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Veröffentlicht am 23.09.2020

Skurrile und lustige Charaktere. Ein chaotisches Abenteuer mit viel Witz, vervollständigt durch sw Comic-Illustrationen.

Hilfe, meine Eltern haben meinen Geburtstag gestrichen!
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Inhalt:

Am 11. August wird Tom Bostock 11 Jahre alt. Er freut sich schon lange auf diesen besonderen Tag, denn bei Familie Bostock wird - wenn das Datum des Geburtstages mit der Zahl des Alters identisch ...

Inhalt:

Am 11. August wird Tom Bostock 11 Jahre alt. Er freut sich schon lange auf diesen besonderen Tag, denn bei Familie Bostock wird - wenn das Datum des Geburtstages mit der Zahl des Alters identisch ist - der sogenannte Glücksgeburtstag extra groß gefeiert.

Aber warum sind alle mit völlig unwichtigen Dingen beschäftigt, statt die Riesensause für Tom vorzubereiten?

Und dann sind da noch ein fliegendes Zwergschwein, ein verunglückter Chihuahua und die vergessliche Zahnfee, die allesamt dafür sorgen, dass Toms Eltern den Geburtstag ihres Sprösslings kurzerhand komplett streichen.

Gibt's denn sowas?!?

Tom nimmt die Sache einfach selbst in die Hand.


Altersempfehlung:

ab etwa 9 Jahre


Illustrationen:

Alle paar Seiten findet sich eine schwarz-weiß Illustration (mal halb- und manchmal sogar ganzseitig).

Der Comic-ähnliche Zeichenstil gefällt, die chaotischen Szenen passen perfekt zur Story und die Figuren sind überzogen und witzig gestaltet.


Mein Eindruck:

Dies ist das zweite Abenteuer der "Hilfe, ...!" Reihe. Und obwohl ich das erste Buch nicht gelesen habe, gab es keine Probleme, in die Geschichte einzusteigen. Die Geschichten sind in sich abgeschlossen.

Die Kapitel sind kurz und die Handlung ist - trotz chaotischer Ereignisse - überschaubar. Immer wieder fließen comicartige Ausdrücke/Laute wie "Rums!" oder "Bumpf!" in den Text. Diese sind auch optisch vom restlichen Schriftbild abgehoben.

Der Wortwitz, die Comic-Elemente und die lockere Erzählweise sorgen für ein unterhaltsames Lesevergnügen.

Jeder Charakter hat seine kuriosen Eigenheiten, die zu witzigen Situationen führen:

Die Oma glaubt, dass der Geist ihres geliebten Chihuahua in den Wänden des Hauses lebt, besteht auf einer Séance und fackelt beinahe das Wohnzimmer ab. Der Vater ist mit der Fertigstellung seines neuen Buches beschäftigt und flucht (kindgerechte) Flüche in einem fort, die Mutter ist durchgehend auf der Arbeit und Schwester Meg verliert einen Milchzahn nach dem anderen. Der arme Tom geht im ganzen Chaos komplett unter.

Nebenschauplätze und -figuren machen das turbulente Abenteuer noch verrückter: ein verschwundenes Schwein und der verstorbene und trotzdem immer wiederkehrende Chihuahua im Pizzakarton als Running Gag.

Das Abenteuer ist witzig und spannend erzählt, man kann prima mitfiebern und wird von Beginn an in die turbulente Handlung reingezogen. Was für eine verrückte Familie!

Es gibt aber auch ruhigere Momente und einfühlsame Dialoge, z. B. zwischen Oma und Tom über die Einsamkeit im Alter, und natürlich ein Happy End sowie eine Moral.

Obwohl alles ganz anders kommt, als geplant, ist die Story verrückt und turbulent bis zum Schluss!


Fazit:

Eine turbulente und unterhaltsame Geschichte, die mit viel Witz erzählt wird.

Lustige, herrlich skurrile Charaktere und schwarz-weiß Illustrationen im Comicstil runden die Erzählung ab.

Ein außergewöhnliches und total schräges Abenteuer.


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Rezensiertes Buch "Hilfe, meine Eltern haben meinen Geburtstag gestrichen!" aus dem Jahr 2020

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2020

Ein winterliches, warmherziges und wunderbares Abenteuer mit liebenswerten Charakteren zum Vorlesen.

Der kleine Siebenschläfer: Eine Pudelmütze voller Wintergeschichten
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Inhalt:

Der kleine Siebenschläfer ist bereit für den Winterschlaf: ein kuscheliges Lager, seine Schnuffeldecke, ein Gute-Nacht-Kuss von Mama Siebenschläfer und dank der Haselmaus köstliche Bucheckern ...

Inhalt:

Der kleine Siebenschläfer ist bereit für den Winterschlaf: ein kuscheliges Lager, seine Schnuffeldecke, ein Gute-Nacht-Kuss von Mama Siebenschläfer und dank der Haselmaus köstliche Bucheckern für den kleinen Hunger zwischendurch.

Als ihm sein Freund jedoch in den höchsten Tönen vom "letzte Blattfalltag" berichtet, beschließt der kleine Siebenschläfer, dass es auf einen Tag auch nicht ankommt und folgt ihm zu den anderen Waldbewohnern, um zu sehen wie das allerletzte Blatt vom Baum fällt.

Nachdem sich der Herbst verabschiedet hat, kann der Winter kommen und mit ihm der Schnee.

Der kleine Siebenschläfer hat in seinem ganzen Leben noch nie Schnee gesehen und ist ganz aufgeregt. Ein kleines bisschen kann er ja noch wach bleiben.

Und so hilft er den Tieren und erlebt wunderbar winterliche Abenteuer.



Altersempfehlung:

ab 4 Jahre


Illustrationen:

Auf jeder Doppelseite findet sich mindestens eine kleine bis mittelgroße farbenfrohe und detaillierte Illustration. Zu Beginn jedes Kapitels gibt es zusätzlich zur Überschrift eine kleine Zeichnung passend zum Inhalt.

Der Stil ist modern und detailliert und die liebevolle Darstellung der Tiere und der verschneiten Winterlandschaft gefällt sehr. Der kleine Siebenschläfer und seine Freunde sind zauberhaft und mit viel Herz gestaltet. Die Mimik der Tiere ist herrlich niedlich.


Mein Eindruck:

Dies ist für uns die erste Begegnung mit dem kleinen Siebenschläfer. Da alle Geschichten voneinander unabhängig sind, hatten wir keine Problem sofort in das Abenteuer einzusteigen.

Die Beschreibung der Charaktere und des Waldes sowie der kindgerechte und lebendige Schreibstil sind zauberhaft. Die Kapitel sind kurz und eignen sich sehr gut zum abendlichen Vorlesen.

Der kleine Siebenschläfer und sein bester Freund die Haselmaus sind herzensgut und voller kindlicher Neugier.

Inhaltlich bietet die Geschichte ein lustiges und warmherziges Abenteuer. Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Zusammenarbeit sind die zentralen Themen, die kindgerecht in die wunderbaren Geschichten einfließen. Typische winterliche Aktivitäten wie Schneeballschlacht, Schlittenfahrt und Schneemannbauen dürfen natürlich nicht fehlen.
Zudem ist das Abenteuer lehrreich. Beispielsweise wird spielerisch die Anordnung der Himmelsrichtungen oder die Einzigartigkeit von Schneeflocken vermittelt.

Von uns gibt es für das fantasievolle und warmherzige Vorlesebuch und die liebenswerten Charaktere eine (Vor-)Leseempfehlung!


Fazit:

Wunderbar winterliche Geschichten über Freundschaft, Zusammenhalt und gegenseitig Hilfe.

Die warmherzige Erzählung mit ihren liebenswerten, tierischen Charakteren eignet sich perfekt zum Vorlesen.

Wunderschöne, farbenfrohe Illustrationen mit viel Liebe zum Detail ergänzen die Handlung und stimmen auf den Winter ein.

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Rezensiertes Buch "Der kleine Siebenschläfer - Eine Pudelmütze voller Wintergeschichten" aus dem Jahr 2020

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2020

Zwei lustige, fantasievolle und unterhaltsame Abenteuer des frechen Urmels zum Vorlesen oder Selbstlesen. Zauberhaft illustriert.

Das vierte dicke Urmel-Buch
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Inhalt:

Der Sammelband enthält zwei Urmel-Bücher:

"Urmels toller Traum":

Wie es wohl wäre, König zu sein? Das Urmel träumt einen tollen Traum und erlebt darin königliche Abenteuer.



"Urmels großer ...

Inhalt:

Der Sammelband enthält zwei Urmel-Bücher:

"Urmels toller Traum":

Wie es wohl wäre, König zu sein? Das Urmel träumt einen tollen Traum und erlebt darin königliche Abenteuer.



"Urmels großer Flug":

Urmel bricht auf zu einem großen, abenteuerlichen Flug rund um die Welt.



Altersempfehlung:

ab 6 Jahren (zum Vorlesen)

ab 9 Jahren (zum Selberlesen)



Illustrationen:

Alle paar Seiten ergänzen und unterstreichen die skizzenhaften Original schwarz-weiß Illustrationen von Erich Hölle die Abenteuer von Urmel.



Mein Eindruck:

Beide Abenteuer umfassen etwa 160 Seiten, die einzelnen Kapitel sind jeweils nur ein paar Seiten lang und eignen sich daher gut zum Vor- oder Selberlesen.

Das besondere bei den einzelnen Kapiteln sind die langen Überschriften, die gleichzeitig etwas über die kommenden Ereignisse verraten: z. B. "Erstes Kapitel - In dem der Professor verreist, das Urmel viele Fragen stellt und schließlich krank wird" oder "Siebentes Kapitel - In dem König Futsch eine ihm etwas peinliche Begleitung bekommt und eine Belohnung aussetzen muss".

Werden Kapitelüberschriften (sofern überhaupt vorhanden) gerne überlesen, so sollte man hier beim Lesen/Vorlesen einen Blick mehr riskieren.

Die Charaktere sind gewohnt liebenswert und lustig. Sprechende Tiere sind für sich schon spannend genug und wenn sie dann auch noch einen lustigen Sprachfehler haben (beim Lesen/Vorlesen manchmal eine Herausforderung) wird es gleich doppelt so witzig.

Das Urmel mit seiner vorlauten Art und Abenteuerlust - hin und wieder auch mit einem Dickkopf, wie er im Buche steht - ist herzensgut und man kann ihm einfach nicht lange böse sein (sein Verhalten erinnert oft an die eigenen Kinder).

Überhaupt sind die Charaktere liebenswert:

Der Professor mit seinen vielen Ideen, Wutz mit ihrer Güte und ihrem Putzfimmel ist ebenso zauberhaft wie der ewig traurige Seele-Fant.

Auch die permanente "Streiterei" zwischen dem Waran Wawa und dem Pinguin Ping um die Muschel kehrt immer wieder und wird trotzdem nie langweilig.



Die Geschichte "Urmels toller Traum" ist spannend, fantasievoll, abenteuerlich und lehrreich:

Der anfänglich tolle Traum, den das Urmel im Fieberwahn dank des Traumkobolds zusammenreimt wird immer verrückter. Schnell erkennt es, dass das Leben als König gar nicht so schön ist, wie es sich Urmel vorgestellt hat.

Wie gut, dass Urmel am Ende des skurrilen Traums wieder gesund und munter aufwacht und einfach nur Urmel ist.



Die Geschichte "Urmels großer Flug" ist unterhaltsam und humorvoll, allerdings ist es von beiden Abenteuern spannungstechnisch das schwächere. Es gibt zwar witzige Passagen und interessante Charaktere, aber das gewisse Etwas fehlt diesem Abenteuer.



Fazit:

Ein toller Kinderbuchklassiker zum Vorlesen etwa ab 6 Jahren oder zum Selbstlesen ab 9 Jahren.

Zwei unterhaltsame, fantasievolle und abenteuerliche Geschichten in einem Band mit wunderbar witzigen und sympathischen Charakteren.



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Rezensiertes Buch: „Das vierte dicke Urmel Buch" aus dem Jahr 2014

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2020

Zwei lustige, fantasievolle und unterhaltsame Abenteuer des frechen Urmels zum Vorlesen oder Selbstlesen. Zauberhaft illustriert.

Das dritte dicke Urmel-Buch
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Inhalt:

Der Sammelband enthält zwei Urmel-Bücher:

"Urmel zieht zum Pol":

Die Bewohner Titiwus wagen eine Expedition zum Nordpol und treffen dort auf den Eskimo Angakorok.


"Urmel im Vulkan":

Droht ...

Inhalt:

Der Sammelband enthält zwei Urmel-Bücher:

"Urmel zieht zum Pol":

Die Bewohner Titiwus wagen eine Expedition zum Nordpol und treffen dort auf den Eskimo Angakorok.


"Urmel im Vulkan":

Droht die kleine Insel Titiwu bei einem Vulkanausbruch von Lava überrollt zu werden? Die Bewohner wagen einen Blick in den Vulkan.


Altersempfehlung:

ab 6 Jahren (zum Vorlesen)

ab 9 Jahren (zum Selberlesen)



Illustrationen:

Alle paar Seiten ergänzen und unterstreichen die skizzenhaften Original schwarz-weiß Illustrationen von Erich Hölle die Abenteuer von Urmel.


Mein Eindruck:

Beide Abenteuer umfassen etwa 160 Seiten, die einzelnen Kapitel sind jeweils nur ein paar Seiten lang und eignen sich daher gut zum Vor- oder Selberlesen. Man kann prima einteilen, wie viel vorgelesen wird.

Das besondere bei den einzelnen Kapiteln sind die langen Überschriften, die die kommenden Ereignisse zusammenfassen ohne zuviel zu verraten: z. B. "Erstes Kapitel - In dem der Professor eine Ahnung und das Urmel einen Wunsch hat" oder "Zweites Kapitel - In dem der Professor ein Verbot ausspricht und Wutz mit Lesestoff versorgt".

Werden Kapitelüberschriften (sofern überhaupt vorhanden) gerne überlesen, so sollte man hier beim Lesen/Vorlesen einen Blick mehr riskieren.

Die Charaktere sind gewohnt liebenswert und lustig. Sprechende Tiere sind schon spannend genug und wenn sie dann auch noch einen lustigen Sprachfehler haben (beim Lesen/Vorlesen manchmal eine Herausforderung) wird es gleich doppelt so witzig.

Das Urmel mit seiner vorlauten Art und Abenteuerlust - hin und wieder auch mit einem Dickkopf, wie er im Buche steht - ist herzensgut und man kann ihm einfach nicht lange böse sein (sein Verhalten erinnert oft an die eigenen Kinder).

Überhaupt sind die Charaktere liebenswert:

Der Professor mit seinen vielen Ideen, Wutz mit ihrer Güte und ihrem Putzfimmel ist ebenso zauberhaft wie der ewig traurige Seele-Fant.

Auch die permanente "Streiterei" zwischen dem Waran Wawa und dem Pinguin Ping um die Muschel kehrt immer wieder und wird trotzdem nie langweilig.


Die Geschichte "Urmel zieht zum Pol" ist spannend und abenteuerlich.

Dem Eskimo Angakorok fallen immer verrücktere Namen für den Professor Hataschluck Stiefelsong ... Verzeihung ... Habakuk Tibatong ein und sorgt so als Running Gag der Geschichte für viele Lacher.

Ein weiterer, immer wiederkehrender Witz sind die zahlreichen Heiratsanträge, die Wutz im Laufe der Abenteuer sammelt.


Die Geschichte "Urmel im Vulkan" ist aufgrund des Settings düster und trotzdem ist die Atmosphäre nicht allzu bedrückend. Von beiden Abenteuern ist dieses thematisch und spannungstechnisch das schwächere. Es gibt zwar witzige Passagen und interessante Charaktere, aber für die volle Sternezahl reicht es nicht.

Leider kommen beide Geschichten nicht ganz an die der ersten Urmel-Bände heran. Vielleicht fehlt mir hier die Nostalgie und Sentimentalität, denn mit den ersten Abenteuern (in Buchform und als Puppenspiel der Augsburger Puppenkiste) bin ich selbst groß geworden.


Fazit:

Ein toller Kinderbuchklassiker zum Vorlesen etwa ab 6 Jahren oder zum Selbstlesen ab 9 Jahren.

Zwei unterhaltsame und abenteuerliche Geschichten in einem Band mit wunderbar witzigen und sympathischen Charakteren.



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Rezensiertes Buch: „Das dritte dicke Urmel Buch" aus dem Jahr 2013

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Veröffentlicht am 14.09.2020

Altes Asterix-Abenteuer in neuer "Übersetzung" - mit Herz und Charme und reichlich Wortwitz!

Asterix Mundart Ruhrdeutsch VI
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Inhalt:

Der Ruhrbaron Solingenolix sucht Hilfe bei Majestix: Ein Pott voller Kies steht unter seiner Aufsicht. Damit Julius Cäsar diesen nicht in die Finger bekommt, sollen Asterix und Obelix den Kessel ...

Inhalt:

Der Ruhrbaron Solingenolix sucht Hilfe bei Majestix: Ein Pott voller Kies steht unter seiner Aufsicht. Damit Julius Cäsar diesen nicht in die Finger bekommt, sollen Asterix und Obelix den Kessel und seinen wertvollen Inhalt bewachen.

Es kommt wie es kommen muss: nach der Grillfeier und der ersten nächtlichen Wache ist plötzlich keine Kohle mehr im Pott. Wer ist der Dieb?

Eine turbulente und abenteuerliche Suche beginnt ...



Mein Eindruck:

Dies ist bereits der sechste Band "Ruhrdeutsch" und der vierte aus der Feder von Comedian Hennes Bender.

Der bekannte Comic "Asterix und der Kupferkessel" aus dem Jahr 1969 wurde von Hennes Bender neu interpretiert und übersetzt, d.h. Asterix und Obelix sprechen Ruhrdeutsch und bewegen sich somit quer durch das Ruhrgebiet.

Die Mundart-Versionen der Comics unterscheiden sich somit nur im Hinblick auf die Texte (Sprechblasen, Anmerkungen, Zitate ...) Die Zeichnungen sind unverändert. Gleiches gilt für die Namen der Bewohner des gallischen Dorfes.

Warum der Antagonist den Namen "Solingenolix" trägt und was ausgerechnet Harry Rowohlt damit zu tun hat? Lest selbst! Denn das Vorwort liefert interessante Hintergrundinfos und das abschließende einseitige Glossar, in dem verschiedene Begriffe erläutert werden, erleichtert das Lesen als Nicht-Ruhrpottler.

Es ist erstaunlich, was eine neue Übersetzung ausmachen kann. Die Original-Version zählt nicht zu meinen Lieblingsabenteuern. Durch die "neue" Geschichte sieht man das Abenteuer mit ganz anderen Augen.

Hennes Bender lässt viele kleine und große Anspielungen auf aktuelle Geschehnisse und reale Personen in seine Texte einfließen. Vieles erkennt man erst auf den zweiten Blick.

Es empfiehlt sich an einigen Stellen übrigens, das Abenteuer laut zu lesen.

Beim Lesen habe ich zudem immer die Stimme und Sprechweise des Übersetzers Hennes Bender im Ohr. Wer ihn einmal live auf der Bühne gesehen hat, weiß, was ich meine. Mit einigen Begriffen grüßt er Kollegen und so hat man beim Wort "Schlabunsen" den Aufprall des Kessels ins Piratenschiff vor Augen und die Stimme von Torsten Sträter im Ohr oder beim Wort "Zewelatwuast" die von Jochen Malmsheimer.

Ein unterhaltsames und witziges Asterix-Abenteuer im Revier.

Fazit:

Die "Neuübersetzung" von Hennes Bender verpasst dem Abenteuer den typischen Ruhrpottcharme ohne die Grundidee der Ursprungsgeschichte zu verraten oder lächerlich zu machen.

Wer des Ruhrdeutschen mächtig ist, dem kann ich diesen Band nur empfehlen. Und wer dies nicht ist, dem hilft das Glossar im Anhang.

Deshalb: "Wenniminiirre!" für Asterix-Fans und für Ruhrpottler ein Vergnügen: "Krissi Tüa nich zu!"

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Rezensierte Ausgabe: "Keine Kohle im Pott" aus dem Jahr 2020

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