Im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark werden auf beiden Seiten der Grenze sehr junge Mädchen ermordet. Die Ermittlungen gehen nur zäh voran.
Mark Bremer ist ein angenehmer Sprecher der Hörbuchversion.
Die ...
Im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark werden auf beiden Seiten der Grenze sehr junge Mädchen ermordet. Die Ermittlungen gehen nur zäh voran.
Mark Bremer ist ein angenehmer Sprecher der Hörbuchversion.
Die Zuhörer müssen sehr starke Nerven für diesen Thriller haben, denn hier wird das Quälen von Kindern sehr ausführlich und unappetitlich geschildert. Muss das so drastisch sein? Damit wird sadistischen Pädophilen doch nur Gedankenfutter geliefert.
Die Ermittler selbst haben keine bleibenden Eindrücke bei mir hinterlassen, und auch wenn ich nun weiß, wer der Täter ist, hätten ein paar Worte über seinen Charakter dem Verständnis gutgetan.
Ich möchte dieses Hörbuch eigentlich nicht weiterempfehlen.
Der Roman handelt von fünf jungen Mädchen in einer reizlosen, schwedischen Kleinstadt nah am Polarkreis. Im Jahr 1980 stehen sie kurz vor dem Schulabschluss. Einmal in der Woche kommen sie zusammen, um ...
Der Roman handelt von fünf jungen Mädchen in einer reizlosen, schwedischen Kleinstadt nah am Polarkreis. Im Jahr 1980 stehen sie kurz vor dem Schulabschluss. Einmal in der Woche kommen sie zusammen, um in einem Buchklub ein Buch gemeinsam zu besprechen. Diese Besprechungen haben oft einen bösartigen Unterton.
Fast vierzig Jahre später findet man bei einer Brückensanierung eins der Mädchen als kopflose Leiche wieder. Die Geschehnisse von damals spielen auch im Jahr 2019 noch eine große Rolle und helfen bei der Suche nach dem Täter. Gleichzeitig ergibt sich auch ein Cliffhanger zum Folgeband der Trilogie, der allerdings erst in einem Jahr erscheinen wird.
Die fünf Mädchen werden sehr klar charakterisiert. Es ist unglaublich interessant, wie sie sich nach 40 Jahren zu erwachsenen Frauen entwickelt haben. Gerade ihre schlechten Eigenschaften scheinen sich potenziert zu haben.
Auch die Mördersuche gestaltet sich sehr spannend und endet in einem großen Überraschungseffekt für alle.
Das Buch liest sich gut, denn einerseits bietet es die Spannung eines schwedischen Krimis, andererseits erlebt man hautnah das schwedische Kleinstadtleben. Es ist auch immer spannend, Menschen über einen längeren Zeitraum hindurch zu beobachten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
Jane Tennison ist eine äußerst ehrgeizige Kommissarin, die zwar sehr fähig ist, aber immer nur mit unbedeutenden Fällen betraut wird. In ihrer Gehaltsstufe gibt es ansonsten nur männliche Kollegen, die ...
Jane Tennison ist eine äußerst ehrgeizige Kommissarin, die zwar sehr fähig ist, aber immer nur mit unbedeutenden Fällen betraut wird. In ihrer Gehaltsstufe gibt es ansonsten nur männliche Kollegen, die auch noch wie Pech und Schwefel zusammenhalten. Wieder einmal geht ein spektakulärer Mordfall über ihren Kopf hinweg an den Star der Abteilung, einen richtigen Macho, der es auch mit der Gesetzeslage nicht allzu genau nimmt. Doch per Herzinfarkt ist dieser plötzlich weg vom Fenster. Tennison erzwingt die Leitung der Mordkommission für sich, doch ihr rigoroses Vorgehen isoliert sie von den Kollegen, die von da an mehr oder minder offen gegen sie intrigieren.
Das Buch ist einerseits natürlich ein spannender Krimi, bei dem sich im Laufe der Zeit die Leichen häufen, aber es zeigt auch die Schwierigkeiten einer weiblichen Führungskraft in einer reinen Männerdomäne. Erschwerend kommt hinzu, dass Tennison wirklich eine sehr unsympathische Frau ist, die skrupellos ihren Willen durchsetzt, auch in der Partnerschaft. Nach Abschluss der Lektüre blieben bei mir noch Fragen offen, denn mir ist nicht klar, wie sehr der verstorbene Kollege mit den Opfern verbandelt war, was da gemauschelt wurde und vor allem, warum sich die Stimmung im Team gegen Ende geschlossen in eine bestimmte Richtung wendete.
Man merkt dem Buch deutlich an, dass es schon vor über dreißig Jahren geschrieben wurde, das sollte man bei der Lektüre bedenken, denn vieles ist nicht mehr zeitgemäß. Heutzutage herrscht ein anderes Arbeitsklima, auch wenn die Gleichstellung von Frauen im Berufsleben manchmal immer noch ein Papiertiger ist. Außerdem meine ich, dass Autoren mittlerweile fesselnder formulieren als noch vor Jahrzehnten. Deswegen gibt es bei mir Abstriche in der Punktvergabe.
Es ist schön, dass es wieder eine neue Folge mit Bennie Griessel gibt. Dieser Mann mit dem scharfen Verstand und den großen Selbstzweifeln kann mich immer wieder berühren. Diesmal steht seine Hochzeit ...
Es ist schön, dass es wieder eine neue Folge mit Bennie Griessel gibt. Dieser Mann mit dem scharfen Verstand und den großen Selbstzweifeln kann mich immer wieder berühren. Diesmal steht seine Hochzeit kurz bevor, als er von seinem aktuellen Fall, dem Tod einer jungen Radfahrerin, der professionell vertuscht worden ist, abgezogen wird, um in einer hochpolitischen Sache zu ermitteln, die zugleich streng geheim ist. Und natürlich hängen, wie immer bei Deon Meyer, alle Fälle irgendwie zusammen.
Diesmal musste ich mich ziemlich lange mit den trockenen Vorbereitungen für einen Raubüberfall herumschlagen, ehe endlich Bennie und Cupido ihren Auftritt hatten. Und das ist auch mein Kritikpunkt an diesem Buch, denn die ganze kriminelle Logistik der Gegenpartei wird mir zu ausführlich erzählt, wohingegen die Vorgehensweise und die privaten Ereignisse von Bennie und Cupido zu kurz kommen. Deswegen gibt es diesmal leider leichten Punktabzug.
Der Tod ihres Mannes wirft die Schauspielerin Casey Fletcher völlig aus der Bahn. Sie sucht Trost im Alkohol und muss ihre Bühnenlaufbahn zwangsweise beenden, nachdem sie bei einer Theateraufführung volltrunken ...
Der Tod ihres Mannes wirft die Schauspielerin Casey Fletcher völlig aus der Bahn. Sie sucht Trost im Alkohol und muss ihre Bühnenlaufbahn zwangsweise beenden, nachdem sie bei einer Theateraufführung volltrunken vor das Publikum getreten war.
Nun lebt sie im Ferienhaus ihrer Eltern an einem idyllischen See, verbringt die Tage mit ihrem besten Freund Alkohol und ihr Leben geht immer schneller den Bach hinunter. Vor lauter Langeweile bespitzelt sie ihre Nachbarn durch ein Fernglas, dabei steht ein Brandy immer in Reichweite. Doch plötzlich ist eine Nachbarin mit Eheproblemen wie vom Erdboden verschwunden. Casey setzt alle Hebel in Bewegung, denn sie hat schlimmste Befürchtungen, dass der Ehemann zu finalen Mitteln gegriffen hat. Dabei gerät Casey selbst in große Gefahr.
Soweit ist die Handlung noch relativ spannend, doch leider kippt sie jetzt um in eine Mysteryerzählung, die einem die Nackenhaare aufrichtet. Um diesen Twist hätte ich gerne vorher gewusst, denn dann ich hätte mich für ein anderes Buch entschieden.
Darüber hinaus war mir die Darstellung der Alkoholsucht von Casey mit all ihren unappetitlichen Begleiterscheinungen viel zu intensiv.
Für mich persönlich war dieses Hörbuch absolut kein Highlight, auch wenn Irina Salkow als Sprecherin sehr angenehm ist.