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Veröffentlicht am 05.03.2018

„Ist es ein Fortschritt, wenn ein Kanibale Messer und Gabel verwendet?“ (Stanisław Jerzy Lec)

Und wie soll man das essen?
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Mit diesem Buch erhält man zahlreiche Informationen darüber, wie man welche Lebensmittel isst, wie beispielsweise einen Hummer, Edamame, oder auch Artischocken. Außerdem wie man ein Huhn tranchiert, wie ...

Mit diesem Buch erhält man zahlreiche Informationen darüber, wie man welche Lebensmittel isst, wie beispielsweise einen Hummer, Edamame, oder auch Artischocken. Außerdem wie man ein Huhn tranchiert, wie man ein Weinglas hält, wie man Sushi isst oder auch wie man etwas scharfes isst. All diese Tipps sind einzeln aufgeführt und durchaus ausführlich (aber auch nicht zu lang!) erläutert, so dass man spätestens nun weiß, wie die Kokosnuss zu öffnen ist.

Etikette ist meiner Ansicht nach durchaus wichtig, zumindest ist das meine Meinung. Leider geht davon auch immer wieder etwas verloren, was man persönlich aber nicht unbedingt ändern kann. Lernen kann man hingegen mit diesem wunderbaren Buch in dem man erfährt, wie man die teilweise doch eher ungewöhnlichen Lebensmittel konsumiert – Hummer, Flusskrebse und Austern gehören sicher nicht zum täglich Brot. Wohingegen Avocado und Mango sicher einen dauerhaften Einzug in die Küchen dieser Welt erlebt haben.

Die einzelnen Erläuterungen findet man unterteilt in drei Kapitel des Buches, welches mit „knifflige Techniken“, „Edle Etikette“ sowie „kleine Fettnäpfchen“ eine gute Aufteilung bietet. Die meisten der Tipps fand ich auch recht hilfreich, wohingegen ich sagen muss, dass „Spargel essen“ und „Kohlrabi essen“ für mich nicht als Erläuterung nötig gewesen wäre. Die anderen Schilderungen hingegen fand ich durchaus interessant und hilfreich, wohingegen ich manche Sachen auch einfach anders mache, beispielsweise den Kern der Avocado empfehlen oder die Mango aufschneiden. Trotzdem war es interessant mal zu lesen, wie es noch gut geht.

Die Kapitel über Etikette sowie Fettnäpfchen fand ich gut erläutert, hier war es interessant etwas dazu zu lernen, zumal auch hier die Gliederung toll aufgebaut ist. Die Schilderungen sind kurz und knackig, dennoch nicht zu sparsam formuliert, oftmals noch mit einer Illustration versehen. Alles in allem in einer gut verständlichen Sprache, was mir recht gut gefallen hat.

Auch die Zitate, die man zu diesem Thema immer wieder mal im Buch findet, haben mir zugesagt. Man wird hier gut unterhalten, darf auch mal schmunzeln oder nachdenken. Meiner Ansicht nach ist das ein absolut gelungenes Buch, welches Tischregeln und Etikette gut erklärt ohne dabei abgehoben zu sein. Von mir gibt’s eine absolute Empfehlung für ein Buch, das sehr gut an das Thema Etikette, Manieren und gewisse Essensempfehlungen heran geht. 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 01.03.2018

Ganz klar, Übung macht den Meister…

Handlettering Alphabete – Das Übungsheft mit original Tombow ABT Dual Brush Pen
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Das Buch bietet einen guten Einblick in die Welt des Handlettering, bringt einem zahlreiche Alphabete näher und man erhält von der Autorin Tipps und Tricks wie es gut funktioniert. Außerdem bietet das ...

Das Buch bietet einen guten Einblick in die Welt des Handlettering, bringt einem zahlreiche Alphabete näher und man erhält von der Autorin Tipps und Tricks wie es gut funktioniert. Außerdem bietet das Buch, das mit einem praktischen am Buch seitlich befestigten Brush Pen versehen ist, auch direkt Übungsseiten, so dass man hier auf Hilfslinien direkt die verschiedenen Schriftarten ausprobieren kann.

Handlettering ist etwas, was einem momentan fast überall begegnet. So sieht man in den unterschiedlichsten Läden und Lokalen richtig schön ge- bzw. beschriebene Tafeln, Kurse zu diesem Thema werden angeboten, ebenso findet man auch unzählige Glückwunschkarten mit solch verschnörkelter Schrift.

Im Buch, das im DIN A 4 Format mehr wie ein Heft daher kommt, was aber durchaus praktisch ist, zeigt die Autorin grundsätzliche Dinge rund um das Thema Hand Lettering. So erläutert sie direkt zu Beginn erst einmal wie wichtig die Haltung dafür ist, ebenso aber die Konzentration, die Größe der Buchstaben und dass Langsamkeit hier deutlich angebracht ist um sich auf die einzelnen Formen zu konzentrieren. Fortan zeigt sie auf einer Seite eine Schriftart, d.h. diese ist hier in Groß- und oft auch Kleinbuchstaben zu sehen und erläutert einiges dazu. Auf den folgenden Seiten gibt es dann pro Buchstabe je eine Zeile auf der der Buchstabe zuerst fett abgedruckt ist, anschließend noch dreimal in einem dezenten Grauton zu finden ist, so dass man diesen Buchstaben erst noch nachfahren und schließlich auf der restlichen Zeile selbst schreiben kann. Sind Groß- und Kleinbuchstaben vorhanden so ist das Alphabet dieser Schriftart erst in Großbuchstaben zum Üben abgedruckt, auf den weiteren Seiten findet man dann die zugehörigen Kleinbuchstaben. Auch Deko-Elemente finden sich hier wieder, so dass man auch hier tolle Einblicke bekommt und diese üben und ausprobieren kann.

Weiter hinten im Buch findet man dann Tipps zum Brush-Lettering, d.h. schreiben mit einem Pinselstift, wie er dem Buch auch beigefügt ist. Hier kann man ja durch wenig und viel Druck beim Schreiben den jeweiligen Buchstaben eine unterschiedliche Ausdrucksform geben und dann auch somit gestalten.

Mir gefällt dieses Übungsheft sehr gut, die Anleitungen finde ich jeweils ganz gut, ebenso die Tricks. Durch die Übungsseiten macht man dies dann auch effektiv, man sollte sich aber auch wirklich einfach die Zeit dafür nehmen. Gut gefallen hat mir auch, dass hier nochmal drei Buchstaben in einem abgestuften Grauton abgedruckt sind, die man dann mit einem Stift erstmal nachfahren kann, bis man den jeweiligen Schwung vielleicht drauf hat. Alles in allem ist Handlettering sicher eine Sache für die man Zeit und Muße braucht, und eine Prise Talent ist sicher auch nicht verkehrt. Man sollte hier unbedingt geduldig mit sich selbst sein. Wer wirklich lernen will, wie man hier eigene Karten damit gestalten kann, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 27.02.2018

Sport ist kein Unterrichtsfach. Sport ist eine Freizeitbeschäftigung.

Eingeschlossene Gesellschaft
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Sechs Mitglieder des Lehrkörpers sitzen an einem Freitagnachmittag noch im Lehrerzimmer des städtischen Gymnasiums. Sie sind schon dabei ins Wochenende aufzubrechen als plötzlich der Vater eines Schülers ...

Sechs Mitglieder des Lehrkörpers sitzen an einem Freitagnachmittag noch im Lehrerzimmer des städtischen Gymnasiums. Sie sind schon dabei ins Wochenende aufzubrechen als plötzlich der Vater eines Schülers vor der Tür steht, der für die Abiturzulassung seines Sohnes kämpfen will, denn hier fehlt nur ein Punkt zur Zulassung. Dazu greift er sogar zur Waffe... Die Lehrer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen das auf ihre eigene Art und Weise zu lösen, dabei kommen Dinge ans Tageslicht, die bislang eher totgeschwiegen bzw. verdrängt wurden…

Hörbucher finde ich immer wieder interessant, auf „Eingeschlossene Gesellschaft“ war ich recht gespannt, da das Hörbuch auch in den verschiedensten regionalen Lokalitäten mit den kostenlosen Postkarten beworben war. Habe ich bislang so noch nicht erlebt.

Gelesen wird das Originalhörspiel von Annette Frier, Jan Weiler, Wolf Anio., Jan Maak, Reinhart Firchow, Florian Lange, Lieke Hoppe und Yascha Finn Nolting. Bis auf Annette Frier und Jan Weiler sagen mir die Namen hier nichts, aber das macht meiner Ansicht nach auch nichts, denn die Hauptsache ist, dass die Stimmen für das Hörspiel passen. Und das tun sie meiner Ansicht nach, die Stimmen sind meist auch recht unterschiedlich, lediglich bei den zwei Lehrerinnen im Hörspiel habe ich mir schwer getan diese immer wieder zu unterscheiden. Zwischenzeitlich hatte ich sogar vermutet, dass Annette Frier beide Damen spricht, was aber ja nicht der Fall ist.

Ansonsten ist das Hörspiel wirklich toll gemacht, man bekommt wirklich den Eindruck mitten im Geschehen zu sein, immer mal wieder hat man ein Stimmengewirr, außerdem kleine Nebengeräusche, kurzzeitig mal eine musikalische Ummalung – so zum Beispiel zu Beginn der ersten und zweiten CD. Überhaupt muss ich sagen, dass mich die Geschichte sehr gut unterhalten hat, es war teilweise lustig, hat aber auch sehr zum Nachdenken angeregt – frei nach „Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.“.

Mich hat dieses Hörbuch absolut überzeugt, ich wurde über die Dauer von 1 Stunde und 40 Minuten gut unterhalten, habe mich amüsiert, war am Kopf-schütteln und Wundern über die auftauchenden Geschichten und Geheimnisse sowie Überlegungen. Es war wirklich spannend hier selbst einmal teilweise zu überlegen, wie man selbst in einer solchen Situation entschieden hätte, ob man da vielleicht seine eigenen Prinzipien über Bord wirft oder weiterhin nach dem bisherigen System fortfährt… Ich wurde hier also wirklich sehr gut unterhalten, es war auf keinen Fall eintönig oder langweilig. Entsprechend vergebe ich hier 5 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 21.02.2018

Wenn die Betonung schief läuft.

BGB
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Ein Hörbuch der etwas anderen Art – verschiedenste Paragraphen aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch werden hier von Christoph Maria Herbst vorgelesen. So sind dies teils Fakten, die mehr oder weniger nützlich ...

Ein Hörbuch der etwas anderen Art – verschiedenste Paragraphen aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch werden hier von Christoph Maria Herbst vorgelesen. So sind dies teils Fakten, die mehr oder weniger nützlich für den ein oder anderen sind, beispielsweise gibt es da den § 1619, nachdem der Nachwuchs verpflichtet ist im elterlichen Haushalt mitzuhelfen.

Nicht nur bei Büchern bin ich offen für neue Themen, auch bei Hörbüchern ist das so. Da darf es gerne auch mal etwas ganz anderes sein, etwas Kurioses. So also habe ich mich für dieses Hörbuch entschieden, was mir die Zeit bei der ein oder anderen Autofahrt etwas verkürzen sollte.

Gesprochen wird dieser Auszug aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch von Christoph Maria Herbst, den ich für so etwas doch auch ganz gerne mag. Er hat eine angenehme, eingängige Stimme. Hier ist es jedoch so, dass er oftmals die Stimme noch ein wenig senkt, wenn es dann um die genauere Stelle im Gesetz geht. (z.B. „Absatz 1“ oder eben „Absatz 2“). Hier senkt er aber die Stimme so, dass es sich für mich ein wenig schwachsinnig anhört, es ist einfach eine sehr unangenehme Betonung, die da in seiner Stimme liegt.

Auch inhaltlich muss ich sagen, dass ich mir hier deutlich mehr vom Hörbuch versprochen habe. So mag es für Jurastudierende sicher hilfreich sein, dass man hier verschiedene Paragraphen vorgelesen bekommt und sie sich so eventuell besser einprägen kann, für mich als Ottonormalverbraucher war es nur gelegentlich interessant. Klar ist es mal interessant zu wissen, wie rechtlich zu beurteilen ist, wie das mit den Namensrecht ist oder wo der Wohnsitz eines Soldaten ist. So wirklich benötigen tue ich diese Information aber nicht wirklich. Außerdem wird dies alles mehr oder weniger belanglos von Christoph Maria Herbst vorgelesen, bis auf die speziellen schon erläuterten Betonungen. Er lässt hier also keine eigenen Beurteilungen einfließen, die ja durchaus ganz witzig sein könnten. All das fand ich schade.

Alles in allem war es ein interessanter Versuch mal ein ganz anderes Hörbuch zu hören, was für mich nicht so richtig geglückt ist. Da gibt es für mich doch deutlich bessere Themen, die mich auch noch mehr interessieren. Klar waren spannende Informationen enthalten, aber gänzlich überzeugt hat mich das Hörbuch leider eben nicht.

Entsprechend vergebe ich hier 2 von 5 Sternen, eine Empfehlung kann ich nicht wirklich aussprechen.

Veröffentlicht am 19.02.2018

Verständnis hilft.

Das Leben, Zimmer 18 und du
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Die Geschichte des Buches behandelt den Umgang mit einer Depression bzw. Panikattacken, dessen sollte man sich vor dem Lesen vielleicht ein wenig bewusst sein. Mich hat die persönliche Geschichte der Autorin ...

Die Geschichte des Buches behandelt den Umgang mit einer Depression bzw. Panikattacken, dessen sollte man sich vor dem Lesen vielleicht ein wenig bewusst sein. Mich hat die persönliche Geschichte der Autorin neugierig gemacht, entsprechend interessiert war ich am Buch und der Entwicklung der Angelegenheit.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, das Buch lässt sich gut lesen, ist nicht schwer verständlich, dennoch merkt man eben, dass die Autorin auch sonst schon Bücher geschrieben hat. Dies ist nun aber eben ihre ganz eigene Geschichte, was ihr vielleicht schwer gefallen ist, diese aufzuschreiben, man dem Buch aber nicht anmerkt. Auch Fremdwörter oder Fachbegriffe findet man nicht großartig im Buch, entsprechend ist es ein leichtes, angenehmes lesen.

Inhaltlich ist ihre Geschichte natürlich nicht gerade einfach, wobei die Autorin einen so teilhaben lässt, dass es emotional nicht zu schlimm wird, zumindest war das mein Eindruck. Ich hatte hier noch schlimmeres erwartet, entsprechend gut hinnehmbar war die Schilderung. (Wenngleich das natürlich alles andere als einfach für sie war und definitiv ein schwerer Schicksalsschlag.) Für mich waren es interessante Einblicke in einen Alltag, der sicher nicht einfach hinzunehmen ist, vor allem wenn man schon immer ein recht selbständiger Mensch war und seine Zeiten gerne selbst festlegen möchte. (Essen, etc.)

Auch die Schilderungen des Kennenlernens von Bastian waren gut nachvollziehbar geschrieben, meiner Ansicht nach ist das Verhalten der Autorin schon gut verständlich, zumal wohl ihr bisheriger Ehemann nicht sonderlich interessiert an ihrer „Krankheit“ ist bzw. nicht großartig an ihrem Leben teilnimmt, die beiden leben in gewisser Weise nebeneinander her. Wobei man auch klar erwähnen muss, dass hier dem Mann keinerlei Schuld zugeschrieben wird im Buch – da man keine Schlammschlacht haben möchte. Das ist meines Empfindens nach auch ein wichtiger Aspekt, denn klären müssen die beiden manche Sachen untereinander, das hat im Buch nichts verloren.

Mir hat das Buch gut gefallen, es war ein interessanter Einblick in eine Thematik, mit der ich mich bislang nicht sonderlich arg beschäftigt habe. Dennoch war es mal etwas anderes und durchaus auch unterhaltsam geschrieben, wenngleich natürlich auch emotional. Auch gab es mal lustige Szenen, all sowas darf in einem Buch dieser Thematik aber durchaus auch vorkommen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen für diese interessante und ehrliche Schilderung, wenngleich das Thema nicht unbedingt einfach ist, außerdem eine Empfehlung für das Buch.