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Veröffentlicht am 17.02.2019

Ein würdiger zweiter Band der Full-Tilt-Dilogie!

All in - Zwei Versprechen
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Meine Meinung
(Achtung Spoiler)
Nachdem mir der erste Teil des All-In-Duetts so gut gefallen hat, musste ich nicht lange überlegen, um mich für die Leserunde zum zweiten Teil zu bewerben. Natürlich brachte ...

Meine Meinung


(Achtung Spoiler)
Nachdem mir der erste Teil des All-In-Duetts so gut gefallen hat, musste ich nicht lange überlegen, um mich für die Leserunde zum zweiten Teil zu bewerben. Natürlich brachte das auch hohe Erwartungen mit sich, da der erste Teil extrem emotional war und einen mir Tränen in den Augen zurück gelassen hat. Wer Teil 1 noch nicht kennt, sollte sich deswegen auch möglichst nichts über Teil 2 durchlesen, da ihr eigentlich allein beim Klappentext schon gespoilert werdet. Also Achtung!

Teil 2 fing für mich trotz des Endes des Vorgängerbandes wirklich gut an. Ich hatte das erste Drittel in einer Nacht durchgelesen. Das Buch ist aus zwei Sichten geschrieben. Zum einen begleiten wir Kacey, die wir bereits aus dem ersten Teil als Protagonistin kennen und zum anderen haben wir diesmal Theo (Teddys) Sicht mit dabei, den wir in Band 1 ebenfalls schon kennen gelernt haben als Bruder von Jonah. Ich muss gleich dazu sagen: Ja, der Tod von Jonah in Band 1 war hart und der Weg den er und Kacey zusammen gegangen sind war toll, aber ich war von Anfang an sehr großer Teddy Fan! Deswegen habe ich mich auch direkt wohlgefühlt mit ihm als Erzähler. Das hat auch das ganze Buch hinweg nicht nachgelassen. Ich konnte mich sehr gut mit ihm identifizieren, verstand seine Sicht der Dinge und habe mit ihm mitgefiebert. Vor allem seine Unsicherheiten, einerseits seiner Familie gerecht zu werden und andererseits seinen Traum zu erfüllen, konnte ich so gut nachvollziehen.

Kacey hingegen hatte für mich ein wenig an Reiz verloren. Das lag vor allem an ihrem sehr unrealistischen Alkoholentzug, der durchaus großes Potenzial für Spannungen gegeben hätte. Trotzdem hatte die Autorin es hier als kalten Entzug innerhalb von wenigen Tagen abgearbeitet und Kacey selbst hatte den Rest des Buches, trotz extrem hohem Alkoholkonsum zu Beginn, nur sehr wenig Probleme mit dieser Krankheit umzugehen. Außer ein paar Stellen an denen erwähnt wird, dass sie lieber Wasser trinkt, statt Alkohol, ist kein wirklicher innerer Kampf zu spüren. Das gepaart mit ihrem fast schon perfekten Weg zur glücklichen Musikerin, machte sie für mich langweilig. Während der Leserunde wurde oft diskutiert, ob ein Genre dessen Grundgedanke nicht solche Problematiken sind, sondern im Beispiel New Adult eben die Geschichte der Charaktere, sich so intensiv mit einem Alkoholentzug überhaupt auseinander setzen muss. Ich finde: Ja! Gerade All In ist das beste Beispiel dafür, dass New Adult und Romantik eben doch nicht nur seichte Unterhaltung sind. Und je realistischer etwas geschrieben ist, desto mehr kann ein Leser in die Welt des Buches eintauchen. Natürlich erwartet hier niemand eine 100-seitige Abhandlung über die Alkoholkrankheit. Aber, ein bisschen mehr inneren Kampf bei Kacey hätte dem Buch keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, dass hätte Kacey als Charakter durchaus interessanter gemacht.

Trotzdem fand ich die Liebesgeschichte der Beiden wiederum sehr schön. Sie haben sich nur sehr langsam angenähert, da doch immer noch Jonah irgendwo im Raum stand. Zum einen natürlich auf persönlicher Ebene der einzelnen Charaktere und zum anderen als Bindeglied der Beiden. Die Thematik, dass der Familien- und Freundeskreis es nicht gutheißen, dass die Beiden zusammen kommen war auch sehr spannend und gut eingebunden. Hinzu kam die Familiendramatik bei Theo, der auf seine Mutter achtgab, seinem Vater gerecht werden wollte, aber eigentlich ein eigenes Tattoo-Studio eröffnen wollte und sich zu Kacey hingezogen fühlte. Wie gesagt, war er damit als Charakter für mich am Interessantesten. Schön war auch, dass ein Teil der Handlung dank Kacey Umzug in New Orleans stattfand. Schade fand ich wiederum, dass die Beiden am Ende wieder in Las Vegas bleiben. New Orleans machte für mich einfach mehr Reiz als Handlungsort aus und auch die Freunde die Kacey dort fand, waren tolle Charaktere. Insgesamt haben sowohl Teddy, als auch Kacey sich als Charaktere im zweiten Drittel nochmal schön weiter entwickelt und haben mit ihren (familiären) Lasten abgeschlossen.

Die Stimmung war durchweg gut gelungen. Am Anfang sehr traurig und melancholisch, durch den Tod von Jonah, der immer noch im Raum stand. Ziemlich früh auch schon Spannung und große Emotionen. Der zweite Abschnitt wurde dann wieder etwas ruhiger und im letzten Drittel war es nochmal richtig spannend und mit einem großen BAM als Abschluss, bei dem ich tatsächlich noch überrascht werden konnte, da es anders kam als ich es erwartet hatte. Nach diesem Ende kam dann noch ein grandios schöner Epilog und die Welt war für mich wieder in Ordnung.

Fazit


"All In – Zwei Versprechen" ist ein gelungenere Abschluss der Full-Tilt-Dilogie. In diesem Buch findet man von Trauer, Melancholie, großen Emotionen, bis hin zu Spannung und schönen Dialogen eigentlich alles. Mein persönliches Highlight war Theo (Teddy) als Charakter und sein innerer Weg. Diese Reihe ist in keinster Weise Genre-Typisch, sondern sticht mit seinen Themen und Emotionen heraus. Wer also mehr als nur seichte Romantik will, ist mit diesem Buch und dem ersten Teil perfekt aufgehoben.

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  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 25.08.2018

Tolle Liebesgeschichte, tolles Setting! Zum verlieben!

Between us
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Inhalt
Nora Kincaid ist im zweiten Jahr am Burnham College und möchte das erste Jahr eigentlich nur vergessen. In der Schule war sie immer schon das brave Mädchen, dass gute Noten schreibt. Doch als sie ...

Inhalt


Nora Kincaid ist im zweiten Jahr am Burnham College und möchte das erste Jahr eigentlich nur vergessen. In der Schule war sie immer schon das brave Mädchen, dass gute Noten schreibt. Doch als sie aufs College kommt stürzt sie sich in den Spaß und hat keine Party ausgelassen. Doch das ist nun vorbei und Nora muss sich endlich richtig reinhängen. Vorlesungen besuchen, lernen und Prüfungen bestehen, sonst steht ihr Studium auf der Kippe. Um zu ihrem Einsiedlerleben zurück zu kehren sucht sich Nora eine neue Bleibe. Doch ihr Mitbewohner ist bekannt für Partys und Mädels aufschneiden, genau wie sein bester Freund. Das bringt ihre Vorsätze ganz schön ins Schwanken.

Meine Meinung


Achtung Spoiler!
Mir hat das Buch einfach rundum gut gefallen. Vor allem da es zum einen zwar durch das College Setting ein typisches Genrebuch ist, aber zum anderen durch seine Charaktere und die spannende Vorgeschichte keine langweilige Standard-Story ist. Am meisten haben mir die sehr gut ausgearbeiteten Charaktere gefallen. Ich konnte mich sehr gut mit Nora identifizieren und fieberte sehr mit ihr mir. Genauso gefiel mir, dass der Love-Interest der "beste Freund" des Partykerls und nicht er selbst. Außerdem war vor allem die Party-Szenerie, sowie das Lernen und überhaupt die ganze College Atmosphäre sehr realistisch dargestellt und (kaum) beschönigt.

Die Liebesgeschichte zwischen Nora und Cosbie macht einfach nur Spaß zu verfolgen. Es ist keine Instantliebe und hat seine Stolpersteine, was es sehr sympathisch macht. Nur Cosbie Lucas Name fand ich die ganze Zeit sehr komisch und gewöhnungsbedürftig. Genauso wie die Liebesgeschichte, spielt aber auch Freundschaft eine große Rolle. Mir gefiel die Versöhnung von Nora und ihrer Freundin, die sie eigentlich als negativen Einfluss aus ihrem Leben gestrichen hatte. Auch eine kleine Moral kann man aus der Geschichte ziehen: Es gibt immer einen Mittelweg zwischen Party und Lernen.

Fazit


"Between us" hat mit viele tolle Lesestunden beschert und mir einfach rundum sehr gut gefallen. Der letzte Funken für den Lieblingsbuch-Status hat fehlt, aber trotzdem eine absolute Leseempfehlung von mir. Tolle Liebesgeschichte, tolles Setting! Für alle New Adult Fans geeignet!

Veröffentlicht am 25.08.2018

Für alle New Adult-Liebhaber

King of New York
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Inhalt
In Max Kings Leben gibt es zwei strickt getrennte Bereiche: Die Arbeit und sein Privatleben! Harper arbeitet hart daran, um endlich ihren Traum zu erfüllen und bei King & Associates für den „King ...

Inhalt


In Max Kings Leben gibt es zwei strickt getrennte Bereiche: Die Arbeit und sein Privatleben! Harper arbeitet hart daran, um endlich ihren Traum zu erfüllen und bei King & Associates für den „King von New York“ zu arbeiten. Er sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch noch extrem erfolgreich. Als sie schließlich ihr Ziel erreicht hat, merkt sie das Max King genauso unterkühlt ist, wie seine Hochglanz Fotos in Magazinen immer zeigen. Sie kann nicht verstehen, warum sein Benehmen so harsch ihr gegenüber ist. Was sie nicht weiß, Max King versucht von der ersten Minute an der Anziehung von Harper zu entgehen. Als die Beiden sich schließlich näher kommen, stellt Harper fest, dass Max King doch nicht das Arschloch ist, für den sie ihn zunächst hält. Für ihn steht seine Tochter Amanda nämlich an erster Stelle.

Meine Meinung


– Achtung Spoiler! –

Am meisten gefallen hat mir die lockere und witzige Stimmung, die das Buch einem gibt. Die Dialoge sind frech und als Leser habe ich oft Harper innerlich zugejubelt. Allgemein schafft Louise Bay sehr charmante Charaktere, deren Ansichten man gut nachvollziehen kann. Selbst das „Bad Boy“-Image des erfolgreichen Unternehmers, dass hier durch Max King bedient wird, wirkt keinesfalls so abgedroschen, wie in anderen Romanen. Er ist gleichzeitig unterkühlt und leidenschaftlich und man versteht seine Sicht der Dinge sehr gut. Harper ist von Anfang an ein taffer Gegenspieler zu Max King und wird keineswegs in die Rolle des „grauen Mäuschens“ gedrängt.

Trotz der gut ausgearbeiteten Charaktere, stolperte ich über die sehr schnelle Annäherung der beiden Protagonisten. Ich hatte auf mehr Zankereien zwischen den Beiden gehofft. Leider wird das schon sehr schnell abgedämpft, da die Beiden sehr früh schon eine sexuelle Beziehung eingehen. Trotzdem sind noch einige spannende Stellen in der Story aufgetaucht und vor allem Amanda (Max Kings Tochter) bringt nochmal frischen Wind in das Buch.

Am Ende fehlte mir außerdem noch mehr des aneinander annähern von Arbeit und Familienleben. Konkret also, dass Harper noch mehr emotionalen Einblick in Max Kings Leben bekommt. Die Problemstellung am Ende wurde dann doch sehr zackig aufgelöst.

Fazit


King of New York“ ist ein klasse Titel für zwischen drin. Er besticht vor allem mit einem schnellen Handlung, witzigen Dialogen und ausgeprägten Charakteren. Leider bleibt durch den zackigen Handlungsverlauf die Tiefe etwas auf der Strecke. Auch die schnelle Anziehung und Beziehung der Protagonisten ist für mich ein kleiner Minuspunkt. Trotzdem ist er jedem New Adult Liebhaber zu empfehlen, der mal wieder ein bisschen Pausenunterhaltung sucht.