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Veröffentlicht am 19.01.2018

Eine elysische Performance.

Hotel D'Amour
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Im elysischen Zentrum der Lust in Berlin trifft man auf die verschiedensten Personen, die etwas mit Erotik zu tun haben, von geschäftstüchtigen Dominas, über Burlesque-Stripperinnen bis hin zu Personen, ...

Im elysischen Zentrum der Lust in Berlin trifft man auf die verschiedensten Personen, die etwas mit Erotik zu tun haben, von geschäftstüchtigen Dominas, über Burlesque-Stripperinnen bis hin zu Personen, die den Maturabtionsworkshop besuchen. Das Haus führt Georgie, die es innerhalb der Familie vermacht bekommen hat, was jedoch zu Unstimmigkeiten führt. Was in diesem Haus in den wilden Zwanziger Jahren schon geschehen ist, von Nackttänzen, einer Flüsterkneipe und sonstigen Veranstaltungen darin – davon weiß sie nichts…

Mal wieder eine Lektüre der etwas anderen Art, nämlich einen erotischen Art zu lesen, habe ich als sehr abwechslungsreich empfunden. Der Einstieg ins Buch jedoch war nicht ganz so gut wie ich mir das vielleicht gewünscht habe, aber nun ja.

Der Schreibstil der Autorin ist soweit ganz angenehm zu lesen und auch inhaltlich gut verständlich. Großartige Fachbegriffe habe ich nicht gelesen, man liest – dem Buch entsprechend – natürlich eher Begriffe aus dem sexuellen Bereich. Entsprechend ist das Buch auch weiterhin sprachlich verfasst, da geht es schon durchaus vulgär zu bei der Sprache und es wird damit auch klar ausgedrückt, um welche Dinge es dabei geht – Sex vornehmlich, Befriedigung.

Interessanterweise hat die Autorin hier noch die Geschichte von Anita Berber, die es tatsächlich gegeben hat, ein wenig mit eingeflochten. Natürlich sind hier manche Dinge um sie herum erfunden, andere Sachen entspringen aber nicht ihrer Phantasie, sondern sind historisch wohl gar belegbar. Die Geschichte im Buch wechselt immer wieder von der Jetztzeit (2017) hin zur Zeit der 20er Jahre (1925 etc.). Da spielt sich dann auch eine Geschichte um das Haus D’Amour ab – und so ist es interessant zu lesen, welche Verknüpfung es hier wie gibt.

Dennoch hat mich das Buch leider nicht gänzlich überzeugen können, dafür war es mir teilweise dann auch einfach ein bißchen zu platt, zu einfach gestrickt. Denn die geschilderten Sexszenen sind sicher interessant zu lesen und vielleicht auch für den ein oder anderen anregend, teilweise habe ich das als doch ein wenig eintönig weil immer wieder sehr ähnlich und gleich empfunden – im Großen und Ganzen. Ich habe schon ähnliche Literatur gelesen, entsprechend habe ich hier eben einfach andere Geschichten als abwechslungsreicher empfunden. Auch war hier manches schon sehr speziell dargestellt worden, das elysische Zentrum und all die angebotenen Kurse etc. Sicher gibt es solche Sachen, aber manches wirkte auf mich ein bißchen übertrieben.

Alles in allem ist die Art und Weise wie hier die Geschichte mit der zeitlichen Abwechslung geschrieben wurde schon auch interessant und mal was anderes gewesen. Ich wurde durchaus gut unterhalten, es waren interessante Ansätze dabei, vor allem der historische Bereich war interessant, hier habe ich dann zwischendurch auch selbst nachgelesen wie sich manches ereignet hat. Vielleicht hatte ich mir hier einfach noch ein bißchen mehr erhofft, denn im gesamten war es für mich eine gute erotische Lektüre.

Von mir gibt es für dieses Buch 3 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 10.01.2018

Als gäb’s kein Morgen mehr… oder: Was du jetzt nicht machst, kann sein, dass du es vielleicht nie machst.

Dieses bescheuerte Herz
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Außer jede Nacht feiern hat Lenny in seinem Leben noch nicht wirklich viel gemacht, ihn interessiert auch sonst nichts, denn sein Leben bekommt er von seinem Vater der Arzt ist finanziert. Nun, mit fast ...

Außer jede Nacht feiern hat Lenny in seinem Leben noch nicht wirklich viel gemacht, ihn interessiert auch sonst nichts, denn sein Leben bekommt er von seinem Vater der Arzt ist finanziert. Nun, mit fast 30, soll sich das ändern, denn er hat es mit dem Locker-nehmen einfach übertrieben und so verpflichtet ihn sein Vater dazu, dass er sich um einen seiner Patienten kümmern soll. Der gerade mal 15jährige David ist seit seiner Geburt schon herzkrank und so steht nicht einmal fest, ob er seinen 16. Geburtstag noch erleben wird. Nun erstellt Lenny mit David eine Liste mit Dingen, die er schon immer einmal machen wollte, angefangen vom Kauf einer coolen Lederjacke bis hin zum Sportwagen fahren. Dabei wird immer wieder deutlich, wie das Leben von David am seidenen Faden hängt.

Da der Kinofilm zum Hörbuch ja gerade läuft, war mir doch schon ein bißchen was von der Geschichte bekannt, wenngleich ich bislang lediglich den Trailer gesehen habe bzw. eben die Filmbeschreibung gelesen habe. Umso gespannter war ich auf das Filmhörspiel, zumal ich diese Art von Hörspiel bislang noch nicht gehört habe.

Das Hörspiel beginnt für mich schon ziemlich genial – nämlich mit dem Song „Bangarang“ von Skrillex, der ziemlich laut daher kommt, der aber eine Eingangsszene mit Lenny beim Feiern beschreibt. Die Geschichte wir von einem Sprecher erzählt, wobei man dann immer wieder die Stimmen der verschiedenen Personen auch hören kann, d.h. Elyas M’Barek spielt ja im Film den Lenny, so hat man dann hier auch die Sprechszenen davon wohl hergenommen und passend mit ins Hörspiel geschnitten.

Überhaupt ist die Geschichte dadurch sehr lebhaft, was man auch an den zu hörenden Emotionen (wenn David sich ärgert, Freude, etc.) merkt – wobei der Sprecher dies auch immer noch einmal wunderbar beschreibt. Hier wurde wirklich ein toller Sprechertext verfasst, der die Emotionen so gut umschreibt und beim Hören wiedergibt.

Die Geschichte an und für sich hat mir auch gut gefallen, sie ist nie langweilig, da ja immer wieder etwas los ist, außerdem ist sie durchaus auch berührend. Ich wurde beim Hören wunderbar unterhalten, habe gelacht und aber auch durchaus mal schlucken müssen. Denn wie David mit dieser Situation umgeht, wie er klar sagt, dass ja jede Stunde seine letzte sein könnte, all das macht doch wieder bewusst, wie wir gesunden Menschen manche Sachen gar nicht so schätzen (können). Insofern gibt es auch eine tolle Botschaft, die diese Geschichte mit sich bringt.

Von mir gibt’s hier 5 von 5 Sternen sowie eine Empfehlung für ein wirklich sehr unterhaltsames, lustig wie emotionales Filmhörspiel.

Veröffentlicht am 08.01.2018

Wertvolles Wissen über die verschiedensten Gewürze

Heilende Gewürze
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Nicht nur in der Küche sind Gewürze sehr wertvolle und vor allem leckere Helfer, sorgen sie doch für einen guten Geschmack. Sie können noch viel mehr und verfügen über enorme Heilkraft, was Dr. Aggarwal ...

Nicht nur in der Küche sind Gewürze sehr wertvolle und vor allem leckere Helfer, sorgen sie doch für einen guten Geschmack. Sie können noch viel mehr und verfügen über enorme Heilkraft, was Dr. Aggarwal seit Jahren am renommierten M.D. Anderson-Krebszentrum der Universität Texas herausgefunden hat. In dieser Gewürzbibel beschreibt er nun ausführlich die wichtigsten 50 Gewürze mit Anwendungsgebieten und sogar wissenschaftlichen Belegen, teilweise auch mit Rezept.

Gewürze spielen auch für mich eine große Rolle, vor allem bislang natürlich in der Küche, wo ich dank einem tollen Gewürzkochkurs schon selbstgemachte Gewürzmischungen verwenden konnte. Aber auch sonst mag ich Gewürze gerne – so mag ich es gerne, wenn zur Weihnachtszeit Nelken und Sternanis ein bißchen angenehmen Duft im Raum verbreiten. Über die verschiedenen Heilwirkungen war mir bislang sicher noch nicht soviel bekannt, von daher habe ich von diesem Buch überraschen lassen, was ich noch dazu lernen kann.

Eingeteilt ist das Buch grundsätzlich in fünf Bereiche, die aber alle verschieden lang sind. So beginnt das Buch mit dem Kapitel über die Heilkraft der Gewürze, anschließend dem ausführlichsten Kapitel über heilende Gewürze, darauf folgt ein Kapitel mit speziellen Gewürzmischungen, anschließend Gewürze als Naturmedizin bis schließlich „Ressourcen“ den Abschluß im Buch macht. Anschließend gibt es noch einen Stichwort-, Krankheiten- sowie Rezept-Index, weitere Literaturhinweise, Wissenswertem über die Autoren und einem Abbildungsverzeichnis.

Im ersten Kapitel erläutert der Autor wie man die Gewürze am besten einkauft, aufbewahrt, mit welchen Küchengeräten man sie zubereitet (Mörser und Stößel bzw. Kaffeemühle), außerdem dass einige Gewürze vom Rösten profitieren.

Im ausführlichen Kapitel über die heilenden Gewürze erfährt man erst etwas über das jeweils vorgestellte Gewürz, eben beispielsweise welche Auswirkungen es hat, ,durch welchen Inhaltsstoff diese Wirkung erzielt wird, wo man es anwendet. Hier gibt es auch immer eine kleine Übersicht, die bei allen folgenden Gewürzen gleich ist. Es ist aufgeführt, bei welchen Krankheiten damit vorgebeugt bzw. behandelt werden kann, zu welchen weiteren Gewürzen es gut passt und welchen Gerichten es eine besondere Note verleiht. Außerdem gibt es noch Hinweise zum Einkauf und zur Verwendung in der Küche bevor ein Rezept aufgeführt wird.

Hier sind wirklich die verschiedensten Gewürze aufgeführt, vom Ajowan (Königskümmel) über Fenchelsamen, Galgant und Kurkuma bis hin zu Oregano und Piment sowie Zimt.

Man sollte hier aber auch Bedenken, dass auch Knoblauch, Minze oder gar die Zwiebel zu Gewürzen zählen, etwas an das man vielleicht nicht direkt dabei gedacht hat.

Im dritten Teil gibt es dann Rezepte für verschiedene Gewürzmischungen, so beispielsweise das chinesische Fünfgewürz-Pulver, Baharat, Colombo-Pulver und auch Grillmarinaden. Auch eine Tabelle ist aufgeführt, aus der man sehen kann, wozu die verschiedenen einzelnen Gewürze gut passen sowie eine weitere Tabelle, in welcher der passende Ersatz erläutert wird, wenn ein bestimmtes Gewürz gerade nicht im Haus ist.

Im vorletzten Kapitel sind in einer Tabelle die unterschiedlichsten Erkrankungen aufgeführt, welche heilenden Gewürze man hier anwenden kann und welche wissenschaftlich getestete therapeutische Anwendung es gibt. So hilft bei Durchfall beispielsweise Ajowan (Königskümmel), Kardamom, Koriander oder auch Muskat, bei Schlaflosigkeit Koriander, Safran oder Zitronengras, bei Übergewicht Bockshornkleesamen, Chili, Granatapfel, Kokosnuss, Kurkuma, Mandel, Mangostane, Oregano bzw. schwarzer Pfeffer (350mg Bockshornklee, dreimal täglich vor den Mahlzeiten; 1 handvoll Mandeln- fünfmal pro Woche).

Einen Leitfaden zum Einkauf mit den Homepages und Kurzbeschreibungen verschiedener Gewürzhändler erhält man im letzten Kapitel bevor das Buch mit den verschiedenen Indexen endet.

Das Buch ist wirklich sehr informativ und interessant, es war sehr spannend soviel über die verschiedensten Gewürze und deren Einsatz als Heilkraft zu erfahren. Die Einteilung in die verschiedenen Bereiche im Buch finde ich auch sehr geglückt, mit dem Krankheiten-Index bin ich jedoch nicht so glücklich. Sucht man hier nach der entsprechenden Erkrankung und erhält dann beispielsweise bei der Erkältung schon drei genannte Seiten, dann ist das ja schon wieder einiges an nachzulesendem Text. Wenn man dann dabei auf einen Text über Piment hingewiesen wird, auf dem Erkältung nicht direkt zu sehen ist, dann finde ich das ein bißchen nervig. Hier hätte ich mir teilweise ein bißchen mehr Hilfe erwartet – also eben auch ein Hinweis dann lediglich auf ein, zwei Gewürze die helfen und eine entsprechende Zubereitung. Man hat ja nicht immer die Zeit alles direkt so ausführlich zu lesen…

Dennoch hat mir das Buch alles in allem gut gefallen, es waren interessante Ansätze dabei, manche Sachen kann man sicher gut umsetzen und selbst verändern, bei manchen denke ich ist es nicht so einfach. Auch sehr schön fand ich, dass Rezepte für Gewürzmischungen angegeben waren, wo ich sicher nochmal welche ausprobieren werde.

Entsprechend vergebe ich hier 4 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 07.01.2018

Sich selbst nicht so ernst nehmen und lachen hilft immer.

Oma, die Nachtcreme ist für 30-Jährige!
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Oma Maria ist inzwischen 108 Jahre alt – und ein echtes Phänomen. Sie erlebte zwei Weltkriege, die Mondlandung – und surft inzwischen selbst im Internet. Zusammen mit ihrem Sohn Jochen und ihrer Enkelin ...

Oma Maria ist inzwischen 108 Jahre alt – und ein echtes Phänomen. Sie erlebte zwei Weltkriege, die Mondlandung – und surft inzwischen selbst im Internet. Zusammen mit ihrem Sohn Jochen und ihrer Enkelin Anja ist sie gerne unterwegs und kann so wohl auch noch Urlaube genießen. Sämtliche Geschichten und Erlebnisse mit ihrer Oma hat die Enkelin Anja in diesen Buch zusammengefasst.

Auf die Schilderungen aus dem Leben der 107-jährigen Oma Maria, die inzwischen ja schon 108 Jahre alt ist, war ich ziemlich gespannt. Auf den Aufbau des Buches und welche Erkenntnisse man daraus so mitnehmen kann. Und ich muss gleich vorwegnehmen, dass es mir unheimlich gut gefallen hat, das Buch.

Die Art und Weise wie das Buch gegliedert ist, hat mir gut gefallen. So fängt das Buch im Jahr 2011 an, als Oma Maria 101 Jahre alt ist. Entsprechend ist das Buch in die weiteren Abschnitte bis 2017 aufgeteilt und so kann man aus jedem Jahr die verschiedenen Anekdoten bzw. Geschichten lesen.

Der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen, denn es ist gut verständlich und direkt geschrieben um was es jeweils wie geht. Bzw. sind die Unterhaltungen eben angenehm geführt worden, die im Buch so aufgeführt wurden. Immer wieder sehr amüsant und lustig, wie ich das selbst teilweise aus einer persönlichen Erfahrung mit einer Demenzkranken gemacht habe. (Hier ist es wohl so, dass die Oma mütterlicherseits an Alzheimer leidet; Oma Maria, die 107jährige Oma, ist bis auf ein bißchen Vergesslichkeit in dieser Hinsicht noch fit) Ebenso sind manche Schilderungen doch auch recht emotional, gehen einem direkt nahe. Manche der Anekdoten sind recht kurz, andere immer mal wieder etwas länger mehrere Seiten umfasst eine Schilderung aber kaum. Hier gibt’s auch immer eine kleine Überschrift dazu, so dass man vielleicht schon einmal weiß, was einen erwarten kann.

Es ist sehr schön zu lesen, wie sich Oma Maria im Leben noch zurecht findet und doch auch noch einige Unternehmungen immer wieder machen kann, obwohl sie selbst auch schon Operationen über sich hat ergehen lassen müssen. Ebenso interessant habe ich es empfunden zu sehen, wie sich hier die Familie, allen voran der Sohn Jochen und eben die Enkelin Anja, um die Oma kümmern. Manchmal wären kleine Einblicke in den Alltag der beiden noch interessant gewesen (wie ist das beruflich vereinbar bei Anja), aber es geht ja hauptsächlich um Oma Maria im Buch.

Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen, es war eine wunderbare Unterhaltung, die zum größten Teil sehr amüsant aber auch interessant war. Natürlich gab es auch emotionale Schilderungen, all sowas kommt im Leben ja auch immer wieder vor. Alles in allem eine absolut tolle Lektüre, schöne Einblicke. Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 05.01.2018

Ein Roman der ein bißchen wie ein Rosamunde Pilcher-Film ist.

Morgen ist es Liebe
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In einer eiskalten Winternacht verunglückt die junge Ärztin Alexandra in den Weinbergen mit ihrem Auto. Sie war gerade auf dem Heimweg von der Weihnachtsfeier zu ihrer Mutter. Bei dem Unfall wird sie bewusstlos ...

In einer eiskalten Winternacht verunglückt die junge Ärztin Alexandra in den Weinbergen mit ihrem Auto. Sie war gerade auf dem Heimweg von der Weihnachtsfeier zu ihrer Mutter. Bei dem Unfall wird sie bewusstlos und ihr Leben wäre wohl zu Ende gewesen, hätte da nicht ein Unbekannter eingegriffen und sie gerettet bevor ihr Auto in Flammen aufgegangen ist. Nun ist die Polizei auf der Suche nach dem Unbekannten, denn als Rettungsfahrzeuge, Feuerwehr und Polizei eintreffen ist dieser spurlos verschwunden… Gerade in dieser winterlichen kalten Nacht will Martin Hallberg in den Weinbergen seinem Leben ein Ende setzen als es direkt vor seinen Augen zu dem Unfall kommt. Auch nach dem Unfall lassen ihn die Erinnerungen an die junge Frau nicht los und er ist besorgt um seinen dabei verlorenen Mantel, in dem ja noch der Abschiedsbrief steckt…

Allein der Titel des Buches und das schön gestaltete Cover haben mich direkt angesprochen, natürlich auch noch die Geschichte des Buches. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, das Buch liest sich sehr angenehm, eine locker-leichte Lektüre, die ich mal als „Frauenroman“ betiteln würde. Keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe, angenehm zu lesen, wirklich toll.

Auch die Geschichte hat mir unheimlich gut gefallen. Zu Beginn hat es vielleicht ein bißchen gebraucht bis ich so richtig im Lesen drin war, aber arg lange hat es nicht gedauert. Überhaupt wird die Geschichte nie langweilig, weil immer wieder etwas Neues passiert. Klar, manches kann man vorher erahnen bzw. man weiß als Leser, der ja die verschiedenen Seiten der Personen geschildert bekommt, eben doch ein wenig mehr als die Protagonisten im Buch. Zwischendurch hatte ich mal das Gefühl, das Buch wird wie so ein klassischer Rosamunde-Pilcher-Film. In diese Art geht das Buch vielleicht ja auch in gewisser Weise, aber für mich auf die sehr angenehme Art und Weise.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen, eine schöne Geschichte die durchaus auch emotional ist, genauso aber an anderen Stellen sehr lustig und unterhaltsam. Es war ein schöner Ausflug nach Luxemburg, denn dort spielt die Geschichte zum Großteil. Gerade sprachlich fand ich es hier einmal interessant in den dortigen Dialekt bzw. die Mundart ein paar Einblicke zu bekommen. (Keine Angst, das versteht man alles.)

Ein tolles Buch, das man ratzfatz gelesen hat, zumindest ging es mir so – ich wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Entsprechend kann ich hier eine absolute Empfehlung aussprechend und vergebe 5 von 5 Sternen.