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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.07.2020

Mit Witz und Charme

Man wird ja wohl noch träumen dürfen
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Die Geschichte Rund um Thea Fuß hat mir sehr gut gefallen - eine schöne, kleine Flucht aus dem Alltag hinein in einen ganz anderen.
Die Charaktere sind ulkig und überspitzt, so dass zwischendurch ein "Gilmore ...

Die Geschichte Rund um Thea Fuß hat mir sehr gut gefallen - eine schöne, kleine Flucht aus dem Alltag hinein in einen ganz anderen.
Die Charaktere sind ulkig und überspitzt, so dass zwischendurch ein "Gilmore Girls"-Gefühl in mir aufstieg. Sehr gut gelungen und irgendwie fast schon heimelig!
Besonders Thea fand ich sehr toll mit ihren spontanen Emanzenausbrüchen - da musste ich echt schmunzeln und habe mich immer wieder ertappt gefühlt.
Es ist eine lockere, leichte Geschichte, ohne zu viel Tiefgang. Es ist aber auch nicht stumpf. Für den Sommer am Badesee genau das Richtige!
Die Sprecherin des Hörbuchs hat eine total angenehme Stimme und hat die einzelnen Personen wunderbar inszeniert, ohne dass es aufgesetzt gewirkt hat.

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  • Sprecherin
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Gefühl
  • Cover
Veröffentlicht am 12.07.2020

Göttergeschichte von Göttin geschrieben

Muse of Nightmares - Das Geheimnis des Träumers
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Dieses Buch hat mich genauso verzaubert wie seine Vorgänger - kein Wunder bei dieser Autorin. Es war keine Überraschung für mich!
Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle nichts sagen, denn es handelt sich ...

Dieses Buch hat mich genauso verzaubert wie seine Vorgänger - kein Wunder bei dieser Autorin. Es war keine Überraschung für mich!
Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle nichts sagen, denn es handelt sich um den dritten Teil der "Strange the Dreamer"-Reihe und bevor man "Muse of Nightmares" liest, sollte man definitiv die beiden anderen Bücher gelesen haben. Ansonsten versteht man die Story, die Anspielungen und die Charakterentwicklungen nicht. Und das wäre ine große Schande!
Der letzte Teil hat uns ja mit einem bitteren, fiesen Ende zurückgelassen und direkt zu Beginn dieses Teils wird dieser aufgegegriffen. Das fand ich sehr gut, denn ich hasse es, wenn mich Autorin zu lange warten lassen und nicht auf den Punkt kommen. Laini Taylor macht das Ganze stets geschickt, nie zu offensichtlich, alles immer angedeutet, ein klein bisschen Interpretationsspielraum.
Das Buch lebt meinem Empfinden nach von dem außergewöhnlichen, lyrischen Schreibstil der Autorin. Sie kreiert mit süßen Worten eine zauberhafte, außergewöhnliche Welt und eine bittersüße Atmosphäre. Das ganze Buch ist voller Emotionen, Magie und Tragik. Es ist wie ein richtig guter Film auf Papier - ich hab geweint, mich gefreut, mich gefürchtet.
Und genau das macht für mich die ganze Reihe und dieses Buch im Besonderem speziell und wundervoll.
Wenn ihr auf Fantasy, Magie und Ungewöhnliches steht, dann lest definitv diese Reihe! Lest am besten alles von Queen Taylor!

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  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 09.12.2019

Ein Traum von Buch

Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe
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Mit diesem Buch war mir nach Träumen zu Mute - wild, frei, obszön oder auch kindlich, verspielt und naiv. Weep, die Stadt, die ihren Namen verlor, lädt dazu eigentlich nicht ein - aber Lazlo, der Junge ...

Mit diesem Buch war mir nach Träumen zu Mute - wild, frei, obszön oder auch kindlich, verspielt und naiv. Weep, die Stadt, die ihren Namen verlor, lädt dazu eigentlich nicht ein - aber Lazlo, der Junge ohne Herkunft, tut es. Seiner Fantasy sind keine Grenzen gesetzt und so entsteht wahrlich ein Wunderland. In Worte gepresst von der Meisterin der Worte - Laini Taylor.
Mit viel Magie, Staunen und Ehrfurcht habe ich Lazlo und Sarai, unsere liebste Götterbrut, begleitet und meine Stimmung wechselte von warmer Brust zu eiskaltes Herz. Die zarte Verbindung zwischen den beiden Protagonisten hat mich hingerissen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Hin- bzw. hineingerissen in eine fremde Welt voller Wunder, Schmerz und Emotionen. Wie kann man nur so etwas erschaffen? Ich bin sprachlos.
Mein ganzes Buch ist vollgeklebt mit Zettelchen, denn Mrs. Taylor hat eine derartige Stimmgewalt, dass ich ihre Worte markieren möchte. Ich möchte sie nicht nur markieren, ich möchte sie aufsaugen, mir merken und mich an der Lyrik erfreuen.
Keiner der Charaktere ist vollkommen, alle haben ihre Schwächen. Doch es wird niemand verurteilt. Und genau das ist die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Denn auch wenn manche blaue Haut haben oder sich "Götterschlächter" nennen, diese Charaktere sind authentisch. Es handelt sich hier zwar um Fantasy vom Feinsten, doch die Themen Ausgrenzung, Fremdenhass und kulturelles Verständnis sind aktueller denn je.
Und hier absolut gerechtfertigt noch einmal die Frage: Wie kann ein Mensch so etwas erschaffen? Wie ist das möglich? Es ist so furchtbar intelligent gemacht!
Das Ende macht es nochmal richtig spannend und jeder, der Laini Taylors andere Bücher kennt, war nicht überrascht. Denn sie ist konsequent und selbst das ist großartig.

  • Einzelne Kategorien
  • Geschichte
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  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 29.10.2019

Toughe Assasine

Throne of Glass – Die Erwählte
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" "Du könntest anders sein", sagte Elena ruhig. "Du könntest bedeutend sein. Bedeutender als ich - als wir alle." Celaena öffnete den Mund, aber die Worte kamen nicht heraus. Die Königin machte einen Schritt ...

" "Du könntest anders sein", sagte Elena ruhig. "Du könntest bedeutend sein. Bedeutender als ich - als wir alle." Celaena öffnete den Mund, aber die Worte kamen nicht heraus. Die Königin machte einen Schritt auf sie zu. "Du könntest die Sterne ins Wanken bringen", flüsterte sie. "Du könntest alles tun, wenn du nur den Mut dazu hättest. Tief in deinem Herzen weißt du das. Und das erschreckt dich am allermeisten." " ~ Sarah J. Maas
Worum geht es? (Selbstverständlich #spoilerfrei)
Celaena verrottet in den Salzminen und ist sich sicher, dass sie nie wieder frei sein wird. Sie trotzt dem Arbeitslager, doch ihre Hoffnung schwindet. Auch die talentierteste Assassine muss sich irgendwann geschlagen geben.
Doch dann kommt ihre letzte Chance in Form des Kronprinzens. Sie soll für ihn an einem tödlichen Wettkampf teilnehmen und wenn sie diesen gewinnt, erhält sie ihre Freiheit zurück. Doch sie könnte dabei auch sterben...
Was war besonders gut?
Ich habe bei dieser Geschichte sämtliche Emotionen empfunden: Von Liebe und Zuversicht, zu Hass, Verzweiflung und Zorn. Ich fand die Geschichte somit sehr authentisch und spannend! Anders als die meisten (glaube ich zumindest) mochte ich die Protagonistin sofort. Sie ist eingebildet, kratzbürstig und clever - genau wie ich es mag 😄 Und mit ihr bin ich dann auch durch die Seiten gerauscht und hatte richtig viel Spaß dabei 👍
Was war nicht so gut?
Tatsächlich auch einiges, obwohl ich das Buch super fand. Zum einen fand ich die Liebesbeziehung(en) nicht nachvollziehbar. Wie aus Bauchkribbeln auf einmal "Wir liegen auf dem Bett und machen rum" geworden ist, ist mir schleierhaft 🙈 Da fand ich die "zartere" Liebesgeschichte (Sorry, ich vermeide hier grad massivst Spoiler) glaubwürdiger.
Von dem Schreibstil war ich tatsächlich etwas enttäuscht. Ich kenne halt die "Das Reich der sieben Höfe" - Reihe und da hat sich Sarah J. Maas selbst übertroffen.

Veröffentlicht am 27.10.2019

Ein Junge mit brutalem Gesicht und die blaue Götterbrut

Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte
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Lazlo ist ein Träumer und Geschichtenerzähler. Eigentlich armselig, doch durch mysteriöse Umstände wird er zu einem geschäzten Mitglied einer fremdländischen Gesellschaft.
Sarai, das blaue Mädchen, blickt ...

Lazlo ist ein Träumer und Geschichtenerzähler. Eigentlich armselig, doch durch mysteriöse Umstände wird er zu einem geschäzten Mitglied einer fremdländischen Gesellschaft.
Sarai, das blaue Mädchen, blickt aus dem Himmel hinab auf die verborgene Stadt. Die Stadt, die keinen Namen mehr trägt und an die sich niemand mehr erinnert. Doch Sarai und ihre Geschwister erinnern sich noch genau an die Einwohner dieser ehemals wunderschönen und jetzt zur Dunkelheit verdammten Stadt.
Laini Taylor entführt uns in eine wundervolle Welt voller mythischer Kreaturen, armen Seelen und gut geplanten Zufällen. Der Schreibstil ist dabei, typisch für die Autorin, dick wie Honig und heimelig.
Für mich war es wie ein Nachhausekommen. Zurück zu ein bisschen Karou, zurück zu den Seraphim. Und doch ist es ganz anders und verblüfft mit einer eigenen Geschichte, Tragik und eigenen Wundern.
Bei so einem Worldbuilding und so einem Schreibstil, so viel Einfühlungsvermögen und Authentizität der Charaktere und so viel Liebe für Fantasy, kann es nur ein absolutes Lieblingsbuch für mich werden!