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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2018

Weil Gestaltung Spaß macht.

Handlettering. Die 33 schönsten Alphabete mit Rahmen, Ornamenten und Bordüren
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Momentan ist eines wohl immer wieder und überall zu sehen: Kunstvolle Schriften auf Tafeln, Karten und Co. Mit diesem Buch dazu findet man aus 33 Schriften eine passende Schriftart, die man anschließend ...

Momentan ist eines wohl immer wieder und überall zu sehen: Kunstvolle Schriften auf Tafeln, Karten und Co. Mit diesem Buch dazu findet man aus 33 Schriften eine passende Schriftart, die man anschließend gut einüben kann, ebenso gibt es zahlreiche dekorative Elemente im Buch, die man sich zur Vorlage nehmen kann.

Sich im Kreativen austoben ist ja immer wieder spannend, entsprechend war auch ich gespannt darauf wie man Karten und Co. mit den verschiedensten Handschriften gestalten kann. Das Buch wird eingeleitet mit einer kurzen Erläuterung und dem Hinweis, dass es auch hier nicht ohne Fachchinesisch geht. Hier werden verschiedene Besonderheiten kurz erläutert, Begriffe wie die Unter- und Oberlänge, die Versalhöhe oder auch die Swashes (Schwünge), Begriffe die im weiteren Verlauf des Buches dann einfach hilfreich sein können. Ebenso findet man hier eine Erläuterung wie man die Vorlagen nutzt und dass es online die passenden Vorlagen zum Ausdrucken der Raster gibt. (Entsprechend ist natürlich ein Link angegeben.)

Weiter geht es dann mit den unterschiedlichsten Schriftarten, die auf einer Seite erläutert und erklärt werden, auf der gegenüberliegenden Seite dann in Groß- und Kleinbuchstaben dargestellt sind. Hier wird von der engen Schreibschrift über die einfache Federschrift bis hin zur fetten Pinselschrift oder der Schildermalschrift die unterschiedlichsten Schriftarten aufgezeigt und erläutert.

Entsprechend hat man also durchaus eine Auswahl ob die Schrift mehr klar und einfach oder großartig verschnörkelt und geschwungen sein soll. Sicher ist es so, dass man dies auch dem jeweiligen Anlass (für was man etwas schreibt – Plakat, Karte, etc.) anpasst, wie es einem eben selbst gefällt. Die Anleitungen sind soweit alle gut verständlich, wobei ich selbst sagen muss, dass es mir schwer fällt mich an Karos zu orientieren (was die Versalhöhe betrifft), wichtiger finde ich, dass ich die entsprechenden Schwünge heraus habe.

Generell hat mir dieses Buch zum Thema Handlettering gut gefallen, die Erläuterungen waren sehr hilfreich und bei 33 Schriftarten hat man durchaus eine tolle Auswahl für welche Schrift man sich entscheidet. Was mir hier noch besser gefallen hätte wäre ein bißel ein Übungsbereich der im Buch dabei ist. Klar kann an sich das Letteringraster ausdrucken und dann so auch üben, wenn es aber im Buch enthalten ist finde ich das noch praktischer, auch wenn das Buch dann umfangreicher ist. Was mir auch noch gut gefallen hätte wären ein paar grundsätzliche Vorlagen wie „Herzlichen Glückwunsch“ etc. Beim eigenen „zusammen basteln“ der Buchstaben tut man sich dann ja zuerst doch noch ein wenig schwer, da wäre das eine schöne Sache gewesen.

Alles in allem ein wirklich tolles und hilfreiches Buch das mir die Welt und Möglichkeiten des Handlettering wieder ein Stück näher gebracht hat. Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 14.03.2018

Mehr Schein als Sein…

Körpersammler
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Magnus Craig, genannt Steps (unglücklich übersetzt mit „Schritter“!), ist Ermittler beim FBI. Mit seiner besonderen Gabe ermittelt er auf seine ganz eigene Art und Weise, er sieht einen Schein der jeweiligen ...

Magnus Craig, genannt Steps (unglücklich übersetzt mit „Schritter“!), ist Ermittler beim FBI. Mit seiner besonderen Gabe ermittelt er auf seine ganz eigene Art und Weise, er sieht einen Schein der jeweiligen Menschen an Tatorten und kann so dem Täter auf die Spur kommen. Für das Team des STU (Special Tracking Unit) ist er entsprechend sehr hilfreich. So ermittelt er nun im Fall eines Serienmörders, der junge Frauen entführt und anschließend tötet…

Endlich mal wieder einen guten Thriller lesen, darauf habe ich mich wirklich gefreut. Jedoch bin ich mit dem „Körpersammler“ in dieser Hinsicht bis zum Schluß nicht wirklich warm geworden.

Die Geschichte ist an und für sich gut geschrieben, soweit gut verständlich, keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe – und wenn doch, sind diese eigentlich erläutert. Lesen lässt es sich insofern ganz angenehm, würde der Autor nicht teilweise so sehr abschweifen. Da werden manchmal eher belanglose Dinge länger und wirklich unnötig ausführlich erläutert. So dass man sich wirklich fragt, was das mit der gesamten Geschichte gerade eigentlich zu tun hat. Schade!

Denn an und für sich ist die Geschichte wirklich spannend und interessant, wäre da noch ein wenig mehr Spannungsbogen vorhanden. Dann wäre es für mich so richtig Thriller-ausmachend gewesen. Die Gabe von Magnus (auf dem Klappentext falsch bezeichnet) ist durchaus interessant, etwas was ich nicht für völlig abwegig halte, sondern als Überlegung der anderen Art und Weise halte, finde ich gut. Nicht abgedreht, aber auch nicht alltäglich. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass der Autor versucht hat einen Humor wie er in manchen aktuellen Tatort-Folgen gerade angesagt ist, einfließen zu lassen. Das fand ich durchaus abwechslungsreich und ganz witzig. Alles in allem muss ich aber sagen, dass mich diese Geschichte trotz der andersartigen Grundidee nicht gänzlich überzeugen konnte. Ich wurde unterhalten, es war aber kein Fesseln, wie ich das von einem solchen Buch erwartet hätte. Es war spannend, hätte aber einfach noch spannender sein können.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen für eine generell interessante Geschichte, die gut überlegt ist, aber für mich nicht gänzlich überzeugend umgesetzt wurde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Tempo
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 13.03.2018

Was Orakelchen zum Weltuntergang sagt.

Der kleine Drache Kokosnuss und der geheimnisvolle Tempel
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Durch Zufall erfahren der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde, das Stachelschwein Mathilda und der Fressdrache Oskar, dass nächste Woche die Welt untergehen soll. Aber das darf doch gar nicht sein! ...

Durch Zufall erfahren der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde, das Stachelschwein Mathilda und der Fressdrache Oskar, dass nächste Woche die Welt untergehen soll. Aber das darf doch gar nicht sein! So machen sich die drei auf eine spannende und abenteuerliche Reise zum verbotenen Tempel bei den Himmelskratzer-Bergen, denn dazu hat Orakelchen ihnen geraten…

Bücher und Geschichten vom kleinen Drachen Kokosnuss und seinen Freunden gibt es ja inzwischen einige, doch es gibt immer wieder auch neue bzw. noch nicht entdeckte Folgen. Entsprechend gespannt waren wir auf das erneute Abenteuer – und wurden auch hier nicht enttäuscht.

Die Umsetzung der Geschichten durch Philipp Schepmann als Sprecher ist wieder sehr gelungen, es ist einfach sehr passend und absolut harmonisch und glaubwürdig wie er die verschiedenen Figuren spricht. Er verstellt seine Stimme dafür so, dass man auch direkt einen Bezug zu den einzelnen Protagonisten aufbauen kann – ich finde das sehr gelungen. Ebenso die musikalische Unterstützung, sie macht das ganze Hörspiel noch lebhafter, entsprechend natürlich auch die jeweils passenden Geräusche.

Geeignet ist die spannende und unterhaltsame Geschichte auf alle Fälle für die kleinen ab fünf Jahren, wobei auch für Neun- bzw. Zehn-Jährige durchaus noch gute Unterhaltung damit angesagt ist. Und auch für erwachsene Mithörer war das ganze Hörspiel sehr amüsant – vielleicht weil man Dinge heraushört, die Kinder noch nicht so ganz so begreifen, wie sie auch verstanden werden können (und damit meine ich nichts unter der Gürtellinie, sondern einfach sehr humorvolle Aussagen).

Auch dieses tolle Hörbuch hat uns wieder sehr gut gefallen, die Geschichte ist wirklich wieder toll, es ist lustig zu hören welche Ratschläge Kokosnuss erhält bzw. wie er sich mit seinen Freunden auf die abenteuerliche Reise macht. Und generell natürlich spannend zu erfahren wie die Geschichte ausgeht, ob die Welt wirklich untergeht…

Wieder eine schöne Geschichte rund um den kleinen Drachen Kokosnuss, gute Unterhaltung ist garantiert, die Dauer des Hörspiels vergeht wie im (Drachen-)Flug, es ist spannend und lustig und durch den Sprecher ein sehr lebendiges Hörspiel.

Entsprechend gibt es 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 12.03.2018

Literatur für den grünen Daumen-Inhaber

Nur auf die Tulpen soll es regnen
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Verschiedene berühmte Gärtner und Gärtnerinnen haben sich nicht nur in ihrem Garten ausgetobt, sondern auch noch Gedichte und Erzählungen geschrieben. So erfährt man im Buch von Elizabeth von Arnim, Johann ...

Verschiedene berühmte Gärtner und Gärtnerinnen haben sich nicht nur in ihrem Garten ausgetobt, sondern auch noch Gedichte und Erzählungen geschrieben. So erfährt man im Buch von Elizabeth von Arnim, Johann Wolfgang von Goethe, Hermann Hesse, Theodor Storm und vielen weiteren Dichtern, wie sie hier auch ihre Müh‘ und Not hatten, dass so manche Pflanze blüht. Die Gedichte erzählen vom Erfolg und Misserfolg beim Gärtnern. Außerdem sind die Seiten wunderbar mit Illustrationen aus der Natur gestaltet, so findet man hier tolle Blumen-, Pflanzen und auch Tierbilder.

Einblicke in Bücher, die man nicht tagtäglich liest, finde ich immer wieder spannend und interessant. So war es auch hier, denn mit Gedichten und lyrischen Texten beschäftige ich mich doch ehr selten. Dass es sich aber lohnt, das zeigt dieses wunderbar gestaltete Buch.

Da die beigetragenen Texte von den unterschiedlichsten Dichtern (männlich wie weiblich) sind, ist natürlich auch der sprachliche Stil sehr verschieden. Und da auch das jeweilige Zeitalter eine Rolle spielt, ist hier ebenso ein Unterschied zu merken. Trotzdem ist es so, dass es spannend ist, sich für diese Gedichte mal die Zeit zu nehmen, diese zu lesen, das Ganze zu genießen.

Da die Gedichte ja nie lang sind, kann man immer mal wieder eines lesen, d.h. man muss nicht immer dran bleiben das Buch weiterzulesen. Bei den Geschichten ist es ebenso, diese sind maximal mal drei, wenn gar vier Seiten lang, so dass man diese auch recht zügig gelesen hat. Spannend ist es hier zu lesen, wie auch diese berühmten Gärtner und Gärtnerinnen mal nicht den großen Erfolg im Garten hatten, sondern auch die Erfahrung machen mussten, dass manchmal keine Pflanze aufgeht, obwohl man genug Samen verteilt hat.

Auch durch die optische Gestaltung ist das Buch sehr wertig, wie ich finde. Nicht nur der Buchumschlag ist toll mit dem Bild einer Dame im weißen Kleid, wie sie in einem blühenden Garten an einem Baum steht, auch das gesamte Buch ist toll illustriert. Hier findet man immer wieder tolle Illustrationen aus der Tier- und Pflanzenwelt, was das ganze noch zusätzlich sehr anschaulich macht.

Meiner Ansicht nach ist dies ein sehr gelungenes Buch, das sich auch sehr gut zum Verschenken eignet. Gerade Gartenfreunde, die auch noch ein bißchen was für Literatur/Lyrik übrig haben werden sich darüber sicher freuen. Es ist mal ein Buch der anderen Art, welches sehr wertig gemacht ist, wie ich finde. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 11.03.2018

Wenn die vermeintliche Schriftsteller-Verwandtschaft der große Aufhänger ist...

Die Kapitel meines Herzens
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Samantha ist die letzte lebende Nachfahrin der berühmten Brontë-Geschwister, jedoch geht sie mit dieser Information nicht gerne hausieren. Sie studiert in Oxford selbst Literatur, ist dementsprechend noch ...

Samantha ist die letzte lebende Nachfahrin der berühmten Brontë-Geschwister, jedoch geht sie mit dieser Information nicht gerne hausieren. Sie studiert in Oxford selbst Literatur, ist dementsprechend noch recht jung und dennoch älter als Mitstudenten, da sie vom Vater eine lange Zeit selbst unterrichtet wurde. Mit ihrer klugen und frechen Art kommt sie jedoch auch bei ihrem Literaturprofessor erstmal nicht weiter, außerdem muss sie sich nach dem Tod ihres Vaters mit dem geheimnisvollen Erbe auseinander setzen und natürlich entsprechend auch mit ihrer Familiengeschichte.

Von den Brontë-Geschwistern hatte ich bis dato noch nichts gelesen, natürlich sagen mir die Namen etwas, jedoch nicht mehr, nicht weniger. Muss ja für dieses Buch nicht heißen, dass man sich hier zwingend auskennt um die Geschichte zu verstehen. Nun ja, irgendwie falsch gedacht. Aber mal langsam.

Die Geschichte ist für mich überhaupt nicht in Fluß gekommen, das heißt es war mehr so ein dahin-Geplätscher, so wirklich gut unterhalten wurde ich leider nicht. Es war eher so, dass ich mich gelangweilt habe, weil man auch nur alles sehr kryptisch erfährt, was man so erläutert bekommt. Da wäre es meiner Ansicht nach halt einfach schon mal schön gewesen, wenn man eine Info über die berühmten Brontë-Geschwister bekommen hätte, was aber nicht wirklich der Fall war. Ebenso die Auseinandersetzung mit verschiedener Literatur hat mich nicht begeistern können, die Gespräche vom Literaturprofessor mit Samantha waren einfach komisch und irgendwie ungelenk, zumindest habe ich das so für mich empfunden.

Vom Stil her ist es so, dass das Buch gut zu lesen ist, also kein komplizierter Satzbau, keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe. Lediglich inhaltlich war es einfach lahm geschrieben, wie ich finde, da hat mir der Schwung gefehlt.

Leider hat mich das Buch überhaupt nicht überzeugt bzw. bin ich generell nicht warm damit geworden. Die Geschichte könnte an und für sich interessant sein, in diesem speziellen Fall war es aber so, dass ich damit leider nichts anfangen konnte. Samantha erzählt immer wieder von den Brontë-Geschwistern ohne mal irgendwie weiter etwas zu erläutern (lediglich einmal, zumindest war das gefühlt mein Eindruck), das finde ich schade. Von mir gibt es lediglich einen von fünf Sternen und ich kann keine Empfehlung aussprechen.