Profilbild von hapedah

hapedah

Lesejury Star
offline

hapedah ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit hapedah über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2020

Düster, spannend, fantastisch

Das neunte Haus
0

An der renommierten Universität Yale gibt es acht Verbindungshäuser, die Magie praktizieren. Zur Überwachung dieser Tätigkeiten wurde einst das Haus Lethe gegründet, dessen Mitglieder die Aufgabe haben, ...

An der renommierten Universität Yale gibt es acht Verbindungshäuser, die Magie praktizieren. Zur Überwachung dieser Tätigkeiten wurde einst das Haus Lethe gegründet, dessen Mitglieder die Aufgabe haben, zu gewährleisten, dass bei den magischen Ritualen niemand zu Schaden kommt. Alex Stern wurde von Lethe rekrutiert, weil sie die einzigartige Fähigkeit besitzt, Geister zu sehen, was anderen nur nach Einnahme eines gefährlichen Elixiers gelingt. Nachdem ihr Mentor Darlington verschwunden ist und ein ermordetes Mädchen aufgefunden wird, muss Alex allein ermitteln.

"Das neunte Haus" von Leigh Bardugo hat mich schnell in seinen Bann gezogen und bis zum Ende nicht wieder los gelassen. Die Erzählweise ist zunächst gewöhnungsbedürftig, denn die Handlung wird in drei verschiedenen Zeitebenen dargestellt und fordert die volle Konzentration des Lesers. Die Geschichte beginnt in der aktuellen Zeit und wirft erst einmal viele Fragen auf, die später im Lauf der Erzählung nach und nach beantwortet werden.

Auch die Protagonistin Alex Stern ist eine komplexe Figur, mir der ich nicht sofort warm werden konnte, wie die Handlung selbst entfaltet sich ihre Persönlichkeit erst langsam während des Lesens. Inzwischen mag ich sie sehr gern und freue mich darauf, ihr in der Fortsetzung dieses Romans wieder zu begegnen. Auch die anderen Figuren sind umfassend beschrieben, so dass sie mir sehr gut vor Augen gestanden haben. Nachdem ich mich an die Zeitsprünge gewöhnt hatte, mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen, die Spannung hat sich für mich bis zum Schluss hin konstant gesteigert. Jedes mal, wenn ich dachte, dass ich die Hintergründe durchschaut habe, gab es einen weiteren Plottwist und ich war erneut vom Einfallsreichtum der Autorin überrascht. Für dieses einzigartige Buch gebe ich gern eine Leseempfehlung.

Fazit: Die etwas düstere Fantasygeschichte hat mir ein wunderbar spannendes Leseerlebnis geboten. Nach dem leicht sperrigen Anfang entfaltet sich die Handlung immer mehr und die Spannung steigert sich konstant, so dass ich den Roman sehr gern weiter empfehle.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.12.2020

Angenehme Lektüre

Aller guten Dinge sind zwei
0

Laurie lebt in einer langjährigen stabilen Beziehung mit ihrem Kollegen Dan - glaubt sie jedenfalls. Doch während sie meint, die Zeit sei reif über Hochzeit und Kinder nachzudenken, trennt Dan sich von ...

Laurie lebt in einer langjährigen stabilen Beziehung mit ihrem Kollegen Dan - glaubt sie jedenfalls. Doch während sie meint, die Zeit sei reif über Hochzeit und Kinder nachzudenken, trennt Dan sich von Laurie, angeblich um sich erst einmal selbst zu finden. Doch kurze Zeit später hat er eine neue Freundin und die ist auch gleich schwanger. Als Laurie mit ihrem Kollegen Jamie im Aufzug stecken bleibt, schlägt er ihr eine Scheinbeziehung vor, er hofft, dadurch seriöser zu wirken und seine Beförderung voran zu treiben. Um dem Bürotratsch zu entgehen, lässt sich Laurie auf das Täuschungsmanöver ein.

"Aller guten Dinge sind zwei" von Mhairi McFarlane ist eine angenehm zu lesenden Geschichte. Den Schreibstil der Autorin habe ich sehr gemocht, mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Protagonistin Laurie war mir schnell sympathisch, ihren Kummer und den Mangel an Selbstvertrauen wird Jeder nachvollziehen können, der schon einmal eine Trennung erlebt hat. So laufen die ersten Kapitel erst einmal ruhig an, dadurch hatte ich beim Lesen Gelegenheit, Laurie, Dan und ihr Umfeld ein wenig kennen zu lernen.

Nach der Szene im Fahrstuhl nimmt die Geschichte an Fahrt auf und auch Jamie ist eine Figur, die ich schnell mochte. Dass die Geschichte ziemlich vorhersehbar ist (aber mal ehrlich, das trifft auf viele Liebesromane zu), hat das Lesevergnügen meiner Meinung nach nicht geschmälert, Mhairi McFarlane hat ihre Figuren authentisch dargestellt und auch den Hintergrund fand ich umfassend beschrieben. Alles in Allem handelt es sich um eine angenehm entspannte Lektüre, nur für das plötzliche und wie ich finde auch etwas übertriebene Ende zeihe ich einen Stern in meiner Bewertung ab. Dennoch gebe ich gern eine Leseempfehlung an Freunde romantischer Literatur.

Fazit: Die bezaubernde Liebesgeschichte hat mir einige angenehme Lesestunden verschafft, trotz des etwas zu dick aufgetragenen Endes empfehle ich den Roman sehr gerne weiter.

Veröffentlicht am 15.12.2020

Wunderbar bildreicher Schreibstil und eine berührende Geschichte

Alte Sorten
0

Sally ist aus der Klinik weggelaufen, in die ihre Eltern die Siebzehnjährige gesteckt haben - denn dort ist es wie zu Hause, die Realität wirkt falsch und scheint nicht recht zu Sally zu passen. Erst auf ...

Sally ist aus der Klinik weggelaufen, in die ihre Eltern die Siebzehnjährige gesteckt haben - denn dort ist es wie zu Hause, die Realität wirkt falsch und scheint nicht recht zu Sally zu passen. Erst auf dem Bauernhof der zurückhaltenden Liss fühlt sie sich nicht unter Druck gesetzt, denn die Frau stellt keine Forderungen an die Ausreißerin. So werden aus einer Übernachtung schließlich Wochen und zwischen den beiden unterschiedlichen Frauen entwickelt sich eine zarte Freundschaft.

"Alte Sorten" von Ewald Arenz ist ein Buch, über das ich so viele positive Meinungen gehört habe, dass ich es unbedingt lesen wollte. Und ich kann mich nur anschließen, die Geschichte ist etwas ganz Besonderes. Der Autor erzählt in außergewöhnlicher lebhafter und bildgewaltiger Sprache von dem Leben auf dem Land. Obwohl Liss von Früh bis Abend auf den Beinen ist um ihren Hof zu bewirtschaften, scheint die Zeit hier gemächlicher zu vergehen als in der hektischen Stadt, aus der Sally stammt.

Beide Protagonistinnen sind vielschichtige Figuren, erst im Lauf der Zeit erkennen sie, was hinter den emotionalen Mauern der jeweils Anderen steckt und öffnen sich langsam, so dass eine zarte Freundschaft entstehen kann. Diese Entwicklung wird in so wunderbarem Schreibstil dargestellt, dass ich gar nicht mehr aus dem Setting auftauchen wollte. Dabei wird das Landleben keinesfalls idyllisch verklärt, immer wieder gibt es Szenen, die die harte Arbeit auf Liss´ Feldern, Gärten und Waldstücken zeigt.

Regelmäßig wechselt die Perspektive zwischen Sally und Liss, mit kleinen Ausschnitten aus der Vergangenheit der robusten Bäuerin und des sensiblen Teenagers sind mir die Figuren beim Lesen nach und nach immer vertrauter geworden und ich habe das Leseerlebnis sehr genossen. Dieses wunderbare Buch empfehle ich uneingeschränkt weiter, lasst euch von der berührenden Geschichte und dem wunderschönen Schreibstil verzaubern.

Fazit: Gemächlich entwickelt sich die bewegende Handlung, mit jeder Seite war ich mehr gefesselt und die Protagonistinnen sind mir ans Herz gewachsen. Die wortgewandte bildreiche Schreibweise trägt ihren Teil bei, dieses Buch zu etwas Besonderem zu machen, dafür gebe ich gern eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 10.12.2020

Nette Liebesgeschichte mit wunderbarer Protagonistin

Kissing Chloe Brown (Brown Sisters 1)
0

Als die chronisch kranke Chloe Brown während eines Spaziergangs beinahe überfahren wird, beschließt sie, ihr Leben radikal zu ändern und sich weniger von ihren körperlichen Einschränkungen dominieren zu ...

Als die chronisch kranke Chloe Brown während eines Spaziergangs beinahe überfahren wird, beschließt sie, ihr Leben radikal zu ändern und sich weniger von ihren körperlichen Einschränkungen dominieren zu lassen. Doch das ist gar nicht so leicht, nachdem sie sich jahrelang in den heimischen vier Wänden versteckt hatte. Und dann ist da auch noch der Hausmeister Red Morgan, der Chloes Herz schneller schlagen lässt - zu dumm, dass er sie so offensichtlich überhaupt nicht leiden kann - oder vielleicht doch?

"Kissing Chloe Brown" von Talia Hibbert ist eine nette Liebesgeschichte, mit der ich einige durchaus angenehme Lesestunden hatte. Die Protagonistin ist anders als die "typischen" Frauen in solchen Geschichten. Eher nebenbei wird ihr Übergewicht und die dunkle Hautfarbe erwähnt, eine größere Rolle nimmt Chloes chronische Krankheit und die daraus entstehenden Einschränkungen im Alltag ein - mit dieser Figur hat mich die Autorin total überzeugt. Red war ebenfalls sehr sympathisch dargestellt, an manchen Stellen schien er mir aber etwas zu gut um wahr zu sein. Erst ein Ereignis später im Buch hat gezeigt, dass auch er nicht in jeder Lebenslage perfekt, sensibel und einfühlsam ist, das hat seine Figur für mich noch realistischer gemacht.

Talia Hibberts Schreibstil hat mich auf angenehme Weise durch die Handlung gleiten lassen, die Liebesgeschichte zwischen Chloe und Red war einfach süß beschrieben. Lediglich die Darstellung der erotische Szenen fand ich manchmal eher unfreiwillig komisch, ich kann allerdings nicht beurteilen, ob das eventuell an der Übersetzung lag. Das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu abrupt, doch Alles in Allem hat mich der Roman gut unterhalten und ich gebe dafür gern eine Leseempfehlung.

Fazit: Eine wunderbare, ungewöhnliche Protagonistin und ein Traummann, beinahe zu gut um echt zu sein, treffen in dieser zuckersüßen Liebesgeschichte aufeinander. Ich hatte mit dem Buch einigen angenehme Lesesunden und empfehle es gern an Freunde romantischer Literatur weiter.

Veröffentlicht am 07.12.2020

Emotional bewegende Fortsetzung der Liebesgeschichte von Shay und Landon

Wie die Stille vor dem Fall. Zweites Buch
0

Landon lebt inzwischen in Kalifornien und macht Karriere als Schauspieler, immer noch kämpft er dabei gegen seine inneren Dämonen und nur die seltenen Besuche bei Shay geben ihm Kraft. Doch als sein Vater ...

Landon lebt inzwischen in Kalifornien und macht Karriere als Schauspieler, immer noch kämpft er dabei gegen seine inneren Dämonen und nur die seltenen Besuche bei Shay geben ihm Kraft. Doch als sein Vater nach einem Herzinfarkt noch einmal all seine Bosheit über Landon ausschüttet und kurz darauf stirbt, kehrt die Dunkelheit mit aller Macht zurück und die Beziehung zu Shay zerbricht daran. Als sie sich zehn Jahre später wieder sehen, ist Landon bereit, sich für seine einzige wahre Liebe zu öffnen - doch inzwischen ist Shays Herz von einer dicken Eisschicht umhüllt.

"Wie die Stille vor dem Fall. Zweites Buch" von Brittainy C. Cherry hat mich genau so bewegt und emotional mit genommen, wie der erste Teil. Die Handlung aus dem ersten Buch wird hier nahtlos fort gesetzt, der Lesefluss zwischen den Bänden fühlt sich kaum unterbrochen an. Nach meinem nunmehr dritten Buch der Autorin kann ich feststellen, dass ich ihren Schreibstil einfach liebe, Brittainy C. Cherry vermag es. ihre Leser auf einzigartige Weise zu fesseln und in ihren Romanen tiefgründige Emotionen zu transportieren.

Die Protagonisten waren mir bereits ans Herz gewachsen, bevor ich diesen Band gelesen habe, inzwischen haben sie eine Art Rollentausch vorgenommen. Während im ersten Buch Landon vieles in sich verschlossen hatte und Shay mit offenem Herzen auf ihn zu ging, hat sie inzwischen ihre Gefühle mit einer Eisschicht umgeben, um nicht wieder verletzt zu werden. Es hat mir Freude bereitet, die Entwicklung der Figuren zu sehen und ihre Geschichte mit zu erleben. Wie auch in den anderen beiden Teilen der Reihe, habe ich mich in der Handlung sehr wohl gefühlt, es war wie ein Treffen mit guten Freunden. Für die emotional mitreißende, romantische Lektüre gebe ich gern ein Leseempfehlung.

Fazit: Die Fortsetzung der Handlung um Shay und Landon hat gehalten, was ich mir davon versprochen habe, eine wunderbar gefühlsbetonte Romanze, bei der ich jede einzelne Seite genießen konnte und die ich gern weiter empfehle.