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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2025

Eine Jahrhunderte überdauernde Liebe, die jedes Mal tragisch ausgeht

Our Infinite Fates
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Als ich letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse bei der Verlagsvorschau gehört habe, dass das neue Buch von Laura Steven übersetzt wird, habe ich innerlich gequietscht. Endlich werden ihre Bücher übersetzt!

Hätte ...

Als ich letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse bei der Verlagsvorschau gehört habe, dass das neue Buch von Laura Steven übersetzt wird, habe ich innerlich gequietscht. Endlich werden ihre Bücher übersetzt!

Hätte ich beim Lesen annotiert, wäre es nun quietschbunt, durch die Klebis doppelt so dick und vermutlich bis an die letzte Ecke vollgekritzelt. Für solche „Zeiträuber“ hatte ich aber im ersten Drittel keine Zeit, ich musste unbedingt weiterlesen. 🏎️💨

„In jedem ihrer Leben wurde Evelyn von ihrer großen Liebe getötet. Wenn sie den Fluch endlich brechen will, muss sie um jeden Preis verhindern, dass sie sich erneut verlieben…“

Den Start in die Geschichte fand ich grandios. Die Flashbacks waren nicht nur spannend, sondern hatten – dank des Umstands, dass Evelyn & Arden nicht zwangsläufig im gleichen Geschlecht wiedergeboren werden – auch noch einen gewissen Twist, den ich sehr schön fand.

Interessant war auch, wie der Umgang mit Verlust und die Verarbeitung von Trauer auf mehrere Arten illustriert werden und welche Rolle Liebe einnehmen kann.

Leider gibt es trotz meiner anfänglichen Begeisterung ein kleines „aber“: Für mich war zu lange nicht greifbar, was die tiefe, Jahrhunderte überdauernde Liebe von Evelyn & Arden ausmacht – und die Auflösung bleib für mich hinter meinen Erwartungen zurück. Ich hätte ein paar Hinweise, damit man nicht völlig im Dunklen stochert, packender gefunden. (Dafür habe ich den Twist so auf keinen Fall erwartet.)

The Society for Soulless Girls und Every Exquisite Thing – beides Retellings – haben für mich insgesamt besser funktioniert. Ich bin allerdings schon auf das nächste Buch gespannt, vielleicht macht es da für mich eher wieder „Klick“!

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Veröffentlicht am 27.03.2025

„Das Haus war zum Sterben schön“ – und einer tut’s tatsächlich

To Die For
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Es war wieder Zeit für ein Whodunit-Abenteuer, diesmal aber in der Welt der High Society und Luxusimmobilien in Los Angeles!

Fünf Makler:innen ergibt sich eine Chance, die so nicht oft ins Haus flattert: ...

Es war wieder Zeit für ein Whodunit-Abenteuer, diesmal aber in der Welt der High Society und Luxusimmobilien in Los Angeles!

Fünf Makler:innen ergibt sich eine Chance, die so nicht oft ins Haus flattert: Eine Provision über 1 Millionen Dollar! „Das Haus war zum Sterben schön“ – nur leider tut es einer tatsächlich. Wer war der Tote? Und wer hat’s getan?

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen (davor und danach) und aus Sicht der verschiedenen beteiligten Personen erzählt – wir erfahren die Geheimnisse also aus erster Hand! Für mich waren es in Kombination mit der zeitlichen Dimension fast ein wenig zu viele Personen & ich bin ein paar mal durch den Tüddel gekommen.

Durch das gemächliche Aufdecken der Hintergründe jeder Figur und das Illustrieren der Lebensumstände ist To Die For eher kein schneller Thriller, was ich auch nicht erwartet habe. Dafür haben alle ein potentielles Motiv für die Tat! Herzrasen wird euch hier also nicht erwarten, aber ein solides Rätsel ist es allemal.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Eine Villa, vier Frauen & eine zukünftige Braut, die ihren Junggesellinnenabschied nicht überlebt

Die Villa
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Drei Jahre nach dem tragischen Ende des JGA – der Mord konnte nie aufgeklärt werden– lockt Dani die anderen Frauen zurück zur Villa, um sich endlich zu erinnern. Was ist damals wirklich passiert und welche ...

Drei Jahre nach dem tragischen Ende des JGA – der Mord konnte nie aufgeklärt werden– lockt Dani die anderen Frauen zurück zur Villa, um sich endlich zu erinnern. Was ist damals wirklich passiert und welche Geheimnisse werden vor ihr verborgen?

Die Geschichte wird im Wechsel zwischen zwei Zeitsträngen erzählt: Damals und heute. So erfahren wir Stück für Stück mehr über den JGA – und damit über die Geheimnisse, Aktivitäten und Streitereien – und begleiten die Rückkehr zur Villa sowie Danis Versuch die verlorenen Erinnerungen zurückzugewinnen. Zusätzlich werden die verschiedenen Perspektiven der Frauen eingebunden.

„Ein Wochenende mit Freundinnen wird zum Wochenende mit Feindinnen“ hieß es bei der Ankündigung des Buches. Leider habe ich durch diesen Satz etwas anderes von dem Buch erwartet. Zwischen den Frauen besteht nämlich keine gemeinsame Freundschaft, die sich langsam verändert: Zum Teil kennen sie einander nicht bzw. nur flüchtig.

Unter Berücksichtigung des Umstands, dass die vier Frauen zusammenkommen, weil sie mit der zukünftigen Braut befreundet sind/waren und nicht, weil sie eine Freundinnengruppe wären, ist es vermutlich nicht verwunderlich, dass es zu einigen Reibereien kommt. Leider ist das Geflecht so ziemlich der Inbegriff toxischer Freundschaften/Beziehungen, sodass für mich schon Spannung dadurch verloren gegangen ist, dass hier ohnehin niemand irgendjemandem auch nur eine Kleinigkeit gönnt.

Zusätzlich hat sich die Handlung für mich ziemlich gezogen (es wird viel Party gemacht) und bei einigen Nebenhandlungen hätte ich gehofft, dass etwas mehr daraus gemacht wird.

Beim Ende lag ich nicht ganz richtig und das Motiv fand ich interessant gewählt!

Insgesamt war „Die Villa“ für mich ein unterhaltsames Hörbuch für Nebenbei, aber kein Buch, was ich uneingeschränkt empfehlen würde.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Leider nicht mein Fall

The Stars are Dying
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Optisch ist das Buch ein absoluter Knaller! Der Farbschnitt greift das Cover auf, das Hardcover ist sogar bedruckt und Charakterillustrationen bietet es auch… aber leider hat mich die Geschichte nicht ...

Optisch ist das Buch ein absoluter Knaller! Der Farbschnitt greift das Cover auf, das Hardcover ist sogar bedruckt und Charakterillustrationen bietet es auch… aber leider hat mich die Geschichte nicht überzeugen können.

Einer der Hauptgründe, warum ich das Buch gerne lesen wollte, waren die tödlichen Prüfungen (das Libertatem). Während mir die Wettkämpfe und die Hintergründe wirklich gut gefallen haben, kamen die Prüfungen als solche doch relativ kurz und haben Astraea nicht unbedingt in ein schmeichelhaftes Licht gerückt. Ohne ständige Hilfe hätten wir eine neue Protagonistin benötigt… und das zieht sich auch weiter.

Allen sind die Zusammenhänge klar – nur unserer Protagonistin nicht. Die Geheimnisse werden sehr schnell enthüllt, allerdings geht die Geschichte dann nicht weiter voran. Stattdessen tappt Astraea ungefähr 500 Seiten im Dunklen. Ich hätte mir entweder subtilere Hinweise oder mehr Fortschritt innerhalb der Geschichte gewünscht.

Insgesamt war The Stars Are Dying eher ein Kuddelmuddel an Ideen und Handlungssträngen. Vielleicht sehen wir im zweiten Band mehr Charakterentwicklung und mehr von der Welt.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Zum Glück geht's bald weiter!

Thousand Autumns. Buch 1
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Die kurzen Kapitel haben mir vorgegaukelt in Lichtgeschwindigkeit zu lesen & die Fußnoten bzw. das Glossar haben mir das Zurechtfinden sehr erleichtert. Hätte ich mich mit den Bezeichnungen und einigen ...

Die kurzen Kapitel haben mir vorgegaukelt in Lichtgeschwindigkeit zu lesen & die Fußnoten bzw. das Glossar haben mir das Zurechtfinden sehr erleichtert. Hätte ich mich mit den Bezeichnungen und einigen Vorstellungen schon etwas besser ausgekannt, wäre der „Snackfaktor“ entsprechend hoch gewesen. Nur die vielen Namen haben mich zu Beginn etwas ins Straucheln gebracht („Muss ich mir die alle merken?“ 😩).

Shen Qiao, der nach einem Kampf nur noch knapp am Leben ist und von Yan Wushi (nicht aus reiner Nächstenliebe) gerettet wird, wird uns bereits im Klappentext als „bescheiden, gütig, wohltätig“ beschrieben & tatsächlich ist er genau das. Sogar in so einem Ausmaß, dass ich manchmal kurz davor war durchzudrehen. Wenn es darauf ankommt, weiß er sich und andere aber durchaus zu verteidigen. Außerdem sind seine Handlungen erfrischend konsequent. Aus meiner Sicht ein ziemlich interessanter Charakter!

Yan Wushi vertritt hingegen so ziemlich all das, womit man Shen Qiao nicht verbindet. (Beelzebub Irrwitzer & Tyrannja Vamperl wären sicher große Fans.) Und obwohl ich erst dachte, dass er damit wohl haushoch überlegen sein muss, gibt es bereits zu Beginn eine Szene, die vermuten lässt, dass das Kräftegleichgewicht vielleicht doch nicht für immer so unausgewogen sein wird, wie es scheint. Damit hat sich die Geschichte direkt in mein Herz geschlichen. Ein bisschen schrullig ist er außerdem auch: „Wenn jemand sah, wie er seine Kampfkünste - mit denen er problemlos den Kopf eines Mannes abtrennen konnte - dazu einsetzte, um grüne Bohnen zu ordnen, was würde man wohl denken?“

Insgesamt hat mir die Dynamik der beiden sehr gut gefallen & einige Situationen waren aufgrund der unterschiedlichen Ansichten umso interessanter. Aber der Cliffhanger?! Ich freue mich schon auf den nächsten Band!

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