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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2023

Leider so gar nicht meins ...

Relic
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Eben habe ich mir nochmals den Klappentext durchgelesen und frage mich inzwischen, was mich dazu bewogen hat, mir dieses Hörbuch zu besorgen. "Relic - Museum" der Angst ist eine Mischung aus Krimi, Science-Fiction ...

Eben habe ich mir nochmals den Klappentext durchgelesen und frage mich inzwischen, was mich dazu bewogen hat, mir dieses Hörbuch zu besorgen. "Relic - Museum" der Angst ist eine Mischung aus Krimi, Science-Fiction und Horror. Man hatte mir gesagt, dass es spannend und gruselig zugleich ist, ich aber fand es einfach nur ziemlich unglaubwürdig. Ein Monster verbreitet Angst und Schrecken im Museum, tötet dabei viele Personen und verzehrt neben deren Fleisch besondere Teile des Gehirns, um zu überleben. Ne, ne, diese Reihe werde ich nicht weiterhören, obwohl ich finde, dass der Sprecher Thomas Piper, bekannt geworden durch seine Synchronstimme als ALF, eine reife Leistung hingelegt hat. Schade, hier gibt es für die Story zwei Sterne und noch ein extra Sternchen für den Sprecher. Eine Hör- bzw. Leseempfehlung kann ich leider nicht aussprechen.

Veröffentlicht am 31.01.2023

Dieses Team gehört noch lange nicht zum alten Eisen ...

Der Mann, der zweimal starb (Die Mordclub-Serie 2)
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Einfach nur großartig, wie die vier vom Donnerstagsmordclub mal wieder auf die Jagd gehen. Kein Einsatz ist ihnen zu groß, kein Gangster zu mächtig und keine Beute zu groß. Immerhin geht es hier um Diamanten ...

Einfach nur großartig, wie die vier vom Donnerstagsmordclub mal wieder auf die Jagd gehen. Kein Einsatz ist ihnen zu groß, kein Gangster zu mächtig und keine Beute zu groß. Immerhin geht es hier um Diamanten im Wert von 20 Millionen Pfund, die könnten wohl so manchen Lebensabend versüßen. Als Marcus Carmichael auf die Bühne tritt, ist Elizabeth schnell wieder in ihrem Element, ist er doch niemand anders als ihr … oh halt, das will ich nun doch nicht vorwegnehmen! Auch Ron, Ibrahim und Joyce sind wieder mit von der Partie und hochmotiviert bis Ibrahim selbst … aber nein, auch das will ich nicht vorab verraten …

Ihr merkt schon, lest oder hört selber und vergnügt euch nicht nur mit den Vieren, sondern auch mit Poppy, PC Donna de Freitas und DCI Chris Hudson. Letzterer ist übrigens noch immer schwerverliebt!

Nachdem mir der erste Teil noch wirr vorkam und sich der Autor in meinen Augen in zu vielen Nebensträngen verzettelt hatte, fand ich diesen zweiten Teil einfach nur herrlich. Mir sind die Charaktere inzwischen richtig ans Herz gewachsen und ich freue mich schon riesig auf den nächsten Fall. Von mir gibt es begeisterte fünf Sterne.

Veröffentlicht am 31.01.2023

Clever ermittelt im grausamen Armbrustmord ...

Der weiße Panther (Lemke-von Stain-Serie 2)
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Eine sehr lesenswerte Krimireihe für alle Fans des historischen Berlins!

Bei Kriminalassistent Fred Lemke und Sonderermittlerin Ellen von Stain geht es Schlag auf Schlag. Nur wenige Tage nachdem der ...

Eine sehr lesenswerte Krimireihe für alle Fans des historischen Berlins!

Bei Kriminalassistent Fred Lemke und Sonderermittlerin Ellen von Stain geht es Schlag auf Schlag. Nur wenige Tage nachdem der Petticoat Mörder von ihnen gefasst wurde, fällt ihnen der nächste Fall vor die Füße. Der Barmixer Gottfried Sargast, der seine Gäste in Harry’s Ballroom mit Showeinlagen unterhält, die denen von Tom Cruise in „Cocktail“ an nichts nachstehen, wird beim Verlassen des Clubs mit einer Armbrust niedergestreckt und getötet. Eine ungewöhnliche, verbotene Mordwaffe, ein grausamer Mord und dennoch will niemand etwas gesehen haben. Während Lemke und von Stain anfangs im Trüben zu fischen scheinen, tauchen plötzlich immer mehr Leute auf, die sich für den Fall interessieren. Schnell wird man daran erinnert, dass es sich bei Berlin um eine von Besatzungsmächten geführten Stadt handelt und sowohl die Stasi als auch der amerikanische Geheimdienst melden Besitzansprüche an den Ermittlungen an. Mut und Kreativität von Seiten der Ermittler ist gefragt und so begeben sie sich zur Aufklärung in mehr als eine gefährliche Situation …

Der Autor Leonard Bell hat es auch in diesem zweiten Teil wieder spielend geschafft, mich ins Berlin der späten 50er Jahre zu katapultieren. Während an vielen Stellen noch die Auswirkungen des Krieges sichtbar sind, wird an anderen Stellen gefeiert, flaniert und exzessiv gelebt. Er stellt die Unterschiede von Ost- und Westsektor so anschaulich dar, dass man die Schikane, die im Jahr 1958 schon an den Grenzübergängen herrschte, förmlich spüren kann und allen Bewohnern auf der „falschen“ Seite am liebsten zurufen möchte: „Rette sich, wer kann!“ Die beiden unterschiedlichen Ermittler samt Kollegen und Nebenfiguren kommen sehr realistisch rüber, und man hat fast das Gefühl hat, sie inzwischen persönlich zu kennen. Ich wünsche mir auf jeden Fall weitere Fälle für das ungleiche Ermittlerteam und hoffentlich bald auf eine Beförderung für den fleißigen und cleveren Fred Lemke, der vom Laternenanzünder bis zum Kriminalassistent eine bereits steile Karriere hingelegt hat und es durchaus verdient hätte. Von mir gibt es überzeugte fünf von fünf Sternen mit einer absoluten Leseempfehlung. Aber … unbedingt Teil eins – Der Petticoat Mörder – zuerst lesen!

Veröffentlicht am 31.01.2023

Die dunkle Seite der Schriftstellerwelt ...

Der Seidenspinner
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Cormoran Strike hat sich zu einem durchaus erfolgreichen Privatermittler gemausert und muss inzwischen auch den ein oder anderen Fall ablehnen. Doch die Ehefrau des Romanautors Owen Quine schafft es, ihn ...

Cormoran Strike hat sich zu einem durchaus erfolgreichen Privatermittler gemausert und muss inzwischen auch den ein oder anderen Fall ablehnen. Doch die Ehefrau des Romanautors Owen Quine schafft es, ihn für ihren Fall zu gewinnen. Ihr exzentrischer Mann ist seit Tagen verschwunden und lässt sie und ihre Tochter perplex und in Sorge zurück. Es ist nicht das erste Mal, daher will sie die Polizei nicht einschalten und so machen sich Strike und Robin gemeinsam auf die Suche. Die Leiche des Schriftstellers ist grausam zugerichtet, als Cormoran schließlich fündig wird …
Man muss ihn schon mögen, den etwas knurrigen Army Veteran, der in Afghanistan bei Kampfhandlungen ein Bein verlor und immer wieder mit dieser Tatsache zu kämpfen hat. Robin, seine „mehr als nur eine Sekretärin“ steht ihm treu und sehr engagiert zur Seite. Robins Verlobter Matthew ist darüber alles andere als begeistert und so kommt es immer wieder zu Reibereien und Spannungen. Doch weder sie noch Comoran denken daran aufzugeben, Es beginnt eine interessante Schnitzeljagd, die mehr als einen skurrilen Typen auf die Bildfläche zerrt …
Mir hat dieser zweite Band noch mehr Spaß als Teil eins gemacht, was vor allem auch daran liegt, dass ich Robin und Cameron inzwischen besser „kenne“ und ihren Gedankengängen besser folgen kann. Die Geschichte präsentiert ein fast perfektes Zusammenspiel der Beiden, gemeinsam scheinen sie unschlagbar. Was an manchen Stellen ein wenig an Spannung gefehlt hat, macht der geniale Hörbuchsprecher Dietmar Wunder locker wieder wett, weshalb ich hier auch fünf „sparkling stars“ vergebe. Freue mich schon auf Band drei !!!!

Veröffentlicht am 27.01.2023

Kindesmisshandlung der eigenwillig traurigen Art ...

Die Überlebenden
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Was für eine Familie, was für eine Tragödie!!! Wir haben es hier mit drei Jungen zu tun – inzwischen zu jungen Männern herangewachsen – die ihr ganzes Leben lang verwirrt und verzweifelt um die Liebe ihrer ...

Was für eine Familie, was für eine Tragödie!!! Wir haben es hier mit drei Jungen zu tun – inzwischen zu jungen Männern herangewachsen – die ihr ganzes Leben lang verwirrt und verzweifelt um die Liebe ihrer Eltern, insbesondere der Mutter, zu buhlen und zu kämpfen hatten. „Ein Akademikerehepaar immer am Rand des Existenzminimums“ … so oder so ähnlich wurden Vater und Mutter sicher nicht unpassend im Buch beschrieben. Als Kinder merkten es Benjamin, Pierre und Nils nicht wirklich, dass die Eltern kettenrauchende Alkoholiker waren und dass sie stets in einer verwahrlosten Umgebung hausten. Was sie aber sehr wohl merkten war, dass die Gefühle ihnen gegenüber stets unberechenbar waren. Kann eine solche Kindheit je aufgearbeitet werden? Kann der letzte Brief der Mutter als Entschuldigung gelten, der ihr Leben wieder auf den richtigen Weg bringt?

Meine obenstehende Beschreibung lässt erahnen, dass es sich hier um keine leichte Lektüre handelt, und dass ich beim Lesen oft innehalten musste, um das gerade Gelesene verarbeiten zu können. Das Buch hat mich berührt und zugleich wütend gegenüber den Eltern gemacht, die so leichtsinnig mit dem Leben ihrer eigenen Kinder verfuhren. Was mich aber unheimlich im Lesefluss störte, war der Aufbau des Buchs. Man liest quasi die Vergangenheit vom Anfang und die Zukunft führend und die Gegenwart vom Jetzt ins Damals. Obwohl die Kapitel mit entsprechenden Überschriften versehen waren, musste ich mich jedes Mal wieder neu reindenken und überlegen, wo ich mich eigentlich befand. Ich bin mir sicher, der Autor wollte sich damit von der breiten Masse der Roman abheben, bei mir hat er sich damit keinen Gefallen getan und bekommt nun ein Sternchen Abzug. Ich vergebe vier wohlgemeinte Sterne und leider deshalb auch nur eine bedingte Leseempfehlung.