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Veröffentlicht am 07.11.2024

„Er sah Mara vor sich, diesen tollwütigen Terrier in Schwarz.“

Kalte Erlösung
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Der Herbst in Frankfurt ist kalt und verregnet. So ist auch die Stimmung bei Kommissarin Mara Billinsky gerade nicht auf einem Hoch. Immer noch hat sie keinen neuen Kollegen bekommen und ihr Expartner ...

Der Herbst in Frankfurt ist kalt und verregnet. So ist auch die Stimmung bei Kommissarin Mara Billinsky gerade nicht auf einem Hoch. Immer noch hat sie keinen neuen Kollegen bekommen und ihr Expartner Jan Rosen fühlt sich einfach prima in seiner neuen IT-Nerd-Abteilung. Dann wird ein angesehener Rechtsanwalt auf äußerst brutale Weise ermordet. Mara wird der Fall übertragen und sie ermittelt auf Hochtouren. Aber bei diesem Mord ist nichts vorhersehbar, denn nicht nur der psychopathische Killer, nein auch ein mächtiger Strafverteidiger, machen ihr das Leben zur Hölle. Aber nicht nur dieser scheinbar unlösbare Mord beschäftigt sie, sie arbeitet ja auch immer noch im länderübergreifenden Fall „Polaris“ mit.
Kann Mara gleichzeitig allein in beiden schwierigen Fällen ermitteln? Viel zu spät bemerkt sie, dass sie sich ins Schussfeld gebracht hat und ein Sturm auf sie zukommt, der sie zu verschlingen droht.

Fazit: Mit seinem Buch „Kalte Erlösung“ schreibt der Thrillerautor Leo Born den 9. Fall für seine außergewöhnliche Kommissarin Mara Billinsky. Ich folge ich ihm wieder auf Schritt und Tritt durch die dunklen Ecken von Frankfurt, wo die Kriminalität extrem hoch ist.
Sein Schreibstil ist schnörkellos, extrem bildhaft und so mitreißend, dass ich nicht anders kann, als ihm durch die verschiedenen Erzählstränge zu folgen. Ich jage durch die Seiten und höre erst auf zu lesen, als ich am Ende angekommen bin.
Die Charaktere sind brillant ausgesucht und genial in Szene gesetzt. Es gibt die guten und die bösen Figuren und allen dürfen wir über die Schulter schauen, ob wir wollen oder nicht. Es geht dabei aber schon sehr blutrünstig zu, das gefällt mir nicht so gut und ich bräuchte das auch nicht.
Der Autor führt uns über verschiedene Erzählstränge, die allesamt sehr spannend zu verfolgen sind, zu einem fulminanten Ende, das ich so nicht erwartet hatte. Er verknüpft alles sehr geschickt miteinander und lässt mich verblüfft zurück. So hätte ich das nicht erwartet. Alle offenen Fragen werden beantwortet und alle losen Puzzleteile fallen an die richtigen Stellen. Aber ein kleiner Cliffhanger muss dann doch noch sein, jetzt kann ich wieder warten, bis der nächste Fall geschrieben ist.
Ich habe diesen Thriller sehr gerne gelesen. Mein Lieblingsautor Leo Born ist ein Meister seines Fachs und das Buch konnte mich wieder vollends überzeugen.
Daher vergebe ich hier eine ganz klare Leseempfehlung und 5 verdiente Sterne. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

„Nichts vergeht so schnell wie Internetruhm.“

Narbenwald #Thriller
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Im schönen Königstein im Taunus wird ein verlassenes Hotel zum Schauplatz eines brutalen Verbrechens. Kriminalhauptkommissar Marc Davids und seine Kollegin Zoè Martin übernehmen den Fall. Die Tat ist grauenvoll ...

Im schönen Königstein im Taunus wird ein verlassenes Hotel zum Schauplatz eines brutalen Verbrechens. Kriminalhauptkommissar Marc Davids und seine Kollegin Zoè Martin übernehmen den Fall. Die Tat ist grauenvoll und die sehr ausführlichen Details brennen sich gleich ins Hirn. Leider bleibt es nicht bei einem Opfer. Spuren hinterlässt die Person, die hier so heimtückisch und brutal mordet nicht, so dass die Sonderabteilung auf der Stelle tritt. Als dann bei YouTube Videos vom Tatort und der Arbeit der Polizei auftauchen, ist das ganze Team hochsensibilisiert. Wie kann das sein, war die Person denn noch vor Ort, als die Polizei eintraf und konnte so alles filmen? Nichts ist so wie es scheint und die Person treibt ein brisantes Katz- und Mausspiel mit der Polizei. Was passiert als nächstes?

Fazit: Mit „Narbenwald“ schreibt der Thrillerautor Chis Dominik seinen ersten Fall für die Kommissare Davids und Martin. Er nimmt uns mit in die Finsternis des Narbenwalds und das gelingt ihm so gut, dass ich direkt bei ihm bin und ihn auf Schritt und Tritt begleite.
Der Schreibstil ist schnörkellos und gut lesbar. Leider sind mir viel zu ausführliche Beschreibungen zu den Tatorten und den extrem brutalen Morden vorhanden, so dass ich mein Kopfkino gar nicht brauche. Für Zartbesaitete ist die Grausamkeit der Taten schon sehr harter Tobak, mir hätte auch nur ein Anreißen des Szenarios gereicht.
Die Hauptcharaktere sind passend ausgewählt. Dabei kommen die Kommissare eher nicht so gut weg, denn sie bleiben bis zum Schluss doch weitestgehend blass.
Die Spannung ist auf einem gleichbleibend hohen Level. Die zwei Erzählstränge werden gut zusammengeführt und es bleiben keine Fragen offen. Das Ende konnte mich dann absolut überzeugen, denn damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.
Mir hat der Thriller, trotz der übertriebenen Ausführlichkeit, gefallen und daher kommt von mir eine klare Leseempfehlung und 4 verdiente Sterne.

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Veröffentlicht am 19.09.2024

„Wie soll man sich jemals von so etwas erholen. Wie?“

Wahllos
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Die Verhörspezialistin Kathryn Dance ermittelt in einem Fall, der schlimmer nicht sein könnte. In einem Nachtclub wird der Feueralarm ausgelöst und es kommt zu einer Massenpanik, es sterben Menschen. Die ...

Die Verhörspezialistin Kathryn Dance ermittelt in einem Fall, der schlimmer nicht sein könnte. In einem Nachtclub wird der Feueralarm ausgelöst und es kommt zu einer Massenpanik, es sterben Menschen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und immer noch ist nicht klar, ob es sich hier um ein Unglück oder einen geplanten Anschlag handelt. Kathryn befürchtet, dass dieser Täter erneut zuschlagen wird, denn er weidet sich am Leid der Menschen. Genau so kommt es dann auch. Der Täter ist gut, denn er hinterlässt überhaupt keine Spuren. Dance und ihr Team arbeiten am Limit, treten aber auf der Stelle. Darum kümmern sie sich zeitgleich auch um andere Fälle, aber es ist wie verflixt, denn es gibt nirgendwo Erfolge zu verzeichnen.

Fazit: Der Bestsellerautor Jeffery Deaver nimmt uns in seinem Thriller „Wahllos“, dem 4. Fall für die Verhörspezialistin Kathryn Dance, mit in die Welt eines Psychopathen. Dieser weidet sich am Leid der Menschen und kann seinen Drang, immer weiter zu machen nicht unterdrücken.
Deavers Schreibstil ist empathisch, fesselnd und lässt sich gut lesen. Mir gefallen die vielen Abbiegungen aber nicht immer, denn sie sind abrupt und nicht vorhersehbar. Gerade ist der Hauptfall so spannend und dann wird plötzlich ein anderes Verbrechen in den Vordergrund gestellt. Mir hätte es gereicht mich auf den psychopathischen Täter zu konzentrieren und nicht so viele verschiedene Spuren zu verfolgen. Sicher erhöht das extrem die Spannung, aber es kann auch dazu führen, dass man den Faden verliert.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und prima in Szene gesetzt. Es gibt die guten und die bösen Figuren und allen schauen wir bei ihrem Handeln über die Schulter. Auch werden wir mit Hintergrundwissen über die jeweilige Person gefüttert, das hat mir richtig wirklich gut gefallen.
Das Ende ist gut durchdacht. Einige Lösungen hatte ich so nicht erwartet. Mein Lieblingsautor Jeffery Deaver versteht es einfach ausgezeichnet die Lösungen noch mit viel Raffinesse zu präsentieren und er löst wirklich jede einzelne Frage auf.
Von mir kommt hier eine klare Leseempfehlung und verdiente 4 Sterne. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

„Die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Der Gedanke hatte etwas Verlockendes.“

Deine größte Angst
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Als Falk Hagedorn ungeplant über den Weihnachtsmarkt in Konstanz fährt, ahnt er nicht, was gleich passieren wird. Ein Amokfahrer fährt in die Menge und hinterlässt viele Tote und Verletzte. Falk ist mittendrin, ...

Als Falk Hagedorn ungeplant über den Weihnachtsmarkt in Konstanz fährt, ahnt er nicht, was gleich passieren wird. Ein Amokfahrer fährt in die Menge und hinterlässt viele Tote und Verletzte. Falk ist mittendrin, kann aber nichts tun, außer dem Jungen, den er gerade gefunden hat im Arm zu halten und liebevoll mit ihm zu reden. Er ist Trauma-Therapeut und ehemaliger LKA-Fallermittler und so ist es nicht verwunderlich, dass er gefragt wird, ob er den Überlebenden in einer Selbsthilfegruppe zur Seite stehen kann. Das bringt ihn aber selbst bis an seine Grenzen und darüber hinaus, denn sein eigener Verlust ist ja noch gar nicht verarbeitet.
Der Amokfahrer hat zwar Genmaterial hinterlassen, aber es gibt keine Übereinstimmungen. Die vagen Beschreibungen der Zeugen führen auch nicht auf seine Spur. Warum hat er diese grausame Tat begangen und was wollte er damit erreichen?
Zitat Kapitel 33: „Aufmerksamkeit vielleicht, aber untauglich, um für alle Zeiten in die Annalen einzugehen.“
Die Ermittler treten auf der Stelle und auch Falk macht sich so seine Gedanken, aber sie kommen dem Täter einfach nicht näher.

Fazit: Mit „Deine größte Angst“ schreibt Thrillerautor Matthias Bürgel den letzten Teil mit Fallanalytiker Falk Hagedorn. Sein Schreibstil ist schnörkellos, empathisch und so spannend, dass ich das Buch in einem Rutsch auslese. Ich kann nicht anders, denn die Geschehnisse die er im Prolog schildert sind so spannend und zugleich grausam, dass mir die Tränen laufen und ich meine, mit in die Therapiesitzungen der Überlebenden zu gehören. Gänsehaut läuft in schnellen Intervallen über meinen Rücken.
Einige Charaktere kenne ich bereits, aber es kommen neue und interessante hinzu. Alle Figuren, ob die bösen oder guten, sind super ausgewählt und genial in Szene gesetzt. Wir schauen allen bei ihren Schilderungen über den Rücken, ob wie wollen oder nicht. Ich bin gerührt, fühle mit ihnen und könnte schreien, wenn der Täter wieder aus seiner Sicht, die Tat so emotionslos schildert.
Die hohe Spannung hält das ganze Buch über. Das gut durchdachte Ende hat mich dann doch sehr überrascht, denn damit hatte ich nicht gerechnet.
Matthias Bürgel hat es geschafft, dass ich am Ende Tränen in den Augen habe, denn der Abschied von Falk Hagedorn reißt mir fasst mein Herz heraus. Ich habe ihn lieben gelernt, mit ihm gelitten, gelacht und gehofft. Das soll nun zu Ende sein. Bitte nicht.
Von mir kommen hier hervorragende 5 Sterne Plus und eine ganz klare Leseempfehlung. Vorsicht, diese Bücher gehen zu Herzen und sind auch nichts für schwache Nerven. Aber lest sie unbedingt. Das ist meine ganz eigene Meinung und ich möchte Falk Hagedorn zurück.

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Veröffentlicht am 18.08.2024

„Er kannte jeden Meter der Rundwege. Den Namen eines jeden Vogels. Jede Blume. Die Gäste vergötterten ihn.“

Letzte Lügen
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Endlich haben Gerichtsmedizinerin Sara Linton und GBI Agent Will Trent geheiratet. Nun geht’s in die Flitterwochen. Will hat sich große Mühe mit der Suche nach dem passenden Ort gegeben. Das luxuriöse ...

Endlich haben Gerichtsmedizinerin Sara Linton und GBI Agent Will Trent geheiratet. Nun geht’s in die Flitterwochen. Will hat sich große Mühe mit der Suche nach dem passenden Ort gegeben. Das luxuriöse Anwesen am Anfang des Appalachian Trails ist ein Traum, die Umgebung einfach magisch. Hier kann man nur glücklich sein. Leider erweist sich das als fataler Irrtum.
Schon am ersten Abend werden die Beiden bei einem Bad im kalten See von schrecklichen Schreien aufgeschreckt. Auf der Suche nach dem Grund, findet Will die brutal zugerichtete Mercy McAlpine am anderen Ende des Sees, sie stirbt in seinen Armen. Wer hatte einen Grund sie so grausam zu ermorden und warum?

Fazit: In ihrem Thriller „Letzte Lügen“ nimmt uns Bestsellerautorin Karin Slaughter mit in die Abgeschiedenheit der Berge. Hier lebt seit Generationen die Familie McAlpine und betreibt die Ridgeview Lodge. Mercy managt gerade alles, aber sie kann ihrem missmutigen Vater auch nichts recht machen.
Kapitel 1: „Sie hätte Goldbarren scheißen können und er hätte an jedem einzelnen etwas auszusetzen gehabt.“
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt schnörkellos, flüssig und gut lesbar. Der Prolog reißt mich sofort mit ins Buch. Leider kommt es dann in einigen Kapitel zu so ausführlichen Erzählungen, die für mich nicht wirklich wichtig sind und die Spannung rausnahmen. Sicher ist das Geschmackssache.
Die Geschichte hat es aber trotzdem in sich, denn jeder aus der Familie McAlpine hat Dreck am Stecken und das sind meistens keine Lappalien.
Bei den Charakteren hat sich die Autorin selbst übertroffen. Es gibt die guten und die bösen Figuren und jedem durften wir bei seinem Tun über die Schulter schauen, ob wir wollten oder nicht. Mir lief Gänsehaut über den Rücken und teilweise hatte ich Tränen in den Augen bei den Schilderungen der Ereignisse.
Die letzten 100 Seiten waren so spannend, dass ich kaum zum Atmen kam. Höchstspannung und falsche Fährten haben mich bis zum Zerreißen meiner Nerven gebracht. Das gut durchdachte Ende gipfelt in einem Showdown, den ich nie und nimmer erwartet hatte. Die Autorin hat mich damit völlig überrascht und so habe ich dann doch noch meinen Frieden mit diesem Buch gemacht.
Von mir kommt hier eine klare Leseempfehlung und 4 verdiente Sterne. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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