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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.11.2017

Ungewöhnlich und doch bodenständig.

Vegan.Einfach.Lecker.
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Zusammen mit ihrem Mann hat Dana Schultz den beliebten Food-Blog Minimalist Baker im Jahr 2012 gegründet, der inzwischen viele Fans begeistert. Ihr Erfolg dafür besteht in den Rezepten, die unkompliziert ...

Zusammen mit ihrem Mann hat Dana Schultz den beliebten Food-Blog Minimalist Baker im Jahr 2012 gegründet, der inzwischen viele Fans begeistert. Ihr Erfolg dafür besteht in den Rezepten, die unkompliziert zubereitet werden können, aus maximal zehn Zutaten bestehen oder auch einfach in nur einem Topf bzw. einer Schüssel gekocht werden können. In diesem Buch nun hat sie 101 neue Rezepte zusammengestellt, die vegan und größtenteils auch glutenfrei sind. So kriegt man tolle Rezepte für die glutenfreien Schokowaffeln, einen Tomaten-Tofu-Salat mit Balsamico oder auch einen leckeren Kürbis-Chai-Latte.

Für neue Rezepte bin ich ja immer offen, ich koche gerne und probiere hier immer wieder gerne entsprechend neue Rezepte aus. Also war ich wirklich gespannt, wie das hier dann funktioniert.

Das Buch kommt sehr angenehm daher, es ist kein Hardcover, hat ein Lesebändchen inklusive, wirkt hochwertig gemacht, was sich auch innen fortführt. Die den Rezepten beigesteuerten Fotos wirken real und nicht extrem gekünstelt, natürlich setzt man die Sachen extra in Szene, hier empfinde ich das aber nicht also so unnatürlich oder gar übertrieben wie es bei anderen Büchern schon der Fall war.

Zu Beginn erfährt man erst einmal ein paar grundsätzliche Sachen, die hilfreich sind, d.h. kleine hilfreiche Grundezepte (Leinsamenei, veganer Parmesan, vegane BBQ-Sauce) sowie Methoden zur Herstellung (Cashewkerne einweichen, ein paar allgemeine Tipps.) Dann geht es hinsichtlich der Rezepte so richtig los. Fürs Frühstück gibt es dann z.B. einen grünen Ingwer-Colada-Smoothie, einen Mango-Kokos-Lassi, Buchweizen-Pfannkuchen, Kürbis-Schokoladentröpfchen-Haferflocken-Kuchen oder auch einen leckeren Karotten-Walnusskuchen. Weiter geht es mit Rezepten über Appetizer und Beilagen, wie beispielsweise gefüllte Pizza-Pilze, einen Spinat-Artischocken-Dip, eine cremige Brokkoli-„Cheddar“-Suppe, einen Spinatsalat mit Himbeeren oder auch ein Zitronen-Tahini-Dressing. Im nächsten Kapitel werden die Hauptgerichte zubereitet – nämlich eine Karotten-Linsen-Suppe mit Curry, geröstete Thai-Süßkartoffeln, Thai-Quinoa Fleischbällchen oder auch deftige schwarze Bohnen-Bratlinge mit Kakao. Was auch nicht fehlen darf sind die Rezepte für Desserts, so gibt es da leckere 1-Schüssel-Jumbo-Schokokekse, Pfefferminz-Taler, Kirsch-Chia-Lassi-Pops, Erdbeer-Cheescake-Riegel ohne Backen oder auch Erdnussbutter-Fudge-Eiscreme (für die dann allerdings eine Eismaschine erforderlich ist.). Getränke sind die letzte Rezeptkategorie, die auch nicht so prall gefüllt ist, da findet man dann einen Kürbis-Chai-Latte oder auch eine perlende Pfirsich-Beeren-Sangria.

Dem schließt sich dann eine Empfehlung für die Grundausstattung an Zutaten der Küche an, bevor die Nährwertangaben für sämtliche Rezepte zu finden sind. Daran angeschlossen dann noch der Index über alle Rezepte sowie die Danksagung.

Bei allen Rezepten ist es so, dass man auf einer Seite ein Foto hat, auf der gegenüberliegenden Seite dann die Angabe hinsichtlich der Zutaten und Portionen sowie der Herstellung. Ganz oben findet man noch eine Übersicht und weiß direkt, dass man nur eine Schüssel bzw. Topf benötigt, dass es 30 Minuten oder weniger Herstellungszeit braucht, dass es sich um 10 oder weniger Zutaten handelt, oder dass es glutenfrei ist. Das finde ich sehr hilfreich, ebenso wie die Schilderung bezüglich der Herstellung. Alles ausführlich genug ohne langwierig zu sein. Zumal man bei jedem Rezept eine kurze Beschreibung dazu hat.

Die Darstellung der einzelnen Rezepte hat mir wirklich gut gefallen, auch die optische Aufmachung fand ich echt gelungen, das Foto war nie übertrieben, die Angaben zum Rezept klar und verständlich und in einer schönen Schriftart gemacht. Auch die Vielfalt der Rezepte ist hier absolut gegeben, man hat wirklich eine große Auswahl in den meisten Kategorien (bis auf Getränke, aber das finde ich nicht schlimm, das ist eher nebensächlich). Von den Zutaten her ist es auch so, dass die Zutaten gut zu kaufen sind, ich habe hier keine Schwierigkeiten gehabt.

Von mir gibt’s für dieses spannende Kochbuch 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung, mir haben die Rezepte und Zubereitungen gut gefallen, es war mal wieder ein toller Einblick in die vegane Küche, der ich durchaus immer wieder gerne eine Chance gebe. (Ich mag es aber doch auch gerne, wenn ich noch tierische Produkte wie z.B. Ei und Milch verwenden kann.)

Veröffentlicht am 22.11.2017

Johnny Sinclair – der Geisterjäger für die Jüngeren.

Johnny Sinclair - Beruf: Geisterjäger
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Im Moor findet der 12jährige Johnny einen Totenkopf. Eiskalt läuft es ihm den Rücken herunter, als dieser ihn auf einmal anquatscht. Denn eigentlich hat er schon genug Spuk zuhause auf seiner Burg, wo ...

Im Moor findet der 12jährige Johnny einen Totenkopf. Eiskalt läuft es ihm den Rücken herunter, als dieser ihn auf einmal anquatscht. Denn eigentlich hat er schon genug Spuk zuhause auf seiner Burg, wo er mit Cécile, seinem Kindermädchen wohnt, da seine Eltern als Ethnologen immer wieder unterwegs sind. Jedoch entpuppt sich der Totenkopf in Sachen Gruselbekämpfung als Profi – so dass er Johnny dabei hilft, der mutigste Geisterjäger der Welt zu werden.

Allein die Aufmachung des Johnny Sinclair-Buches ist wirklich genial gemacht – ein durchaus fast „anspringendes“ Buch. Durch das geniale Cover, schwarz mit gelb, und den neon-gelben Buchschnitt fällt es wirklich sehr auf. Ebenso die tollen Illustrationen im Buch – hier hat man sich sogar mit den Seitenzahlen wirklich viel Mühe gegeben.

Aber auch die Art und Weise wie die Geschichte geschrieben wurde. Der Schreibstil von Sabine Städing hat mir echt gut gefallen, sie schreibt sachlich und klar – und doch auch spannend. Die Sätze sind nie allzu lang, was ich gerade auch bei Jugendlichen praktisch finde – sonst geht ja auch irgendwann einmal die Aufmerksamkeit flöten. Vom Inhalt war alles meiner Ansicht nach gut verständlich, auch aus jugendlicher Sicht.

Die Geschichte hat mir gut gefallen, den erwachsenen John Sinclair, den Geisterjäger, habe ich in diesem Jahr bereits mit dem Buch „Brandmal“ kennengelernt, entsprechend gespannt war ich auf die Umsetzung der jugendlichen Variante davon. Und sie ist meiner Ansicht nach echt gut gelungen. Die Geschichte ist unterhaltsam und schön geschrieben, durchaus spannend und auch mal lustig – genau so, wie eine Geschichte eben auch sein sollte. Mir hat das echt gut gefallen, und nicht nur bei mir kam das Buch gut an. Entsprechend kann ich hier eine Empfehlung aussprechend und vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.11.2017

Tripp Tripp Tropf und Mausgelächter – Petronella zaubert wieder!

Petronella Apfelmus - Hexenbuch und Schnüffelnase (Band 5)
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Auch bei Petronella Apfelmus ist im Herbst Bastelzeit angesagt und so geht es im Apfelhaus hoch her. Mit den Zwillingen, Hirschkäfer Lucius und den Apfelmännchen wird gebastelt – doch am nächsten Tag sind ...

Auch bei Petronella Apfelmus ist im Herbst Bastelzeit angesagt und so geht es im Apfelhaus hoch her. Mit den Zwillingen, Hirschkäfer Lucius und den Apfelmännchen wird gebastelt – doch am nächsten Tag sind Gurkenhut und seine Männer plötzlich verschwunden. Was ist da bloß passiert? Dank dem Detektiv-Set von Luis und auch Luis‘ Hilfe kommen sie schnell dahinter, was hier passiert ist – und und schon bald sind sie auf der richtigen Fährte – tief im Wald hinter Petronellas Garten…

Petronella Apfelmus allein schon der Name ist ja so wunderbar, wie ich finde. Und man merkt auch, dass man sich hier beim Cover so viel Mühe gegeben hat, ebenso wie weiter im Buch – die Illustrationen von SaBine Büchner sind einfach klasse. So gibt es neben der Geschichte, die sich auch ganz toll zum Vorlesen eignet, soviele schöne Bilder auf denen man noch etwas entdecken kann.

Der Schreibstil der Geschichte hat mir unheimlich gut gefallen, die Worte sind bedacht aber äußerst verständlich gewählt, die Sätze nicht allzulang. Wirklich gut verständlich für Kinder – und vor allem durch die tollen Hexsprüche schön abwechslungsreich. Solche kleinen, kurzen Reime kommen nicht arg oft vor im Buch, ich finde sie aber schön lustig und auch eingängig – an solche kurzen Strophen aus anderen Büchern kann ich mich noch heute – Jahre nach dem ersten Lesen – gut erinnern. Und für Kinder ist sowas ja auch immer wieder schön.

Die Geschichte von Petronella ist unheimlich unterhaltsam. Eine lustige wie auch spannende Erzählung, die in angenehm große Kapitel eingeteilt ist – so dass man auch immer mal wieder eine Pause einlegen kann um dann wann anders weiterzulesen. Die Illustrationen von SaBine Büchner fanden wir alle klasse, hier gibt es immer noch etwas zu entdecken, die Bilder sind einfach liebevoll gemacht.

Uns hat diese phantasievolle Geschichte unheimlich gut gefallen, wir wurden gut unterhalten, es war eine angenehme Lektüre, die allein schon anhand der tollen Figuren so schön ist. Ein spannendes und auch lustiges Buch, das wir absolut empfehlen können und dem wir 5 von 5 Sternen geben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover "Petronella Apfelmus"
  • Cover "Johnny Sinclair"
  • Bastelspaß
Veröffentlicht am 14.11.2017

„Meine Nanny ist eine Fee.“ Oder auch nicht.

Dann schlaf auch du
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Myriam und Paul sind auf der Suche nach einer Nanny, damit die Kinder Mila und Adam beaufsichtigt sind und Myriam endlich wieder in den Beruf einsteigen kann. Als sie Louise kennen lernen, sind sie überzeugt ...

Myriam und Paul sind auf der Suche nach einer Nanny, damit die Kinder Mila und Adam beaufsichtigt sind und Myriam endlich wieder in den Beruf einsteigen kann. Als sie Louise kennen lernen, sind sie überzeugt von ihr, einer Nanny wie aus dem Bilderbuch. Sie ahnen nicht, wie verletzt sie wirklich ist, welche Abgründe sich hier bei Louise auftun, denn sie handhabt den Alltag der Familie so wunderbar perfekt. Doch dann bricht die Tragödie über die Familie herein und nichts ist mehr wie zuvor.

Die Geschichte des Buches schien nicht unbedingt einfach zu sein, das war mir von Anfang an klar, aber gerade das hat mich so neugierig auf dieses Buch gemacht. Zumal das Buch gerade wirklich „in aller Munde“ ist.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, es ist eine angenehme, aber keine einfache Sprache. Man merkt auch inhaltlich den Anspruch, dennoch ist es nicht schwer verständlich, keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe sind vorhanden. Auch die Sätze sind nicht ellenlang, es ist wirklich „schön“ zu lesen. Die Wechsel der Zeiten fand ich interessant, hier muss man dann je nach Kapitel immer kurz überlegen, wo man sich gerade befindet. Jedoch wechselt es nicht arg oft.

Die Geschichte ist wirklich emotional und berührend, wenngleich sie so geschrieben ist, dass man direkt mit der Tragödie konfrontiert wird. Man weiß also, wozu es geführt hat und liest dann erst die Geschichte von Beginn an, wie sich alles entwickelt hat. So bekommt man einen Eindruck der Familie und von Louise, die doch auch das ein oder andere Problem hat, sich aber mit niemandem wirklich austauscht. Es war regelrecht schwer das Buch aus der Hand zu legen, denn es war so gut geschrieben, dass man immer weiter lesen wollte. Es war unheimlich spannend all dies zu lesen, auch welche wirren Ideen die Nanny schließlich teilweise hat – mehr möchte ich aber nicht wirklich verraten. Mich hat das Buch überzeugt, wenngleich es in gewisser Weise beklemmend war.

Wenngleich es hier heftiger Stoff ist, die Umsetzung, die Schreibweise, all das hat mir gut gefallen. Entsprechend gibt es von mir hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 09.11.2017

Klara Himmel ermittelt.

Mordsacker
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Klara Himmel wohnt mitsamt ihrer Familie aufgrund tragischer Umstände plötzlich im mecklenburgischen Mordsacker – dort, wo quasi der Hund begraben ist. Für sie als Stadtpflanze ist dies mehr als ungewohnt, ...

Klara Himmel wohnt mitsamt ihrer Familie aufgrund tragischer Umstände plötzlich im mecklenburgischen Mordsacker – dort, wo quasi der Hund begraben ist. Für sie als Stadtpflanze ist dies mehr als ungewohnt, so hat sie durchaus Anpassungsschwierigkeiten, denn selbst am Käsekuchenbacken scheitert sie. Als dann ihr Mann, der neue Dorfpolizist, einen ungeklärten Todesfall aufklären soll, wittert sie ihre Chance auf Action – und so ermittelt sie auf eigene Faust…

Mal wieder eine spannende Krimikomödie lesen, das war genau das, wonach mir war. Entsprechend war ich bei „Mordsacker“ auch gut aufgehoben, denn dieses schon vom Cover schön gemachte Buch ist auch inhaltlich wirklich toll.

Vom Schreibstil her hat es mir gut gefallen, es war eine angenehme Lektüre, einfach schön zu lesen, keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe, keine unnötig langen Sätze, einfach angenehm. Manchmal war es so, dass die Autorin in einen Satz versucht hat zuviel reinzupacken. Das war so übertrieben gewollt, das habe ich als zuviel empfunden. So dass man da quasi im vorbei-gehen einen Witz versteckt hatte.

Ansonsten hat mir die Geschichte ziemlich gut gefallen, Klara Himmel ermittelt hier ja heimlich – und es ist spannend sie hierbei zu begleiten, wie sie dies hinter dem Rücken ihres Mannes Paul tut. Das war soweit alles immer wieder schön geschildert, absolut nachvollziehbar und wirklich unterhaltsam. Meist auch einfach sehr lustig, in kurzen Nuancen mal etwas emotional. Die Geschichte ist an sich sehr rasant, manchmal hätte ich mir hier ein bißchen weniger Tempo gewünscht, wenngleich eine Ermittlung natürlich eine Sache ist, die oftmals schnell gehen muss etc.

Wer eine angenehme Krimikomödie zum Lesen sucht, dem kann ich „Mordsacker“ wirklich nur ans Herz legen. Es war schön zu lesen, durchaus unterhaltsam, teilweise sehr lustig und eben auch spannend. Für mich war es an ein paar Stellen ein wenig zu sehr konstruiert bzw. zu arg gewollt, das ist aber eben Ansichtssache.

Entsprechend gibt es von mir hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.