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Veröffentlicht am 09.12.2023

Macht Lust auf die Hebriden

The Hebridean Baker
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„… einfache, kleine Backwerke mit einer übersichtlichen Auswahl an Zutaten, die gesund sind und glücklich machen …“ (S. 2) ist das Motto von Coinneach MacLeod, auf TikTok und Instagram bekannt als „The ...

„… einfache, kleine Backwerke mit einer übersichtlichen Auswahl an Zutaten, die gesund sind und glücklich machen …“ (S. 2) ist das Motto von Coinneach MacLeod, auf TikTok und Instagram bekannt als „The Hebridean Baker“. Man merkt schon dem Vorwort an, wie sehr Coinneach seine Heimat und die Erzeugnisse der Hebriden und des schottischen Festlands liebt und mit wieviel Liebe und Genuss er sie verarbeitet. Die Rezepte sind wirklich einfach gehalten und dürften auch für Anfänger kein Problem darstellen. Er verzichtet auf außergewöhnliche Zutaten,
den speziellen Gin und Whisky kann man online kaufen.

Die Rezepte sind verschiedenen Kategorien aufgeteilt. Gestartet wird mit „Traditionelles aus der Küche“, wo ich Euch das klassische Shortbread ans Herz legen möchte, das durch den braunen Zucker extrem knusprig ist und eine leichte Karamellnote hat. Aber auch die Orangen-Clementinen-Marmelade, die dann z.B. in den Dundee-Muffins (natürlich mit Whisky) oder der Treacle-Tarte verarbeitet wird, ist sehr lecker.
Im Kapitel „Rund um den Hafer“ haben es uns vor allem das Herbst-Porridge mit Apfel-Birnen-Kompott (perfekt auch im Winter) und die Kirsch-Schoko Overnight Oats angetan. Außerdem will ich unbedingt noch das Schottische Flammeri aus selbstgemachter Hafermilch probieren – natürlich stilecht mit Whisky verfeinert.
„Aus dem Backofen“ müsst ihr unbedingt den Carrot Cake probieren, der durch das Kardamom und die Rosinen fast schon weihnachtlich schmeckt, und die Bra Braw Buns (mit Preiselbeerkonfitüre gefüllte Zimtschnecken!). Man findet hier aber auch klassischen Ingwer- oder Gewürz-Tee-Kuchen.
In „Vom Land zum Meer“ beweist Coinneach, dass er auch kochen kann: z.B. Gravadlax mit Gin oder Mac’n’Cheese mit selbstgefangenem Hummer.
Bei „Kleine Leckereien“ hat er mich mit Biscotti überrascht, die ich eher in Italien ansiedeln würde, allerdings verfeinert er seine Variante mit Heidekraut. Irgendwann will ich das Millionaire´s Shortbread ausprobieren, weil mir schon beim Anschauen des Fotos das Wasser im Mund zusammenläuft.
Unter „Crumbles und Desserts“ findet man u.a. Brotpudding mit Marmelade, Apfel-Amaretti-Crumble und veganen Milchreis.
Unser Highlight bei „Sláinte“ ist der Schokokuchen mit Stout-Bier (Guinness) und Frischkäseglasur, die das Gegengewicht für die leicht bittere / herbe Note des Kuchen ist. Dazu passt der Gaelic Coffee mit Whisky, der auch im Tiramisu oder der Orangenmousse verarbeitet wird.
Und passend zu Weihnachten findet man in „Backen zum Fest“ einen Christmas Cake und dazu heißen Gin-Toddy, aber Haferkekse und Triffle.

Doch Coinneach MacLeods Buch ist mehr als nur ein Backbuch. Zwischen den Rezeptkategorien lässt er spannende geschichtliche Hintergründe der Hebriden einfließen, erzählt, dass sie lange zu Norwegen gehörten (was die Zimtschnecken erklärt) und wie und wovon die Bewohner früher lebten, welche (oft blutigen) Mythen, Sagen und Legenden sich um die Inselgruppe ranken.
Das spickt er mit persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen. Zu seiner Familie gehören heute noch Fischer, außerdem züchten sie Schafe, deren Wolle sie zu Harris Tweed verarbeiten, der auf den Laufstegen der Luxusmarken landet.
Aber er gibt auch ganz private Einblicke, schildert das Kennenlernen mit seinem Partner, wie sehr sie beide Musik lieben und dass selber gälisch singen, was ihn zu den Festen und Bräuchen der Hebriden führt – und natürlich den dazugehörigen Getränken. Den mit Zuckertang verfeinerten Gin der Insel und auch den Torfwhisky würde ich zu gerne mal probieren, zumal sie sich oft in seinen Rezepten wiederfinden.
Und nicht zuletzt schwärmt er von der wunderschönen, abwechslungsreichen, rauen und mystische Landschaft seiner Heimat, deren stimmungsvolle Fotos Sehnsucht nach dem nächsten Urlaub machen – natürlich auf den Hebriden, um die ganzen Köstlichkeiten vor Ort probieren zu können.

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Veröffentlicht am 08.12.2023

Berliner Nächte

Lindy Girls
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„Sie gleichen einander fast vollkommen in ihren glitzernden Kostümen, mit ihren kinnlangen Frisuren, den langen Wimpern, und doch ist jede von ihnen einzigartig. Wie sie die Beine werfen! Ihre langen, ...

„Sie gleichen einander fast vollkommen in ihren glitzernden Kostümen, mit ihren kinnlangen Frisuren, den langen Wimpern, und doch ist jede von ihnen einzigartig. Wie sie die Beine werfen! Ihre langen, schlanken Glieder scheinen aus Gummi arabicum …“ (S. 8) Doch bis zu dieser Perfektion ist es ein langer Weg für die Lindy Girls, acht junge Berlinerinnen, die nicht nur die Nächte durchtanzen, sondern damit ihren Lebensunterhalt verdienen möchten. Geformt und angetrieben werden sie von Wally, die früher selbst Tänzerin war, jetzt eine Tanzschule betreibt und die Idee zu der Truppe hatte, die ihr hoffentlich endlich den langersehnten Erfolg bringt. Als Frau hat sie es nicht leicht, sich in der Geschäftswelt durchzusetzen, also lässt sie sich von ihrem ehemaligen Liebhaber Toni überreden, ihn als Manager mit ins Boot zu nehmen – und hofft dabei auf das Wiederaufleben ihrer Beziehung.

Mit den „Lindy Girls“ entführt Anne Stern ihre LeserInnen in die wilden Partynächte Berlins Ende der 1920er Jahre, in denen man tanzt, um den Alltag zu verdrängen und zu spüren, dass man noch lebt. Der erste WK ist lange genug vorbei, um nicht mehr ständig präsent zu sein, aber man hat ihn noch nicht vergessen. Viele Männer sind schwer traumatisiert zurückgekommen. Wie Jo, der nachts nicht schlafen kann und darum als Gigolo arbeitet, seine Schicht oft aber nur dank Koks übersteht. Oder Gilas Vater, der sich im Wohnzimmer an seinen Likörflaschen festklammert, während sie das Geld als Sekretärin in einer Zeitungsredaktion verdient und manchmal nett zu ihrem Chef ist, damit sie etwas Extra-Geld und zu Essen bekommt. Dabei träumt sie davon, Schriftstellerin zu werden und schreibt jede Nacht an ihrem Roman über eine fiktive Tanztruppe, den sie mit dem würzt, was sie beim Ausgehen sieht und erlebt.
Gila ist es auch, die Thea zu den Lindy Girls bringt, eine Fabrikantentochter, die aus der großelterlichen Villa und arrangierten Verlobung ausbricht, weil sie mehr will. Sie hat ihren durch Rachitis verformten Fuß durch jahrelange Gymnastikübungen und Tanz trainiert, denn. „Nur im Tanz war Thea wirklich sie selbst, war ganz und heil und frei.“ (S. 131).
Für Alice, die tagsüber in einer Nähmaschinenfabrik arbeitet, ist alles Musik, auch die Geräusche der Fabrikhalle. Sie trommelt die Melodie der Maschinen mit und bewegt unbewusst die Füße im Takt. Wenn sie bei Wally tanzt, vergisst sie die Arbeit, den ständigen Hunger und die Sorgen um ihren jüngeren Bruder, der immer wieder in Schlägereien gerät, weil er sich als Jude mit den Braunhemden anlegt.

Das sind nur einige der Protagonisten, die Anne Stern meisterhaft zum Leben erweckt und durch die sie uns an dieser wilden, gefährlichen Zeit teilhaben lässt. Berlin ist im Rausch. Eine Stadt, in der (oft mit der Unterstützung des weißen Pulvers) alles möglich scheint, in der Träume genauso schnell entstehen, wie sie wieder platzen, in der sich alle nach Liebe sehnen, nach jemanden, an den sie sich beim Tanzen anschmiegen können und in der acht junge Frauen und eine Tanzlehrerin vom Durchbruch träumen …

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Veröffentlicht am 05.12.2023

Karrierefrau

Die Stunde der Reporterin
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„… die Pflicht einer Reporterin ist es, über interessante Neuigkeiten zu berichten.“ (S. 374) Aber wie weit Jordan Walsh eines Tages dafür gehen würde, ist ihr selbst nicht klar, als sie 1955 bei der Chicago ...

„… die Pflicht einer Reporterin ist es, über interessante Neuigkeiten zu berichten.“ (S. 374) Aber wie weit Jordan Walsh eines Tages dafür gehen würde, ist ihr selbst nicht klar, als sie 1955 bei der Chicago Tribune anfängt. Zumal sie, obwohl sie Journalismus studiert hat und aus einer bedeutenden Familie kommt (ihre Mutter ist eine berühmte Dichterin, ihr Vater und ihr Bruder waren bekannte Journalisten), zunächst nur über Klatsch und Trasch berichten darf, über Mode und Rezepte und wie man sich als perfekte Ehefrau / Sekretärin verhält. Doch Jordan will mehr. Sie will in die Nachrichtenredaktion und setzt sich dafür über die Anweisungen ihrer Vorgesetzten hinweg, knüpft wichtige Kontakte und versucht stets dort zu sein, wo was los ist. Als hilfreich erweist sich dabei ein Tippgeber aus dem Büro des Bürgermeisters, der eines Tages auf sie zukommt und ihr eine große Story verspricht, wenn sie ihn als Quelle geheim hält. Das kann sich Jordan nicht entgehen lassen, aber trotzdem startet ihre Karriere nicht so durch, wie erhofft …

Nach „Cosmopolitain – Die Zeit der Frauen“ waren meine Erwartungen an den neuen Roman von Renée Rosen ziemlich hoch, wurden aber leider nicht ganz erfüllt.
Ich hatte das Gefühl, dass sich die Autorin nicht entscheiden konnte, ob sie einen Roman über die stark von der Mafia beeinflussten politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Chicago und der USA in den 50ern schreiben wollte oder über eine junge Frau, die ihren Weg in einer Männerdomäne sucht.
Zudem ist Jordan nicht besonders sympathisch und dass liegt nicht daran, dass sie mehr will als ihre weiblichen Kolleginnen, die anscheinend nicht mit ihrer Stellung in der Gesellschaft und Redaktion hadern, sondern weil sie sich über sie erhebt, sich mit ihren männlichen Kollegen verbrüdert, mit ihnen raucht und sie unter den Tisch säuft und dabei abfällig über die Kolleginne redet – und das auch wirklich so meint.

Dabei hat sie einen sehr spannenden Hintergrund. Ihr Bruder war einige Jahre älter als sie und ebenfalls Journalist. Er wurde bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht getötet, der nie aufgeklärt werden konnte. Daran ist die Familie zerbrochen. Ihre Mutter schreibt keine Gedichte mehr und unterrichtet nicht mehr, lässt den Garten verwildern und das Haus verkommen, ihr Vater hat seinen Job bei der Zeitung hingeworfen und schließt sich saufend in seinem Arbeitszimmer ein, um DEN großen Roman zu schreiben. Für Jordan und ihre Erfolge interessieren sie sich überhaupt nicht mehr. Die hofft, dass sie als Journalistin nicht nur ihre Eltern stolz machen, sondern auch den Tod ihres Bruders aufklären kann. Dabei ist extrem ehrgeizig und schießt manchmal eben auch über das Ziel hinaus.

Mein Fazit: Interessante Details zur Chicagoer Politik und Wirtschaft Ende der 1950er aus dem Blickwinkel einer jungen Journalistin, die für ihre Karriere über Leichen geht.

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Veröffentlicht am 30.11.2023

Generationenwechsel

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
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„… es geht um Leben und Tod, um Krieg oder Frieden.“ (S. 74) Als Markgraf Dietrich von Meißen 1221 stirbt, ist sein einziger legitimer Sohn Heinrich erst 3 Jahre alt und seine Frau Jutta auf die Gunst ...

„… es geht um Leben und Tod, um Krieg oder Frieden.“ (S. 74) Als Markgraf Dietrich von Meißen 1221 stirbt, ist sein einziger legitimer Sohn Heinrich erst 3 Jahre alt und seine Frau Jutta auf die Gunst und Gnade von Heinrichs Vormund Ludwig, dem Landgraf von Thüringen, ihrem Stiefbruder, angewiesen, um ihrem Sohn sein Erbe zu erhalten. Sie appelliert aber nicht nur an Ludwigs Fürsorgepflicht und Gewissen, sondern engagiert mit Lukas von Freiberg auch einen erfahrenen und weitgereisten Erzieher, Berater und Beschützer für Heinrich. Denn viele Hände greifen nach seinem zukünftigem Reich und nur wenige Kinder überleben die ersten Jahre – als nächstem Herrscher drohen ihm neben den üblichen Krankheiten und Seuchen zusätzlich Anschläge von Feinden und Neidern.

Nach Barbarossa widmet sich Sabine Ebert in ihrer neuen Reihe Heinrich dem III., Markgraf von Meißen, und verbindet dessen Schicksal geschickt mit dem von Marthes Erben.
Lukas war nach Christians Tod der zweite Mann von Hebamme Marthe und holt deren ältesten Sohn, Thomas von Christiansdorf, nach über 20 Jahren aus Akkon zurück nach Sachsen, wo er nach ihm Heinrichs Vertrauter und Berater wird.
Martes Enkelin Änne hat zwar nicht deren heilenden Hände, aber ihr umfangreiches Kräuterwissen geerbt. Sie geht mit ihrem Ehemann an Ludwigs Hof, wo sie zum Gefolge seiner Frau Elisabeth gehört. Die hat sich dem Kampf gegen Armut und Krankheit verschrieben und kämpft mit (übertriebenem) religiösem Eifer für diese Ziele. Angefeuert wird sie dabei vom späteren Inquisitor Konrad von Marburg.

Heinrich ist zu Beginn noch ein schüchterner Junge, der aber auch dank seiner Erzieher sehr schnell erwachsenen wird und vorausschauende, die Gesellschaft verändernde Entscheidungen trifft.
Seine Mutter Jutta scheint froh zu sein, die Verantwortung für ihn in die Hände von Lukas und seinem Vormund legen zu können, da sie als Frau von Männern nicht ernstgenommen wird und um ihren Stand kämpfen muss.
Lukas ist der letzte lebende Begründer von Freiberg, ein loyaler Mann, der alles in seiner Macht Stehende tut, um Heinrich zu schützen.
Die für mich am schwersten nachzuvollziehende Figur war Elisabeth. Sie erscheint schon zu Lebzeiten als weltfremde, übertrieben religiöse Eiferin und verblendete Heilige, die jede Nacht betet, Bußgewänder trägt und sich von Konrad von Marburg bis aufs Blut geißeln lässt. Sie gibt zwar all ihren Besitz für die Armen aus, aber statt ihn zu verkaufen und den Gewinn zu nutzen, lässt sie z.B. aus kostbaren Brokatstoffen Abtrennungen für Hospitäler fertigen.

„Der Silberbaum. Die siebente Tugend“ ist vom Erzählstil und Inhalt her eine gelungene Mischung aus der Hebammen- und der Barbarossa-Saga. Ich hatte zwar erwartet, dass sich die Handlung überwiegend auf Heinrich konzentriert, aber wahrscheinlich durch sein junges Alter bedingt, dreht sich der erste Band mehr um Marthes Erben und die geschichtlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Mir waren dabei allerdings manche Nebenstränge zu viel und ausführlich, dafür fand ich den Kreuzzug 1228/29 zu kurz abgehandelt.

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Veröffentlicht am 25.11.2023

Tortenglück

Stelzendorfer Tortenzauber
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Die Patisserie Bergmann ist ein kleines, organisch gewachsenes Familienunternehmen im Örtchen Stelzendorf in Thüringen, dessen Grundstein die Inhaberin Doreen Bergmann eher zufällig gelegt hat, als sie ...

Die Patisserie Bergmann ist ein kleines, organisch gewachsenes Familienunternehmen im Örtchen Stelzendorf in Thüringen, dessen Grundstein die Inhaberin Doreen Bergmann eher zufällig gelegt hat, als sie nach der Geburt ihres ersten Kindes von Jura aufs Backen umgesattelt hat. Das „Backgen“ liegt in ihrer Familie und so wurden aus den zu Beginn auf Bestellung gebackenen Kuchen und Torten erst ein kleines Gartencafé und dann die Patisserie, in der auf frische, saisonale und regionale Zutaten Wert gelegt wird.

Die Kuchen, Torten, Tartes und süßen Kleinigkeiten sehen fantastisch aus und regen zum Nachbacken an. Und mit genau so viel Liebe, wie Familie Bergmann diese Köstlichkeiten zubereitet, wurde auch dieses Backbuch geschrieben und gestaltet. Es hat einen hochwertigen, sehr stabilen Einband, damit man es beim Nachbacken der Rezepte problemlos aufschlagen kann, und ein Lesebändchen, um das neue Lieblingsrezept schnell wiederzufinden. Wobei wir uns nach dem ausgiebigen Probieren gar nicht mehr für ein Lieblingsrezept entscheiden können, weil alle etwas Besonderes haben und ich vieles entdeckt habe, was ich so noch aus keinem Backbuch kannte.
Ich möchte Euch u.a. den „Versunkene Äpfel“-Kuchen ans Herz legen: Auf einen superknusprigen Keksboden kommt ein Rührteig, in den geviertelte, gefächerte Äpfel gedrückt und mit Walnussstreuseln gekrönt werden. Was braucht man mehr? Evtl. noch etwas frisch geschlagene Sahne zwinker.
Oder der „Rosmarin schmückt Beeren“-Kuchen, der aus Streuselteig besteht, in den frischer Rosmarin eingearbeitet und der mit einer selbstgekochten Brombeergrütze gefüllt wird (man kann auch andere Obst- und Kräutersorten nehmen). Er schmeckt wunderbar buttrig und die Streuseln knacken so schön beim Essen.
Und wer mal etwas Außergewöhnliches probieren will, wagt sich an die Matcha-Kokos-Tarte, für die weiße Schokolade mit Kokosmilch, Kokosstreuseln und Matcha kombiniert wird. Mein Tipp: unbedingt auf eine auslaufsichere Form achten und den Kuchen am besten über Nacht durchziehen lassen, dann schmeckt er noch besser.
Meine Familie mochte auch die Liebesschnecken mit Johannisbeer-Marzipan sehr, die nicht mal bis zum ersten Foto überlebt haben …

Mir gefällt die Mischung aus einfacheren und anspruchsvollen Rezepten und dass man im Buch das Passende für jede Jahreszeit oder Stimmung findet, ergänzt durch Tipps, z.B. was man austauschen kann, Wissenswertes und persönliche Geschichten und Erinnerungen der Bäckerin.

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