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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2025

Kraut gegen den Tod

Magical Fries – Der Geschmack des Lebens
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Das Cover ist schon mal sehr sehenswert und passt auch gut zum Inhalt dieses Buches.
Ein Milliardär hat den Tod seiner Frau nie verwunden, doch er weiß einen Weg, sie wieder zum Leben zu erwecken. Dafür ...

Das Cover ist schon mal sehr sehenswert und passt auch gut zum Inhalt dieses Buches.
Ein Milliardär hat den Tod seiner Frau nie verwunden, doch er weiß einen Weg, sie wieder zum Leben zu erwecken. Dafür müssen in einem bestimmten Zeitraum Pflanzen gesammelt werden. Die Ernte ist lebensgefährlich und viele Teams, die er auf die Suche schickte, bezahlten mit dem Leben. Sein neuestes Team besteht aus seinem Adoptivsohn, einer Göttererbin mit bemerkenswerten magischen Fähigkeiten und einem Ex-Elitesoldaten. Obwohl die drei gut ausgebildet sind, entkommen sie bei der Ernte nur knapp einem Massaker.
Der Roman hat zwar einige interessante Fantasy-Elemente, aber der Schwerpunkt liegt in spannenden Kampfszenen voller Überraschungsmomente. Nun, man muss es mögen. Bei mir trifft es nicht so genau den Geschmack. Es ist der vierte Band einer Reihe, dem ich auch ohne Vorkenntnisse problemlos folgen konnte. Er liest sich gut, macht aber bei mir nicht Lust auf mehr.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Berliner Sniper

Lügen haben schnelle Beine
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Ich habe dem Kommissar Peer Pedes noch eine zweite Chance gegeben mit seinem neuesten Fall. Ein Sniper treibt sein Unwesen in Berlin, und ausgerechnet eine Kollegin muss Peer unauffällig überprüfen. Dabei ...

Ich habe dem Kommissar Peer Pedes noch eine zweite Chance gegeben mit seinem neuesten Fall. Ein Sniper treibt sein Unwesen in Berlin, und ausgerechnet eine Kollegin muss Peer unauffällig überprüfen. Dabei erfährt er Neues über sich und seinen verstorbenen Vater, und natürlich auch über die verdächtige Kollegin.
Diesmal gefällt mir der Kommissar bedeutend besser, weil er sich nicht allzu sehr in sportliche Details verliert, obwohl er als Triathlet Neuland betritt. Seinen schnoddrigen Umgangston hat er beibehalten, aber so fokussiert wie jetzt, kommt das gut an.
Der Sprecher, wenn ich es richtig verstehe, ist es der Autor persönlich, verkörpert diese Schnoddrigkeit, ja überhaupt Peers ganzen Charakter, perfekt.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Wo ist Milla

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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An den dritten Art-Mayer-Band bin ich schon mit hohen Erwartungen herangetreten. Dieser Ermittler ist mir ein Rätsel, denn mir persönlich gefällt es gar nicht, wenn ein Polizist sich über alle Dienstanweisungen ...

An den dritten Art-Mayer-Band bin ich schon mit hohen Erwartungen herangetreten. Dieser Ermittler ist mir ein Rätsel, denn mir persönlich gefällt es gar nicht, wenn ein Polizist sich über alle Dienstanweisungen hinwegsetzt und sein eigenes Ding durchzieht. Mayer ist so ein stachliger Typ, der fast alle Menschen auf Abstand hält und sich in kein Schema pressen lässt. Eigentlich haben derzeit nur drei Personen Platz in seinem Herzen. Eine ist das kleine Mädchen Milla aus der Nachbarwohnung. Als sie verschwindet ermittelt Mayer mal wieder auf eigene Faust. Es ist ein Fall, dessen Anfänge schon Jahre zurückliegen, über den aber nichts in den Akten zu finden ist und um den nun ein Kompetenzgerangel zwischen LKA und BKA beginnt.
Es ist wieder genauso spannend, wie ich erwartet habe, weil der Fall so viele lose Enden hat, aber auch, weil die Beteiligten ohne große Worte prägnant skizziert werden. Raabe arbeitet nicht mit Stereotypen, sondern lässt Menschen mit eigenen Charakteren vor dem inneren Auge des Lesers entstehen. So wie es aussieht, wird es zum Glück noch weitere Folgen mit diesem sperrigen Ermittler geben.
Hoffentlich werden auch die künftigen Hörbücher wieder von Peter Lontzek eingelesen. Mit seinem markanten Timbre zieht er seine Hörer direkt in seinen Bann.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Kind oder Karriere

Französische Täuschung
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Dies ist der siebte Band einer Reihe um die Mimikexpertin Margeaux Surfin. Der Einstieg in die Handlung ist nicht leicht gefallen, denn die Verwandtschaftsverhältnisse mit Ehepartnern, Freunden und Ziehkind, ...

Dies ist der siebte Band einer Reihe um die Mimikexpertin Margeaux Surfin. Der Einstieg in die Handlung ist nicht leicht gefallen, denn die Verwandtschaftsverhältnisse mit Ehepartnern, Freunden und Ziehkind, die sich fast ausnahmslos alle mit Verbrechensbekämpfung beschäftigen, sind nicht so einfach zu durchschauen und zu behalten. Die Handlung lässt sich zwar auch ohne Vorkenntnisse verfolgen, doch man hat immer das Gefühl, eine Wissenslücke zu haben. Am Ende wird der vorherige Fall noch einmal kurz, aber sehr trocken, zusammengefasst. Damit wäre man schon ausreichend informiert, aber der Text war mir einfach zu dröge.
In diesem Buch setzt eine äußerst ehrgeizige Menschenrechtsanwältin das Leben ihrer entführten Tochter aufs Spiel. Sie muss sich zwischen Karriere und Familie entscheiden. Unsympathischerweise zaudert sie sehr lange mit der Entscheidung. Der ganze Kreis um Margeaux setzt sich für das junge Mädchen ein, jeder nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten.
Keiner ist ein richtiger Sympathieträger, jeder ist eigentlich fanatisch auf seinen Einsatz fokussiert. Die Handlung konnte mich leider nicht so recht fesseln, obwohl zum Beispiel gerade mit Margeaux, der Mimikexpertin, mal ganz andere Pfade beschritten werden. Wahrscheinlich werden viele Leser das anders sehen.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Hamlet mit Mops und RAF

Crime im Heim
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Seniorenkrimis scheinen der neue Trend zu sein. Auch dieser gemütliche Krimi spielt in einem Seniorenstift, in dem ein toter Hund und eine männliche Leiche die alten Leutchen aus dem Alltagstrott reißen. ...

Seniorenkrimis scheinen der neue Trend zu sein. Auch dieser gemütliche Krimi spielt in einem Seniorenstift, in dem ein toter Hund und eine männliche Leiche die alten Leutchen aus dem Alltagstrott reißen. Eigentlich haben sich die Personen rund um die ehemalige Yogalehrerin Katia zum Theaterspielen versammelt. Hamlet soll es werden, doch man konzentriert sich lieber auf die Aufklärung der Morde.
Der Plot ist gespickt mit Shakespeare-Zitaten, was bei einigen Lesern sicher den Lesefluss behindert. Die Gebrechen des Alters werden oft von der humorvollen Seite betrachtet, doch manches gerät dann eher in die Richtung Klamauk.
Insgesamt konnte mich dieser Krimi inhaltlich so gar nicht packen, aber alles wurde wettgemacht durch Brigitte Carlsen. Es gibt Menschen, die haben den Schalk im Nacken sitzen, doch die Sprecherin dieses Buches hat ihn in der Stimme. Ihr weiches Timbre und ihre empathische Vortragsweise entschärfen die Szenen, in denen die Altersgebrechen zur Effekthascherei herangezogen werden. Brigitte Carlsen wertet die Beurteilung dieses Krimis um einen ganzen Stern auf.

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