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Veröffentlicht am 24.10.2024

Humorvoll geschriebener Auftakt einer spannenden Fantasy-Reihe

Court of Shadows
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Arianna versucht ein unauffälliges Leben zu führen - denn als Halb-Fae hätte sie nach der Apokalypse nicht im Menschenreich bleiben dürfen. Als die Shadow Fae, vom Volk auch Magieschlächter genannt, auf ...

Arianna versucht ein unauffälliges Leben zu führen - denn als Halb-Fae hätte sie nach der Apokalypse nicht im Menschenreich bleiben dürfen. Als die Shadow Fae, vom Volk auch Magieschlächter genannt, auf sie aufmerksam werden, muss sie sich notgedrungen in deren Akademie begeben um selbst zur Shadow Fae ausgebildet zu werden. Als Mentor wird ihr ausgerechnet der schweigsame Ruadan zugeteilt, von dem gemunkelt wird, dass er bereits einige seiner Novizen getötet habe. Trotz seiner düsteren und gefährlichen Ausstrahlung fühlt sich Arianna zu ihrem Lehrmeister hin gezogen - allerdings hütet sie eigene Geheimnisse, die sie nur mit einem Verrat an Ruadan auflösen kann.

"Court of Shadows" von C.N. Crawford ist der spannende Auftakt einer Fantasy-Serie, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Ohne großes Vorgeplänkel wurde ich direkt in Ariannas Alltag hinein geworfen, erst nach und nach gab es den einen oder anderen Einblick in ihre Vergangenheit, der die äußerlich harte Schale aber innerlich recht sensible Art der Protagonistin erklärt. Dennoch war sie mir schnell ans Herz gewachsen, da die Handlung aus ihrer Perspektive in der ersten Person erzählt wird, konnte ich mich beim Lesen gut in sie hinein versetzen.

Den Schreibstil fand ich sehr fesselnd, in meinen Augen war die Mischung aus Spannung und Humor perfekt ausgewogen, auch der Spice-Anteil kam nicht zu kurz, so dass ich ein wunderbares Leseerlebnis hatte. Lediglich der Hintergrund hätte für meinen Geschmack gern etwas umfassender dargestellt sein dürfen, ich hatte den Eindruck von Ariannas Welt nur gerade so viel zu erfahren, wie für den Fortgang der Geschichte unbedingt notwendig war. Da es noch mehrere Fortsetzungen geben wird, hoffe ich darauf, dass sich mein Bild des Settings in den folgenden Bänden vervollständigen wird. Von diesem Reihenauftakt habe ich mich insgesamt ganz wunderbar unterhalten gefühlt, so dass ich dafür gern eine Leseempfehlung ausspreche - und mich bereits auf die Folgebände freue.

Fazit: Die fantasievolle Geschichte voller Spannung und Humor (erwähnte ich schon den Spice-Anteil?) hat mir einige wundervolle Lesestunden beschert, den Reihenauftakt empfehle ich gern weiter.

Veröffentlicht am 23.10.2024

Zauberhafte Fortsetzung der humorvollen Fantasy-Reihe

Zwei Hexen und ein Whiskey
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Da die Magie-Behörde gegen Toris drei Magier-Freunde ermittelt und dadurch auch das Hauptquartier der Gilde unter scharfer Beobachtung steht, ist die temperamentvolle Barkeeperin vorläufig von ihrem Job ...

Da die Magie-Behörde gegen Toris drei Magier-Freunde ermittelt und dadurch auch das Hauptquartier der Gilde unter scharfer Beobachtung steht, ist die temperamentvolle Barkeeperin vorläufig von ihrem Job frei gestellt. Als Tori gerade dabei ist, ihre Langeweile und Einsamkeit mit einem Putzeinsatz und jeder Menge Whiskey zu bekämpfen, stehen plötzlich zwei Hexen einer anderen Gilde vor ihrer Tür und bitten um Hilfe. Obwohl Tori lediglich verspricht, mit den Magiern darüber zu sprechen, betrachtet die Hexengilde sie als fest engagiert, doch der vermeintlich kleine Einsatz entwickelt sich zu einer ungeahnten Größe und plötzlich ist Toris Leben in Gefahr.

"Zwei Hexen und ein Whiskey" von Annette Marie ist der dritte Band einer humorvollen Fantasy-Reihe, der mich genau so gefesselt und begeistert hat, wie seine Vorgänger. Neueinsteigern empfehle ich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn obwohl jeder der Romane einen abgeschlossenen Auftrag der Magier enthält, wird ein Großteil der Geschichte fortlaufend erzählt. Tori und ihre drei Magier-Freunde waren mir schon im ersten Teil sehr ans Herz gewachsen, so dass ich mich bereits vorab auf ein weiteres Abenteuer mit ihnen gefreut habe.

Und der Roman hat gehalten, was ich mir davon versprochen habe, in gewohnt humorvollem Schreibstil führte die Autorin ihre Protagonistin und deren beste Freunde durch spannende Ereignisse, bei denen die eine oder andere skurrile Situation nicht lange auf sich warten lässt. Dabei hat mich sowohl die Freundschaft - gespickt mit etwas heißem Knistern - zwischen Tori und den Magiern, als auch die Vielzahl der magischen Wesen erneut bezaubert, inzwischen kann ich mich wohl als Fan dieser Buchserie bezeichnen. Wie ich gesehen habe, gibt es im englischen Original noch mindestens zwei weitere Fortsetzungen und ich hoffe sehr, dass der Second Chances Verlag auch diese für die deutschen Leserschaft veröffentlichen wird. Für den dritten Band spreche ich jedenfalls eine begeisterte Leseempfehlung aus.

Fazit: In gewohnt humorvollen Schreibstil lässt die Autorin ihre Leser an einem weiteren magischen Abenteuer teilhaben, mich das dieses Lesevergnügen wunderbar unterhalten, so dass ich es gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 22.10.2024

Äußerst spannender Jugendroman

Everything We Never Said – Liebe lässt uns böse Dinge tun
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Seit ihre beste Freundin Hayley vor einigen Monaten starb, fühlt sich Ellas Leben an wie ein schlechter Film, alle behandeln sie, als wäre sie zerbrechlich, aber niemand spricht wirklich mit ihr. Lediglich ...

Seit ihre beste Freundin Hayley vor einigen Monaten starb, fühlt sich Ellas Leben an wie ein schlechter Film, alle behandeln sie, als wäre sie zerbrechlich, aber niemand spricht wirklich mit ihr. Lediglich Sawyer, Hayleys Boyfriend, scheint wirklich zu verstehen, was in Ella vor geht, schließlich fühlt auch er diese abgrundtiefe Trauer. Als Ella klar wird, dass sie in Sawyer verliebt ist, was offenbar auf Gegenseitigkeit beruht, steigen ihre Schuldgefühle ins Unermessliche. Da sie nicht mehr mit Hayley reden kann, sucht Ella Zuflucht in deren Tagebuch und stellt entsetzt fest, dass Sawyers Beziehung mit ihrer besten Freundin wesentlich düsterer war, als es den Anschein hatte - könnte Sawyer auch für Ella zur Gefahr werden?

"Everything We Never Said - Liebe lässt uns böse Dinge tun" von Sloan Harlow ist eine spannende Jugendgeschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ella, aus deren Perspektive die Handlung größtenteils gezeigt wurde, war mir schnell sympathisch, zu Beginn ist besonders ihr Kummer und Ihre Einsamkeit sehr greifbar dargestellt, so dass ich dort bereits mit ihr mit gelitten habe. Die wenigen Kapitel aus Sawyers Sicht gaben mir das Gefühl, ihn gut kennen zu lernen. Es hat nicht lange gedauert, bis ich ihn ebenfalls gemocht habe, was natürlich meinen emotionalen Zwiespalt noch erhöht hat, als Ella die ersten Verdachtsmomente gegen ihn hegt. Sämtliche anderen Figuren fand ich genau so lebensecht dargestellt, obwohl sie anfangs eher blass im Hintergrund blieben.

Den Schreibstil habe ich als sehr mitreißend empfunden und trotz aller Andeutungen und Verdachtsmomente, die stellenweise ein Gefühl von Vorhersehbarkeit erzeugten, ist es der Autorin gelungen, mich zu überraschen. Die Spannung steigerte sich von Kapitel zu Kapitel, so dass ich den E-Reader zwischenzeitlich kaum noch aus der Hand legen mochte und den Roman innerhalb eines einzigen Tages durch gesuchtet habe. Damit hat dieses Jugendbuch in meinen Augen gehalten, was der Klappentext versprach, so dass ich für die fesselnde Lektüre gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Fazit: Der spannende Jugendroman hat mich gefesselt und begeistert, dieses mitreißende Leseerlebnis empfehle ich gern weiter.

Veröffentlicht am 21.10.2024

Magische Geschichte voller Wohlfühlatmosphäre

Spellshop
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Kiela ist rundum zufrieden mit ihrem zurückgezogenen Leben in der großen Bibliothek. Doch als die Unruhen in der Hauptstadt dazu führen, dass Rebellen die Bibliothek in Flammen setzen, flieht sie gemeinsam ...

Kiela ist rundum zufrieden mit ihrem zurückgezogenen Leben in der großen Bibliothek. Doch als die Unruhen in der Hauptstadt dazu führen, dass Rebellen die Bibliothek in Flammen setzen, flieht sie gemeinsam mit der sprechenden Pflanze Caz und einigen Kisten voller Bücher auf eine abgelegene Insel, die einst ihre Heimat war. Schon bald sieht sich die menschenscheue Bibliothekarin nicht nur gezwungen, widerwillig Kontakt zu den neugierigen Inselbewohnern aufzunehmen, sie muss auch den einen oder anderen Zauber aus den geretteten Büchern verwenden, um in ihrem Garten Nahrung anzubauen. So dauert es nicht lange, bis Kiela auf die Idee kommt, selbst gemachte Marmelade zu verkaufen - und das eine oder andere "Hausmittel", obwohl Verwendung von Magie außerhalb der Hauptstadt streng verboten ist.

"Spellshop" von Sarah Beth Durst ist eine fantasievoll geschriebene Geschichte, die auf jeder einzelnen Seite Gemütlichkeit ausstrahlt. Die introvertierte Kiela habe ich sofort gemocht und die sprechende Pflanze Caz fand ich ebenfalls sehr sympathisch charakterisiert. Sowohl die Protagonistin, als auch alle Figuren in ihrem Umfeld habe ich authentisch und lebensecht empfunden, der Hintergrund hat sich farbenfreudig vor meinem geistigen Auge entfaltet. So hat es nur wenige Sätze gebraucht, bis ich emotional tief in der Handlung versunken war und gemeinsam mit Kiela und Caz zu der zauberhaften Insel gesegelt bin.

Den Schreibstil habe ich entspannt und dennoch fesselnd empfunden - was zwar klingt wie ein Widerspruch an sich, aber meiner Meinung nach die Wohlfühlatmosphäre des Romans passend umschreibt. Kielas Welt hat mich eingehüllt wie eine kuschelig warme Decke und ich mochte das Buch zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen. Trotz der Revolution und Flucht zu Beginn und des einen oder anderen Problems, das später auf der Insel auftauchte, hat sich die Lektüre für mich insgesamt flauschig und rosarot angefühlt, ich hatte einige wirklich wunderbare Lesestunden, so dass ich diese Geschichte gern weiter empfehle.

Fazit: Magisch, fantasievoll und farbenfroh erzählt hat mich dieser Roman mit seiner gemütlichen Atmosphäre von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert und begeistert, dafür spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 09.10.2024

Emotional sehr fesselnde, etwas düster angehauchte Romance

The Tearsmith
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Als Nica mit siebzehn Jahren von den freundlichen Milligans zur Adoption ausgewählt wird, ist sie überglücklich, endlich das Waisenhaus verlassen zu können, in dem lebte seit sie fünf Jahre alt war. Lediglich ...

Als Nica mit siebzehn Jahren von den freundlichen Milligans zur Adoption ausgewählt wird, ist sie überglücklich, endlich das Waisenhaus verlassen zu können, in dem lebte seit sie fünf Jahre alt war. Lediglich die Tatsache, dass die Familie auch den gleichaltrigen Rigel bei sich aufnimmt trübt ihre Freude ein wenig - denn in den vergangenen zwölf Jahren verhielt er sich Nica gegenüber sehr gemein, auch im neuen Zuhause stößt er sich immer wieder von sich. Doch in ihrer Vergangenheit gab es einen düsteren Schatten, nur gemeinsam können sie die traumatischen Erinnerungen verarbeiten, so dass sie sich einander nach und nach widerwillig annähern.

"The Tearsmith" von Erin Doom ist eine von düsterer Romantik geprägte Geschichte, die mich schnell in ihren Bann gezogen und bis zum Ende hin gefesselt hat. Allerdings habe ich mich gefragt, weshalb der Verlag dieses Buch als Mystery-Romance bewirbt, denn es gab schlicht und ergreifend keinen mystischer Aspekt, lediglich eine Schauergeschichte, die sich in den Köpfen der traumatisierten Heimkinder fest gesetzt hatte. Nica und Rigel waren mir schnell ans Herz gewachsen, trotz ihres recht gegensätzlichen Verhaltens, so hat es auch nicht lange gedauert, bis ich emotional tief in ihrer Welt versunken war. Während Nica in ihrer sanften Naivität oft jünger wirkte, als sie tatsächlich ist, zeigte sich Rigel nach außen hin häufig aggressiv - für mich als außenstehenden Leser war schnell erkennbar, dass beide damit ihre Kindheitstraumata überdecken.

Den Schreibstil fand ich sehr mitreißend, zwischenzeitlich mochte ich den E-Reader kaum aus der Hand legen. Lediglich das Ende war für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge gezogen, ab dem Punkt, an dem die Handlung für mich zufriedenstellend aus erzählt war, zauberte die Autorin noch ein Mini-Drama nach dem anderen aus dem Hut - die sich dann aber genau so schnell wieder in Luft auflösten, wie sie entstanden waren, in meinen Augen eine überflüssige Verlängerung. Insgesamt kann ich dennoch von einem emotional fesselnden Leseerlebnis sprechen, das ich gern weiter empfehle.

Fazit: Wer in diesem Roman den Mystery-Aspekt sucht, der wird enttäuscht werden, die etwas düstere Romanze fand ich dafür umso fesselnder, ich war emotional tief in der Geschichte versunken, für die ich gern eine Leseempfehlung ausspreche.