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Veröffentlicht am 23.03.2025

schöner 'Ratgeber' für schwere Zeiten

Ups, ich bin krank
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"Ups, ich bin krank" von Katarina Spangler hat mich und meinen Neffen sofort begeistert. Obwohl er mit seinen neun Jahren eigentlich nicht mehr zur typischen Zielgruppe gehört, hat das Buch seine Wirkung ...

"Ups, ich bin krank" von Katarina Spangler hat mich und meinen Neffen sofort begeistert. Obwohl er mit seinen neun Jahren eigentlich nicht mehr zur typischen Zielgruppe gehört, hat das Buch seine Wirkung nicht verfehlt. Die Geschichte ist liebevoll erzählt und greift nicht nur die körperlichen Symptome auf, sondern schenkt den Gefühlen des kranken Kindes genauso viel Raum. Genau das hat mich besonders berührt. Denn es ist so wichtig, offen und bewusst über Emotionen zu sprechen – gerade, wenn es um Gesundheit geht.

Der Ratgeberteil war für mich als Tante eine echte Bereicherung. Ich bin keine Mutter, konnte aber aus der Perspektive einer "Neu-Mama" unglaublich viel mitnehmen. Wie geht man einfühlsam auf ein krankes Kind ein? Was braucht es wirklich in dieser Zeit? Viele Ratgeber bleiben an der Oberfläche, doch dieser Abschnitt war voller wertvoller, alltagstauglicher Impulse – und das, obwohl es sich nicht einmal um ein klassisches Ratgeberbuch handelt. Ich habe mich verstanden gefühlt und konnte direkt eine tiefere Verbindung zu meinem Neffen aufbauen.

Die Illustrationen waren für ihn ein absolutes Highlight. Sie sind so herzlich und ausdrucksstark gestaltet, dass sie das Gelesene perfekt ergänzen. Er konnte sich dadurch besser in die Situation hineinversetzen und gleichzeitig immer wieder kleine Pausen zum Durchatmen nehmen. Das hat seine Motivation und Konzentration enorm gefördert.

Besonders schön war für mich zu sehen, was das Buch bei ihm bewirkt hat. Am Ende hat er zu mir gesagt, dass er bisher immer nur erzählt hat, wo es ihm weh tut – aber nie, wie er sich dabei wirklich fühlt. Jetzt hat er verstanden, dass auch Gefühle eine große Rolle in der Gesundheit spielen. Das hat mich sehr bewegt.

Auch wenn das Cover eher ein Kleinkind anspricht, zeigt der Inhalt, dass dieses Buch weit darüber hinausgeht. Es hat uns beiden geholfen – ihm, um über seine Gefühle zu sprechen, und mir, um noch besser auf ihn eingehen zu können. Eine wundervolle Mischung aus liebevoller Geschichte und wertvollem Wissen, die ich jeder Familie ans Herz legen kann. 💛

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Tieftraurig, aber gleichzeitig voller Wärme und Humor.

Endlosschleifentage
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Ein Buch, das einen nicht so schnell loslässt – und das mit einem Lächeln und einigen Tränen. Man wird direkt ins Geschehen geworfen, ohne langes Vorgeplänkel, und ich wusste sofort: Das hier wird mir ...

Ein Buch, das einen nicht so schnell loslässt – und das mit einem Lächeln und einigen Tränen. Man wird direkt ins Geschehen geworfen, ohne langes Vorgeplänkel, und ich wusste sofort: Das hier wird mir ans Herz gehen. Der Schreibstil? Unglaublich emotional, aber gleichzeitig so humorvoll, dass ich zwischendurch sogar schmunzeln musste. Und dann kam der erste Moment, in dem mir die Tränen in die Augen stiegen – und das Buch hatte noch nicht mal richtig angefangen.

Ich mochte es total, dass David mit Kinga eine beste Freundin hat, die ihm beisteht, auch wenn ihr Umgang mit der Trauer ganz anders ist als seiner. Während sie fast in ihrem Schmerz untergeht, klammert er sich an Ablenkung. Und dann ist da Marie. Anfangs war ich mir nicht sicher, was ich von ihr halten soll – ihre Dynamik mit David wirkte ein bisschen seltsam. Aber mit der Zeit habe ich gemerkt, wie gut sie ihm tut. Und die Szenen mit ihrem Vater? Die haben mich jedes Mal wieder fertig gemacht.

Was mich aber wirklich berührt hat, war die Art, wie das Buch mit Trauer umgeht. Es zeigt, dass es kein „richtig“ oder „falsch“ gibt, sondern nur unterschiedliche Wege, mit einem Verlust klarzukommen. Und genau das macht die Geschichte so echt. Ich hatte nie das Gefühl, dass mir hier irgendwas aufgedrängt wird – es war einfach da, fühlte sich natürlich an, und genau das hat mich so getroffen.

Und dann dieses Ende. Ich sag’s euch, ich hätte mir vorher nie ausmalen können, wie sehr mich diese Geschichte berühren würde, aber es war noch so viel mehr als alles, was ich erwartet hatte. Die kleinen Epiloge der Charaktere haben das Ganze perfekt abgerundet, und dieses letzte, fast versteckte Kapitel? Ein kleiner Lichtstrahl nach all den schweren Momenten.

„Endlosschleifentage“ ist kein Buch, das man einfach so liest und dann weglegt. Es fühlt sich an, als würde es ein kleines Stück bei einem bleiben. Für mich war es wunderschön, traurig, hoffnungsvoll – einfach besonders.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Geheimnisse, Intrigen und eine tödliche Wahrheit

Was hast du nur getan?
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Cassidy und ihre Clique geraten in einen Strudel aus Geheimnissen und Verdächtigungen, als ihr Mitschüler Arthur tot auf dem Schulhof aufgefunden wird. Während die Polizei von Selbstmord ausgeht, häufen ...

Cassidy und ihre Clique geraten in einen Strudel aus Geheimnissen und Verdächtigungen, als ihr Mitschüler Arthur tot auf dem Schulhof aufgefunden wird. Während die Polizei von Selbstmord ausgeht, häufen sich Hinweise, dass mehr dahintersteckt. Besonders brisant: Eine aus ihrer Gruppe scheint mehr über Arthur zu wissen, als sie zugibt. Cassidy lässt das keine Ruhe – sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch je tiefer sie gräbt, desto gefährlicher wird es.

Der Thriller überzeugt mit einer mitreißenden Erzählweise, authentischen Figuren und einem realistischen Blick auf soziale Ungleichheit. Die Kluft zwischen privilegierten Jugendlichen und denen aus schwierigen Verhältnissen wird eindrucksvoll dargestellt. Dabei ist Cassidy eine spannende Protagonistin: Sie wächst in einem herausfordernden Umfeld auf, zeigt aber großen Zusammenhalt mit ihrer Clique und entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter.

Trotz spannender Wendungen fehlte mir der ganz große Knall. Das Finale liefert eine schlüssige Auflösung, wird jedoch etwas zu schnell abgehandelt. Ein paar tiefere Einblicke in die Hintergründe der Figuren hätten die Geschichte noch fesselnder gemacht. Dennoch ist der Thriller gerade für die jugendliche Zielgruppe eine unterhaltsame, gut geschriebene Lektüre, die sich mit wichtigen Themen wie Freundschaft, Loyalität und sozialem Druck auseinandersetzt. Wer packende Schulthriller mit einer Prise Mystery mag, dürfte hier auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Wohlfühlen in Norddeutschland

Strandkorbbriefe
5

Ich war von Anfang bis Ende begeistert. Der leichte und flüssige Schreibstil sorgt für ein angenehmes Leseerlebnis und verleiht der Geschichte eine entspannte, fast urlaubsähnliche Atmosphäre. Besonders ...

Ich war von Anfang bis Ende begeistert. Der leichte und flüssige Schreibstil sorgt für ein angenehmes Leseerlebnis und verleiht der Geschichte eine entspannte, fast urlaubsähnliche Atmosphäre. Besonders die Küstenkulisse trägt dazu bei, dass man sich beim Lesen entschleunigt fühlt.

Merle ist eine sympathische Protagonistin, die auf den ersten Blick taff wirkt, aber auch mit Unsicherheiten und Ängsten zu kämpfen hat – vor allem in Bezug auf ihren Unfall. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist realistisch dargestellt. Sie bleibt sich selbst treu, macht aber gleichzeitig Fortschritte, sowohl persönlich als auch beruflich. Besonders ihre humorvolle und unkonventionelle Art im letzten Drittel war ein Highlight und hat ihre Persönlichkeit perfekt widergespiegelt.

Die Dynamik zwischen Merle und Bastian ist spürbar und lebendig. Obwohl von Anfang an klar ist, dass sie zusammenfinden werden, bleibt es spannend, ihnen auf diesem Weg zu folgen. Ihre Gespräche und Schlagabtausche sind unterhaltsam, aber auch ihre Konflikte wirken authentisch. Allerdings war es schwierig nachzuvollziehen, dass Bastian von Merle Vertrauen erwartet, aber selbst kaum etwas preisgeben wollte.

Auch die Nebencharaktere haben die Geschichte bereichert und für schöne, abwechslungsreiche Momente gesorgt. Kalle, der Hund, war für mich ein absoluter Bonus-Charakter – Bücher mit Hunden können nur gut sein! Außerdem fand ich es berührend, wie Merles frühere Beziehungen dargestellt wurden. Es wirkte, als hätte sie für viele ihrer Ex-Partner keine große Bedeutung gehabt, was traurig zu lesen war.

Alles in allem ist Strandkorbbriefe eine wunderschöne, herzerwärmende Geschichte voller Charme, Humor und Romantik. Ein echtes Wohlfühlbuch, das ich definitiv weiterempfehlen würde!

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Ein Wohlfühlbuch zum Träumen

Liebesglück im kleinen Buchladen
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Was gibt es Schöneres als eine Geschichte, die einen direkt ins Herz trifft? Liebesglück im kleinen Buchladen ist genau so ein Buch – voller Wärme, Charme und der perfekten Prise Romantik.

Jana sucht ...

Was gibt es Schöneres als eine Geschichte, die einen direkt ins Herz trifft? Liebesglück im kleinen Buchladen ist genau so ein Buch – voller Wärme, Charme und der perfekten Prise Romantik.

Jana sucht einen Neuanfang, stolpert dabei über einen kleinen, etwas heruntergekommenen Buchladen und gleichzeitig in das Leben von Niklas. Während sie den Laden wieder aufblühen lässt, scheint auch ihr eigenes Herz langsam aufzutauen. Die Geschichte ist wunderbar leicht und trotzdem tiefgründig, gespickt mit humorvollen Momenten und einer Atmosphäre, die einen direkt in das gemütliche Städtchen hineinzieht.

Susanne Hanika schafft es, dass man sich sofort wohlfühlt – ihre Figuren sind lebendig, mit kleinen Macken, die sie umso sympathischer machen. Man kann mit ihnen lachen, mitfiebern und ein bisschen mitträumen. Besonders schön ist die Liebe zu Büchern, die in jeder Seite spürbar ist.

Wer romantische Geschichten mit Wohlfühlfaktor mag, wird hier auf jeden Fall glücklich. Perfekt für kuschelige Lesestunden mit einer Tasse Tee und ganz viel Herzklopfen!

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