Profilbild von engineerwife

engineerwife

Lesejury Star
offline

engineerwife ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit engineerwife über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2024

Es war ein weite, aber sehr lohnenswerte Reise zu Tante Rose ...

Dinner mit Rose
0

Wegen des doch recht süßlich, in rosa gehaltenen Covers hatte ich ein wenig Sorge, dass es sich bei „Dinner mit Rose“ um einen schnulzigen Liebesroman handeln würde, der ordentlich auf die Tränendrüse ...

Wegen des doch recht süßlich, in rosa gehaltenen Covers hatte ich ein wenig Sorge, dass es sich bei „Dinner mit Rose“ um einen schnulzigen Liebesroman handeln würde, der ordentlich auf die Tränendrüse drücken sollte. Gott sei Dank stellte sich diese Sorge jedoch als überflüssig heraus. Die Geschichte rund um Josie, den jungen Rinderfarmer Matt und natürlich Rose hat durchaus Tiefgang bewiesen. Josies Tante Rose, die früher ihre Tage gerne rauchend und trinkend verbrachte und das Highlight auf jeder Party war, ist nicht mehr die alte. Lange hat sie sich geweigert, der Wahrheit ins Auge zu sehen und sich ihre schwere Krebserkrankung einzugestehen. Als es schließlich jedoch unvermeidbar wird, wird sie – wenn sie persönlich es auch eher nicht für nötig befindet – liebevoll von ihrem Umfeld versorgt. Hier packen alle mit an, um ihr die letzten Monate oder vielleicht auch nur noch Wochen ihres Lebens so angenehm wie möglich zu gestalten. Ihren Dank drückt sie besonders Matt und Josie gegenüber auf sehr einfühlsame Weise aus …

Diese Geschichte, die leicht ins rührselige hätte abdriften können, hat mich trotz ihres eher traurigen Themas bestens unterhalten. Einige der Charaktere können es einfach nicht lassen, sich einzumischen, während wiederum andere von einer Katastrophe in die nächste stolpern. Mir hat der Ausflug nach Neuseeland sehr gut gefallen und mal wieder neugierig auf ein für mich möglicherweise neues Urlaubsziel gemacht. Hier vergebe ich gerne verdiente vier Sterne und spreche, zumindest für das Hörbuch, eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 29.08.2024

Ein Ausflug nach Portugal, der nicht ganz gelungen war ...

Lost in Fuseta
0

Dieser Reihenauftakt hat leider nicht wirklich meinen Geschmack getroffen. Die Story an sich hatte durchaus Potential aber für ein Hörbuch kamen einfach zu viele ähnlich klingende Namen vor und die überkorrekte ...

Dieser Reihenauftakt hat leider nicht wirklich meinen Geschmack getroffen. Die Story an sich hatte durchaus Potential aber für ein Hörbuch kamen einfach zu viele ähnlich klingende Namen vor und die überkorrekte ‚Aussprache derselben durch den Vorleser ging mir ein wenig auf die Nerven. Klasse dagegen fand ich die Figur des Leander Lost, der mich oft ein wenig an Sheldon Cooper aus der Serie „The Big Bang Theory“. Vielleicht schaue ich mir irgendwann mal die Filme an, die sollen ja gut sein. Für das Hörbuch vergebe ich gutgemeinte drei von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 24.08.2024

Die Saubermänner mit Dreck am Stecken ...

Freunderlwirtschaft
0

Mit „Freunderlwirtschaft“ entführt mich die bekannte und beliebte Autorin Petra Hartlieb nach Österreich. Gleich zu Anfang stellt sie mich Alma Oberkofler vor, einer Beamtin, die ganz neu bei den „Kriminalern“ ...

Mit „Freunderlwirtschaft“ entführt mich die bekannte und beliebte Autorin Petra Hartlieb nach Österreich. Gleich zu Anfang stellt sie mich Alma Oberkofler vor, einer Beamtin, die ganz neu bei den „Kriminalern“ in Wien ist und zusammen werden wir vor eine große Aufgabe gestellt. Ein toter Minister liegt auf dem Seziertisch und nun gilt es herauszufinden, ob es Mord oder schlichtweg ein Unfall war. Wer hat ihn zuletzt lebend gesehen? Was ist passiert? Schnell will man erst den Lieferdienstfahrer und anschließend die abgängige Verlobte von Max Langwieser verantwortlich machen. Doch Alma und ihr Team denken um die Ecke und fangen an zu graben. Was da bei den „sauberen“ Politikern zutage gefördert wird, erschüttert jeglichen Glauben, den sie an die Führung in ihrem schönen Österreich je hatten …
Schon allein die ausgesprochen ansprechende Gestaltung des Covers machte mir Lust auf diesen neuen Kriminalroman. Schnell war ich eingetaucht in die Geschichte, die mich mit ihren recht kurzen Kapiteln als Leserin immer wieder anspornte, noch eins und noch eins zu lesen. Ich war fasziniert davon, was die Autorin alles ans Tageslicht brachte und bin überzeugt, dass sie der Wahrheit nähergekommen ist, als man zu glauben vermag. „Freunderlwirtschaft“ ist ein Kriminalroman aber zugleich auch die Geschichte von Alma und Jessica, die, wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise, ein nicht gerade leichtes Packerl zu tragen haben. Ich würde mich sehr freuen, mehr von Alma zu erfahren und weitere Fälle mit ihr zu lösen. Hier besteht definitiv Serienpotential. Aber zunächst vergebe ich für diesen Kriminalroman sehr gerne mit fünf Sternen die volle Punktzahl und spreche natürlich eine Empfehlung aus. Gut gemacht, liebe Petra, vielen Dank!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2024

Es ist nicht leicht, eine Medici zu sein und diese Last auf den Schultern tragen zu müssen ...

Porträt einer Ehe
0

Für mich war dieses Buch eines, das bei mir den berühmten WOW-Effekt erzeugte. Obwohl man als Leser eigentlich weiß, wie die Geschichte ausgehen wird – sie basiert ja auf wahren Tatsachen – fiebert man ...

Für mich war dieses Buch eines, das bei mir den berühmten WOW-Effekt erzeugte. Obwohl man als Leser eigentlich weiß, wie die Geschichte ausgehen wird – sie basiert ja auf wahren Tatsachen – fiebert man doch durch die gut 460 Seiten mit der jungen Lucrezia mit. Ich durfte sie mit diesem Roman ihr ganzes leider viel zu kurzes Leben lang begleiten und war immer wieder sprachlos darüber, wie sie von ihrem Ehemann und sogar ihrer eigenen Familie regelrecht hintergangen, bzw. wenig unterstützt wurde. Natürlich muss man zugegeben, dass sie stets ein wenig aus der Rolle fiel. Heutzutage würde man sie wohl als ein „free spirit“ bezeichnen, ein Mädchen, das künstlerisch mehr als begabt war und sich ungerne strengen Regeln unterwarf. Sie hatte es wahrlich nicht verdient als Lückenbüßerin herhalten zu müssen, um den für die verstorbene Schwester Maria angehenden Herzog zu heiraten, der hoffte, dass sie ihm den ersehnten männlichen Erben schenken würde. Wenn vielleicht auch ihre Eltern aus Liebe heirateten, war das damals, besonders in Adelskreisen, eher unüblich. Dennoch versprach sich die junge Lucrezia de’ Medici von ihrer Eheschließung eine Art Befreiung aus dem elterlichen Haus und hoffte auf eine neue Art von Unabhängigkeit. Schnell merkte sie aber, dass sie sich getäuscht hat und wäre so gerne wieder zurück in Florenz gewesen. Schon bald begann sie um ihr Leben zu fürchten …

Während des Lesens dieses wunderbaren Romans wuchs mir Lucrezia immer mehr ans Herz und – obwohl das tragische Ende unausweichlich schien – litt und fieberte ich mit ihr. Die mir bis dahin unbekannte irische Autorin Maggie O’Farrell versteht es ausgezeichnet ihrer Hauptfigur tief ins Herz und ihre Seele zu schauen, wodurch ich das Buch kaum zur Seite legen mochte. Maggie katapultierte mich mit Macht zurück ins 16. Jahrhundert und ließ mich teilhaben an einem Leben, das ich mir heute kaum vorzustellen mag. Ich bin absolut begeistert und traurig berührt zugleich und vergebe hier von Herzen kommende fünf Sterne für ein Buch der besonderen Art. Allen zukünftigen Lesern, die hier vielleicht noch ein wenig zögerlich sind, kann ich nur empfehlen sich fallen zu lassen in die Welt der jungen Lucrezia di‘ Medici, es lohnt sich!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2024

Totenköpfe, wohin das Auge sieht ...

Tod in der Kaisergruft
0

Wow, ist das wirklich schon der achte Fall, den ich mit Sarah Pauli, der „rasenden Reporterin“ und ihrem sympathischen Team lösen darf? Natürlich spielt auch dieser wieder in dem wunderbaren Wien und wie ...

Wow, ist das wirklich schon der achte Fall, den ich mit Sarah Pauli, der „rasenden Reporterin“ und ihrem sympathischen Team lösen darf? Natürlich spielt auch dieser wieder in dem wunderbaren Wien und wie immer an einem prominenten Ort, der richtig Schlagzeilen bringt. Diesmal berichtet Sarah gemeinsam mit dem Fotografen Simon, beide beim Wiener Boten tätig, von einem dreifachen Mord, der sich in der Kaisergruft zugetragen hat. Der Täter kann nicht mehr befragt werden, denn er ist eines der Opfer. Wo sollen sie also nach dem Motiv suchen? Ein Anruf bei ihrem polizeilichen Freund Martin Stein bringt zunächst keine Neuigkeiten. Doch so gut kennt man Sarah nach sieben vorangegangenen Bänden – sie nimmt die Sache selbst in die Hand. Während die Mutter des Mörders und deren treusorgender Lebenspartner vor Kummer vergehen, hat die Wiener Modeindustrie ganz andere Sorgen. Eines der Opfer war eine der ihren, nämlich die Schwester der Modezarin Isabella, die wohl einen ganz eigenen Weg einzuschlagen gedachte. Wie passen diese Personen zusammen und besser noch, hat der Täter einen Mittäter?

Ein interessanter Fall, der mich nur so durch die Seiten fliegen ließ und bei dem der Spannungsbogen durchweg hochgehalten wurde. Lediglich vermisst habe ich allerdings ein bisschen „Voodoo und Aberglauben“ rund um Sarah. Dafür ist sie ja bekannt und beliebt und dafür gibt es von mir ein halbes Sternchen Abzug. Also unter dem Strich gibt es 4,5 von 5 Sternen und natürlich eine Empfehlung. Ich bleibe auf jeden Fall dran an dieser Reihe!