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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.08.2024

Gemütliche Atmosphäre und dennoch ein gutes Maß an Spannung

Golden-Heights-Reihe, Band 1 - Unlock My Heart
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Lexie verkauft an der Golden Heights University gefälschte Ausweise und manchmal sogar Prüfungsergebnisse, damit sie sich ihr eigenes Studium an einer weniger renommierten Hochschule finanzieren kann. ...

Lexie verkauft an der Golden Heights University gefälschte Ausweise und manchmal sogar Prüfungsergebnisse, damit sie sich ihr eigenes Studium an einer weniger renommierten Hochschule finanzieren kann. Als Logan Maxx sie anspricht, blockt sie zunächst ab, der Milliardenerbe zieht zu viel Aufmerksamkeit auf sich, während Lexie lieber im Hintergrund bleibt. Logan benötigt allerdings ihre Hilfe und bezahlt diesen Deal so gut , dass Lexie nicht ablehnen kann. Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, umso deutlicher spürt sie Logans Anziehungskraft.

"Unlock My Heart" von Saskia Louis ist der erste Band eines Zweiteilers, der an der Golden Heights University spielt, kann aber auch gut als Einzelbuch gelesen werden. Die Liebesgeschichte ist in sich abgeschlossen, im Folgeband wird ein anderes Paar im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Lexie war mir schnell sympathisch, sie sieht sich zwar gezwungen ihren Lebensunterhalt und die Studiengebühren auf illegalem Weg zu verdienen, hat sich aber vorgenommen, niemals so tief in die Kriminalität abzurutschen, wie es bei ihrem Vater der Fall war. Logan hat am Anfang nicht viel von seinen Gefühlen preis gegeben, um sich aufdringliche Mitmenschen vom Leib zu halten, zeigt er nach außen hin meistens eine recht arrogante Fassade. Dennoch hat es nicht lange gedauert, bis ich ihn ebenfalls gemocht habe.

Den Schreibstil habe ich als angenehm empfunden, die Spannung war genau richtig dosiert, so dass ich schnell in dem Buch versunken war und es zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen mochte. Besonders gefiel mir die Atmosphäre, trotz einiger Schwierigkeiten, mit denen die Protagonisten zu kämpfen hatten, fand ich die Stimmung wunderbar gemütlich, so dass ich einige wirklich entspannte Lesestunden hatte. Das eine oder andere Problem hat sich möglicherweise etwas zu glatt und in sehr kurzer Zeit wieder aufgelöst, insgesamt habe ich mich dennoch gut unterhalten gefühlt und spreche für diese cozy anmutende Liebesgeschichte gern eine Leseempfehlung aus. Am Ende gab es noch einen kleinen Cliffhanger mit dem Protagonisten des Folgebandes, der die Lust auf´s Weiterlesen geweckt hat.

Fazit: Die eine oder andere Schwierigkeit wurde eventuell etwas schnell und unkompliziert wieder glatt gezogen, dennoch hatte ich mit diesem Roman einige angenehme Lesestunden. Die Wohlfühlatmosphäre und das in meinen Augen genau richtige Maß an Spannung haben die Geschichte für mich zu einer wunderbaren Lektüre gemacht, die ich gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 08.08.2024

Distanziert erzählte Liebesgeschichte, die mich stellenweise an ein Sachbuch erinnert

Ryan und Avery
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Ryan und Avery sind ineinander verliebt - beide Jungen sind mit der Situation sehr glücklich, jedes Date bringt sie emotional näher zueinander. Während Averys Eltern ihren Sohn in jeder Hinsicht unterstützen, ...

Ryan und Avery sind ineinander verliebt - beide Jungen sind mit der Situation sehr glücklich, jedes Date bringt sie emotional näher zueinander. Während Averys Eltern ihren Sohn in jeder Hinsicht unterstützen, haben Ryans Eltern Vorbehalte und versuchen mit strengem Reglement sämtliche Veränderungen, die diese Beziehung mit sich bringt, aufzuhalten. Doch Ryan hat sich lange genug angepasst, um den starren Normen in seinem Elternhaus gerecht zu werden, er ist bereit für seine Liebe zu kämpfen.

"Ryan und Avery" von David Levithan ist eine Liebesgeschichte mit durchaus netten Grundzügen. Allerdings bin ich nicht wirklich gut mit dem Schreibstil zurechtgekommen, die beiden Protagonisten waren zwar recht sympathisch beschrieben, aber den emotionalen Abstand habe ich kaum überwinden können. Stellenweise hatte ich den Eindruck, Ryan und Avery würden als Beispielfiguren für ein Sachbuch heran gezogen, so distanziert schilderte der Autor die eine oder andere Szene. Dass die Dates nicht in chronologischer Reihenfolge ablaufen, sondern die Kapitel in der Zeit abwechselnd vorwärts und rückwärts springen, hat das Leseerlebnis in meinen Augen nicht unbedingt verbessert.

Dieses vermeintliche Durcheinander hat meiner Meinung nach nicht zu der schlicht gehaltenen Schreibweise gepasst, auch die Hauptfiguren hätte ich gern etwas besser kennen gelernt. Dass der Eine pinke und der Andere blaue Haare hat, stellt für mich noch keine Charakterisierung dar, das sagt mir nur, dass sie sich ausprobieren, was ich für Sechzehnjährige als ganz normal betrachte. Erst nach und nach gewährte der Autor kleine Einblicke in den Alltag der Jungen, so dass ich sie gegen Ende nicht mehr so ganz als flache Papiergestalten empfunden habe. Dennoch konnte mich dieses Buch insgesamt nicht wirklich begeistern.

Fazit: Die sanfte Liebesgeschichte lässt sich durchaus flüssig lesen, aber für mich hat es zu lange gedauert, bis ich mir ein (recht blasses) Bild der beiden Protagonisten machen konnte. Stellenweise hatte ich den Eindruck ein Sachbuch mit Beispielfiguren zu lesen, so dass ich schlussendlich froh war, als das Ende des Buches erreicht war.

Veröffentlicht am 02.08.2024

Fantasievoll-schräge Geschichte für Jugendliche

The Extraordinaries – Die Außergewöhnlichen
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In Nick Bells Heimatstadt gibt es gleich zwei Außergewöhnliche, wie die Superhelden hier genannt werden. Einer davon ist ShadowStar, für den Nick schon lange schwärmt, als er eines Tages seinem Idol persönlich ...

In Nick Bells Heimatstadt gibt es gleich zwei Außergewöhnliche, wie die Superhelden hier genannt werden. Einer davon ist ShadowStar, für den Nick schon lange schwärmt, als er eines Tages seinem Idol persönlich begegnet, beschließt Nick, selbst ein Außergewöhnlicher zu werden. Zunächst treibt ihn dabei die Hoffnung an, dass ShadowStar sich in ihn verlieben möge, später erweitert er die Liste seiner Gründe um den Schutz der gesamten Stadt, besonders seines alleinerziehenden Vaters, der als Polizist jeden Tag in Gefahr schwebt. Doch trotz der mehr oder weniger enthusiastischen Hilfe von Nicks Freund*innen gestaltet sich die Suche nach Außergewöhnlichen-Kräften eher schwierig.

"The Extraordinaries – Die Außergewöhnlichen" von T.J. Klune ist der Auftaktband einer fantastischen Trilogie für Jugendliche. Der Einstieg in die Geschichte ist mir nicht ganz leicht gefallen, auch mit Nick bin ich nicht sofort warm geworden. Der Protagonist hat ADHS, was seine Aufmerksamkeitsspanne extrem verkürzt und ihn nicht nur hibbelig sondern auch reichlich naiv und unüberlegt wirken lässt. Durch die gesamte Handlung hinweg zieht sich als roter Faden die Tatsache, dass Nick deutlich schneller spricht und handelt, als er denkt. Um ihn und seine Freunde kennen zu lernen, brauchte es beinahe ein Drittel des Buches, dieses Alltagsgeplänkel hat sich für mich reichlich lang gezogen angefühlt, so dass ich den Anfang als recht zähe empfunden habe.

Später ist es dem Autor doch noch gelungen, mich emotional in Nicks Leben versinken zu lassen und der leicht schräge Protagonist ist mir mehr und mehr ans Herz gewachsen. Obwohl ich zuerst dachte, die Geschichte bis zum Ende vorhersehen zu können, gab es zwischendurch eine überraschende Wende und die Spannung hat endlich an Fahrt gewonnen. Wie ich es von T.J. Klune erwartet habe, legt er seine Figuren liebevoll und ein wenig skurril an, den einfachen und dennoch fesselnden Schreibstil habe ich als passend für eine jugendliche Zielgruppe empfunden. Insgesamt mochte ich diesen Roman doch mehr, als ich es nach den ersten Seiten erwartet habe und spreche dafür gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Nach den etwas zähe in die Länge gezogenen Einstieg nahm die Spannung an Fahrt auf und ich bin emotional tief in der zauberhaften Geschichte mit ihren schrägen Figuren versunken. Diese unterhaltsame Jugendlektüre empfehle ich daher gern weiter.

Veröffentlicht am 31.07.2024

Fesselnder Auftakt der Jugendfantasy-Reihe

Celestial City - Akademie der Engel
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Als Brielles Mutter sich einst als Dämonensklavin verkaufte, war ihr nicht klar, dass der Vertrag auch ihr Erstgeborenes einschließt. Daher ist Bri sicher, nach der Erweckungsfeier die Tainted Academy ...

Als Brielles Mutter sich einst als Dämonensklavin verkaufte, war ihr nicht klar, dass der Vertrag auch ihr Erstgeborenes einschließt. Daher ist Bri sicher, nach der Erweckungsfeier die Tainted Academy besuchen zu müssen, die von Dämonen geleitet wird. Überraschenderweise entfalten sich während der Zeremonie Flügel aus ihrem Rücken, so dass die Engel darauf bestehen, sie an ihrer Fallen Academy auszubilden. Allerdings ist Brielle auch hier ein Außenseiter, denn sie ist die einzige Celestial, deren Flügel schwarz sind, viele ihrer neuen Mitschüler betrachten sie daher mit tiefem Misstrauen.

"Celestial City - Akademie der Engel: Jahr 1" von Leia Stone ist der Auftaktband einer Fantasyreihe für Jugendliche. Obwohl ich bereits deutlich älter bin, als die angestrebte Zielgruppe, hat mich der Roman schnell in seinen Bann gezogen und bis zum Schluss nicht wieder los gelassen. Brielle, die es im Leben nie wirklich leicht hatte, ist mir mit ihrer taffen Art schnell ans Herz gewachsen. Sie selbst und auch die Figuren in ihrem Umfeld fand ich umfassend und lebensecht dargestellt, ich hatte von allen ein gutes Bild vor Augen. Lediglich bei Lincoln hat es länger gedauert, ehe ich mit ihm warm geworden bin, ihn beschreibt die Autorin fast ausschließlich aus Brielles Perspektive - und ihr gegenüber zeigt er (besonders in der ersten Buchhälfte) nicht immer seine beste Seite.

Den Schreibstil habe ich als eingängig und mitreißend empfunden, dass die Handlung recht geradlinig durch die Geschichte geführt wird, fand ich passend für ein Jugendbuch. Wer sich besonders intensiv in den Weltenaufbau vertieft, dem mag vielleicht die eine oder andere kleinere Ungereimtheit auffallen, dem Lesevergnügen hat das meiner Meinung nach keinen Abbruch getan. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und bin neugierig genug zurück geblieben, um auch die Folgebände lesen zu wollen. Für diese fesselnde Lektüre spreche ich daher gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Wer über kleine Logikfehler im Hintergrund hinweg sehen kann, den erwartet mit diesem Reihenauftakt ein spannendes, fantasievoll geschriebenes Lesevergnügen, das ich gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 26.07.2024

Fesselnder Abschlussband der fantasievollen Dilogie

School of Myth & Magic, Band 2: Der Fluch der Meere
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Devin steckt in einer schwierigen Situation - der gefährliche Incubus Kassian hat Besitz von Calebs Körper ergriffen, doch sie darf es niemandem erzählen, den Kassian hat ihr angedroht, Caleb im Falle ...

Devin steckt in einer schwierigen Situation - der gefährliche Incubus Kassian hat Besitz von Calebs Körper ergriffen, doch sie darf es niemandem erzählen, den Kassian hat ihr angedroht, Caleb im Falle eines Verrats zu töten. Stattdessen soll sie dem Dämon helfen, ein geheimes Archiv zu finden, in dem Direktor Bradford angeblich Informationen über die Incubi und Tiefenschrecken verwahrt. Devin möchte unbedingt erfahren, was es mit ihren Vorfahren auf sich hat und wie zerstörerisch ihre eigenen Kräfte tatsächlich sein können.

"School of Myth & Magic, Band 2: Der Fluch der Meere" von Jennifer Alice Jager ist der Abschlussband einer fantasievoll geschriebenen Dilogie für Jugendliche - die durchaus auch für ältere Semester ein spannendes Lesevergnügen verspricht. Ich selbst habe bereits Kinder im Alter der angestrebten Zielgruppe und war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert. Devin war mir bereits im ersten Band ans Herz gewachsen, es hat mir viel Freude gemacht, ihr und ihren Freunden erneut zu begegnen. Sowohl die Protagonistin als auch sämtliche andere Figuren fand ich umfassend und lebendig charakterisiert, ich habe sie als "echte" Personen empfunden und war emotional tief in der Geschichte versunken.

Den Schreibstil habe ich wieder sehr locker und eingängig gefunden, in meinen Augen perfekt für ein Jugendbuch. Die Spannung ist sogar noch etwas intensiver als beim Vorgänger, die Autorin hat mich mit einigen Wendungen überrascht, so dass ich den E-Reader bis zur letzten Seite kaum aus der Hand legen mochte. Auch das Ende war ganz anders, als ich es erwartet hatte, dennoch bin ich rundum zufrieden zurück geblieben. Für dieses fantastische Lesevergnügen (und natürlich auch für den ersten Teil) spreche ich daher gern eine Leseempfehlung aus. Zum Verständnis sehe ich es als unabdingbar an, beide Bücher in Reihenfolge zu lesen, da die Handlung fortlaufend erzählt wird und den Lesenden, die Band 1 nicht kennen, hier wichtige Grundlageninformationen fehlen würden.

Fazit: Dieser Fortsetzungsband hat mich sogar noch ein wenig mehr begeistert als der bereits wunderbare Vorgänger. Die Bücher sollten unbedingt der Reihe nach gelesen werden, ich empfehle beide gern weiter.