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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2019

Wenn Teambuilding zum Verhängnis wird ...

Ins Dunkel
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Mit ihrem zweiten Thriller „Ins Dunkel“ hat es die australische Autorin geschafft, ihr erstes Buch „The Dry“ noch zu toppen. Inzwischen war mir nun der Ermittler Aaron Falk vertraut, und ich konnte auch ...

Mit ihrem zweiten Thriller „Ins Dunkel“ hat es die australische Autorin geschafft, ihr erstes Buch „The Dry“ noch zu toppen. Inzwischen war mir nun der Ermittler Aaron Falk vertraut, und ich konnte auch seine zeitweiligen kleinen Anspielungen auf den ersten Fall sehr gut nachvollziehen. Trotz dieser gelegentlichen Rückblicke kann dieser Band aber auch jederzeit ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Wie schon im Klappentext beschrieben, muss Falk sich diesmal auf die Suche nach einer vermissten Wanderin machen. Diesen Auftrag erfüllt er nicht ganz selbstlos. Zusammen mit seiner Partnerin Carmen macht er sich auf Spurensuche und stößt dabei auf Unglaubliches. Werden die Helfer rechtzeitig vor Ort sein?
Bei dieser spannenden Story dachte ich mehr als einmal wie froh ich war, zu Hause auf dem gemütlichen Sofa zu sitzen. Unmöglich, einer Gruppe Angestellter eine solche Gewalttour zuzumuten, wäre für mich wohl ein Kündigungsgrund gewesen ;) … Jane Harper hat einen sehr lebendigen und abwechslungsreichen Schreibstil, der die Seiten nur so dahinfliegen ließ und mir jetzt schon große Vorfreude auf den nächsten Band gemacht hat. Gerne spreche ich für diese Reihe aus dem australischen Busch eine Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 17.07.2019

Ein Plädoyer für die Menschlichkeit ...

Wie Treibholz im Sturm
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s gibt viele Romane, die im Schatten des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit spielen. Es gibt sogar viele gute Romane aus genau dieser Zeit. Und dann gibt es Autorinnen wie Daniela Ohms, die uns ...

s gibt viele Romane, die im Schatten des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit spielen. Es gibt sogar viele gute Romane aus genau dieser Zeit. Und dann gibt es Autorinnen wie Daniela Ohms, die uns diese Zeit auf ganz besondere und wundervolle Weise näherbringen. Eine Weise, die unter die Haut geht und Gänsehaut verursacht.
Ich muss gestehen, ich habe dieses Buch von der ersten Seite an geliebt. Sicher wird auch hier wieder an das Grauen erinnert, aber vor allem ist ein tiefes Schuldeingeständnis eines Soldaten. Ein Schuldeingeständnis, das ihn fast zerbrechen lässt. Eine junge Frau namens Hannah versucht trotz ihrer eigenen misslichen Lage gepaart mit tiefer Trauer ein wenig Sonnenschein in sein Leben zu bringen. Ihn, den alle nur „Fuchs“ nennen, denn er spricht nicht mehr, die Grausamkeit des Krieges nahm ihm die Sprache. Hannah verliebt sich in den traumatisierten Mann, doch kann sie es schaffen, ihm ein lebenswertes Leben zurückzugeben?
Daniela Ohms verfügt über ein unglaubliches Einfühlungsvermögen, fast könnte man meinen, sie wäre selbst dabei gewesen. Wie schon von ihrem Vorgängerbuch „Winterhonig“ schafft sie es wieder dem Leser ein Leseerlebnis der besonderen Art zu präsentieren. Ich bin begeistert und vergebe gerne die Note eins mit Sternchen!

Veröffentlicht am 09.07.2019

Manchmal fehlten mir schlichtweg die Worte ...

Die Liebenden von Leningrad
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Wow, was für ein opulentes Werk! Den Vergleich mit Dr. Schiwago finde ich durchaus gelungen und hatte, dank des Films, auch beim Lesen von „Die Liebenden von Leningrad“ einen sehr realen Film im Kopf. ...

Wow, was für ein opulentes Werk! Den Vergleich mit Dr. Schiwago finde ich durchaus gelungen und hatte, dank des Films, auch beim Lesen von „Die Liebenden von Leningrad“ einen sehr realen Film im Kopf. Wieder einmal musste ich schmerzlich feststellen, was für ein grausames Erlebnis der Zweite Weltkrieg für Millionen von Menschen war. Mit Russland hatte ich mich zu diesem Thema zuvor eher selten beschäftigt. Zu Angst und Schrecken gesellten sich Hunger und Kälte. Es ist für mich ein Wunder, wie unter diesen Umständen überhaupt noch Menschen überleben konnten. In jeder Familie gab es Tote, auch die Familien von Tatiana und Alexander blieben davon nicht unberührt und besonders Tatiana litt sehr unter dieser Situation. Während Alexander an verschiedenen Fronten immer wieder zu Einsatz kam, war ihr Einsatz an der Heimatfront nicht weniger gefährlich …
Im Nu hatte mich das Buch gefesselt und die 750 Seiten flogen nur so dahin. Die Autorin Paullina Simons schreibt sehr bildhaft und anschaulich. Bei den in Russland beschriebenen Temperaturen, huschte der ein oder andere Schauer auch durch mich. Einen Stern Abzug gibt es von mir für die teilweise recht gefühlsseligen, leicht schmalzigen Beschreibungen rund um das off and on Liebesverhältnis von Tatiana und Alexander. Dennoch hat mich dieser Roman, der mit einem Cliffhanger endet, sehr, sehr neugierig auf den Folgeband gemacht.

Veröffentlicht am 04.07.2019

Wann ist ein Leben lebenswert?

Mehr als die Erinnerung
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Zum Inhalt ist dem Klappentext nichts hinzuzufügen, dafür teile ich umso lieber meine persönliche Meinung zu dem Buch. Es war für mich inzwischen schon das dritte Buch der Autorin und ich bin nach wie ...

Zum Inhalt ist dem Klappentext nichts hinzuzufügen, dafür teile ich umso lieber meine persönliche Meinung zu dem Buch. Es war für mich inzwischen schon das dritte Buch der Autorin und ich bin nach wie vor schwer beeindruckt von Melanie Metzenthin. Sie ist eine äußerst sympathische Powerfrau, die sich immer wieder großartig in diese Leserunde eingebracht hat, sodass das Buch bei mir einen noch tieferen Eindruck hinterlassen konnte. Sie hat mir in einem spannenden Roman, der eigentlich schon Kriminalcharakter hat, die Welt der „Irrenärzte“ und ihrer Patienten näher gebracht. Es ist schon unglaublich, in welche Abgründe manche Ärzte in dieser Zeit stiegen, um Versuche an ihren Schützlingen durchzuführen. Ein Paradebeispiel hierfür in diesem Buch ist einer der Ärzte auf Gut Mohlenberg, der selbst vor Mord nicht zurückzuschrecken schien.
Doch sie erklärt uns auch durch ihre Protagonistin Friederike von Aalen, dass Liebe, Fürsorge und viel Geduld zu positiven Ergebnissen führen können, und dass ein Leben mit einer geistigen Einschränkung keinesfalls ein unwertes Leben sein muss.
Durch diese beiden Gegensätze hat Melanie mir als Leserin in einer verständlichen Sprache viel medizinisches Fachwissen vermittelt – verpackt in einen fesselnden Roman - ohne dass ich mich auch nur einen Moment gelangweilt hätte. Ich freue mich nun schon riesig auf ihr nächstes Buch, das sie hoffentlich wieder in einer ihrer inzwischen recht bekannten Leserunden begleiten wird.

Veröffentlicht am 04.07.2019

Sommer, Sonne, Meer ... aber leider nicht viel mehr ...

Das Haus, das in den Wellen verschwand
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Der oben aufgeführte Klappentext sagt eigentlich inhaltlich schon alles aus, mehr würde an dieser Stelle zu viel verraten. Er liest sich auf jeden Fall sehr interessant und ich stellte mich auf ein spannendes ...

Der oben aufgeführte Klappentext sagt eigentlich inhaltlich schon alles aus, mehr würde an dieser Stelle zu viel verraten. Er liest sich auf jeden Fall sehr interessant und ich stellte mich auf ein spannendes Abenteuer ein. Umso enttäuschter war ich als ich feststellte, dass die Geschichte – immer abwechselnd in Gegenwart und Vergangenheit – vor sich hinplätscherte. Selbst als eines der Crewmitglieder auf mysteriöse Weise vom Boot verschwindet, fehlte mir der gewisse Nervenkitzel, und ich stellte fest, dass ich mit keinem der Protagonisten wirklich warm geworden war. Was mir an diesem für mich dritten Buch der Autorin gut gefallen hat, ist dass diesmal der Schluss recht schlüssig war. Des Weiteren hat mir das Meeresrauschen auf der CD gefallen, mit der jeweils wieder die Vergangenheit begann. Ansonsten kann ich nur sagen, ganz nett und unterhaltend aber sicher nicht das beste Buch der Autorin.