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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2024

Eine starke Frau an Adenauers Seite – Emotional und beeindruckend

Gussie
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Auf das Buch "Gussie" hatte ich gewartet!! Ich liebe Historische Romane.

Der Schreibstil von Christoph Wortberg gefällt mir ausgesprochen gut, ist sehr flüssig und spannend. Der Erzählstil ist bildhaft, ...

Auf das Buch "Gussie" hatte ich gewartet!! Ich liebe Historische Romane.

Der Schreibstil von Christoph Wortberg gefällt mir ausgesprochen gut, ist sehr flüssig und spannend. Der Erzählstil ist bildhaft, einfühlsam und angenehm zu lesen. Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt.

"Gussie" ist die Romanbiografie über Auguste, genannt Gussie. Im Jahr 1948 liegt sie im Krankenhaus in Bonn, wo sie jedoch nur noch wenige Tage zu leben hat. Auf dem Sterbebett lässt Gussie ihr Leben noch einmal an sich vorbeiziehen.
Gussie Zinsser hatte eine innige liebevolle Beziehung zu ihrem Vater. Im Jahr 1915 trifft Gussie erstmals Konrad Adenauer. Sie ist erst 24 Jahre alt, als sie den verwitweten Dr. Konrad Adenauer heiratet, der 19 Jahre älter als sie ist und drei Kinder aus erster Ehe hat.

Der biografische Roman hat mich in den Bann gezogen und total berührt. Sehr gut gefielen mir die kleinen Auszüge aus dem Briefwechsel von Gussie und ihrem Vater bzw. ihrem Ehemann.
Die Historischen Ereignisse sind sehr gut recherchiert.
Christoph Wortberg hat mit "Gussi" ein eindrucksvolles Buch geschrieben.

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Veröffentlicht am 10.03.2024

Louis Braille – Sehr beeindruckend

Eine Fingerkuppe Freiheit
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Der Schreibstil von Thomas Zwerina gefällt mir ausgesprochen gut, ist flüssig, spannend und gefühlvoll. Der Erzählstil ist bildhaft und gut zu lesen. Die Charaktere beschreibt er sehr authentisch.
Das ...

Der Schreibstil von Thomas Zwerina gefällt mir ausgesprochen gut, ist flüssig, spannend und gefühlvoll. Der Erzählstil ist bildhaft und gut zu lesen. Die Charaktere beschreibt er sehr authentisch.
Das Cover ist total passend zu dem Roman.

Thomas Zwerina, der im Jahr 2018 selbst vollständig erblindet ist, erzählt über das Leben von Louis Braille – dessen Erfindung so vielen Blinden die Teilhabe am Leben ermöglicht – die Blindenschrift.

Louis erleidet mit drei Jahren eine schwere Verletzung am Auge und erblindet dadurch vollständig auf beiden Augen. Louis ist sehr intelligent und kommt im Jahr 1821 durch seine Förderer nach Paris an das Institut National des Jeunes Aveugles, Frankreichs nationaler Blindenanstalt. Die "Nachtschrift" von Charles Barbier fasziniert ihn – er entwickelt daraus mit viel Ehrgeiz ein einfacheres System mit sechs erhabenen Punkten – der Schlüssel zu allem Wissen für die Blinden: "Ich lese, ich schreibe, also bin ich".
Louis musste gegen sehr viel Hindernisse und Widerstand kämpfen.

Die emotionale Lebensgeschichte von Louis Braille hat mich sehr berührt und gefesselt.

Sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 10.03.2024

Endlich Teil 2 Dresden-Epos – Großartig, sehr spannend

Das Opernhaus: Rot das Feuer
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Von Anne Stern habe ich schon einige Bücher mit Begeisterung gelesen: "Drei Tage im August" und die "Fräulein Gold"-Reihe.
Der Schreibstil gefällt mir hier wieder ausgesprochen gut, ist sehr flüssig und ...

Von Anne Stern habe ich schon einige Bücher mit Begeisterung gelesen: "Drei Tage im August" und die "Fräulein Gold"-Reihe.
Der Schreibstil gefällt mir hier wieder ausgesprochen gut, ist sehr flüssig und spannend. Der Erzählstil ist bildhaft und angenehm zu lesen. Die Protagonisten Elise und Christian sind authentisch beschrieben.
Das Cover gefällt mir gut.

Dresden, ab April 1949. Die gefeierte Violinistin Elise Jacobi ist mit dem viel älteren Komponisten Adam verheiratet. Die beiden haben die kleine Netty adoptiert, und Elise liebt ihre Rolle als Mutter. Durch Zufall trifft Elise mit ihrer Jugendliebe, dem Kulissenmaler Christian zusammen, den sie aber nicht vergessen konnte. Mehr will ich nicht verraten.

Die Geschichte hat mich sofort in den Bann gezogen.
Die politischen Unruhen und historischen Ereignisse mit Personen wie Gottfried Semper und Richard Wagner wurden von Anne Stern in dem Roman eingeflochten, auch Dokumente und Briefe aus der damaligen Zeit - sehr gut recherchiert.

Lesenswert!!

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Veröffentlicht am 09.03.2024

Jüdische Familiensaga - sehr berührend und emotional

Annas Lied
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Das Cover mit der Frau am Klavier gefällt mir sehr gut – es ist perfekt zu dem Roman.

Der Schreibstil von Benjamin Koppel gefällt mir ausgesprochen gut, ist sehr flüssig, mitreißend und gefühlvoll. Die ...

Das Cover mit der Frau am Klavier gefällt mir sehr gut – es ist perfekt zu dem Roman.

Der Schreibstil von Benjamin Koppel gefällt mir ausgesprochen gut, ist sehr flüssig, mitreißend und gefühlvoll. Die Charaktere sind authentisch und bildhaft beschrieben.
Der Autor erzählt uns das Leben seiner Großtante Anna ab dem Jahr 1929.

Hannah ist die jüngste von fünf Kindern. Sie wächst in einer dänisch-jüdischen Familie in Kopenhagen auf. Die Eltern legen größten Wert auf jüdische Traditionen. Doch Hannahs vier Brüder halten sich durch ihre Heirat mit Däninnen nicht an die Tradition - eine totale Enttäuschung für die Mutter. Auch der Wunsch von Hannah, Musik zu studieren und Musikerin zu werden, entspricht nicht der Tradition. Durch Zufall trifft Hannah auf den Kommunisten Aksel, in den sie sich sofort verliebt.
Aber Hannah als einzige Tochter muss die arrangierte Ehe akzeptieren und so die Tradition aufrecht erhalten. Sie heiratet Francois, einen französischen Juden, und zieht nach Paris.

Die Geschichte hat mich sofort in den Bann gezogen und mich sehr berührt. Eine emotionale und sehr ergreifende jüdische Familiengeschichte – sehr bewegend.

Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Sehr emotionale Geschichte

Im See der Himmel
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Der Schreibstil von Helen M. Sand gefällt mir ausgesprochen gut, ist sehr flüssig, mitreißend und einfühlsam. Die Charaktere sind authentisch beschrieben. In die Historische Geschichte konnte ich schnell ...

Der Schreibstil von Helen M. Sand gefällt mir ausgesprochen gut, ist sehr flüssig, mitreißend und einfühlsam. Die Charaktere sind authentisch beschrieben. In die Historische Geschichte konnte ich schnell eintauchen.
Das Cover ist passend zum Buch, gefällt mir gut.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen - im Zweiten Weltkrieg 1944/1945 und der Gegenwart in den Jahren 2001/2002. Sehr gut fand ich am Anfang des Buches den Stammbaum als Orientierung.

Maria hat ihrem verstorbenen Mann Jack versprochen, dass sie von Amerika in ihr Heimatdorf nach Mühlbach in Süddeutschland reist, um sich endlich ihrer damaligen Vergangenheit zu stellen.

Mühlbach 1944: Maria ist in einem streng katholischen Elternhaus mit ihren neun Geschwistern aufgewachsen. Mit 18 Jahren lernte sie über einen Briefwechsel den Soldaten Michael kennen, sie verlieben sich sofort - es ist für beide die große Liebe ihres Lebens und sie verloben sich. Michael muss zurück an die Front. Als Maria merkt, dass sie von Michael ein Kind erwartet, ist sie total glücklich und hofft sehnsüchtig auf die Rückkehr von Michael.

Die Geschichte ist sehr emotional und berührend. Sie hat mich bis zur letzten Seite total gefesselt. Ich mochte das Buch gar nicht zur Seite legen.

Ein Romandebüt von Helen M. Sand: Absolut lesenswert!!!

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