wieder kochen.

Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es ist sachlich und informativ, bietet viele hilfreiche Tipps, auch wenn ich ebenso wie der Autor einsehe, dass ich nicht alles sofort umsetzen kann. Die Rezepte finde ich vielversprechend, auch wenn ich als Picky-Eater doch einiges aussortiert habe, und die ausprobierten Gerichte waren auch einfach und mit wenig Aufwand zuzubereiten. Ich würde das Buch weiterempfehlen!

Veröffentlicht am 20.07.2025

Magische Farben und Fake-Dating mit dem Henker

Fae Isles − Der Henker der Königin
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Emelin hat magische Kräfte und damit das niemand herausfindet, lebt sie vorsichtig und ist ziemlich einsam. Dann wird sie ausgerechnet vom Henker der Fae-Königin beim Wirken von Magie erwischt. Aber er ...

Emelin hat magische Kräfte und damit das niemand herausfindet, lebt sie vorsichtig und ist ziemlich einsam. Dann wird sie ausgerechnet vom Henker der Fae-Königin beim Wirken von Magie erwischt. Aber er will sie gar nicht verraten oder selbst töten, sondern ihre ungebundenen Fähigkeiten nutzen, um die Königin zu stürzen.

Creon kann Emelin schon schnell davon überzeugen, ihn zu begleiten, aber selbst wenn sie eine andere Wahl hätte, ist sie durchaus ebenfalls motiviert, etwas gegen die tyrannische Königin zu unternehmen, selbst wenn sie noch nicht weiß, ob sie Creon wirklich vertrauen kann. Er verrät Emelin nur das Nötigste und hat in der Vergangenheit im Auftrag der Königin schon viele furchtbare Dinge getan, die Emelin nicht einfach vergessen kann, auch wenn sie nach und nach mehr über seine Beweggründe lernt.

Das Fake-Dating, Emelins Schauspiel jedes Mal und die gemeinsamen Versuche, die Fae-Königin zu bezwingen, fand ich schon spannend, aber zwischendurch fand ich es auch ein wenig unglaubwürdig, dass sie so leicht damit durchkommen. Bei Creon konnte ich es verstehen, weil er sich ja schon seit einer Weile drauf vorbereitet, aber obwohl Emelin schon clever ist, gibt es auch so viel, das sie nicht weiß.

Insgesamt fand ich die Geschichte auch ganz spannend und nicht zu vorhersehbar. Hier steht die Fae-Magie der Farben im Mittelpunkt, aber auch andere Wesen und Arten von Magie werden erwähnt oder spielen kleine Rollen. Ich bin gespannt, wie die magische Welt in den Fortsetzungen wachsen wird, fand es aber auch gut, dass im ersten Band noch nicht so viel los war und man die Magie daher auch gut verstehen kann. Dass einer der Protagonisten ein Handicap hat, war für mich ein schönes Detail, das der Geschichte mehr Tiefe verliehen hat.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Eine Krankheit zwischen Tod und Glück - außergewöhnlich und spannend!

All Better Now
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Ein neues Coronavirus ist da: Crown Royale und es hat sehr ungewöhnliche Folgen: Wenn man die Krankheit übersteht, verändert man sich für immer und hat keine negativen Gefühle mehr. Plötzlich fühlt man ...

Ein neues Coronavirus ist da: Crown Royale und es hat sehr ungewöhnliche Folgen: Wenn man die Krankheit übersteht, verändert man sich für immer und hat keine negativen Gefühle mehr. Plötzlich fühlt man sich viel glücklicher, entspannter und friedlicher. Aber ein paar glückliche Menschen machen die Welt nicht besser - für manche sind sie eine Gefahr.

Róns Vater ist einer der reichsten Menschen der Welt, aber auch mit all dem Geld der Welt kann er Rón kein Glück kaufen. Doch dieser neue Virus erscheint Rón ziemlich verlockend. Mariel sieht zwar die Vorteile, aber auch die Gefahren und zusammen sind sie ein Team, das sich in diesen schwierigen Zeiten gut ergänzt. Die ehrgeizige Morgan ist mit der Mission betraut, Crown Royale aufzuhalten und dafür ist ihr jedes Mittel recht. Ihren kaltblütigen Geschäftssinn und Zielstrebigkeit fand ich jedes Mal aufregend zu lesen.

So hat man insgesamt drei sehr unterschiedliche Protagonisten, die mit ihren Ansichten und Erfahrungen verschiedene Aspekte des Virus beleuchten, außerdem gibt es zwischendurch auch ein paar Kapitel aus ganz anderen Perspektiven, sodass man noch tiefer in diese neue Welt mit all den Konsequenzen eintaucht.

Und die fand ich wirklich faszinierend! Die Auswirkung der Krankheit sind ja sehr außergewöhnlich, denn wenn man nicht zu den 4% gehört, die sterben, ist man danach plötzlich viel glücklicher und gelassener. Aber ist man dann noch die gleiche Person, wenn man auf einmal ganz andere Werte und Ziele hat? Wird das Leben besser oder hat es keinen Sinn mehr? Und letztendlich ist es eine Krankheit mit vielen Todesopfern, also kann man ja auch verstehen, wenn manche unbedingt einen Impfstoff finden und die Verbreitung stoppen möchten.

Es gibt Drama und Action, komplexe Charaktere mit großen Zielen, innere Konflikte und sehr interessante Denkanstöße. Am Ende gibt es natürlich einen spannenden Cliffhanger und die Fortsetzung soll im Herbst 2027 erscheinen - ich kann es kaum erwarten, weiterzulesen!

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Netter, aber etwas überladener Abschluss der Dilogie

Iron Empire – Gekrönt vom Feuer der Nacht
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Kae geht es hauptsächlich darum, die Wispernden Wälder zu retten, die Konflikte der Aldan untereinander scheinen sie nicht so sehr zu interessieren. Ich konnte sie schon ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Kae geht es hauptsächlich darum, die Wispernden Wälder zu retten, die Konflikte der Aldan untereinander scheinen sie nicht so sehr zu interessieren. Ich konnte sie schon verstehen, weil ja nicht nur der Lebensraum ihres Volkes bedroht ist; der Wald ist im ständigen Wandel und schadet seit langem durch die Sporen auch dem Eisernen Imperium - natürlich braucht man dringend eine Lösung. Aber während Hunter sich um viele Dinge kümmern muss, ist Kae da ein eher eintöniger Charakter. Sie macht sich meistens einfach Sorgen und beschwert sich darüber, dass ihr Problem nicht die Priorität von jedem ist. Ich habe mich dann sowohl mit ihr als auch über sie geärgert.

Hunter hingegen? Nach seinem Bruder hat er auch seine Mutter verloren, wurde verraten und des Mordes beschuldigt, er versucht einen Krieg zu verhindern und gleichzeitig sowohl das Eiserne Imperium als auch die Wispernden Wälder und ihre Bewohner zu retten, bevor es zu spät ist. Obwohl er nie Kaiser werden wollte, muss er sehr viel Verantwortung übernehmen und viele verschiedene Herausforderungen meistern.

Den ersten Band fand ich etwas besser strukturiert, hier war mir viel zu viel los. Gerade zum Ende hin kamen ein paar neue Aspekte dazu, die die Geschichte verkompliziert haben. Hunters Perspektive fand ich noch ganz spannend, aber bei Kae war es mir etwas zu chaotisch, überladen und es ging mir auch einfach zu schnell.

Das überstürzte Ende der Geschichte fand ich nicht so gut gelungen und damit fand ich die Dilogie insgesamt auch eher durchschnittlich. Die magische Reaktion auf Umweltverschmutzung und auch die Intrigen im Palast fand ich interessant, aber am Ende hat mir das nicht gereicht.

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