7 Jahre danach…
Postscript - Was ich dir noch sagen möchteJa, auch ich gehöre zu den Leuten die „PS. Ich liebe dich“ gelesen haben. Aber das ist schon viele, viele Jahre her und an viele Dinge konnte ich mich nicht mehr erinnern. So habe ich dieses Buch dann ...
Ja, auch ich gehöre zu den Leuten die „PS. Ich liebe dich“ gelesen haben. Aber das ist schon viele, viele Jahre her und an viele Dinge konnte ich mich nicht mehr erinnern. So habe ich dieses Buch dann doch inhaltlich eigenständig gelesen. Wenn gleich hier natürlich versucht wird die Brücke zu dem ersten Band zu schlagen. So erfährt man mehr von zu der Beziehung von Holly und Gerry. Wie sie sich kennengelernt haben, ihre Auseinandersetzungen zu den anstehenden Flitterwochen und die gemeinsamen letzten Tage. Welche Bedeutung seine Briefe damals und auch später für sie hatten.
Eine Fortsetzung kann fast nie mit dem ersten Band mithalten. Da sind die Erwartungen von uns Lesern einfach zu vielschichtig und zu hoch. Also versucht etwas unvoreingenommen heranzugehen. Wie geht es Holly sieben Jahre später? Sie scheint ihr Leben im Griff zu haben. Arbeitet im Laden ihrer Schwester und mit Gabriel hat sie einen neuen Mann an ihrer Seite. Nun hat ihre Schwester einen Podcast ins Leben gerufen und überredet ihre Schwester daran teilzunehmen und über die Briefe von Gerry zu berichten. Direkt an dieser Stelle ist mir leider schleierhaft und unverständlich, warum Holly ein so persönliches Thema öffentlich bespricht. Nur der Schwester zu liebe? Doch wenn die Schwester sich Sorgen um Holly macht, warum überredet sie sie dann erst? Die Motivation von beiden konnte ich leider nicht nachvollziehen und so geht es mir mit manchen Entscheidungen von Holly. Erst die totale Ablehnung dem Podcast gegenüber und dem späteren Club, und auf einmal engagiert sie sich mehr dafür als ihr gut tut und vernachlässigt ihr Privatleben. So zerbricht die Beziehung zu Gabriel. Ist es das wert? Da muss erst ein Mitglied aus dem Club kommen um ihr ins Gewissen zu reden. Auch der Weg von Ginika´s Tochter war doch zu vorhersehbar. Und eventuelle rechtliche oder Verfahrensprobleme wurden völlig ausgeblendet.
Das Thema Tod und Abschiednehmen steht hier trotzdem im Mittelpunkt. Und es ist ein wichtiges Thema. Hat man seinen Angehörigen und Lieben noch etwas mit auf dem Weg zu geben, was man zu Lebzeiten nicht sagen kann. Macht man es für sich selber oder für seine Angehörigen? Kann man sie auch nach dem Tod in irgendeiner Form trösten und unterstützen? Dies ist durchaus emotional beschrieben und berührend.
Insgesamt lässt sich dieses Buch sehr angenehm lesen. Ein schönes Buch zum Thema Tod, aber für meinen Geschmack phasenweise ein wenig zu kitschig und unglaubwürdig in Bezug auf Holly, z.B. als sie die Anwesenheit von Gerry spürt.