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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2017

Über den Wolken...

Von Luft und Liebe
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Steffi ist Flugbegleiterin und über den Wolken erwischt es sie total. Sie verliebt sich in Wolf, den Piloten. Anfängliche Irrtümer, er könnte Männer attraktiver finden, bringen Steffi ziemlich durcheinander, ...

Steffi ist Flugbegleiterin und über den Wolken erwischt es sie total. Sie verliebt sich in Wolf, den Piloten. Anfängliche Irrtümer, er könnte Männer attraktiver finden, bringen Steffi ziemlich durcheinander, bald ist aber klar, dass auch Wolf sich in Steffi verliebt hat. Einer gemeinsamen Zukunft der beiden steht nichts mehr im Wege, wenn dann nicht etwas unfassbares passieren würde…

Ja, ein Buch das sich recht leicht und locker lesen lässt, die Geschichte ist ganz nett zu lesen, wobei es dann eben eine drastische Wende gibt, die man eben so nicht erwartet - nichts “typisches”, was man vermuten könnte. Dadurch ändert sich eben auch teilweise die Handlung im Buch, was mich etwas genervt hat, denn was dann erzählt wird, halte ich für etwas blöd, ich möchte hier ja keinen Tierroman lesen und das was damit dann erzählt wird, halte ich einfach für unrealistisch. Aber gut, Einbildung ist auch eine Bildung - soviel zur Geschichte… Leider wird diese eben schon nach einem Drittel so ganz anders als man es sich vorgestellt hat, nichts mehr mit Friede, Freude, Eierkuchen… aber gut.

Geschrieben ist es echt alles recht locker, flockig, das find ich soweit ganz gut. Es liest sich also recht entspannt, ein gutes Buch um es in der Straßenbahn zu lesen lach Das Buch hatte ich recht schnell durch, als Taschenbuch ist es auch wirklich super handlich.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen - zwei Sterne ziehe ich wegen dieser blöden Handlung ab, die sich eben so dermaßen ändert. Eine Leseempfehlung spreche ich dennoch aus.

Veröffentlicht am 21.03.2017

"Gibt es bei Ihnen Kondome?"

"Verkaufen Sie auch Bücher?"
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Im Buch sind die verschiedensten kuriosen und amüsanten Kundenfragen aus Buchhandlungen (an Buchhändler/innen) abgedruckt - die meisten aus England, jedoch auch welche aus deutschen Buchhandlungen.

Dass ...

Im Buch sind die verschiedensten kuriosen und amüsanten Kundenfragen aus Buchhandlungen (an Buchhändler/innen) abgedruckt - die meisten aus England, jedoch auch welche aus deutschen Buchhandlungen.

Dass ich amüsante und kuriose Bücher durchaus gerne mag ist ja kein wirkliches Geheimnis. Entsprechend gespannt war ich nun auf diese Lektüre, von der ich schon mal irgendwo gehört hatte.

Der Aufbau des Buches gefällt mir gut, es sind ja immer "nur" eher kurze Aussagen, die hier abgedruckt sind, d.h. man kann immer mal wieder aufhören zu lesen bzw. immer mal wieder einfach so ins Buch hinein lesen, muss nicht ewig lange lesen. Oftmals gehen solche Kundenfragen nur über zwei, drei Zeilen, manchmal geht die Konversation auch ein bißchen länger, aber im Grund ist sie meist eher kurz. Sprachlich ist hier alles wirklich verständlich, der Großteil der Anekdoten ist ja aus England, so dass hier meiner Ansicht nach beim Übersetzen ein bißchen was sprachlich "verloren gegangen ist"., was sich eben nur im Original gut bzw. lustig anhört bzw. besser verständlich ist. Aber nun ja...
Ein paar Seiten aus deutschen Buchhandlungen gibt es im Buch ja auch noch.

Verständlich sind die Kundenanfragen generell zum großen Teil, gelegentlich geht es aber auch mal um Bücher, deren Titel mir nicht direkt etwas gesagt hat, aber nun ja, das ist eben so.

Die meisten Kundenfragen fand ich seeeeeehr, seeeehr lustig, habe mich durchaus amüsiert. Generell war ich ein wenig enttäuscht, dass es sich hier hauptsächlich um Aussagen aus England handelt, wo eben doch die ein oder andere Geschichte dabei war, die mich wg. der Übersetzung nicht so umgehauen hat, die ich dann einfach nicht soooo witzig fand. Schade. Aber nun ja.

Alles in allem ist das Buch wohl für Buchhändler/innen die solche Fragen selbst schon öfter mal gestellt bekommen haben mit am interessantesten, denke ich. Für mich war es eine durchaus witzige, unterhaltsame Lektüre, bei der ich öfter mal den Kopf geschüttelt habe, da ja durchaus kuriose Fragen dabei waren.

Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 21.03.2017

Von Paradiesvögeln, Antonio Harmonia und Harriet.

Haarige Geschichten
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Der Autor Oliver Klam, der selbst professioneller Friseur ist, hat hier die verschiedensten Begegnungen aus seinem Berufsleben zusammengetragen. Hier trifft man auf René, sein Alter Ego, der von den unterschiedlichsten ...

Der Autor Oliver Klam, der selbst professioneller Friseur ist, hat hier die verschiedensten Begegnungen aus seinem Berufsleben zusammengetragen. Hier trifft man auf René, sein Alter Ego, der von den unterschiedlichsten Erlebnissen und verrücktesten Begegnungen erzählt, von lustigen wie traurigen Geschichten, wie Ampullen getrunken wurden, statt sie auf die Kopfhaut aufzutragen und einmassieren, damit die Haar gestärkt werden – und vieles weitere.

Bücher, die einen Einblick in die verschiedensten Berufe und deren Alltag bieten lese ich hin und wieder auch sehr gerne. Und hier bei diesem Buch kann ich auch direkt sagen, dass dies absolut geglückt ist – der Autor liefert einen tollen Einblick in den Alltag eines Frisörs, der doch recht abwechslungsreich ist und Konfrontation mit den unterschiedlichsten Menschen bringt und so die verschiedensten Begegnungen liefert.

Der Schreibstil hier hat mir sehr gut gefallen, angenehm locker-leicht geschrieben, eine schöne Sprache, alles soweit gut und schnell verständlich, dennoch nie lapidar wirkend. Vom Satzbau her musste ich nie irgendwelche schlimm verschachtelten Sätze feststellen, also wirklich eine sehr angenehm zu lesende Lektüre. Auch die Länge der Geschichten gefiel mir gut. So gibt’s zu jeder Geschichte eine schöne Illustration und auf ca. zwei bis vier Seiten erstreckt sich dann die jeweilige Schilderung des Frisörkunden.

Beim Lesen habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt, es war eine tolle, leichte Lektüre, sehr unterhaltsam, durchaus auch mal emotional, traurig, oftmals aber sehr lustig und skurril – und generell wirklich interessant. Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen, ich vergebe hier 5 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 20.03.2017

Bierdeckelhaus. Acht Stockwerke.

Wie ich in einer schwäbischen Trattoria aufwuchs und trotzdem überlebte
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Juli 1987 in Schwäbisch Gmünd. An einem Samstag Abend erblickt Jessica das Licht der Welt – zwischen Pasta und Bier, denn eigentlich rechnet man noch gar nicht mit ihr. Hier, in der Trattoria zum Krug ...

Juli 1987 in Schwäbisch Gmünd. An einem Samstag Abend erblickt Jessica das Licht der Welt – zwischen Pasta und Bier, denn eigentlich rechnet man noch gar nicht mit ihr. Hier, in der Trattoria zum Krug wird sie die nächsten Lebensjahre verbringen, denn ihre Eltern führen diese Gastwirtschaft, eine italienische Trattoria mitten im sparsamen Schwaben.

Ein Familienroman, mal was anderes, entsprechend habe ich mich auf die Lektüre schon gefreut. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, sie schreibt locker-leicht, alles gut nachvollziehbar, immer wieder mit amüsanten Anekdoten gefüllt, witzig erzählt. Die Sprache ist sehr gut verständlich, gelegentlich kommt auch mal was auf italienisch vor, was dann aber eigentlich direkt auch übersetzt wird. Vom Satzbau lässt es sich gut lesen, nichts großartig verschachtelt etc.

Die Geschichte klingt schon recht glaubhaft, wobei es zu Beginn des Buches, wo auch die verschiedenen Personen, die im Buch eine Rolle spielen, vorgestellt werden, heißt, dass hier manches reale mit der Phantasie verknüpft ist, also nicht wirklich alles wahr ist.

So empfinde ich es zum Beispiel nicht als so arg glaubwürdig, dass Jessica wohl immer in der Trattoria war, dort immer schon mitgeholfen hat, selbst quasi als Dreijährige schon. Vielleicht kann ich es mir auch einfach nicht vorstellen oder es ist eben einfach ein wenig übertrieben dargestellt, mag sein.

Ansonsten wurde ich hier wirklich gut unterhalten, eine locker-leichte Lektüre, sehr amüsant und unterhaltsam, die durchaus zwischendurch auch mal emotionaler ist. Ob man all die Schilderungen glaubt oder nicht ist einem ja selbst überlassen. Vom Buch her hat man hier eine kurzweilige Geschichte, eine nette Unterhaltung, mal was anderes.

Ich kann dieses Buch durchaus Empfehlen, lediglich die Art und Weise wie hier dargestellt wird, wie Jessica schon als kleines Kind immer wieder in der Trattoria hilft fand ich ein wenig abstrus und nicht so arg glaubwürdig. Von daher gibt es von mir 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 18.03.2017

Ein spannender Ausflug nach Frankreich

Retour
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Luc Verlain, Leiter der zweiten Pariser Mordkommission, lässt sich aus Paris wieder in seine Heimat an der französischen Heimatküste versetzen, denn sein Vater ist schwer erkrankt. Dort holt ihn jedoch ...

Luc Verlain, Leiter der zweiten Pariser Mordkommission, lässt sich aus Paris wieder in seine Heimat an der französischen Heimatküste versetzen, denn sein Vater ist schwer erkrankt. Dort holt ihn jedoch nicht nur seine Vergangenheit ein, sondern auch – mal wieder – eine Frau. Als überzeugter Junggeselle und Lebemann weiß er nicht so recht ob er sich binden will. Und dann ist da auch noch direkt der erste Mordfall vor Ort, ein totes Mädchen wird am Strand gefunden…

Mal wieder einen Krimi lesen, ja, ich habe mich darauf gefreut. Und war auch wirklich gespannt darauf, wie die Geschichte sich so entwickelt. Das Buch war direkt von Anfang an so, dass es mich in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte ist toll und unterhaltsam geschrieben, der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Keine großartig komplizierten Wörter oder Fremdbegriffe, durchaus gelegentlich irgendwelche französischen Orte oder Speisen, die genannt werden, jedoch kein verschachtelter Satzbau. Eine angenehme Sprache, die aber doch nicht zu einfach ist, sondern Anspruch hat.

Auch die Geschichte ist auf keinen Fall simpel, sondern durchaus auch sehr abwechslungsreich. Dabei immer noch spannend, durchaus auch emotionale, so gibt es immer mal wieder alte Erinnerungen des Kommissars, Einstiege ins private (Liebes-)-Leben, verschiedene genannte Lokalitäten und Orte. Dadurch ist es wirklich sehr vielfältig und abwechslungsreich – und doch kommt der Mordfall auf keinen Fall zu kurz. Auch hier ist es mal verworren, was ich aber sehr spannend und interessant finde. Insofern hat mir dieser Krimi wirklich sehr gut gefallen, ich wurde echt toll unterhalten, die Lektüre war sehr angenehm zu lesen, auch von der Länge her und der Einteilung in die verschiedenen Kapitel fand ich es echt gelungen.

Sehr toll gemacht ist auch die Umschlagsgestaltung, so dass man hier innen eine Aufzeichnung von Bordeaux (hinten im Buch) sowie vorne eine ähnliche Landkartenübersicht über das Aquitaine sieht. Entsprechend bekommt man hier einen guten Einblick in die Lage der jeweils genannten Orte und die Entfernungen zueinander.

Alles in allem hat mir dieser Krimi echt gut gefallen. Er ist spannend, sehr unterhaltsam, durchaus menschlich, kommt auch in Liebesdingen nicht zu kurz – ein wirklich gelungenes Erstlingswerk des Autoren. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen sowie eine Empfehlung.