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Veröffentlicht am 04.05.2021

Wer oder was steckt hinter der Erlöserin? - Spannung garantiert

Todeskalt
5

Ein abrupt unterbrochener Anruf ihrer Freundin Melanie, weckt in der Kriminalpsychologin Caro Löwenstein den Ermittlerinstinkt. Wieso fühlt sich ihre Freundin verfolgt und in was ist sie geraten? Diese ...

Ein abrupt unterbrochener Anruf ihrer Freundin Melanie, weckt in der Kriminalpsychologin Caro Löwenstein den Ermittlerinstinkt. Wieso fühlt sich ihre Freundin verfolgt und in was ist sie geraten? Diese beiden Fragen lassen Caro nicht mehr in Ruhe und als sie in einer Burgruine in Oberweildorf eine erhängte junge Frau findet, ahnt sie schlimmes. Von der örtlichen Polizei findet sie ihre Sorgen zu wenig ernst genommen und sie ermittelt auf eigene Faust. Doch dies gefällt nicht allen, vor allem der örtliche Polizist fühlt sich vor den Kopf gestossen und auch die Bürgerwehr wird aktiv.

Unterstützung in ihren Ermittlungen erhält sie von ihrem vorgesetzten Simon und dessen Truppe. Während ihren Ermittlungen stossen sie auf dunkle Geheimnisse und die Legende der Erlöserin. Durch die Ermittlungen erfährt Caro, dass die erhängte junge Frau keinen Selbstmord begannen hat und das es noch weitere Todesfälle gibt, die mit dem aktuellen zusammenhängen. Die Legende der Erlöserin spielt dabei eine sehr wichtige Rolle. Ihr wird nachgesagt, Menschen in den Tod zu schicken, die sich nicht von der 'Schlange' befreien können. Mit ihren eigenmächtigen Ermittlungen bringt Caro nicht nur sich, sondern auch ihre Kollegen in grosse Gefahr. Wird es ihr gelingen Melanie zu finden und was haben die Selbstmorde gemeinsam?

'Todeskalt' ist ein Thriller der einem von der ersten bis zur letzten Seite ans Buch fesselt. Weglegen kommt fast nicht in Frage und wenn es sein muss, helfen die kurz gehaltenen Kapitel, das ganze Kapitel zu beenden bevor das Buch zur Seite gelegt wird. Mit den Charakteren kann der Leser gut mitleiden und mit fiebern. Als man denkt, dass alles zu Ende ist, kommt ein unerwarteter Wendepunkt der nochmals zur Spannung beiträgt.
Die Handlungsorte passen sehr gut in diesen Thriller. Der Schneesturm, die Burgruine und das kleine Dorf, wo man zusammenhält, verleihen dem Buch einen eigenen Charme.

Das Buch kann jedem eingefleischten Thriller-Fan wärmstens empfohlen werden.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 02.05.2021

Eine fesselnde Lebensgeschichte

Die Rosenzüchterin
0

Franca leidet unter psychischen Problemen und Angstzuständen. Ohne ihre Tabletten geht sie nirgends hin. Im Auftrag ihres Mannes fliegt sie nach Guernsey und erleidet da eine nächste Panikattacke nachdem ...

Franca leidet unter psychischen Problemen und Angstzuständen. Ohne ihre Tabletten geht sie nirgends hin. Im Auftrag ihres Mannes fliegt sie nach Guernsey und erleidet da eine nächste Panikattacke nachdem kein Hotelzimmer mehr verfügbar ist. Alan läuft ihr in diesem erbärmlichen Zustand über den Weg und nimmt sie mit zu seiner Mutter Beatrice. Hier findet sie für ein paar Tage Unterschlupf. Der Abstand von zu Hause und ihrem gewohnten Umfeld, dass sie immer mehr runterzieht, tut ihr sehr gut und sie fühlt sich richtig frei. Während ihres Aufenthaltes freundet sich sich mit der Hauptprotagonistinnen Beatrice und Helene an und erfährt deren Geschichte.

Beatrice ist auf der Insel aufgewachsen und ging bei einem Fluchtversuch ihrer Eltern im Getümmel verloren. Sie ist nun ganz alleine auf der von deutschen besetzten Insel. Erich Feldmann, Mitglied der deutschen Wehrmacht und seine Frau ziehen ins Elternhaus von Beatrice ein und ziehen sie wie ihre eigene Tochter auf. Hier nimmt die gemeinsame Geschichte von Beatrice und Helene ihren Lauf.

Beatrice erzählt in 'Die Rosenzüchterin' Franca ihre Lebensgeschichte und versucht ihr aus ihrem "Schneckenhaus" zu finden. Leider geraten gegen Schluss beide in eine unschöne Geschichte und das fröhliche Miteinander wird durchgeschüttelt.

Das Buch ist in zwei Zeitstränge aufgeteilt. Während Beatrice ihre Geschichte erzählt, wird ein Rückblick in die entsprechende Zeitspanne gemacht. Dadurch kann die Geschichte noch viel intensiver erlebt werden. Aus meiner Sicht handelt es sich erst bei den letzten ca. 200 Seiten um einen Kriminalroman, davor gleicht es eher einem historischen Roman, wo der Leser einiges über die Besetzung der Insel zu Kriegszeiten erfährt.

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Veröffentlicht am 22.04.2021

Eine bewegende Familiengeschichte

Die Fliedertochter
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Paulina begibt sich unbewusst auf die Spuren ihrer Herkunft. Ihre Bekannte Antonia bittet sie nach Wien zu reisen um dort ein unbekanntes Vermächtnis in Empfang zu nehmen. Ihr Glücksbringer, die Schneekugel, ...

Paulina begibt sich unbewusst auf die Spuren ihrer Herkunft. Ihre Bekannte Antonia bittet sie nach Wien zu reisen um dort ein unbekanntes Vermächtnis in Empfang zu nehmen. Ihr Glücksbringer, die Schneekugel, ist wie immer auch dabei. Das Vermächtnis besteht aus einem blauen Tagebuch, welche Luzie Kühne verfasst hat. Diese ist 1938 als Halbjüdin von Berlin nach Wien zu ihrer Tante geflüchtet und versucht da Fuss zu fassen. Sie wägt sich in Wien in Sicherheit, die jedoch nicht lange hält. Paulina beginnt in dem Tagebuch zu lesen und verlängert sogar ihren Aufenthalt in Wien hierfür. Was sie zu Beginn nicht weiss, ist das das blaue Buch ihr ganzes Leben verändern wird ...

Teresa Simon erzählt die Geschichte in zwei verschiedenen Zeitebenen und als Leser bekommt man so das Gefühl auch im Tagebuch zu lesen. Die Geschichte rund um Luzie ist sehr bewegend beschrieben und führt dazu, dass das Buch nicht mehr aus den Händen gelegt werden möchte. Die Autorin hat mit 'Die Fliedertochter' gut rübergebracht, was dazumal auch in Wien geschehen ist. Das Buch ist sehr spannend und gleichzeitig auch traurig. Mich regen solche Geschichten immer wieder zum Nachdenken an und man leidet mit den Einzelschicksalen mit.

Das Buch ist jedem Leser zu empfehlen, der noch mehr geschichtliche Hintergründe verpackt in einem spannenden Roman entdecken möchte.

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Veröffentlicht am 03.04.2021

Erschreckend realistische Geschichte

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät
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Mitten im Winter bricht das Stromnetz in Europa zusammen. Ampelanlagen versagen ihren Dienst, der Lichtschalter bringt nicht mehr das erhoffte Licht und zahlreiche Unfälle prägen das Geschehen. Davon betroffen ...

Mitten im Winter bricht das Stromnetz in Europa zusammen. Ampelanlagen versagen ihren Dienst, der Lichtschalter bringt nicht mehr das erhoffte Licht und zahlreiche Unfälle prägen das Geschehen. Davon betroffen ist auch der Italiener Piero Manzano.
Der Strom ist jedoch länger weg als beim letzten Zwischenfall. Manzano findet raus, dass die Stromzähler manipuliert sind. Doch die Polizei und der Strombetreiber glauben ihm nicht, er wird als "Verschwörungstheoretiker" weggewiesen. Doch Manzano gibt nicht auf. Doch plötzlich gerät er selber in Verdacht hinter der ganzen Geschichte zu stecken und muss einiges über sich ergehen lassen.

Es wird eindrücklich beschrieben, was mit der Menschheit bei einem solchen Vorfall geschieht. Am Anfang herrschte noch Solidarität, die jedoch sehr schnell in Misstrauen, Plünderungen und Ausschreitungen ausartet. Jeder kämpft für sich.

Marc Elsberg beschreibt eindrücklich, was ein solcher grossflächiger Stromausfall bedeutet. Die Kommunikation und Koordination zwischen den verschiedenen Ländern gestaltet sich enorm schwierig und es ist mühsam an die benötigten Informationen zu kommen. Krankenhäuser und Atomkraftwerke haben mit dem Notstromaggregaten zu kämpfen, die nicht dauerhaft laufen und Dieselnachschub brauchen. Die Menschen können nur noch durch Essensausgabestellen oder Notunterkünften mit Nahrung und Wasser versorgt werden und die medizinische Betreuung ist aufs notwendigste beschränkt. Ganz zu Schweigen von den Vorfällen in den Atomkraftwerken und die daraus resultierenden Evakuierungen der Bevölkerung.

Ein sehr eindrückliches und gut recherchiertes Buch, das mich als Leser zum Nachdenken angeregt hat. Für vieles wird Strom benötigt, wo wir uns gar nicht bewusst sind. Das Verhalten der Menschen in solchen Situationen ist sehr schwer vorauszusagen, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Beschreibungen im Buch eintreffen könnten. Als Leser leidet man mit den Charakteren mit und hofft selbst, dass dieser Zustand schnell wieder behoben ist. Doch am Ende bleibt die Frage: Was wenn das mal Realität werden sollte?

Das Buch ist jedem zu empfehlen der gerne ein spannendes und realitätsnahes Buch liest.

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Veröffentlicht am 12.03.2021

Ein kurzweiliges Wiedersehen mit altbekannten Charakteren

Abgetaucht
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Die Geschichte von Andrea Schnidt geht weiter. Sie wird mit der Tatsache konfrontiert, dass ihre Tochter Claudia schwanger ist und sie Oma wird. Der Vater ist aber nicht Emil, der Freund von Claudia und ...

Die Geschichte von Andrea Schnidt geht weiter. Sie wird mit der Tatsache konfrontiert, dass ihre Tochter Claudia schwanger ist und sie Oma wird. Der Vater ist aber nicht Emil, der Freund von Claudia und Sohn von Andreas Freundin. Luis ist sein Name, jedoch ist nicht mehr über den jungen Mann bekannt. Rudi, Claudia's Opa fasst nach der Geburt seines Urenkels den Plan, diesen ominösen Luis ausfindig zu machen. Für ihn unvorstellbar, dass sein Urenkel ohne Vater aufwachsen soll. Doch Claudia darf nichts von der heimlichen Suche wissen, jedoch sind immer mehr Personen über die Suche informiert. Kann das Geheimnis vor Claudia gewahrt werden?
Andrea muss sich ausserdem mit Paul's Tochter Alexa auseinandersetzen und ihre Beziehung zu Paul scheint auch nicht nach Wunsch zu laufen. Langeweile, bei Andrea definitiv kein Fremdwort.

Eine turbulente und kurzweilige Geschichte rund um die Hauptprotagonistin Andrea. Wie die vorherigen Bücher liest sich auch dieses sehr einfach. Rudi mit seinem Dialekt und seiner direkten Art verleiht dem Buch seinen Charme und sorgt für viele Lacher.
Für Leser, welche die Reihe seit Anfang begleiten ein Muss. Für alle die es gerne kurzweilige haben und zwischendurch schmunzeln möchten eine gute Leseempfehlung.

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