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Veröffentlicht am 24.04.2020

Ja mei, die Tante Poldi ermittelt halt.

Tante Poldi und die sizilianischen Löwen
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Eigentlich will Tante Poldi doch nur den schönen Meerblick genießen und ihre Ruhe haben, als sie von München nach Sizilien zieht, kurz nach ihrem 60. Geburtstag. Doch dann kommt alles anders, denn Valentino ...

Eigentlich will Tante Poldi doch nur den schönen Meerblick genießen und ihre Ruhe haben, als sie von München nach Sizilien zieht, kurz nach ihrem 60. Geburtstag. Doch dann kommt alles anders, denn Valentino verschwindet. Valentino hatte ihr öfter mal im Haus und Garten geholfen, entsprechend macht sich Tante Poldi nun Sorgen, wo er abgeblieben ist. Da ihre sämtlichen Nachfragen nichts wirklich ergeben, ermittelt sie auf eigene Faust…

Hörbücher höre ich immer wieder gerne auf längeren Autofahrten, so ist dies bei diesem Hörbuch auch wieder gewesen. Die gefahrene Zeit vergeht dann wie im Flug und so ganz nebenbei wird man noch wunderbar unterhalten, was auch hier definitiv der Fall war.

Gesprochen wird die Geschichte rund um Tante Poldi und ihre Erlebnisse von Philipp Moog, der für mich eine sehr angenehme und sympathische Stimme hat. Er hat einen leichten bayrischen Akzent mit in der Stimme, was für mich hier sehr passend war. Vom Sprechen her war alles für mich gut verständlich – und auch unterhaltsam, denn er tut mehr als nur zu sprechen, was ich als sehr amüsant empfunden habe.

Die Erlebnisse von Tante Poldi sind sehr spannend und unterhaltsam geschildert, was mir richtig gut gefallen hat. Erzählt wird dies hier in 415 Minuten, was sechs CDs entspricht. Man ist also schon eine gute Weile mit Hören beschäftigt. Dabei ist es wirklich so, dass man gut unterhalten wird, es quasi nie langweilig wird, da immer wieder neue Ermittlungen und Ansätze einfließen. Bei den Personen war es für mich so, dass es mir gelegentlich ein bisschen viel war, was vielleicht auch noch an den italienischen Namen lag. Dennoch ist die Geschichte absolut gut und toll durchdacht, so dass man bis zum Schluß miträtseln kann. Die Ermittlungen von Tante Poldi bzw. deren Ergebnisse sind also nicht vorhersehbar. Auch gibt es eine gewisse Prise „Amore“, die die gesamte Geschichte noch abwechslungsreicher gemacht hat.

Mir hat diese Geschichte rund um Tante Poldi und ihre Nachforschungen wirklich gut gefallen. Bisher kannte ich noch keine Geschichten von ihr bzw. von Mario Giordano, insofern bin ich sehr positiv überrascht worden – und absolut gut unterhalten worden. Es war spannend, unterhaltsam, lustig wie emotional. Die gewisse bayrische bzw. Münchner Note habe ich als angenehm empfunden, ich mag sowas ganz gerne in Romanen bzw. Hörbüchern. Auch Philipp Moog hat mir als Sprecher sehr gut gefallen, er bringt die Geschichte wirklich toll rüber, erzählt sie sehr unterhaltsam, spannend, lustig – einfach gekonnt! Dass ich mir mit den Personen etwas schwergetan habe, laste ich der Geschichte nicht an, da habe ich schon weitaus andere Geschichten mit noch mehr verwickelten Personen gehört/gelesen.

Insofern gibt es von mir hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung

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Veröffentlicht am 20.04.2020

Hansestadt Hamburg.

Hamburg MM-City Reiseführer Michael Müller Verlag
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Mit dem Michael Müller Verlag Reiseführer für Hamburg kann man die tolle Hansestadt wunderbar entdecken. Zusätzlich zum inkludierten Stadtplan gibt es eine kostenlose Web-App und natürlich viele wunderbare ...

Mit dem Michael Müller Verlag Reiseführer für Hamburg kann man die tolle Hansestadt wunderbar entdecken. Zusätzlich zum inkludierten Stadtplan gibt es eine kostenlose Web-App und natürlich viele wunderbare Tipps rund um die Stadt im hohen Norden Deutschlands.

Reiseführer finde ich immer wieder sehr hilfreich – so bekommt man auf diese Weise doch noch den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg. Entsprechend habe ich mich mit diesem Reiseführer auf ein paar Tage in Hamburg vorbereitet.

Aufgebaut ist der Reiseführer so, dass man ihn vorne und hinten aufklappen kann, vorn hat man dann eine Übersichtskarte von Hamburg mit den verschiedenen Stadtteilen, hinten einen entnehmbaren Stadtplan sowie das Netz des ÖPNV abgedruckt.

Eingeteilt in verschiedene Touren bietet er zehn verschiedene an, angefangen vom Hafen über St. Pauli, die Altstadt, über das Elbufer bis hin zum Grindelviertel ist so sicher für jeden Besucher der Hansestadt etwas dabei. Außerdem gibt es noch Tipps für Ausflüge, die dann doch etwas weiter draußen liegen, beispielsweise der Tierpark Hagenbeck oder auch der Ohlsdorfer Friedhof.

Die einzelnen Touren sind immer wieder wunderbar bebildert und mit zahlreichen Informationen gespickt, natürlich mit einer Karte, außerdem beispielweise Angaben über die dortigen Museen (samt Angabe von Adresse, Homepage, Nahverkehrsanbindung). Natürlich dürfen auch praktische Informationen nicht fehlen – beispielsweise wo man unterwegs etwas leckeres zu Essen bekommt, auch diese Angaben findet man im jeweiligen Kapitel.

Auch allgemeine Hinweise (Übernachtungsmöglichkeiten, Wetter) findet man im Reiseführer – ganz hinten, nach der Stadtgeschichte.

Für mich war dies ein sehr hilfreicher Stadtführer, der zwar aufgrund seiner immensen Seitenanzahl (an die 300 Seiten fast!) nicht unbedingt immer unterwegs dabei sein muss, inhaltlich aber wirklich sehr informativ ist. Gut gefallen hat mir die Einteilung in die verschiedenen Touren, so dass man je nach Interesse ein Stadtteil durchaus näher anschauen kann, ein anderes hingegen vielleicht nicht – je nach eigener Lust und Laune eben. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen für einen wunderbaren und informativen Reiseführer über Hamburg.

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Veröffentlicht am 19.04.2020

Friedhöfe sind Orte voller Sehnsucht.

Die Liebesbriefe von Montmartre
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Der Schriftsteller Julien Azoulay hat seine Frau Hélène verloren, sie starb mit gerade einmal 33 Jahren. So muss er sich nun allein um seinen kleinen Sohn Artur kümmern. Seine Frau hat ihm allerdings einen ...

Der Schriftsteller Julien Azoulay hat seine Frau Hélène verloren, sie starb mit gerade einmal 33 Jahren. So muss er sich nun allein um seinen kleinen Sohn Artur kümmern. Seine Frau hat ihm allerdings einen letzten Wunsch mit auf den Weg gegeben, sie möchte 33 Briefe von ihm erhalten. Diesem Wunsch kommt er nach und so deponiert er diese nach und nach in einem Geheimfach in ihrem Grab auf dem Friedhof von Montmartre. Doch dann sind diese Briefe auf einmal verschwunden und es liegen andere Sachen im Geheimfach…

Lustigerweise hatte ich vor kurzem mal ein Hörbuch angehört, das auch von Nicolas Barreau war. Dabei handelte es sich um „Menu d’amour“, was mir leider nicht so ganz gefallen hat, ich dann auch abgebrochen habe. Umso gespannter war ich aber auf seinen Schreibstil bzw. die Umsetzung der Geschichte, zumal ich vor einiger Zeit auch auf dem Friedhof war. (Da hatte ich das mit dem Buch gar nicht auf dem Schirm.)

Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, grundsätzlich alles soweit gut verständlich, manchmal ein bißchen umständlich, ein bisschen zu langatmig, wie ich finde. Inhaltlich ist es eine traurige Liebesgeschichte, die auch doch einen Hoffnungsschimmer noch vermitteln soll. Teilweise ging mir das aber ein bisschen zu sehr unter. Grundsätzlich zerfließt der Schriftsteller im Buch immer wieder im Selbstmitleid, gleichzeitig ist das Buch aber auch sehr schnulzig-schmalzig geschrieben.

Die Idee hinter den 33 Briefen, die an die Verstorbene zu schreiben sind, habe ich grundsätzlich als gute Idee für eine Geschichte empfunden. Auch die Schilderungen des Friedhofs von Montmartre waren meiner Ansicht nach passend und treffend, ein interessanter Ort, an dem u.a. Heinrich Heine begraben liegt. Für mich war es aber leider so, dass mich dies nicht gänzlich überzeugt hat. Auch haben mich die immer wiederkehrenden Ankündigungen im Buch a la „Doch es kam alles anders“ (mal grob zusammengefasst) etwas gestört – denn die Dinge kommen im Leben so oft anders als geplant… dass dies dann immer noch so angekündigt wurde, hat mich mit der Zeit etwas genervt.

Für mich war es eine nette Lektüre, ein kleiner Ausflug nach Paris, eine grundsätzlich interessante Geschichte, die mir aber ein bisschen zu schmalzig umgesetzt wurde. Spannenderweise gibt es für das Buch des französischen Autors (?) keinen Titel in französischer Sprache, was für mich zusätzlich Fragen aufwirft. Das aber nur am Rande.

Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bleibe ich unentschlossen.

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Veröffentlicht am 17.04.2020

Nudeln haben ja alle…

Skinny Pasta
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Für die meisten Menschen ist eines beim Abnehmen das Schwierigste: Das Verzichten auf leckere Pastagerichte. Doch das muss gar nicht sein, denn wenn man die Zutaten richtig zusammenstellt, dann kommen ...

Für die meisten Menschen ist eines beim Abnehmen das Schwierigste: Das Verzichten auf leckere Pastagerichte. Doch das muss gar nicht sein, denn wenn man die Zutaten richtig zusammenstellt, dann kommen da gar nicht so viele Kalorien auf einen zu. In diesem Buch hat Julia Azzarello eine bunte Auswahl an den verschiedensten Nudelrezepten zusammengestellt, von Suppen über Salate bis hin zu leckeren Pastagerichten.

Nudeln sind aktuell ja wohl absolut etwas, was jeder zuhause hat – egal in welchen Mengen… Auch wenn mir dieses bunkern nicht wirklich gänzlich verständlich ist (es gibt doch schließlich weitere leckere Lebensmittel, Reis, Kartoffeln, etc.!), mag ich Nudeln hin und wieder richtig gern. Insofern war ich auf die Rezepte in diesem Buch sehr gespannt.

Das Buch, welches in einem frischen gelb daher kommt, ist in verschiedene Kapitel eingeteilt. So findet man zuerst einmal allgemeine Hinweise (eine kleine Nudelkunde, Informationen über Saucen, benötigte Küchengeräte und was man zuhause haben sollte an Zutaten), bevor es dann mit den Rezepte losgeht. Eingeteilt sind die Rezepte in folgende Kategorien:

Basics (Spätzle; Schlanke Bolognese-Sauce)
Mittagessen (Geflügelwürstchen mit gebackenen Trauben, Kürbis und Fregola; Rote-Bete-Ravioli)
Salate („Panzanella“-Salat mit Dinkelnudeln; Caesar Salad mit Hähnchen)
Suppen (Kichererbsen-Nudelsuppe; Tomatensuppe mit Schinken-Cappelletti und Basilikum)
Vegetarisches (Frische Pappardelle mit geröstetem Blumenkohl und cremiger Senfsauce; Fettucine mit Knoblauch und Kräutern)
Mit Fisch und Fleisch (Spaghetti mit Krabben, Zitrone, Chili und Koriander; Hähnchenragout mit Casarecce)

Die einzelnen Rezepte sind oftmals bebildert, allerdings nicht alle. Das finde ich ein bisschen schade, denn in der Vorbereitung zu sehen, wie etwas fertig zubereitet ausschaut ist doch toll. Die Fotos sehen alle immer wieder sehr appetitlich aus, die Gerichte sind toll angerichtet. Die Rezepte sind auf der einen Seite hinsichtlich der Zutaten erläutert, direkt daneben dann in Sätzen ist die Zubereitung erklärt. Direkt darüber erfährt man etwas über den Nährwertgehalt, ebenso die Angabe über Portionen.

Hinsichtlich der verschiedenen Zutaten sind die Rezepte meist doch etwas umfangreicher, was es teilweise ein bißchen kompliziert macht. Es gibt aber auch tolle Pasta-Gerichte, bei denen man nicht enorm viele Zutaten benötigt, manchmal gar mit Zutaten, die man eh zuhause hat (Dosen-Thunfisch, Oliven, etc.) Die Auswahl der Rezepte ist wirklich vielfältig, man kann sich hier toll inspirieren lassen, bevor man sich dann letztlich entscheidet. Hinsichtlich der Nudelsorten muss ich sagen, dass ich auch nicht immer alle direkt zur Hand hätte bzw. nicht unbedingt im nächsten Supermarkt kaufen kann. Das macht es dann doch ein bißchen schwierig.

Mir hat „Skinny Pasta“ gut gefallen, es enthält tolle und wirklich unterschiedlichste Pasta-Rezepte, von leckeren Suppen über Salate bis hin zu Hauptgerichten. Teilweise hätte ich mir noch mehr Fotos zu den Rezepten gewünscht, da man so direkt einen Einblick bekommt, wie sie fertig zubereitet aussehen. Auch war mir manchmal die Zutatenliste etwas zu speziell. Das mag aber jeder etwas anders empfinden. Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen für ein tolles Kochbuch, das für Pasta-Fans garantiert etwas ist.

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Veröffentlicht am 14.04.2020

Eine Reise nach Paris.

Die Lichter von Paris
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Wir schreiben das Jahr 1900 – in Paris findet gerade die Weltausstellung statt, die auch der junge Èmile mit seiner Mutter besucht. Mit ihr zusammen möchte er auf dem rollenden Bürgersteig fahren und all ...

Wir schreiben das Jahr 1900 – in Paris findet gerade die Weltausstellung statt, die auch der junge Èmile mit seiner Mutter besucht. Mit ihr zusammen möchte er auf dem rollenden Bürgersteig fahren und all die prächtigen Gebäude bestaunen – doch dann ist seine Mutter auf einmal verschwunden und er ist auf sich alleine gestellt. Nun gilt es, zu seinem Vater zu finden, der im Elektrizitätspalast arbeitet. Auf dem Weg dorthin fällt überall auf einmal plötzlich noch der Strom aus – was ist hier nur los?

Manchmal sieht man Bücher und stellt einfach fest, dass die Geschichte bestimmt interessant ist – so erging es mir mit diesem Buch. Auch wenn es ein Bilderbuch ist, so ist es doch nicht nur für Kinder, denn auch Erwachsene dürfen Spaß und Interesse daran haben.

Das Buch kommt in einem recht großen Format daher, es könnte vom Format her wohl fast DIN A3 sein. Die Zeichnungen darin sind wirklich schön, durchaus bunt und absolut detailreich, so dass man wohl auch beim vierten Mal ansehen noch neue Sachen entdecken kann.

Versehen sind die Seiten jeweils mit ein bißchen Geschichtentext, der mal sechs, mal fünfzehn Zeilen umfasst. Also meiner Ansicht nach auch für Erstleser etwas, wenn man immer wieder abwechselnd liest – und natürlich manche Begriffe vorliest bzw. erläutert. Generell ist die Geschichte schön und verständlich geschrieben, manchmal hätte selbst ich mir noch ein bisschen mehr Erläuterung dazu gewünscht – und ich denke, dass das auch für Kinder noch interessant genug gewesen wäre.

Inhaltlich ist die Geschichte wirklich spannend und interessant, man bekommt Einblicke in eine Welt, die heute doch fast ganz anders ist. Gebäude, die im Buch abgebildet sind bzw. Orte etc. gibt es natürlich teilweise weiterhin, so dass die Zeitreise nicht unbedingt nur eine Zeitreise ist, man kann auch aktuelles entdecken.

Bei uns kam „Die Lichter von Paris“ bei Klein und Groß gut an, es ist eine wirklich tolle Geschichte in einer längst vergangenen Zeit. Wirklich schön sind auch die verschiedenen Bilder, auf denen es so viel zu entdecken gibt, hier kann man sich eigentlich nicht satt sehen. Ein bisschen mehr an Erläuterungen hätte ich mir manchmal gewünscht, ein bisschen mehr Drumherum, was die Geschichte noch besser erläutert/verständlich macht.

Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen, ein unterhaltsames, spannendes wie auch mal lustiges Bilderbuch mit schöner Geschichte. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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