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Veröffentlicht am 10.06.2021

Ein humorvolles und warmherziges Abenteuer mit liebenswerten Charakteren und zauberhaften Illustrationen. So macht Lesenlernen Spaß!

Erst ich ein Stück, dann du - Ein Drachenfreund für Linus
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Inhalt:

Der kleine Drache Fumo lebt mit seiner Herde hoch oben in den Bergen. Eigentlich sollte es ein Grund zum Feiern sein, dass er und seine Freunde allesamt sieben Jahre alt geworden sind. Doch ...


Inhalt:

Der kleine Drache Fumo lebt mit seiner Herde hoch oben in den Bergen. Eigentlich sollte es ein Grund zum Feiern sein, dass er und seine Freunde allesamt sieben Jahre alt geworden sind. Doch im Gegensatz zu den anderen Drachenkindern will es mit dem Feuer speien bei Fumo noch nicht recht klappen. Alles, was er hervorbringt, ist eine lauwarme, rote Soße.

Linus und seine Familie wohnen im Tal. Der Junge ist zwar schon acht Jahre alt, aber dennoch immer und überall der Kleinste.

Durch Zufall treffen die beiden Außenseiter aufeinander und freunden sich an. Obwohl der Menschenjunge selbst natürlich kein Feuer spucken kann, hat er einen genialen Plan, um dem kleinen Drachen zu helfen.



Altersempfehlung:

ab 5 Jahren (zum Vorlesen)
oder für Erstleser/Erstklässler gemeinsam bzw. im Wechsel mit einem geübten Vorleser



Illustrationen/Covergestaltung:

Die Bücher der "Erst ich ein Stück, dann du"-Reihe sind aufgrund ihres Designs sofort zu erkennen. Dieses wurde zwar nun umgestaltet, dennoch verbindet diese Reihe nach wie vor ein ähnliches Layout.

Das Abenteuer von Linus und seinem Drachen Fumo aus dem Jahr 2007 war eines der ersten der Reihe und wurde nun ebenfalls in neuem Gewand nochmals veröffentlicht.

Das Buch ist reich an farbenfrohen Illustrationen, denn auf jeder Doppelseite finden sich kleine und größere, liebevoll gestaltete Zeichnungen, die die Handlung widerspiegeln.

Den unverwechselbaren Zeichenstil von Ute Krause mögen wir sehr: mit nur wenigen Strichen gelingt es ihr, die liebenswerten Charaktere zum Leben zu erwecken. Die Mimik des kleinen Drachen sowie der Kontrast zwischen grüner Schuppenhaut und roter Soße ist herrlich anzusehen.



Mein Eindruck:

Wir haben bereits einige Bücher der "Erst ich ein Stück, dann du"-Reihe gelesen und das von Patricia Schröder entwickelte Konzept des abwechselnden Lesens empfiehlt sich für Vorschulkinder sowie für Erst- und Zweitklässler.

Die Kapitel sind kurz und man kann sich das Abenteuer gut einteilen. Die Passagen für Leseanfänger sind fett und größer gedruckt und eine einfache Wortwahl sowie kurze Sätze erleichtern die ersten Leseversuche. Ohne große Stolpersteine sind diese Zeilen gut zu bewältigen, so dass erste Erfolgserlebnisse zum Weiterlesen animieren.

Das Abenteuer wird mit Humor und Charme erzählt. Hierbei ist die Handlung einfach gehalten, damit jüngere Leser gut folgen können.

Die Charaktere schließt man schnell ins Herz:

Den kleinen Fumo, weil er so anders ist, als die anderen, und Linus, weil er das Herz am rechten Fleck hat und seinem Drachenfreund zeigt, dass eine Schwäche auch eine Stärke sein kann.

Sorgen und Versagensangst aber auch Freundschaft und Selbstvertrauen ziehen sich durch das gesamte Mut-mach-Abenteuer.

Die warmherzige und humorvolle Geschichte zaubert so kleinen Lesern und großen Vorlesern immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.

Fünf drachenstarke Sterne und eine Leseempfehlung für dieses Abenteuer.

Zudem eine Buchreihe, die wir allen i-Dötzchen ans Herz legen möchten.



Fazit:

Gemeinsamer Lesespaß und Motivation für Erstleser:

Die größer und fettgedruckten Passagen in Fibelschrift sind speziell für Anfänger konzipiert, so dass das Buch sehr gut gemeinsam, d. h. im Wechsel gelesen werden.

Eine humorvolle und abenteuerliche Mut-mach-Geschichte, warmherzig und spannend erzählt mit liebenswerten Charakteren und wunderschönen, farbenfrohen Illustrationen.

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Rezensiertes Buch "Erst ich ein Stück, dann du - Ein Drachenfreund für Linus" aus dem Jahr 2021

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2021

Eine witzige und lehrreiche Geschichte mit viel Ironie und kindgerecht. Steckdosen wird man anschließend mit ganz anderen Augen sehen ;-)

Der Tag, an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte
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Inhalt:

Die Großeltern-Tage sind immer etwas ganz besonderes und da die Eltern ein romantisches Wochenende in Venedig planen, werden die Kinder die Zeit mit Oma und Opa verbringen.

Doch bevor es überhaupt ...

Inhalt:

Die Großeltern-Tage sind immer etwas ganz besonderes und da die Eltern ein romantisches Wochenende in Venedig planen, werden die Kinder die Zeit mit Oma und Opa verbringen.

Doch bevor es überhaupt soweit kommt, stellt die sechsjährige Tiffany die Frage, wofür so ein romantisches Wochenende überhaupt gut sein soll. Sie hat so etwas schließlich noch nie gebraucht.

Ihre große Schwester Luisa allerdings plant eines mit ihrem Freund Justin. Auch wenn sie es "Zelten" nennt.

Nun ist es an Papa, ein wichtiges und heikles Gespräch zu führen. Bei dem selbstverständlich alle zuhören und mitreden wollen.



Altersempfehlung:

ab 8 Jahre



Illustrationen und Covergestaltung:

Hochrote Wangen, Vater und Tochter nebst Freund auf dem Sofa eng zusammen ... Die Peinlichkeit ist schon fast greifbar und dann ist das Trio auch noch umringt von neugierig blickenden Großeltern, Nachbarn usw.

Das Buch ist wunderschön und farbenfroh illustriert. Auf jeder Doppelseite finden sich große und kleine Illustrationen.

Den Zeichenstil von Astrid Henn mag ich sehr. Lustige und liebenswerte Details ergänzen die Illustrationen, beispielsweise kleine Hinweise auf andere Kinderbücher des Autors (das NEINhorn und seine Freunde als Kinderzeichnungen an der Wand) oder vorherige Abenteuer der Familie (Opa mit Wasserkocher und Teebeutel).

In diesem Buch hat die älteste Tochter wieder eine neue Haarfarbe. Nach Grün, Pink ist die Mähne nun türkis-blau, passend zu den Haaren ihres Freundes.



Mein Eindruck:

Nach Oma mit kaputten Internet und Opa mit defektem Wasserkocher hat Marc-Uwe Kling sich nun dem Vater gewidmet. Dem armen Kerl wird die Aufgabe übertragen, mit seiner älteste Tochter Luisa und ihrem Freund ein "heikles Gespräch" zu führen.

Nachdem der erste Teil „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ ein Volltreffer war und der zweite Teil „Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat“ meine entsprechend hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte, war die Skepsis diesem dritten Band gegenüber etwa so hoch wie die Neugierde.

Im Fokus stehen wieder Mama, Papa, Tochter Tiffany (6), Sohn Max (12) und die älteste Tochter Luisa (17) sowie die Großeltern.

Das Gespräch sollte zwar zwischen Vater, Tochter und deren Freund Justin stattfinden, aber verständlicherweise sind alle anderen Familienmitglieder neugierig und so stehen bald auch die Großeltern und sogar der Nachbar interessiert daneben. Während die Eltern klischeehaft versuchen, mit Blümchen und Bienchen bzw. Steckdose und Stecker der Stehlampe das Wunder des Lebens zu erklären, stehen der kleinen Tiffany bald nur noch Fragezeichen im Gesicht.

Die Steckdose wird man als Leser wohl anschließend mit anderen Augen sehen oder sogar jedes Mal um Erlaubnis fragen.

"Das äh, das Wichtigste ist natürlich, dass man die Steckdose vorher fragt." (vgl. Papa S. 38)

Zum Glück übernimmt letztendlich Luisa das Gespräch. Hier zeigt sich, wie aufgeklärt sie bereits ist, und dass man Kindern auch ohne blumige Umschreibungen die normalste Sache der Welt erläutern kann.

Allerdings würde ich das Buch eher ab 8 Jahre aufwärts empfehlen. Denn der zweite Teil der Geschichte widmet sich nicht nur der korrekten Benennung der Geschlechtsorgane oder der Frage, wie denn nun eigentlich das Baby in den Bauch der Mutter gelangt. Auch auf Verhütung, freie Liebe in den 1960er Jahren und verschiedene Formen von Sexualität geht die Geschichte ein.

Es ist somit kein reines Sachbuch, sondern kann dank Humor und viel Augenzwinkern hervorragend als Einstieg in das - dann hoffentlich nicht mehr ganz so heikle - Thema genutzt werden.



Fazit:

Ein lehrreicher und unterhaltsamer Lesespaß für Groß und Klein:

Aufklärung funktioniert auch anders, denn der Autor spielt mit viel Witz und Ironie ganz bewusst mit Konventionen, Klischees und veralteten Vorstellungen.

Der ideale Einstieg für ein "heikles" Gespräch mit dem eigenen Nachwuchs.

Den Zusatz "Das witzigste Aufklärungsbuch seit dem Urknall" kann ich nur unterschreiben und gebe eine Leseempfehlung für diese herrlich schräge und lehrreiche Geschichte!

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Rezensiertes Buch: „Der Tag, an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte" aus dem Jahr 2021

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Veröffentlicht am 10.06.2021

Warmherzig und weihnachtlich und voller Wunder! Auch das vierte Abenteuer ist witzig, lehrreich und berührend zugleich.

Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch (Rico und Oskar 4)
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Inhalt:

Die beiden Freunde Rico und Oskar könnten unterschiedlicher kaum sein:

Denn Rico ist tiefbegabt und braucht zum Denken oft ein wenig länger als Andere. Oskar dagegen ist ein helles Köpfchen, ...

Inhalt:

Die beiden Freunde Rico und Oskar könnten unterschiedlicher kaum sein:

Denn Rico ist tiefbegabt und braucht zum Denken oft ein wenig länger als Andere. Oskar dagegen ist ein helles Köpfchen, dafür aber ängstlich und übervorsichtig.

Kurz vor Weihnachten läuft einfach gar nichts nach Plan:

Auf den letzten Drücker werden noch Weihnachtsbäume und -geschenke besorgt, irgendwas kommt immer dazwischen, Streit bringt den Haussegen in Schieflage und ein Schneesturm setzt dem ganzen Chaos dann die Krone auf.

Doch während des Schneetreibens geschieht in dem Mehrfamilienhaus gleich mehr als nur ein einziges Weihnachtswunder.



Altersempfehlung:

ab 10 Jahre



Mein Eindruck:

Dies ist das vierte Abenteuer der ungleichen Freunde Rico und Oskar. Aber auch ohne Vorkenntnisse findet man problemlos in die Geschichte hinein.

Dieses Mal finden sich die ganzseitigen, farbigen Illustrationen nicht zu Beginn jedes Kapitels, sondern mittendrin. Die Kapitel beginnen dafür mit einem Schneegestöber.

Die Geschichte wird wieder von Rico mit seinen unverwechselbaren Worten und viel Witz erzählt. Warum er sie aufschreibt, erfährt man allerdings erst zum Schluss. Der außergewöhnliche und humorvolle Stil lässt den Leser nicht nur mit dem Protagonisten mitfühlen, sondern auch manches aus einer ganz neuen Perspektive betrachten.

Rico notiert sich Fremdwörter sowie deren Bedeutung. Seine Art und Weise, die Dinge zu betrachten, ist erfrischend anders und herrlich unterhaltsam.

Beispielsweise nach der ersten Begegnung mit dem türkischen Jungen Nuri:

"INTEGRATION: Wenn du wohin kommst, wo du dazugehören möchtest, und deshalb denen, die schon da sind, nachmachst, was sie dir vormachen. Plus, sie machen dir auch ein bisschen nach, was du ihnen vormachst, weil das spannend ist und ihre Kultur befruchtet. Zuletzt habt ihr beide was gelernt [...]" (vgl. S. 52)

Allein aufgrund der vielen Wortschöpfungen und neuen Sichtweisen ist das Abenteuer wie immer ein großartiges Lesevergnügen.

In den Rückblenden "Was im Sommer geschah" lernt man nun auch die anderen Kinder und neuen Freunde im "vergessenen Hof" kennen. Zudem sorgen diese Einschübe für einen ungewöhnlich Mix aus unbeschwerter Sommerferienlaune und besinnlichem Weihnachtschaos.

Zur Handlung möchte ich gar nicht so viel verraten, um die Überraschung der Weihnachtswunder nicht vorwegzunehmen.

Fünf weihnachtliche Sternchen und eine Leseempfehlung für diese herzerwärmende und turbulente Weihnachtsgeschichte mit Tiefgang über Freundschaft und Hilfsbereitschaft, Streit und Versöhnung.



Fazit:

Rico und Oskar erleben ihr viertes spannendes (dieses Mal weihnachtliches und gleichzeitig sommerliches) Abenteuer.

Witz und spannende Wendungen sowie eine außergewöhnliche Erzählweise sorgen ebenso für ein wunderbar weihnachtliches Lesevergnügen wie die liebenswerten Protagonisten und Anti-Helden.

Eine Kinderbuchreihe, die ich Groß und Klein ans Herz legen möchte.

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Rezensiertes Buch "Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch" aus dem Jahr 2017

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Veröffentlicht am 04.06.2021

Cosy Crime für zwischendurch: unterhaltsam, aber auch oberflächlich und unspektakulär. Potential nicht ausgeschöpft.

Lady Arrington und die tödliche Melodie
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Inhalt:

Eine Kreuzfahrt auf der Queen Anne sorgt statt für Erholung und Entspannung für reichlich Trubel. Bereits in der ersten Nacht wird der Pianist an seinem Konzertflügel erdolcht aufgefunden. Am ...

Inhalt:

Eine Kreuzfahrt auf der Queen Anne sorgt statt für Erholung und Entspannung für reichlich Trubel. Bereits in der ersten Nacht wird der Pianist an seinem Konzertflügel erdolcht aufgefunden. Am Tatort liegt ein Notenblatt mit einem alten englischen Kinderlied.

Die Kriminalroman-Autorin Mary Elisabeth Arrington steckt erneut mitten in einem echten Mordfall!

Doch ihre Ermittlungen bringen sie selbst in große Gefahr.



Mein Eindruck:

Dies ist der zweite Fall für die Krimiautorin Mary Elisabeth Arrington und somit ihre zweite Reise auf dem Kreuzfahrtschiff Queen Anne. Den ersten Band habe ich nicht gelesen und mich trotzdem problemlos zurechtgefunden. Es gibt ein paar Rückblenden, die aber nicht notwendig sind und den Lesefluss eher gestört haben.

Mrs. Arrington ist eine liebenswerte Dame, mit dem Talent regelmäßig über Mordfälle zu stolpern.

Die über 60-jährige ist clever und schlagfertig und lässt sich nicht so schnell einschüchtern. Beharrlich verfolgt sie Spuren, befragt Verdächtige und (unliebsame) Zeugen.

Im Gegensatz zu den restlichen Charakteren ist sie eine interessante und gut ausgearbeitete Figur.

Wie bei vielen Krimis tappt man als Leser auch hier im Dunkeln:

falsche Fährten, die zu Spekulationen anregen, und viele Verdächtige. Stellenweise wirkt die Story sehr gewollt und erst zum Ende laufen Fäden zusammen, kommen neue Personen/Fakten ins Spiel und die Krimiautorin präsentiert die überraschende Auflösung. Es scheint fast so als musste ganz fix ein Abschluss her. Insoweit wenig Aufregendes oder Innovatives.

Der Zusatz "Kreuzfahrt-Krimi" auf dem Buchdeckel hat allerdings meine Neugier geweckt und mich zu diesem Krimi greifen lassen. Leider bleiben das Kreuzfahrtschiff Queen Anne, 1920er-Jahre-Feeling mit Abendgalas usw. sowie die Reiseroute (Southampton - Bergen - Ålesund - Stavanger) im Hintergrund. Auch fehlen Landgänge, die für Abwechslung sorgen. Für die Story hätte es keinen Unterschied gemacht, ob sie auf einem Kreuzfahrtschiff, in einem Hotel oder ganz woanders spielt.

Viel Potential, das leider nicht ausreichend genutzt wurde.

So bleibt am Ende ein typisch englischer Krimi im Whodunit-Stil mit einer toughen Ermittlerin aber blassen Charakteren, wenig Atmosphäre und einem unspektakulären Fall.



Fazit:

Interessant und unterhaltsam für zwischendurch, aber leider nur guter Durchschnitt, denn das Potenzial wurde nicht vollständig ausgeschöpft:

blasse Charaktere, durchschnittlicher Plot, Vernachlässigung der atmosphärischen Kulisse.

Welche Tour das Kreuzfahrtschiff fährt, spielt kaum eine Rolle.

Für einen "Kreuzfahrt-Krimi" kein gutes Zeichen, dass ich nochmal nachlesen musste, wohin Lady Arrington überhaupt reist.

Nach Norwegen!



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Rezensiertes Buch: "Lady Arrington und die tödliche Melodie" aus dem Jahr 2020

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Veröffentlicht am 02.06.2021

Herzerwärmend, berührend und zugleich spannend und mit viel Humor erzählt. Zum Schmunzeln und Nachdenken mit wunderschönen sw Illustrationen.

Das Karlgeheimnis
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Inhalt:

Emil möchte Schriftsteller werden und arbeitet fleißig an seinem ersten Kriminalroman. Weit kommt er allerdings nicht, denn seine Lehrerin nimmt ihm kurzerhand das Notizbuch weg.

Doch plötzlich ...

Inhalt:

Emil möchte Schriftsteller werden und arbeitet fleißig an seinem ersten Kriminalroman. Weit kommt er allerdings nicht, denn seine Lehrerin nimmt ihm kurzerhand das Notizbuch weg.

Doch plötzlich hat Emil noch ganz andere Sorgen. Denn als sein bester Freund Karl, der Besitzer des Büdchens, spurlos verschwindet und rund um den Kiosk sonderbare Dinge geschehen, gilt es einen echten Fall zu lösen.

Glücklicherweise erhält Emil Unterstützung von Finja, die eine echte Detektivin sein möchte, und ihrem Hund Watson.

Wird es ihnen gelingen, in diesem kniffligen und rätselhaften Fall alle Puzzlestücke zusammenzusetzen?



Illustrationen:

Alle paar Doppelseiten findet sich eine ganzseitige Zeichnung und zu Beginn jedes Kapitels gibt es eine kleine Skizzen, um das Gelesene zu ergänzen. Der Stil gefällt sehr.

Die Illustrationen von Ulf K. sind schlicht und modern und besonders die abstrakten Figuren gefallen sehr und trotz der wenigen Striche hat man alle Charaktere sogleich vor Augen und kann in ihren Gesichtern Gefühle und Sorgen ablesen.

Trotz oder gerade wegen der Gestaltung in schwarz-weiß, wirken die Zeichnungen ausdrucksstark. Besonders gelungen ist im Buch-Vorsatz die Szenerie rund um das Büdchen mit allen Protagonisten, welche als Negativ gleich doppelt geheimnisvoll wirkt.


Altersempfehlung:

ab 10 Jahre



Mein Eindruck:

Zum Kapitelbeginn liefert die Überschrift bereits eine Kurzfassung und Vorschau auf die kommenden Ereignisse, zudem gibt es immer wieder Seiten aus dem "total geheimen Notizbuch von Emil K." zu lesen. Der Neunjährige beschreibt in Steckbriefen (Alter, Frisur, Kleidung, besondere Merkmale) Menschen in seinem Umfeld z. B. Karl, Besitzer der Trinkhalle, Nachbarin Frau Wischnewski oder den "Alten aus der Dreizehn", der aufgrund von Altersdemenz wahrscheinlich selbst seinen Namen nicht mehr kennt. Auch vor seiner Lehrerin, der fiesen Bertram, macht er nicht halt. Dies führt leider auch dazu, dass ihm das Notizbuch weggenommen wird

Emil erzählt auf humorvolle und kindliche Art die Geschichte, sein Blick auf manche Dinge fasziniert und manchmal wirkt er auf besondere Art weise und erwachsen. Der Junge schreibt an einem Krimi, um Geld zu verdienen, welches in der zweiköpfigen Familie mehr als knapp ist. Die Mutter schiebt Überstunden und Emil hat so viel Zeit für sich. So lernt er an der Bude in seinem Viertel Finja kennen. Das aufgeweckte und abenteuerlustige Mädchen möchte Detektivin werden (ihr Hund trägt daher den Namen Watson) und zieht Emil mit hinein in einen spannenden Kinderkrimi.

Zur Geschichte möchte ich gar nicht zu viel verraten. Wer mehr über die Rätsel um das Büdchen, den Besitzer Karl und den alten Herrn aus der Dreizehn erfahren möchte und spannende Detektivgeschichten mit Tiefgang mag, sollte unbedingt einen Blick in "Das Karlgeheimnis" werfen.

Neben der eigentlichen Ermittlung finden auch ernstere Themen wie Integration, Armut, alleinerziehende Eltern oder Alterseinsamkeit uvm. ihren Platz und sorgen dank des unerschütterlichen Zusammenhalts der Bewohner für ein herzerwärmendes und lehrreiches Lesevergnügen voller Humor und Spannung!



Fazit:

Ein spannender und unterhaltsamer Kinderkrimi, der zugleich noch viel mehr bietet als die reine Ermittlung.

Auch ernstere Themen fließen altersgerecht in die Geschichte ein und dank der ausdrucksstarken sw Illustrationen werden die liebenswerten Charaktere lebendig.

Eine Leseempfehlung für große und kleine Detektive, Mädchen und Jungen!



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Rezensiertes Buch: "Das Karlgeheimnis - Ein Fall für die Detektivin und mich" aus dem Jahr 2021

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