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Veröffentlicht am 31.08.2024

Spannende Familiengeschichte mit sehr vielen Geheimnissen

Als wir glücklich waren
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Meine Meinung:
Spannende Familiengeschichte mit sehr vielen Geheimnissen.

Lenya ist eine Ehefrau und Mutter von drei Kindern. Sie hat in einen Gutshof eingeheiratet, auf dem erfolgreich ...

Meine Meinung:
Spannende Familiengeschichte mit sehr vielen Geheimnissen.

Lenya ist eine Ehefrau und Mutter von drei Kindern. Sie hat in einen Gutshof eingeheiratet, auf dem erfolgreich Pferde gezüchtet werden und Reitunterricht gegeben wird. Lenyas Schwiegermutter ist stets der Meinung, da Lenya keiner bezahlten Arbeit nachgeht, muss sie stets für jeden und alles Zeit haben. Die Arbeiten die Lenya im Haushalt, Pferdegestüt und Büro verrichtet, werden von der Schwiegermutter in keinster Weise wertgeschätzt. Auch für ihren Mann scheint ihre Arbeitskraft selbstverständlich. Lenya wähnte sich immer als Einzelkind, ohne Verwandte. Daher ist sie total erstaunt, als ihr Vater sie bittet, mit ihm zu seiner Schwester Irma zu fahren. Seine zweite ältere Schwester Katharina ist verstorben. Tante Irma wohnt nicht weit weg, von ihrem Gutshof.

Lenya nimmt die beiden jüngeren Kinder mit. Ihr Mann zeigt wenig Verständnis. Zumal sie von ihrer Verwandtschaft nie etwas wussten.
Angekommen auf dem Hof im Emsland, ist Lenya erst mal bitter enttäuscht von ihrer mürrischen Tante Irma. Auch ihr Vater scheint keinen guten Draht mit ihr zu haben. Glücklich ist Lenya jedoch über das Gestüt, welches die Tante mit sehr wenig Personal führt.

Mir hat die Geschichte sehr viel Spaß gemacht. Ich liebe Familiengeheimnisse. Davon gab es reichlich. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich Irma und Lenya langsam näher kommen. Die Vergangenheit, die ihr Vater und seine Schwestern hatten, ist mehr als traurig. Besonders der verstorbenen Katharina wurde übel mitgespielt. Eine Flucht nach dem Krieg, hat den drei Kindern sehr viel abverlangt.

Abwechselnd in der Gegenwart und Vergangenheit, wird die Geschichte erzählt. In der Gegenwart aus der Sicht von Lenya und in der Vergangenheit von Irma. Ich mochte beide Frauen sehr gerne. Manchmal täuscht man sich beim ersten Eindruck eines Menschen. Lenya erkennt schon bald Irmas weichen Kern, unter der rauen Schale. Lenya hat nun endlich genügend Freiraum, um über ihr Leben nachzudenken. Der Schreibstil liest sich wie Butter. Zu keiner Zeit habe ich mich auf den gut 300 Seiten gelangweilt. Besonders nahe ging mir, die tiefe Verbundenheit von Irma und Katharina. Sie waren einmal sehr glücklich. Auch Lenyas Vater war einmal ein Teil davon ...

Fazit:

Eine absolute Empfehlung von mir, für dieses Buch, welches wieder viel aus dem 2. Weltkrieg erzählt. Pferde Liebhaber dürften auch an dieser Geschichte Gefallen finden. Das ist mein erstes Buch von Jana Winter. Mich konnte sie komplett überzeugen.

Danke Jana Winter. Ich hatte tolle Lesestunden.

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Veröffentlicht am 31.08.2024

Eine Geschichte, wie ein warmer Sommerwind

Die Kranichfrauen
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Meine Meinung:
Eine Geschichte, wie ein warmer Sommerwind
Paula und Anna sind beste Freundinnen. Während Paula in München ein privilegiertes Leben führt, muss Anna bei ihrem ...

Meine Meinung:
Eine Geschichte, wie ein warmer Sommerwind
Paula und Anna sind beste Freundinnen. Während Paula in München ein privilegiertes Leben führt, muss Anna bei ihrem Vater in der Werkstatt mithelfen. Zwei Jahre ist der Krieg nun vorbei. Die amerikanischen Soldaten haben den Yachtclub Ammersee übernommen. Paula soll eine Vernunftehe mit einem reichen Mann eingehen, um das Familienunternehmen zu stärken. Dank ihres Vaters, verbringt sie den Sommer am Ammersee bei ihrer Tante Heddi, die einst selber leidenschaftliche Seglerin war. Mit ihrer Freundin Anna darf sie die Kranich wieder auf Vordermann bringen. Die Arbeit bei den Alliierten macht den beiden blutjungen Frauen so richtig Spaß. Captain Bill hat alles in fester Hand. Die Deutschen schätzen es, wie fürsorglich er mit jedem umgeht und das GEY führt. Jedoch hoffen Paula und ihr Vater, dass er ihnen die Kranich wieder übergeben wird. Bis sie erfahren, dass die Amerikaner diese mit in ihre Heimat nehmen wollen ...

Der Schreibstil lässt sich lesen wie Butter. Das Setting spiegelt den bayrischen Ammersee wider. Ich hatte stets das Gefühl, einen Spielfilm zu sehen, der für diese Zeit so üblich war. Sauberer See und adrette Mädchen. Mir haben ein bisschen die Höhen und Tiefen gefehlt. Die gab es, kamen aber beim Lesen nicht richtig rüber. Zarte Liebe, die genauso frisch und sauber daher kommt, wie einst ein berühmtes Waschmittel. Es gibt auch weniger nette Charaktere, wie es halt auch im realen Leben üblich ist.

Captain Bill begegnet den Einheimischen sehr freundlich. Er bietet Jugendlichen Abwechslung, die nach dem Krieg dringend nötig ist.
Viele Frauen warten auf die Heimkehr ihrer Männer. So auch Heddi. Ihre Kinder kennen den Vater gar nicht mehr.

Fazit:
Diese Geschichte kommt wie ein warmer Sommerwind daher. Er lässt einen zufrieden zurück, aber auch ein bisschen träge. Ich hätte mir ein bisschen mehr Power gewünscht.
Trotz meines Kritikpunktes kann ich gute 4 Sterne vergeben. Danke Renate Greil. Ich gratuliere zum ersten historischen Roman.

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Veröffentlicht am 28.08.2024

Lügen, die von Herzen kommen

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
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Meine Meinung:
Lügen, die von Herzen kommen
Ich kann eigentlich nicht sagen, was ich mir von diesem Buch erwartet habe. Eine Liebesschnulze? Ehrlich gesagt ...

Meine Meinung:
Lügen, die von Herzen kommen
Ich kann eigentlich nicht sagen, was ich mir von diesem Buch erwartet habe. Eine Liebesschnulze? Ehrlich gesagt dachte ich wirklich, es würde in diese Richtung gehen. Letztendlich handelt es sich hier um einen Liebesroman, mit sehr viel Tiefgang. Ich habe stellenweise bei diesem Buch sehr gelitten. (Triggerwarnung!) Sobald kleine Kinder um ihr Leben bangen müssen, legt sich bei mir ein Schalter um. Diese Geschichte hat mich arg mitgenommen. Anderseits hat sie mir so viele warmherzige Momente beschert. Ich mag Geschichten, in denen sich Menschen per Briefe kennenlernen. Ich mag Familien, die zusammen halten und füreinander durch die Hölle gehen. Aber leider kann man nichts machen, wenn das Schicksal andere Pläne hat. Die Geschichte mutet voller Hoffnung an. Der flüssige Schreibstil lässt sich lesen wie Butter. Die Protagonisten kommen total authentisch herüber. Das Setting spiegelt Colorado wider. Berge, Seen und wunderbar saftige Wiesen. Im Winter der ideale Skiort.

Fazit:

Diese warmherzige Geschichte empfehle ich sehr gerne. Sie enthält so viel mehr, als das Cover vermuten lässt. Sie hat mich zu Tränen gerührt. Mir des Öfteren ein Grinsen ins Gesicht gezaubert. Näher mag ich auf dieses Buch nicht mehr eingehen. Ich habe mir letzte Woche Samstag das e-Book gekauft. Kurz hineingelesen. Es Montag beendet. Das sagt alles, oder? Lasst Euch einfach in die Geschichte hineinfallen. Taschentücher bitte bereit halten! Es geht um Abschied nehmen und Wege aus der Trauer zu finden. Es geht um Lügen, die zu verzeihen, für uns Leser'innen ganz leicht sind. Aber, wie immer ist es schwieriger, wenn man selbst mitten drinnen ist.

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Veröffentlicht am 20.08.2024

KI leicht verständlich herübergebracht

Das kann doch jemand anderes machen!
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Meine Meinung:

KI leicht verständlich herübergebracht

Ich gehöre zu den Menschen, die vor KI Angst haben. Wird die Menschheit bald überflüssig? Dabei nutze ich sie schon viel öfter, als mir lieb oder ...

Meine Meinung:

KI leicht verständlich herübergebracht

Ich gehöre zu den Menschen, die vor KI Angst haben. Wird die Menschheit bald überflüssig? Dabei nutze ich sie schon viel öfter, als mir lieb oder bewusst ist. Alleine schon auf meiner Website, bei der mir automatisch Vorschläge zur Textkorrektur angezeigt werden. Das ist eigentlich eine gute Sache. Ich bin auch nicht abgeneigt, Google nach dem Wetter zu fragen. Die Autorin erklärt, warum KI für die Arbeitswelt, durchaus positiv sein könnte. Richtig angewandt sogar sehr positiv für alle Arbeitnehmer sein könnte. Es wird mit Sicherheit einen großen Wandel in der Arbeitswelt geben. Dies schließlich auch nicht zum ersten Mal. Raumschiff Enterprise ist mein ganz persönliches Beispiel dafür, wie nah wir schon der KI gekommen sind. Manches davon fast schon wieder veraltet ist. Nun ja, das mit dem Beamen klappt noch nicht. Noch nicht ...

Auch im Schulwesen wird sich einiges ändern. Machen wir uns nichts vor. Das passiert doch schon seit Jahren! Wie die Autorin erwähnt, hatte man in den 80ern Bedenken, die Kinder mit einem Taschenrechner auszustatten. Kopfrechnen ade. Ich muss immer wieder an einen Spruch von meinem Musiklehrer vor vielen Jahren denken.
Geh mit der Zeit, sonst gehst du mit der Zeit!
Ich bin der gleichen Meinung wie Sara Weber. KI, richtig eingesetzt, könnte unser aller Leben erleichtern. Ich möchte gar nicht mehr weiter ausführen, was dieses Buch so absolut interessant macht. Wie es zu Mobbing kommt, die künstliche Intelligenz betreibt. Es werden viele Beispiele, rund um Erfahrungen des Einsatzes der KI, aufgeführt. Das Thema fasziniert und schockiert mich gleichermaßen. Fakt ist, es ist nicht der erste einschneidende Wandel, den die Menschheit in der Arbeitswelt erleben wird. Bleibt nur zu hoffen, dass die Diskrepanzen zwischen Großverdienern und kleinen Arbeitnehmern, nicht noch größer werden, als sie es ohnehin schon sind.

Fazit:
Von mir eine Empfehlung, für dieses absolut wichtige Thema. Das meiste wissen wir wahrscheinlich alle schon. Mich persönlich interessieren jedoch verschiedene Blickwinkel. Der Schreibstil der Autorin ist für jeden gut verständlich. Die Thematik gut herübergebracht. Dies war nun das zweite Buch der Autorin, das ich mit großem Interesse gelesen habe. Die Welt ist noch nicht untergegangen, liebe Sara, und ich arbeite immer noch. Schauen wir mal, was auf uns alle zukommt.

Danke Sara Weber.

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Veröffentlicht am 12.08.2024

Au revoir, mon amour

Bleib
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Meine Meinung:

Au revoir, mon amour

Ich habe noch nie so ein intensives Buch zu dem Thema Trauer gelesen. Adeline Dieudonnè hat diese Geschichte mit sehr viel Empathie geschrieben. Eine Frau in den ...

Meine Meinung:

Au revoir, mon amour

Ich habe noch nie so ein intensives Buch zu dem Thema Trauer gelesen. Adeline Dieudonnè hat diese Geschichte mit sehr viel Empathie geschrieben. Eine Frau in den 40ern, möchte ihren toten Geliebten nicht verlassen. Will nicht, dass seinen toten Körper fremde Händen berühren. In einem Chalet, in den französischen Alpen, wollte sie mit ihm unbeschwerte Stunden verleben. Gestohlene Stunden, da er verheiratet mit einer anderen Frau ist. Sie verfasst Briefe an seine Frau. Erzählt uns von ihrem Leben und ihrer Beziehung zu M.

Zugegeben, manche Szenen empfand ich als ziemlich ekelig. Wir haben es aber hier mit einer Frau zu tun, die wahnsinnig unter dem Verlust ihres Geliebten leidet. Nicht alles kommt realistisch rüber. M.s Frau bleibt blass. Der Fokus beruht überwiegend auf das Leben der Frau, in der Vergangenheit, sowie in der Gegenwart.

Ihre Erzählungen aus der Vergangenheit haben mich dieser Frau ein bisschen näher gebracht. Sie hatte stets Probleme damit, ihre Wünsche zu äußern. Wollte sich immer anpassen und so sein, wie es Männer von einer Frau erwarten.

Ich glaube nicht, dass man mir beigebracht hat, den Mund zu halten. Man hat mir einfach nicht beigebracht, ihn aufzumachen. Seite 87.

Ich konnte ihr Tun und Handeln oftmals nicht nachvollziehen. Habe ihren Hunger nach den Worten gespürt, dass alles gut wäre. Ihren Roadtrip, mit einer Leiche auf den Rücksitzen, hat meine Vorstellungskraft gesprengt. Ihre Fantasien eilen ihr stets voraus. Nicht selten gleichen sie einem Horrorfilm. Die Art, mit ihrer Trauer umzugehen, mutet psychotisch an. Dennoch sehe ich hier einen sehr intensiven Abschied, von einem geliebten Menschen.

Fazit:

Auf dieses Buch sollte man sich einlassen mögen. Es handelt sich um eine Liebesgeschichte, wie ich sie noch nie im Leben gelesen habe. Jeder Trauernde nimmt anders von einem geliebten Menschen Abschied. Dieser Abschied ist sehr intensiv und absolut außergewöhnlich. Ich habe die Briefe an M.s Frau sehr gerne gelesen.

Danke Adeline Dieudonnè

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