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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.06.2020

Leseempfehlung für alle (kleinen) Krimi- und Detektivliebhaber!

SÜDNORD-Detektive (1)
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Sommerferien bei Oma und Opa! Die drei Geschwister Nora, Ronja und Jonas fiebern diesen schon entgegen - unter anderem auch, weil sie dort wieder auf Lilli und Emil treffen.
Bei ihren Großeltern angekommen, ...

Sommerferien bei Oma und Opa! Die drei Geschwister Nora, Ronja und Jonas fiebern diesen schon entgegen - unter anderem auch, weil sie dort wieder auf Lilli und Emil treffen.
Bei ihren Großeltern angekommen, erwarten die kleine Gruppe gleich drei neue Fälle. Es gilt nicht nur ein Familiengeheimnis zu lüften, sondern auch einige Schafe zu bewachen. Und auf dem Reiterhof ist auch etwas faul...

Das Cover des Buches finden wir gut gemacht. Das Motiv kommt schön zur Geltung und durch die einheitliche Farbgebung fällt es dem Betrachter schnell und gut ins Auge. Toll fanden wir auch, wie gut das Cover zu den Illustrationen im Innenteil gepasst hat. Wir finden, dass dies alles noch einmal schön abgerundet hat.

Der Schreibstil der Autorin konnte uns sogar noch mehr begeistern. Er liest sich angenehm flüssig und leicht und ist sicherlich auch optimal für das Vorlesen geeignet. Besonders gut daran gefallen hat uns aber, wie Anna Reiss interessante Informationen und Wissen mit ihrer Geschichte verknüpft.

Die Geschichte an sich konnte uns ebenfalls überzeugen.
Wir konnten uns gut in die Geschichte einfinden und mochten vor allem die realistische und authentische Ausarbeitung.
Für jeden Leser sollte hier etwas dabei sein: egal ob Tierliebhaber, Krimi- oder Detektivfan. Ich bin mir sicher, dass die Vielschichtigkeit dieses Buches auch andere Leser wird begeistern können.

Unser Highlight des ersten Bandes der Südnord-Detektive waren jedoch die Charaktere. Sie waren allesamt toll ausgearbeitet und wirklich sympathisch. Wir mochten ihre neugierige, mutige und zugleich clevere Art total gerne.
An dieser Stelle auch noch ein großes Lob für die Personenübersicht im Buch. Durch diese konnte man sich als Leser alles noch deutlich besser vorstellen.

Alles in einem finden wir, dass dieses Buch definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Wir sind begeistert von der kleinen Detektivgruppe und freuen uns schon darauf, mehr von ihnen zu lesen.
5/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2020

Actiongeladene Geschichte, die an einigen Stellen ein wenig übertrieben schien

Secret Protector, Band 1: Tödliches Spiel
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Bei einem Aushilfsjob als Kellner im Zoo wird Lukas Crowe Zeuge eines beängstigenden Vorfalls: Der kleine Bruder der Profigamerin Und Britcross wird vor seinen Augen entführt! Lukas nimmt die Verfolgung ...

Bei einem Aushilfsjob als Kellner im Zoo wird Lukas Crowe Zeuge eines beängstigenden Vorfalls: Der kleine Bruder der Profigamerin Und Britcross wird vor seinen Augen entführt! Lukas nimmt die Verfolgung auf, schafft es aber auch nach einigen actiongeladenen und waghalsigen Manövern nicht, die Kidnapper einzuholen.
Eine Suche quer durch die ganze Welt beginnt. Dabei hat der junge Secret Protector immer die Zeit im Nacken sitzen. Denn Unas Bruder schwebt schon bald in Lebensgefahr...

Der Einstieg in die Geschichte ist mir gut gelungen und recht einfach gefallen. Durch den angenehm flüssigen, aber dennoch detaillierten Schreibstil des Autors taucht man als Leser schnell in das Buch ein und kann sich die jeweiligen Handlungen und Handlungsorte gut vorstellen.
Was mir aber bereits auf den ersten Seiten negativ aufgefallen ist, sind ellenlange Erklärungen bzw. Informationen, die fast schon wie ein langer Lexikoneintrag zu lesen sind. Ich hatte dabei das Gefühl, dass die Handlung durch diese künstlich in die Länge gezogen wird.

Die Handlung selbst hat mich ein wenig zwiegespalten zurückgelassen.
Der Rahmen sowie die einzelnen Hintergründe erschienen mir ein wenig schwach und substanzlos. Mir hat manchmal ein wenig der rote Faden gefehlt und ich hätte mir, gerne anstatt den ausschweifenden Informationen, mehr Tiefe gewünscht. Stattdessen kratzte die Handlung oftmals nur an der Oberfläche, Hintergründe wurden lediglich kurz angeschnitten.
Das konnten actiongeladene Zwischeneinlagen zum Teil jedoch wieder gut machen. Diese brachten ordentlich Schwung in die Geschichte und schufen jede Menge Spannung. Ich würde behaupten, dass diese Szenen an einem spannendem Actionfilm das Wasser reichen können.

Ein wenig enttäuscht war ich allerdings von den Charakteren.
Der Protagonist Lukas Crowe erschein mir zwar sehr sympathisch - keine Frage - aber nicht besonders authentisch. Wie einem perfekten, optimierten James Bond-Double gelingt ihm stets alles auf Anhieb. Und das, ohne vorher eine besondere Ausbildung als Agent o.ä. genossen zu haben. Mit der Zeit nahm dies der Geschichte teilweise den Wind aus den Segeln.
Mit den Nebencharakteren verhielt es sich ähnlich. Sehr blass und in meinen Augen mit nur wenig Persönlichkeit habe ich als Leser sie kaum wahrgenommen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der erste Band von "Secret Protector" mich nicht ganz überzeugen konnte. Zwar gibt es einige tolle Momente, die fehlende Tiefe hat mich jedoch gestört. Vielleicht ist die Geschichte um Lukas Crowe eher etwas für jüngere Leser, die damit kein Problem haben.
3/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Berührend und einfach echt!

Sicherheit ist eine verdammt fiese Illusion
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Die junge Mia leidet an einer seltenen Krankheit: Sie kann keine physischen Schmerzen spüren. Ganz egal, wie schlimm sie auch sein mögen. Was sich auf den ersten Blick wirklich praktisch anhört, bringt ...

Die junge Mia leidet an einer seltenen Krankheit: Sie kann keine physischen Schmerzen spüren. Ganz egal, wie schlimm sie auch sein mögen. Was sich auf den ersten Blick wirklich praktisch anhört, bringt ungeahnte Probleme mit sich - und ist für Mia Schuld an einem schlimmen Schicksalsschlag, der ihr Leben einst vollkommen aus der Bahn warf.
Auch Jake hat sein Päckchen zu tragen. Was geschieht, wenn diese zwei völlig verschiedenen, aber dennoch irgendwo verbundenen Jugendlichen auf einander treffen? Kann Sicherheit doch mehr als nur eine Illusion sein?

Das Cover des Buches konnte mich direkt auf den ersten Blick überzeugen. Es passt einfach wunderbar zur Geschichte und ich liebe vor allem die Detailarbeit am Klappentext, welcher als eine Art Playlist präsentiert wird.
Der Innenteil des Buches ist ähnlich gestaltet, sodass beides hervorragend mit einander harmoniert.

Der Schreibstil der Autorin hat mir ebenso gut gefallen. Er ist angenehm locker und leicht und als Leser fliegt man nur so durch die Seiten. Vor allem aber Kyra Grohs Humor sowie der leichte Zynismus haben es mir angetan.
Anfangs hatte ich noch einige Probleme mit den häufigen Musikanspielungen, nach und nach hat mich dies jedoch immer weniger gestört, da sie einfach ein Teil der Protagonisten waren.

Diese sind mir binnen weniger Seiten ans Herz gewachsen. Durch zwei verschiedene, sich stets abwechselnde, Erzählperspektiven erhält man einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle und kann sich gut in sie hineinversetzen.
Sowohl Mia als auch Jake waren mir überaus sympathisch. Beide hatten ihre Stärken, Schwächen, Ecken und Kanten und waren ein wenig anders, als klassische Protagonisten. Genau dies machte sie so authentisch, real und einfach echt. Ihre Beziehung zu einander entwickelt sich im Laufe des Buches recht vorsichtig und zärtlich, wodurch man als Leser vollkommen in ihre Welt eintauchen und sich fallenlassen kann, ihre Vielschichtigkeit und bewundernswerte Tiefe wirklich auskosten kann.

Ähnlich begeistern konnte mich die Geschichte an sich.
Kyra Groh greift unheimlich wichtige und vor allem auch aktuelle Themen auf - die Bandbreite erstreckt sich von physischem und psychischem Schmerz bis hin zum Erwachsenwerden und dem Umgang damit - und verpackt diese berührend, emotional und sehr packend. All das geschieht jedoch ohne zu kitschig oder übertrieben, sondern angenehm bodenständig zu wirken.
Der Autorin gelingt der Sprung zwischen Lockerheit und Leichtigkeit sowie Tiefgründigkeit hervorragend und ich denke, dass sich nicht nur Jugendliche in ihre Geschichte verlieben werden.

Von mir gibt es eine dringende Leseempfehlung. Ich habe selten ein so bewegendes und ehrliches Jugendbuch gelesen und bin immer noch hin und weg von der emotionalen Achterbahnfahrt.
5/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2020

Spannender und gleichzeitig ebenso erschreckender Jugendthriller

Wozu wir fähig sind
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Als plötzlich der reiche Alexander auf dem Campus auftaucht, ahnen weder Alina, noch ihr Freund Patrick, was diese Begegnung für Folgen mit sich bringen wird. Keiner der Studenten scheint zu wissen, woher ...

Als plötzlich der reiche Alexander auf dem Campus auftaucht, ahnen weder Alina, noch ihr Freund Patrick, was diese Begegnung für Folgen mit sich bringen wird. Keiner der Studenten scheint zu wissen, woher der Fremde kommt, was er will und vor allem nicht, wie seine Begleitung Leonora in das Bild passt.
Doch als Alina tiefer in Alexanders Welt eintaucht, ist es schon zu spät für sie...

Aufmerksam geworden auf dieses Buch bin ich vor allem durch den vielversprechend klingenden Titel, aber auch durch das besondere Cover. Es überzeugt vor allem durch die einfache Schlichtheit, die hervorragend zur eigentlichen Geschichte passt, sowie die außergewöhnliche Haptik.

Ebenso besonders war der Schreibstil der Autorin Laila El Omari. Sie schreibt sprachlich verdichtet, fast ein wenig distanziert aber zugleich emotional und lässt den Leser häufig selber miträtseln und -raten.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt ihr sehr gut. Durch eben beschriebene Selbstständigkeit des Lesers scheint die Handlung zunächst ein wenig verwirrend wie auch unklar, aber nach und nach setzen sich die einzelnen Puzzleteile zu einem ganzen Bild zusammen und verschaffen Klarheit. Voll und ganz aufgelöst werden alle Rätsel aber erst zu Schluss des Romanes.
Begleitet wird dieser Prozess durch eine stetig steigende Spannungskurve, die mich dazu verleitet hat, das Buch in einem Rutsch durchzulesen und mich fast ein wenig fassungslos zurückgelassen hat. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel vorweg nehmen und verweise auf den Titel des Buches - es regt tatsächlich stark zum Nachdenken an.

Die Charaktere selbst machen in meinen Augen nicht die größte Entwicklung durch. Natürlich gewinnen sie im Verlauf der Geschichte einige neue Erkenntnisse hinzu, stark in die Tiefe geht dies allerdings nicht. Mich persönlich hat das jedoch nicht gestört, ich mochte ihre Ecken und Kanten und finde die einzelnen Figuren genau dadurch so interessant und spannend.

Zusammenfassend kann ich also sagen, dass Laila El Omari mit "Wozu wir fähig sind" einen sehr gelungenen Jugendthriller geschaffen hat, der vor allem durch Spannung, Verwirrung und Authentizität überzeugen kann.
5/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.06.2020

Ein wunderbarer Auftakt - nicht nur für Götterliebhaber!

Zane gegen die Götter, Band 1: Sturmläufer
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Der junge Zane Obispo lebt gemeinsam mit seiner Mutter, seinem Onkel Honda sowie seiner dreibeinigen Hündin Rosie in der Wüste von New Mexico. Seitdem er von seiner Mutter zu Hause unterrichtet wird, führt ...

Der junge Zane Obispo lebt gemeinsam mit seiner Mutter, seinem Onkel Honda sowie seiner dreibeinigen Hündin Rosie in der Wüste von New Mexico. Seitdem er von seiner Mutter zu Hause unterrichtet wird, führt er ein recht entspanntes und angenehmes Leben, es gibt - auf Grund seines Humpelns - keinen Ärger mehr mit anderen Kindern. Aber all das ändert sich, als er auf Brooks trifft, die ihm erklärt, dass er ein Gottgeborener sein und er eines Tages den Gott des Todes, der Finsternis und der Zerstörung freilassen solle...

Die Idee hinter der Geschichte, ein Jugendlicher, welcher sich gegen die Götter stellt, ist sicherlich nicht komplett neu - begeistern konnte sie mich trotzdem. Gerade durch Rick Riordans ausführliches Vorwort zu Beginn des Buches liegt der Vergleich mit seiner Reihe rund um Percy Jackson nahe. Da ich sie jedoch nicht gelesen habe, kann ich dies nicht ausführlich beurteilen.

Der Schreibstil von J.C. Cervantes ist sehr angenehm zu lesen. Gerade für jugendliche Leser ganz gemäß der Altersempfehlung sollte der Stil der Autorin optimal sein. Ich persönlich schnell in den Lesefluss gekommen und konnte schon bald nicht mehr mit dem Lesen aufhören.

Das liegt, neben dem tollen Schreibstil, auch an der spannenden Geschichte, welche sich hinter dem Buch versteckt: Der Weltenaufbau wirkte sehr authentisch, die einzelnen Götter wurden gut herausgearbeitet und einzelne magische Elemente kamen wunderbar zur Geltung. Ganz besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle jedoch die phänomenale Spannungskurve. Seite für Seite steigt diese rasant an und hält den Leser förmlich gefangen, sodass ich die knapp 500 Seiten binnen weniger Tage ausgelesen habe.

Dazu beigetragen haben auch die interessanten Charaktere, allen voran natürlich der Protagonist Zane. Er war mir von Anfang an sympathisch und er ist mir binnen weniger Momente wirklich ans Herz gewachsen. Für seine 14 Jahre erschien diese Figur mir sehr authentisch gezeichnet und ich mochte die Mischung aus Naivität, Humor aber auch Mut sehr gerne.
Ebenso mutig war aber auch Zanes Hündin Rosie. Sie stand ihrem Freund stets zur Seite und auch sie hat sich in mein Herz geschlichen.

Ein nettes Extra waren für mich übrigens sowohl das Glossar am Schluss, in dem noch einmal alle Götter aufgelistet und zusammengefasst wurden, sowie die Leseprobe zum folgenden Band, die definitiv Lust auf mehr gemacht hat.

Ich freue mich schon sehr darauf - gerade weil der erste Band mich so begeistern konnte. Eine große Leseempfehlung, gerade für Jugendliche, die viel Wert auf Spannung legen!
5/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere